Die Zeit der Weimarer Republik, die mit der Wahl zur Weimarer Nationalversammlung am 19. Januar 1919 begann und mit der Machtübernahme der NSDAP am 30. Januar 1933 endete, war geprägt von ökonomischen Krisen und politischen Konflikten, aber auch von Phasen des wirtschaftlichen Aufschwungs und des technischen Fortschritts. Die Anfangsjahre waren gekennzeichnet von der sich stetig steigernden Inflation sowie Putschversuchen der linken und rechten radikalen Parteien. Mit der Währungsreform 1924 stabilisierte sich die innenpolitische Lage, es begann eine Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs. Mit Hilfe von ausländischen Krediten, vornehmlich aus den USA, konnten neue Industrien aufgebaut und Produktionsweisen modernisiert und rationalisiert werden. Eine Belastung für die Republik blieb jedoch die steigende Arbeitslosenzahl und die politische Radikalisierung der Bevölkerung. Mit dem Ausbruch der Weltwirtschaftskrise 1929 und dem damit einhergehenden Ausbleiben amerikanischer Kredite mussten viele der vormals florierenden Unternehmen schließen, die Arbeitslosenzahl stieg rapide bis auf 6 Millionen im Jahr 1932 an. Die Machtübergabe an Hitler ist gleichbedeutend mit dem Ende der Weimarer Republik.
Im Mittelpunkt dieser Hausarbeit wird die ökonomische Lage der Schriftsteller in dem soeben skizzierten Zeitabschnitt stehen. Dabei werden die Absatzmärkte Buchmarkt und Presse sowie Film und Rundfunk näher betrachtet und auf ihre ökonomische Bedeutung für die Schriftsteller untersucht. Mit dem Begriff Schriftsteller sind in der Hausarbeit vor allem freie Autoren gemeint, also solche, die ohne feste Anstellung ihrer literarischen Tätigkeit nachgehen, sei es mit dem Verfassen von Romanen oder der freien Mitarbeit an Zeitungen. Auch schließt er Autoren ein, die neben ihrer literarischen Tätigkeit einer anderen, nichtliterarischen Beschäftigung in einem festen Arbeitsverhältnis nachgehen. Auf die in einem festen Arbeitsverhältnis stehenden literarisch Tätigen, etwa Journalisten oder Redakteure, wird aus Platzgründen nicht gesondert eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Bedeutung von Public Health
3 Verschiedene Modellvorstellungen zur Gesundheit und Krankheit
4 Analyse eines biomedizinischen und psychosozialen Modells
4.1 Das Risikofaktorenmodell von Schäfer (1978) zur Entstehung und Prophylaxe von Koronarer Herzkrankheit (KHK)
4.1.3 Die Entstehung des Risikofaktorenmodells
4.1.2 Grundzüge und Eigenschaften des Risikofaktorenmodells
4.1.3 Funktionsweise des Risikofaktorenmodells
4.2 Das Systemische Anforderungs-Ressourcen-Modell (SAR-Modell) von Becker (1992)
4.2.2 Grundzüge und Eigenschaften des SAR-Modells
4.2.2 Funktionsweise des SAR-Modells
4.3 Vergleich des Risikofaktorenmodells mit dem SAR-Modell
5 Fazit
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Belegarbeit befasst sich mit der theoretischen Auseinandersetzung und Gegenüberstellung verschiedener Modelle zur Klärung von Gesundheit und Krankheit. Das primäre Ziel ist es, den Wandel von rein pathogenetisch orientierten, biomedizinischen Sichtweisen hin zu ganzheitlichen, systemischen Ansätzen in der Gesundheitsförderung aufzuzeigen und kritisch zu bewerten.
- Grundverständnis von Public Health und dessen Entstehung.
- Darstellung des biomedizinischen Risikofaktorenmodells von Schäfer (1978).
- Analyse des biopsychosozialen Systemischen Anforderungs-Ressourcen-Modells (SAR-Modell) von Becker (1992).
- Systematischer Vergleich der beiden Modelltypen hinsichtlich ihrer Kausalität und Gesundheitsauffassung.
- Bedeutung der psychosozialen Faktoren für eine zeitgemäße Gesundheitsförderung.
Auszug aus dem Buch
4.1.1 Die Entstehung des Risikofaktorenmodells
Wie schon gesagt ist dieses Modell ist bis heute das im Alltag gebräuchlichste. Es entstand damals, 1948 um genau zu sein, weil eine Gruppe amerikanischer Wissenschaftler in Framingham/ Massachusetts (USA) eine Längsschnittuntersuchung mit ca. 5100 Einwohnern im Alter zwischen 30 und 60 Jahren durchführten. Zu Beginn dieser epidemiologischen Studie waren all diese Probanden herzgesund, sie wurden am Anfang eingehend untersucht und ihre Verhaltens- und Lebensweisen wurden festgehalten. Alle 2 Jahre wurden sie dann nach einem festgelegten Schema untersucht. Man hoffte, Hinweise zu erhalten, dass KHK aufgrund bestimmter Charakteristika voraussagbar und dass diese Charakteristika beeinflussbar seien.
Tatsächlich ließ sich beobachten, dass sich bei den Personen, die im Laufe der Beobachtungsdauer an KHK erkrankten, bestimmte Befunde häuften, wie etwa Hypertonie (Bluthochdruck) oder ein erhöhter Cholesterinspiegel (Blutfettspiegel). Aus dieser Erkenntnis heraus, kamen die Amerikaner zu folgendem Endschluss: sie deuteten das gleichzeitige Auftreten der Faktoren als ursächlichen Zusammenhang, sahen also eine Wechselbeziehung als Beweggrund oder Ursache an. Das bedeutete in diesem Fall, die Forscher nahmen an, die Hauptursachen für eine KHK seien Hypertonie und ein erhöhter Cholesterinspiegel. Tatsächlich ist es aber so, dass sich die KHK häufig mit einer Hypertonie und einem erhöhter Cholesterinspiegel äußert. Es wäre zu einfach aufgrund dieser Faktoren eine KHK zu diagnostizieren, oft spielen dabei noch ganz andere Gründe eine Rolle.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe und Vorstellung des Konzepts Public Health als Alternative zur reinen Krankheitsbehandlung.
2 Die Bedeutung von Public Health: Erläuterung des Begriffs Public Health im historischen und modernen Kontext unter Berücksichtigung der WHO-Gesundheitsdefinition.
3 Verschiedene Modellvorstellungen zur Gesundheit und Krankheit: Überblick über unterschiedliche theoretische Zugänge aus Medizin, Psychologie, Soziologie und Anthropologie.
4 Analyse eines biomedizinischen und psychosozialen Modells: Detaillierte Untersuchung und Gegenüberstellung des Risikofaktorenmodells von Schäfer und des SAR-Modells von Becker.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Modelle und Plädoyer für eine interdisziplinäre Gesundheitsförderung unter Einbeziehung psychosozialer Faktoren.
Schlüsselwörter
Public Health, Gesundheit, Krankheit, Risikofaktorenmodell, SAR-Modell, Gesundheitsförderung, Prävention, Pathogenese, Salutogenese, Systemtheorie, biopsychosoziales Modell, seelische Gesundheit, Gesundheits-Krankheits-Kontinuum, Koronare Herzkrankheit, psychosoziale Faktoren.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Wissenschaft und Medizin Gesundheit und Krankheit definieren, und stellt dabei unterschiedliche Erklärungsmodelle einander gegenüber.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Public Health, dem biomedizinischen Risikofaktorenmodell sowie dem Systemischen Anforderungs-Ressourcen-Modell (SAR-Modell).
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es aufzuzeigen, dass ein Wandel hin zu ganzheitlicheren, biopsychosozialen Modellen notwendig ist, um die Gesundheit des Menschen effektiver zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Analyse und einen systematischen Vergleich von wissenschaftlichen Modellen auf Basis existierender Literatur.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil analysiert spezifisch die Entstehung, Grundzüge und Funktionsweisen des Risikofaktorenmodells von Schäfer sowie des SAR-Modells von Becker.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Public Health, Pathogenese, biopsychosoziales Modell, Gesundheits-Krankheits-Kontinuum und psychosoziale Ressourcen.
Warum ist das Risikofaktorenmodell von Schäfer aus Sicht der Autorin nicht mehr aktuell?
Es wird kritisiert, dass das Modell zu stark reduktionistisch ist, Gesundheit nur als Abwesenheit von Krankheit definiert und psychosoziale Faktoren vernachlässigt.
Was versteht Becker unter "seelischer Gesundheit" im SAR-Modell?
Becker definiert seelische Gesundheit als ein breites Persönlichkeitskonstrukt und als die Fähigkeit zur Bewältigung externer und interner Anforderungen.
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- Sabine Wolf (Author), 2003, Public Health, Ansätze (Modelle) zur Klärung von Gesundheit und Krankheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22873