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Frauenpolitik in Lateinamerika

Title: Frauenpolitik in Lateinamerika

Term Paper , 2003 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Patricia Aguilar (Author)

Politics - Region: Middle and South America
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Der kolumbianische Autor Gabriel García Márquez äußerte sich einst über Frauen in der Politik, es sei an der Zeit, dass Frauen in Politik und Wirtschaft die Zügel übernehmen. Frauen stellen in der Praxis des Alltages, in der sie ihre oftmals vielköpfigen Familien am Überleben halten müssen, ihre Fähigkeiten unter Beweis, Wirtschaft und Politik real im Griff zu halten.

Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Frauenpolitik in Lateinamerika“ seit 1980 unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Strukturen und der (fast überall) überwundenen Diktaturen.

Frauenpolitik bedeutet nicht nur weibliche Partizipation in hohen Entscheidungspositionen der politischen Parteien, sondern auch Vorhandensein von Bündnissen wie Frauenbewegungen, Frauenkomitees, Organisationen oder die Teilnahme von Frauen an öffentlichen Prozessen. Hier wird aber häufig der machismo zu einem großen Hindernis für Frauen. Es wird deutlich, wie wichtig es für Frauen ist, sich mit der Politik und deren Auswirkungen zu beschäftigen, um Einfluss auf die Entwicklung zu nehmen.

In dieser Arbeit werden, neben der allgemeinen Behandlung der Themen Frauenwahlrecht, Demokratie und Schranken der Frauenpolitik, drei Länder miteinander verglichen, in denen es im Laufe der Jahre unter verschiedenen Bedingungen zu einer weiblichen Beteiligung in der Politik kam: Kuba, Mexiko und Paraguay.

Ein schwieriges Problem bei der Recherche stellt der Mangel an Literatur zu Frauen in Machtpositionen und -sphären dar, vor allem zur heutigen Zeit. Meistens finden sich Beiträge über Frauen „zwischen den (männlichen) Zeilen“.

Folgende Hausarbeit untersucht anhand der oben genannten These von García Márquez, inwiefern die Lateinamerikanerinnen schon in die Sphäre der Politik eingedrungen sind und wie sie dies erreicht haben. Nicht nur das durchgesetzte Frauenwahlrecht im Laufe des 20. Jahrhunderts zeigt einen Erfolg der Frau, sondern auch die Frauenquote, die sich ständig zugunsten der Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen verbessert hat.

Frauenpolitisch haben sich in den letzten fünfzehn Jahren in Lateinamerika Anzeichen für einen „Aufschwung“ und eine Verbesserung der Frauenfrage ergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Frauenwahlrecht

3 „Democracia en el país y … en la casa“

4 Die Schranken der Frauenpolitik

5 Die Partizipation der Frau an der Politik

5.1 Lateinamerikas Parlamente – ein Überblick

5.2 Der Name des Vaters und die primeras damas

5.3 Die Frauenquote

5.4 Kuba – Frauen im Partido Comunista de Cuba und im Poder Popular

5.5 Mexiko: Die konservative Frau

5.6 Die Frau in Paraguay – Vom Ausschluss zum Einfluss

6 Schlussbemerkung und Zukunftsperspektiven

7 Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Entwicklung der politischen Partizipation von Frauen in Lateinamerika ab 1980 unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Strukturen und politischer Transformationsprozesse. Ziel ist es, anhand der Beispiele Kuba, Mexiko und Paraguay aufzuzeigen, wie Frauen trotz patriarchaler Barrieren und des machismo in die politische Sphäre vorgedrungen sind.

  • Historische Entwicklung des Frauenwahlrechts in Lateinamerika
  • Einfluss des machismo als Hindernis für die politische Partizipation
  • Die Rolle der Frauenquote als Instrument zur Erhöhung des Frauenanteils
  • Vergleichende Analyse der politischen Teilhabe in Kuba, Mexiko und Paraguay
  • Bedeutung von Frauenbewegungen für die Demokratisierung des Alltags

Auszug aus dem Buch

4 Die Schranken der Frauenpolitik

Die Beziehung des Wortpaares „Frau und Politik“ wurde und wird noch immer als komplex und schwierig bezeichnet. Das Andauern der traditionellen Werte, die vom machismo geprägt wurden, und ihre „häusliche“ Rolle, die sie von der „öffentlichen Welt“ trennt, sind einige der Schranken für die politische Partizipation der Frau, die es zu überwinden galt und noch immer gilt.

Auf keinem anderen Kontinent wird der machismo so diskutiert wie in Lateinamerika. Der machismo ist das Resultat der Kolonialisierung Lateinamerikas, der Unterwerfung und Versklavung der einheimischen indianischen und verschleppten afrikanischen Völker durch die spanischen Eroberer, die nach Macht und Reichtum strebten. Die Konquistadoren zerstörten die Familien der Indianer und Afrikaner und behandelten die Frauen dieser Völker entweder als Arbeitstiere oder aber als ihnen zur Verfügung stehende Sexualobjekte. Der machismo, eine regionale Form des Sexismus, verfolgt und behindert die Frauen Lateinamerikas auf Schritt und Tritt. Diese Ideologie „sieht vor, dass … das Verhalten und Bewusstsein von Frauen und Männern fixiert zu sein hat auf: ... schwach – stark, unterwürfig – dominant, abhängig – unabhängig, ... unsicher – sicher, passiv – aktiv, ... gehört ins Haus – gehört in die Welt.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und der Relevanz der Einbeziehung von Frauen in Politik und Wirtschaft in Lateinamerika.

2 Das Frauenwahlrecht: Überblick über den historischen Kampf und die schrittweise Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen im 20. Jahrhundert.

3 „Democracia en el país y … en la casa“: Untersuchung der Rolle von Frauen im demokratischen Widerstand gegen autoritäre Regime und der Forderung nach Demokratisierung des privaten Lebens.

4 Die Schranken der Frauenpolitik: Analyse der strukturellen und kulturellen Barrieren wie des machismo, die Frauen von politischer Teilhabe fernhalten.

5 Die Partizipation der Frau an der Politik: Detaillierte Betrachtung des Frauenanteils in Parlamenten sowie der Wirkungsweise von Quotenregelungen in ausgewählten Ländern.

6 Schlussbemerkung und Zukunftsperspektiven: Zusammenfassung der Fortschritte und Herausforderungen für die politische Zukunft lateinamerikanischer Frauen.

7 Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführender Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Frauenpolitik, Lateinamerika, Partizipation, Wahlrecht, machismo, Demokratie, Frauenquote, Geschlechterrollen, Kuba, Mexiko, Paraguay, politische Teilhabe, Empowerment, Sozialpolitik, Machtpositionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den Herausforderungen politischer Partizipation von Frauen in lateinamerikanischen Ländern seit 1980.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die historische Entwicklung des Frauenwahlrechts, der Einfluss kultureller Faktoren wie des machismo und die Analyse von Strategien wie Frauenquoten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Frauen trotz struktureller Hindernisse in die Sphäre der Politik eingedrungen sind und welche Erfolge sie dabei erzielt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse und vergleicht beispielhaft die Situation in Kuba, Mexiko und Paraguay.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Schranken der politischen Teilhabe, die Bedeutung von Quotenregelungen und die spezifische Situation der Frauen in Kuba, Mexiko und Paraguay.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Frauenpolitik, Lateinamerika, machismo, politische Partizipation und Frauenrechte.

Warum wird gerade der machismo als Hindernis hervorgehoben?

Der machismo wird als tief verwurzeltes, aus der Kolonialzeit stammendes System beschrieben, das Frauen auf den häuslichen Bereich beschränkt und ihre politische Emanzipation erschwert.

Welche Rolle spielen die "primeras damas" in der Politik?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Präsidentenehefrauen eine wichtige Rolle als Vermittlerinnen sozialer Programme einnehmen, wobei sie sich oft von einer rein repräsentativen Rolle hin zu politischem Einfluss entwickeln.

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Details

Title
Frauenpolitik in Lateinamerika
College
University of Cologne  (Politisches Seminar)
Course
Wahlsysteme und Politische Parteien in Lateinamerika
Grade
1,7
Author
Patricia Aguilar (Author)
Publication Year
2003
Pages
22
Catalog Number
V22879
ISBN (eBook)
9783638261135
ISBN (Book)
9783638647663
Language
German
Tags
Frauenpolitik Lateinamerika Wahlsysteme Politische Parteien Lateinamerika
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patricia Aguilar (Author), 2003, Frauenpolitik in Lateinamerika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22879
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