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Fertigungssteuerung durch Retrograde Terminierung - Grundlagen und Anwendungsbeispiel

Title: Fertigungssteuerung durch Retrograde Terminierung - Grundlagen und Anwendungsbeispiel

Term Paper , 2004 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tina Zirkel (Author)

Organisation and administration - Miscellaneous
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1.1. Problemstellung und Ziel der Arbeit

Industrie-Unternehmen können in der heutigen Zeit mit dem ihnen verfügbaren Kapital Gewinne nur dann langfristig erzielen, wenn Planung und Steuerung der Produktion auf das oberste Unternehmensziel der Gewinnerwirtschaftung abgestimmt sind. Das in dieser Arbeit vorgestellte Fertigungssteuerungskonzept versucht den neuen Anforderungen für die Produktionsplanung und -steuerung bezüglich zeitlicher Aspekte wie Termintreue und Durchlaufzeiten gerecht zu werden. 1

Anhand eines Beispiels soll diese Arbeit die Vorgehensweise bei der Retrograden Terminierung erläutern.

1.2. Wandel der Produktionsstruktur

In den Produktionsprogrammen von Industriebetrieben hat sich in den letzten 25-30 Jahren ein starker struktureller Wandel vollzogen. Die Jahre zuvor waren durch ungesättigte Märkte mit geringer Ausrichtung der Produktionsprogramme an spezifische Wünsche der Kunden und Massenfertigung meist ähnlicher Produkte in wenigen Varianten gekennzeichnet. Die strategischen Erfolgsfaktoren Kosten und Zeit standen im Vordergrund. Zunehmende Sättigung der Märkte führten im Laufe der Zeit zu einer kundenorientierteren Auftragsproduktion von zahlreichen Produkten und Varianten. Qualität, Termintreue bei kurzen Lieferzeiten wurden zunehmend wichtiger für den Erfolg eines Unternehmens. Der wesentlich komplexer gewordene Informations- und Koordinationsaufwand (sowohl mengenmäßig, als auch zeitlich) versuchen die Unternehmen durch den Einsatz von EDVgestützten Produktionsplanungs- und steuerungs- Systemen (PPS-Systeme) zu lösen. D.h., traditionelle Produktionssysteme müssen durch flexiblere Fertigungssysteme und eine stärker dezentrale Steuerung der Fertigungsabläufe und des Materialflusses ersetzt werden. 2

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1.1. PROBLEMSTELLUNG UND ZIEL DER ARBEIT

1.2. WANDEL DER PRODUKTIONSSTRUKTUR

1.3. SCHWÄCHEN KLASSISCHER PPS-KONZEPTE

2. DIE RETROGRADE TERMINIERUNG

2.1. DUALES STEUERUNGSKONZEPT

2.1.1. Zentrale Steuerung

2.1.2. Dezentrale Steuerung

2.1.3. Probleme

2.2. RAHMENBEDINGUNGEN DER RT

2.2.1. Produktionsverhältnisse

2.2.2. Organisatorische Grobgliederung

2.2.3. Zeitraster

2.2.4. Planungsmodus

2.2.5. Datengrundlage

2.3. FUNKTIONSWEISE DER RETROGRADEN TERMINIERUNG

2.3.1. Erste Stufe: Wunschterminierung

2.3.2. Zweite Stufe: Erster zulässiger Belegungsplan

2.3.3. Dritte Stufe: Verbesserte Terminliche Koordination

2.3.4. Rückkopplung

2.4. STEUERPARAMETER

3. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit erläutert das Fertigungssteuerungskonzept der Retrograden Terminierung (RT), das als Antwort auf die Schwächen klassischer PPS-Systeme entwickelt wurde, um insbesondere bei kundenindividueller Einzelfertigung Termintreue und Durchlaufzeiten zu optimieren.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte der Retrograden Terminierung.
  • Duales Steuerungskonzept aus zentraler Grob- und dezentraler Feinsteuerung.
  • Detaillierte Analyse der drei Planungsstufen zur Erstellung von Belegungsplänen.
  • Bedeutung von Rückkopplungsschleifen für eine kontinuierliche Optimierung.
  • Einfluss spezieller Steuerparameter auf die Fertigungsergebnisse.

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Zentrale Steuerung

Die Zentrale Komponente legt auf Basis von Prioritäten die an die Soll-Liefertermine angepassten Fertigungstermine fest, erstellt einen Rahmenplan mit Eckterminen der Aufträge (Start, Ende), ordnet den Steuereinheiten bedarfsorientiert Kapazitäten (z. B. Personal) zu, macht Vorschläge für die Fertigungsreihenfolge der Aufträge und gibt diese für die Fertigung frei. Somit stimmt sie die Entscheidungen der dezentralen Einheit auf die gesamtbetrieblichen Ziele ab. Um dies zu erreichen, werden die Ecktermine so koordiniert, dass eine möglichst gute Kapazitätsauslastung, eine geringe Abwicklungszeit der Aufträge und hohe Termintreue besteht. Die zentrale Steuerung ist also ein Instrument zur groben Koordination der dezentralen Steuerungsentscheidungen. Ziel dieser Steuerung ist es, durch eine Grobkoordination der Fertigungstermine die Konflikte der Zielgrößen:

Durchlaufzeit der Aufträge

Bestände an Rohstoffen, Teilen und Enderzeugnissen

Auslastung der Kapazitäten

Liefertreue

im Sinne der unternehmerischen Zielsetzung (bspw. Gewinnmaximierung) zu optimieren. Dabei werden Faktoren, welche auf das Zielniveau einwirken, in die Planungsvorgänge der RT einbezogen. Wesentliche Faktoren sind:

Werkstattbestände

Kapazitäten

Auftragsgrößen (Losgrößen)

Bearbeitungsreihenfolge der Aufträge.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Probleme klassischer PPS-Systeme bei steigender Produktionskomplexität und Einführung der Retrograden Terminierung als Lösung.

2. DIE RETROGRADE TERMINIERUNG: Detaillierte Erläuterung des dualen Steuerungsansatzes, der Rahmenbedingungen, der funktionalen Stufen des Verfahrens sowie der relevanten Steuerparameter.

3. SCHLUSSBETRACHTUNG: Fazit zum praktischen Nutzen der RT als Instrument zur zielsetzungsgerechten Steuerung in komplexen Werkstattfertigungsumgebungen.

Schlüsselwörter

Retrograde Terminierung, RT, Fertigungssteuerung, PPS-Systeme, Einzelfertigung, Werkstattfertigung, Durchlaufzeit, Kapazitätsplanung, Belegungsplan, Terminliche Koordination, Zentrale Steuerung, Dezentrale Feinsteuerung, Rückkopplung, Steuerparameter, Termintreue.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der Retrograden Terminierung (RT), einem Verfahren der Fertigungssteuerung, das entwickelt wurde, um die Schwächen traditioneller Produktionsplanungs- und Steuerungssysteme (PPS) auszugleichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die duale Steuerung (Zentral/Dezentral), das dreistufige Planungsverfahren der RT, den Umgang mit Kapazitätsengpässen sowie die Bedeutung von Datenqualität für die Fertigungsplanung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Vorgehensweise bei der Retrograden Terminierung anhand eines Anwendungsbeispiels zu erläutern und aufzuzeigen, wie sie bei komplexen Fertigungsstrukturen die Termintreue und Durchlaufzeiten verbessert.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Darstellung verwendet?

Die Arbeit nutzt einen theoretischen Erklärungsansatz kombiniert mit einer anschaulichen Fallstudie, die den schrittweisen Prozess der Belegungsplanung (Drei-Stufen-Modell) visualisiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der dualen Steuerungsphilosophie, die technischen Rahmenbedingungen der RT, die detaillierte Funktionsweise der drei Planungsstufen sowie die Steuerungsmöglichkeiten durch spezifische Parameter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Retrograde Terminierung (RT), Werkstattfertigung, Kapazitätsauslastung, Termintreue und duales Steuerungskonzept.

Warum ist die Rückkopplung in der RT so wichtig?

Die Rückkopplung ermöglicht es, das Ergebnis der Planung durch mehrmalige Durchläufe der Stufen zwei und drei zu verbessern, was zu größeren Reihenfolgevertauschungen führt und somit die Gesamtzahl der verspäteten Aufträge senken kann.

Welche Rolle spielt die dezentrale Steuerung innerhalb des Konzepts?

Die dezentrale Komponente konkretisiert die vom zentralen System vorgegebenen Ecktermine in der Werkstatt, wobei sie Entscheidungsspielräume nutzt, um auf unvorhergesehene Ereignisse wie Personalausfälle oder Rüstzeitoptimierungen flexibel zu reagieren.

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Details

Title
Fertigungssteuerung durch Retrograde Terminierung - Grundlagen und Anwendungsbeispiel
College
Erfurt University of Applied Sciences  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Course
Organisation
Grade
2,0
Author
Tina Zirkel (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V22908
ISBN (eBook)
9783638261364
Language
German
Tags
Fertigungssteuerung Retrograde Terminierung Grundlagen Anwendungsbeispiel Organisation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tina Zirkel (Author), 2004, Fertigungssteuerung durch Retrograde Terminierung - Grundlagen und Anwendungsbeispiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22908
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