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UN-Missionen in Afrika

Title: UN-Missionen in Afrika

Presentation (Handout) , 2004 , 9 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Gero Birke (Author)

Politics - Region: Africa
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Meldungen von Attentaten, Selbstmordanschlägen, Massenhinrichtungen, Massakern bis hin zu Genoziden und anderen physischen Gräueltaten sind bei Weitem nicht mehr die Ausnahme im täglichen weltweiten Geschehen. Die tendenzielle Zunahme sowie Globalisierung der Konflikte und Kriege nach Ende des Kalten Krieges stellt die Weltgemeinschaft vor neue Probleme. Das übergeordnete Ziel bleibt jedoch unverrückbar das Erreichen des durchaus als idealistisch zu bezeichnenden Weltfriedens.
Dieser Zielsetzung haben sich die UN seit ihrer Gründung verschrieben. Die aktuellen Ereignisse zeigen aber immer wieder, dass bislang kein Königsweg gefunden zu sein scheint. Stattdessen wird es für die UN zunehmend schwieriger global gegen all das tagtäglich begangene Unrecht vorzugehen. Für den selbsternannten „Weltpolizisten“ USA stellt sich die Situation nicht viel anders dar. Zwar sind die USA an zahlreichen Brennpunkten der Welt vertreten, doch auch ihre Präsenz führt nicht unweigerlich zum Erfolg – sprich einer Befriedung – was Beispiele wie Afghanistan oder der Irak jeden Tag grausam belegen.
Seit 2003 versucht nun auch die Europäische Union (EU) ihr außenpolitisches Gewicht unter Beweis zu stellen und entsendet militärisches sowie ziviles Personal an die Krisenherde dieser Welt um im Auftrag des Friedens zu wirken. Die jüngste Mission auf dem afrikanischen Kontinent in der Democratic Republic of the Congo (DRC) sollte sich für die EU als Feuertaufe erweisen. Mit dem Erfolg oder Misserfolg dieser Operation verbindet sich für Europa respektive die EU auch der weitere Weg Europas in die Zukunft – Welche globalpolitische Rolle will und wird Europa zukünftig spielen? Wird Europas wirtschaftlicher Macht auch eine entsprechende außenpolitische Stärkung seiner Position im internationalen System folgen oder war der „Ausflug“ nach Afrika nur ein einmaliges Abenteuer?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die gegenwärtigen UN-Missionen in Afrika

1.1 MONUC – United Nations Organization Mission in the Democratic Republic of the Congo

1.2 MONUC vs. MONUC II

2. Chronik des Bürgerkrieges in Sierra Leone (1991-2003)

3. UNMIL – United Nations Mission In Liberia

3.1 Geschichte

3.2 Der gegenwärtige Konflikt

3.3 Das UN-Engagement 2003

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die Strukturen, Mandate und Erfolge ausgewählter UN-Friedensmissionen in Afrika, um die Wirksamkeit militärischer Interventionen in Regionalkonflikten zu bewerten.

  • Struktur und Mandatsentwicklung der MONUC im Kongo
  • Einfluss von Kapitel VII der UN-Charta auf die Durchsetzungskraft von UN-Missionen
  • Historische Aufarbeitung des Bürgerkriegsverlaufs in Sierra Leone
  • Interventionsmechanismen der UN in Liberia zur Friedenssicherung
  • Bedeutung von robusten Mandaten und lokaler Sprachkenntnis für den Missionserfolg

Auszug aus dem Buch

MONUC vs. MONUC II

Es besteht ein deutlicher Unterschied zwischen MONUC unter dem alten Mandat und der neuen MONUC, auch MONUC II genannt. Das Mandat von MONUC basierte auf Kapitel VI der UN-Charta mit einem Element aus Kapitel VII – „to protect United Nations and co-located [Joint Military Commission] personnel, facilities, installations and equipment, ensure the security and freedom of movement of ist personnel, and protect civilians under imminent threat of physical violence.“ (Bernath/Pearson 2003: 4)

MONUC II steht ausschließlich unter einem Kapitel VII-Mandat.

„Chapter VII is more comfortable for commanders [than Chapter VI]. It’s more flexible. Firing in self-defense means you can’t shoot until you’re dead. We shouldn’t have to wait to return fire. Chapter VII gives us the initiative.“ (Bernath/Pearson 2003: 14)

Der Vorteil einer Mission nach Kapitel VII im Gegensatz zu Kapitel VI ist, dass generell, je weitreichender das Mandat ausfällt, desto besser und schneller kann die Truppe die Lage im Krisengebiet verändern. Vor dem derzeitigen Mandat hatte MONUC nicht das Training, die Truppenstärke, die Ausrüstung oder den politischen und militärischen Willen um den Kapitel VII-Anteil ihrer Mission durchzuführen.

Zusammenfassung der Kapitel

Die gegenwärtigen UN-Missionen in Afrika: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklung und die schwierige Mandatsausübung der UN-Friedensmission im Kongo (MONUC) unter Berücksichtigung der Sicherheitslage.

Chronik des Bürgerkrieges in Sierra Leone (1991-2003): Der Abschnitt bietet einen chronologischen Überblick über den Verlauf des Bürgerkriegs, die Rolle externer Akteure und das Bemühen um eine Stabilisierung durch UN-Missionen.

UNMIL – United Nations Mission In Liberia: Das Kapitel behandelt die historische Genese, den Konfliktverlauf sowie das erfolgreiche UN-Engagement im Jahr 2003 zur Beendigung des Bürgerkriegs in Liberia.

Schlüsselwörter

UN-Missionen, MONUC, UNMIL, Bürgerkrieg, Friedenssicherung, Kapitel VII, UN-Charta, Sierra Leone, Liberia, Demokratische Republik Kongo, Mandat, humanitäre Lage, Intervention, Entwaffnung, Konfliktlösung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz und die Effektivität von UN-Friedensmissionen in afrikanischen Konfliktgebieten, insbesondere im Kongo, in Sierra Leone und in Liberia.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von UN-Mandaten, der sicherheitspolitischen Bedeutung von Kapitel VII der UN-Charta und der praktischen Umsetzung von Friedensabkommen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Stärke des Mandats (z.B. Kapitel VI vs. VII) und der tatsächlichen Handlungsfähigkeit der UN-Truppen vor Ort zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf einer politikwissenschaftlichen Analyse von UN-Resolutionen, historischen Chroniken und fachspezifischer Literatur zur Friedenssicherung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Fallstudien zu den UN-Einsätzen im Kongo, in Sierra Leone und in Liberia, inklusive einer Bewertung der jeweiligen Erfolge und Herausforderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind UN-Missionen, Kapitel VII-Mandate, Konfliktprävention, militärische Intervention und regionale Sicherheitsstabilität.

Warum wird im Dokument zwischen MONUC und MONUC II unterschieden?

Die Unterscheidung verdeutlicht den Wechsel von einem eingeschränkten Kapitel VI-Mandat hin zu einem robusteren Kapitel VII-Mandat, das den Einsatz von Waffengewalt zur Zivilistenschützung erlaubt.

Was sind die zentralen Erkenntnisse aus der Operation „Artemis“?

Eine kleine, aber gut ausgerüstete Truppe mit einem robusten Mandat kann kurzfristig effektiv Gewalt eindämmen, sofern sie über Sprachkenntnisse verfügt und notwendige Informationen erlangen kann.

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Details

Title
UN-Missionen in Afrika
College
Technical University of Braunschweig  (Institut für Sozialwissenschaften)
Course
Humanitäre Intervention - Schutz der Menschenrechte
Grade
1,7
Author
Gero Birke (Author)
Publication Year
2004
Pages
9
Catalog Number
V22889
ISBN (eBook)
9783638261203
Language
German
Tags
UN-Missionen Afrika Humanitäre Intervention Schutz Menschenrechte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gero Birke (Author), 2004, UN-Missionen in Afrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22889
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