In der vorliegenden Hausarbeit wird untersucht, wie sich das durchschnittliche
Nettoarbeitseinkommen vollzeiterwerbstätiger Frauen zwischen den Branchen
unterscheidet und welcher Einfluss ceteris paribus von der Tätigkeit in einer
bestimmten Branche auf das Nettoarbeitseinkommen vollzeitbeschäftigter Frauen
ausgeht.
Es wird überprüft, ob man die Ergebnisse auf die Grundgesamtheit übertragen
kann und somit eine signifikante Aussage über die oben erwähnten Sachverhalte
möglich ist.
Dabei werden zuerst die Einkommen der einzelnen Branchen untersucht und
verglichen und anschließend um Ausreißerwerte sowie ökonomisch zu kleine
Werte bereinigt.
Im Anschluss werden die festgestellten Unterschiede anhand der erweiterten
Mincer Funktion erklärt. Dabei wird die Richtung und Stärke sowie die Signifikanz
des Einflussfaktors „Branche“ geschätzt.
Abschließend werden wichtige Annahmen in Verbindung mit der erweiterten
Mincer Funktion erklärt und untersucht, ob diese erfüllt sind. Besonderes
Augenmerk liegt dabei auf der Ausreißerproblematik.
Als Grundlage wird der ALLBUS Datensatz mit 3051 Erhebungen aus dem Jahr
1990 verwendet. Der ALLBUS Datensatz ist eine Trenderhebung zur Erfassung
des sozialen Wandels in der Bundesrepublik Deutschland. Diesen Datensatz kann
man unter http://www.gesis.org/Datenservice/ALLBUS/Bestellen/index.htm
downloaden.
Die Untersuchung wird mit dem SHAZAM Statistik Programms in der Version 7.0
durchgeführt. Dieses Programm liegt dieser Ausarbeitung als Diskette bei.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Nettoarbeitseinkommen vollzeiterwerbstätiger Frauen nach Branchen
2.1 Einlesen und Selektierung der Daten
2.2 Deskriptive Statistik für alle Branchen
2.3 Ausreißerproblematik
2.4 Deskriptive Statistik für signifikante Branchen
3 Erklärung der Unterschiede im durchschnittlichen Nettoarbeitseinkommen zwischen den Branchen anhand der erweiterten Mincer Funktion
3.1 Die erweiterte Mincer Funktion
3.2 Einflüsse der erklärenden Variablen auf das Nettoarbeitseinkommen vor Herausfilterung der Ausreißer
3.3 Annahmen in Verbindung mit der Mincer Funktion
3.3.1 Anforderungen an die Störgröße
3.3.1.1 Homoskedastie
3.3.1.2 Normalverteilung
3.3.2 Korrekte funktionale Form des Regressionsansatzes
3.4 Veränderungen durch Herausfilterung der Ausreißer
3.5 Test auf statistische Signifikanz der Branchenzugehörigkeit auf das Nettoarbeitseinkommen
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit untersucht den Einfluss der Branchenzugehörigkeit auf das Nettoarbeitseinkommen vollzeiterwerbstätiger Frauen in Deutschland. Ziel ist es zu analysieren, ob sich signifikante Einkommensunterschiede zwischen Branchen feststellen lassen und inwieweit die erweiterte Mincer-Funktion zur Erklärung dieser Unterschiede beiträgt, wobei insbesondere der Einfluss von Ausreißern und die Gültigkeit ökonometrischer Annahmen geprüft werden.
- Deskriptive Analyse des Einkommens nach Branchen
- Bereinigung des Datensatzes um Ausreißer und insignifikante Beobachtungen
- Anwendung der erweiterten Mincer-Funktion zur Einkommenserklärung
- Prüfung ökonometrischer Annahmen (Homoskedastie, Normalverteilung, funktionale Form)
Auszug aus dem Buch
Die erweiterte Mincer Funktion
In der Wissenschaft hat sich herausgestellt, dass das Einkommen von der Anzahl der Schuljahre und der Berufserfahrung abhängt. Das bedeutet, dass das Einkommen umso höher ist, je länger man zur Schule gegangen ist und/oder je länger man Berufserfahrung gesammelt hat. Die Aussage ist aber nicht 100%ig richtig, denn im Laufe der Zeit bringt eine höhere Berufserfahrung keine Vorteile mehr. Ab einem bestimmten Alter ist der Lernprozess stark abnehmend und das Wissen nimmt eher ab als zu. Diesen Aspekt beschreibt die „quadrierte Berufserfahrung“. Sie sagt aus, dass sich ab einem gewissen Zeitpunkt die Erfahrung negativ auf das Einkommen auswirkt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsfrage ein und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie die Datengrundlage basierend auf dem ALLBUS-Datensatz von 1990.
2 Nettoarbeitseinkommen vollzeiterwerbstätiger Frauen nach Branchen: Dieses Kapitel widmet sich der deskriptiven Statistik der Einkommensverteilung sowie der notwendigen Datenbereinigung hinsichtlich Ausreißern.
3 Erklärung der Unterschiede im durchschnittlichen Nettoarbeitseinkommen zwischen den Branchen anhand der erweiterten Mincer Funktion: Hier wird der theoretische Mincer-Ansatz auf den Datensatz angewandt und die Qualität des Regressionsmodells sowie dessen Annahmen (Homoskedastie, Normalverteilung) tiefgreifend geprüft.
4 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, wonach trotz einzelner branchenspezifischer Effekte kein allgemeiner signifikanter Einfluss der Branche auf das Einkommen nachgewiesen werden kann.
Schlüsselwörter
Nettoarbeitseinkommen, Branchenzugehörigkeit, Mincer-Funktion, Arbeitsmarktforschung, ökonometrische Schätzung, Ausreißeranalyse, Homoskedastie, Normalverteilung, Berufserfahrung, Bildungsjahre, ALLBUS-Datensatz, statistische Signifikanz, Regressionsanalyse, Dummy-Variablen, Deutschland.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der empirischen Untersuchung von Einkommensunterschieden zwischen verschiedenen Branchen bei vollzeiterwerbstätigen Frauen unter Verwendung des ALLBUS-Datensatzes.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Im Zentrum stehen die deskriptive Einkommensstatistik, die Bereinigung von Datensätzen um Ausreißer und die ökonometrische Modellierung mittels der erweiterten Mincer-Funktion.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es zu klären, welcher Einfluss ceteris paribus von einer bestimmten Branche auf das Nettoarbeitseinkommen ausgeht und ob diese Ergebnisse signifikante Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit erlauben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine ökonometrische Regressionsanalyse durchgeführt, wobei die erweiterte Mincer-Funktion unter Einbeziehung von Dummy-Variablen für Branchen und unter Prüfung von Modellannahmen wie Homoskedastie und korrekter funktionaler Form genutzt wird.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die deskriptive Analyse der Einkommensdaten, die Modellierung mittels Mincer-Funktion sowie die kritische Überprüfung der statistischen Annahmen des Modells vor und nach der Bereinigung um Ausreißer.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Einkommensunterschiede, Branchenzugehörigkeit, Mincer-Funktion, ökonometrische Schätzung, Datenbereinigung und statistische Signifikanz.
Welchen Einfluss haben Ausreißer auf die Ergebnisse?
Die Ausreißer (insbesondere extreme Einkommenswerte) verzerren die Stichprobe und führen zu unzuverlässigen Testergebnissen; nach deren Herausfilterung verbessert sich die Erklärungsgüte des Modells deutlich.
Warum wird eine Referenzgruppe bei den Branchen gewählt?
Die Referenzgruppe (hier der Einzelhandel) ist notwendig, um die Dummy-Variablen in der Regression korrekt zu kodieren und das Problem der perfekten Multikollinearität zu vermeiden.
- Citation du texte
- Michael Mazaschyk (Auteur), 2003, Untersuchung der Unterschiede im Einkommen zwischen den Branchen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22666