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Deutsches Medienrecht in der Anwendung

Title: Deutsches Medienrecht in der Anwendung

Term Paper , 2003 , 24 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Hans-Joachim Birk (Author)

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Anhand verschiedener Fallbeispiele wird in dieser Arbeit aufgezeigt, in welchem Spannungsfeld sich das deutsche Medienrecht bewegt. Der Pressefreiheit kraft Grundgesetz stehen unter anderem journalistische Sorgfaltspflichten gegenüber und auch die Rechte der in den Medien Dargestellten.

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Inhaltsverzeichnis

Fallaufgaben aus dem Medienrecht

1. Der Bauauftrag

2. Kanzleraffäre

3.“Bild” versus Joachim Deutschland

4. Persönlichkeitsrecht eines Adligen

5. Pacta sunt servanda?!

6. Trennung von Redaktion und Werbung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht zentrale medienrechtliche Fragestellungen und die Grenzen der Pressefreiheit anhand realer und fiktiver Fallbeispiele. Das primäre Ziel ist die Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen für journalistisches Handeln im Spannungsfeld zwischen öffentlichem Informationsinteresse und dem Schutz individueller Persönlichkeitsrechte.

  • Journalistische Sorgfaltspflicht bei der Berichterstattung über Verdachtsfälle
  • Abwägungsprozesse zwischen Meinungsfreiheit und Persönlichkeitsschutz
  • Rechtliche Implikationen von Bildveröffentlichungen und dem Recht am eigenen Bild
  • Verbindlichkeit von vertraglichen Vereinbarungen zwischen Medien und Protagonisten
  • Problematik der Vermischung von redaktionellen Inhalten und Werbung

Auszug aus dem Buch

1. Der Bauauftrag

Ein Lokalredakteur entnimmt dem Hörfunk die Nachricht, ein Landtagsabgeordneter habe sich bei der Vergabe eines öffentlichen Auftrags von einem Bauunternehmer bestechen lassen. Der Redakteur lässt sich daraufhin von dem angegebenen Informanten die “Richtigkeit” des Vorwurfs bestätigen und publiziert am nächsten Tag den Bestechungsvorwurf als Tatsachenmeldung in seinem Blatt. Wenige Tage später stellt sich dieser Vorwurf als unwahr heraus.

Nunmehr stellt sich die Frage, welche presserechtlichen Ansprüche der Landtagsabgeordnete dem Redakteur beziehungsweise dem Verlag gegenüber angesichts dieser Falschmeldung geltend machen kann. Um diese Ansprüche genauer abschätzen zu können, soll zunächst das Verhalten des Redakteurs kritisch beleuchtet werden: Genügt sein Handeln den allgemein anerkannten Standards des Berufsstandes, bewegt er sich im Rahmen der vom Grundgesetz herleitbaren Pressefreiheit und, vor allem, hat er seiner journalistischen Sorgfaltsverpflichtung Genüge getan?

Zunächst kann die Quelle der Information, die abendlichen Radionachrichten, darauf hindeuten, dass der erhobene Vorwurf nicht ganz aus der Luft gegriffen ist. Der Redakteur der örtlichen Lokalnachrichten wird vermutlich davon ausgehen können, dass üblicherweise auch beim gehörten Sender ein Mindestmaß an journalistischer Sorgfalt bei der Auswahl und Prüfung gesendeter Nachrichten angewandt wird. Diese Mutmaßung ist meines Erachtens aber nicht ausreichend, um die gehörte Nachricht ohne weitere Überprüfung im eigenen Medium zu übernehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Bauauftrag: Analyse der journalistischen Sorgfaltspflicht und presserechtlicher Konsequenzen bei der Veröffentlichung einer sich als falsch herausstellenden Tatsachenbehauptung über einen Politiker.

2. Kanzleraffäre: Untersuchung der Privatsphäre und des öffentlichen Informationsinteresses am Beispiel der Berichterstattung über das Privatleben eines Bundeskanzlers.

3. “Bild” versus Joachim Deutschland: Erörterung der Grenzen der Meinungsfreiheit bei beleidigenden Titulierungen in den Medien gegenüber einer Person des öffentlichen Lebens.

4. Persönlichkeitsrecht eines Adligen: Rechtliche Bewertung der unbefugten Veröffentlichung heimlich erstellter Fotos und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

5. Pacta sunt servanda?!: Diskussion über die Verbindlichkeit von Verträgen zwischen Modellen und Fotografen sowie die Möglichkeiten eines Widerrufs der Einwilligung.

6. Trennung von Redaktion und Werbung: Analyse der medienrechtlichen Bedenklichkeit bei einer journalistisch getarnten, aber faktisch werblichen Berichterstattung über lokale Unternehmen.

Schlüsselwörter

Medienrecht, Pressefreiheit, Persönlichkeitsrecht, Sorgfaltspflicht, Unterlassungsanspruch, Gegendarstellung, Tatsachenbehauptung, Schmerzensgeld, Intimsphäre, Privatsphäre, Recht am eigenen Bild, Verdachtsberichterstattung, Schleichwerbung, Meinungsäußerung, Urheberrecht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die rechtlichen Rahmenbedingungen und Herausforderungen des deutschen Medienrechts, angewandt auf konkrete fiktive und tatsächliche Konfliktsituationen zwischen Presse und Betroffenen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der journalistischen Sorgfalt, dem Schutz der Persönlichkeit, urheberrechtlichen Aspekten bei Fotos, dem Widerruf von Einwilligungen und der strikten Trennung von redaktionellem Inhalt und Werbung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll aufgezeigt werden, wie juristische Abwägungsprozesse zwischen dem Grundrecht auf Pressefreiheit und den Persönlichkeitsrechten der betroffenen Personen in der Praxis funktionieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit verwendet die fallbasierte Analyse (Fallstudien), bei der auf Basis des geltenden Presserechts und einschlägiger Rechtsgrundlagen (wie StGB oder BGB) die Zulässigkeit von Medienberichten geprüft wird.

Welche Inhalte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil besteht aus sechs differenzierten Fallanalysen, die von der unberechtigten Verdachtsberichterstattung über die Sphärentheorie bis hin zu Problematiken bei Modellverträgen reichen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Die Arbeit fokussiert auf Kernbegriffe wie Persönlichkeitsschutz, journalistische Sorgfalt, Tatsachenbehauptung, Medienprivileg und die fünf verschiedenen Schutzsphären der Persönlichkeit.

Wie wird der Konflikt zwischen "Gefahr in Verzug" und journalistischer Sorgfalt gelöst?

Der Autor argumentiert, dass eine schnelle Verbreitung nur dann gerechtfertigt ist, wenn es sich um den Schutz dringender öffentlicher Interessen handelt, was bei rein spekulativen Vorwürfen ohne ausreichende Recherche die Sorgfaltspflicht nicht ersetzt.

Gilt das Modell der fünf Persönlichkeitssphären auch für Prominente?

Ja, das Modell dient zur Einordnung, jedoch müssen prominente Personen in der Öffentlichkeit Einschränkungen ihres Persönlichkeitsrechts hinnehmen, während der Schutz in der Intimsphäre auch für sie absolut bleibt.

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Details

Title
Deutsches Medienrecht in der Anwendung
College
Free University of Berlin  (Journalisten-Weiterbildung JWB)
Grade
2,3
Author
Hans-Joachim Birk (Author)
Publication Year
2003
Pages
24
Catalog Number
V22707
ISBN (eBook)
9783638259811
ISBN (Book)
9783640652129
Language
German
Tags
Deutsches Medienrecht Anwendung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hans-Joachim Birk (Author), 2003, Deutsches Medienrecht in der Anwendung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22707
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