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Die Philosophie und das Glück

Title: Die Philosophie und das Glück

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 19 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Holger Lehmann (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Kann die Philosophie trösten und gibt es allgemein gültige philosophische Anleitungen für ein glückliches Leben? Diese Fragen haben für die Philosophie und die Menschen, die sich mit ihr beschäftigen, eine große Bedeutung. Häufig, und heutzutage mehr denn je, wird die Möglichkeit der praktischen Anwendung der Philosophie in Frage gestellt. Es wird von einer Wissenschaft, die sich im Elfenbeinturm befindet, gesprochen. Gelingt es, die oben angeführten Fragen positiv zu beantworten, so ist zumindest ein Beleg für die Notwendigkeit der Philosophie geliefert, was allerdings nicht implizieren soll, dass bei einer negativen Antwort die Philosophie generell keinen praktischen Nutzen für die Menschen hat. Dies würde der Philosophie und den vielen Bereichen, mit denen sie sich beschäftigt, nicht gerecht werden.

Von den Philosophen wird der philosophisch weniger gebildete Betrachter dieser Frage sicherlich ein klares Ja als Antwort erwarten, was angesichts der antiken Trostschriften von Philosophen wie Seneca oder Boethius nicht weiter verwunderlich ist. Es gibt jedoch einen Philosophen von großer Bedeutung, der gerade durch das Mittel der philosophischen Reflexion die Möglichkeit des verbindlichen philosophischen Trostes verneinen will. Dieser Denker heißt David Hume und hat in vier zusammenhängenden Essays vier Philosophentypen und deren Vorstellungen von einem glücklichen Leben beschrieben. Auch wenn, wie der Autor selbst anmerkt“, diese vier „Typen“ historisch und im Einzelnen nur ungenau beschrieben sind, so bilden diese Aufsätze, insbesondere der letzte über den Skeptiker, eine sehr gute Grundlage, um die am Anfang genannte Frage zu diskutieren.

Im ersten Teil dieser Arbeit werde ich nach einigen einleitenden Worten zu David Hume, eine kurze Darstellung der vier Essays im Einzelnen geben, um dann im zweiten Teil die wichtigsten Punkte im Hinblick auf das Thema der Arbeit zu interpretieren und zu diskutieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.0 David Hume

1.1 Der Epikuräer

1.2 Der Stoiker

1.3 Der Platoniker

1.4 Der Skeptiker

2.0 Die Rolle des Autors

2.1 Vergleich der Essays

2.2 Diskussion: Kann die Philosophie den Weg zum Glück zeigen?

2.3 Fazit

3.0 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die Philosophie in der Lage ist, durch allgemeingültige Systeme Trost zu spenden und Anleitungen für ein glückliches Leben zu geben, wobei sie sich primär auf die Analyse von David Humes vier Philosophentypen stützt.

  • Analyse antiker Philosophentypen nach David Hume
  • Vergleich konkurrierender Konzepte des Glücks
  • Diskussion der Wirksamkeit philosophischer Trostlehren
  • Kritische Reflexion der Rolle von Vernunft, Emotionen und Zufall

Auszug aus dem Buch

1.2 Der Stoiker

Diesen Philosophentypen bezeichnet Hume auch als „Mann der Tat und Tugend“.

Auch der Stoiker bezieht sich auf die Natur. Er beschreibt sie als gütig, da sie den Menschen den Verstand gab, ohne den sie im Gegensatz zum Tier außerstande wären, in der Natur zu überleben. Damit diese Fähigkeit jedoch nicht nur zum Nötigsten benutzt wird und sozusagen brachliegt, fordert der stoische Philosoph, dass man den Verstand trainiert und weiterentwickelt, indem man sich mit dem Material auseinandersetzt, welches uns die Natur bereitgestellt hat. Das Endziel all der geforderten Bemühungen ist das Glück, welches alle Menschen ohne Ausnahme suchen. Da für jedes Ziel, das der Mensch erreichen will, ein geplantes Vorgehen notwendig ist, meint der Stoiker, dass dies auch für das glückliche Leben als Endzweck gilt. Erst nachdem die Fehler, die das Glück verhindern, erkannt sind und das Leben dementsprechend verändert wurde, kann der Mensch glücklich werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Fragestellung, ob Philosophie Trost spenden kann, und Vorstellung der von David Hume skizzierten Philosophentypen.

1.0 David Hume: Biografischer Hintergrund zu David Hume und Einordnung seiner Essays.

1.1 Der Epikuräer: Darstellung des epikuräischen Ideals, das Glück in der Erfüllung natürlicher Leidenschaften und dem Genuss des gegenwärtigen Moments sieht.

1.2 Der Stoiker: Erläuterung des stoischen Konzepts, das Tugend, Vernunft und Tatkraft als notwendige Grundlagen für ein glückliches Leben postuliert.

1.3 Der Platoniker: Analyse der platonischen Sichtweise, die das höchste Glück in der kontemplativen Verehrung Gottes und der Abkehr von irdischen Trieben findet.

1.4 Der Skeptiker: Untersuchung der skeptischen Position, die einheitliche philosophische Trostlehren aufgrund der Subjektivität menschlicher Empfindungen in Frage stellt.

2.0 Die Rolle des Autors: Analyse von Humes methodischem Vorgehen und der ironischen Distanz in seinen Schilderungen.

2.1 Vergleich der Essays: Gegenüberstellung der Kerngedanken zur Glückssuche und Aufarbeitung der Unterschiede hinsichtlich Tugend, Gottesglaube und Vernunftgebrauch.

2.2 Diskussion: Kann die Philosophie den Weg zum Glück zeigen?: Kritische Auseinandersetzung mit Humes These zur Unmöglichkeit einer universellen Glücksphilosophie.

2.3 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der philosophischen Trostfunktion und Plädoyer für eine individuell angepasste Lebensphilosophie.

3.0 Literatur: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.

Schlüsselwörter

David Hume, Glück, Philosophie, Trost, Epikuräer, Stoiker, Platoniker, Skeptiker, Tugend, Vernunft, Leidenschaften, Lebensgestaltung, Subjektivität, Charakter, Kontemplation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Fragestellung, ob und wie die Philosophie dazu beitragen kann, Menschen Trost in schwierigen Lebenslagen zu spenden und ihnen Wege zum Glück aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Analyse antiker Lebensentwürfe, der Wert der menschlichen Vernunft gegenüber den Affekten sowie die Rolle der Tugend und des Zufalls in Bezug auf das menschliche Wohlbefinden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist die Diskussion von Humes These, dass es keine allgemein gültige "Glücksphilosophie" gibt, und die Beantwortung der Frage, ob die Philosophie dennoch individuell trösten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin wendet eine textanalytische und komparative Methode an, indem sie die vier von Hume beschriebenen Philosophentypen (Epikuräer, Stoiker, Platoniker, Skeptiker) inhaltlich wiedergibt, vergleicht und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die vier Philosophentypen detailliert porträtiert, anschließend miteinander verglichen und schließlich in einer Diskussion auf ihre praktische Relevanz für den Menschen hin untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind David Hume, Glück, Tugend, Skeptizismus, Vernunft, Affekte, Lebensführung und philosophischer Trost.

Inwiefern beeinflusst der skeptische Ansatz das Fazit der Autorin?

Die Autorin erkennt zwar Humes skeptisches Argument an, dass es keinen universellen Pfad gibt, widerspricht ihm jedoch darin, dass eine Philosophie den Einzelnen gar nicht erreichen könne; sie plädiert für die persönliche Wahl der passenden Philosophie.

Wie bewertet die Arbeit Humes Sicht auf die Veränderbarkeit des Charakters?

Die Autorin kritisiert Humes Vorstellung von starren, unveränderbaren Charakteren als zu dogmatisch und führt Beispiele an, die zeigen, dass Menschen sich durch Reflexion und Erfahrungen durchaus wandeln können.

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Details

Title
Die Philosophie und das Glück
College
University of Hannover  (Philosophisches Seminar)
Grade
sehr gut
Author
Holger Lehmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V22732
ISBN (eBook)
9783638260046
ISBN (Book)
9783640996742
Language
German
Tags
Philosophie Glück
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Lehmann (Author), 2003, Die Philosophie und das Glück, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22732
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