Studenten und Universitäten im Mittelalter


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2013

14 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Bildung im Mittelalter
2.1 Von der Klosterschule zur Universität 42.2 Die Entstehung der ersten Universitäten in Deutschland

3. Universitäten im Mittelalter
3.1 Studiengänge und Studium im Mittelalter
3.2 Studienorte
3.3 Die Dozenten
3.4 Die Studenten

4. Fazit

5. Literatur

1. Vorwort

In der vorliegenden Arbeit geht es um die Universitäten und Studenten zur Zeit des Mittelalters. Das Ziel der Arbeit ist es, die Entstehung und Entwicklung der Universitäten im Mittelalter darzulegen und die Studenten selber zu betrachten. Am Ende wird ein Vergleich zwischen dem damaligen und dem heutigen Studium gezogen.

Zunächst wird in der Ausarbeitung auf die verschiedenen Bildungsmöglichkeiten im Mittelalter bis hin zu den sich entwickelnden Universitäten eingegangen. Zur Darstellung der Universität werden drei verschiedene Punkte für die Beschreibung des universitären Lebens zu dieser Zeit hervorgehoben. Dies sind das Studium, die Dozenten und die Studenten.

Vorgestellt werden vornehmlich die deutschen Universitäten, allerdings werden auch die europäischen Universitäten nicht außer acht gelassen und in deren Unterschiedlichkeit dargestellt.

Die Literaturfülle über das vorliegende Thema ist sehr breit gestreut und zahlreich. Das Thema ist in vielen Literaturbeiträgen behandelt worden. Problematisch für die thematische Betrachtung und die räumliche Eingliederung ist sicher die sehr heterogene und unterschiedliche Staatenbildung in Europa zur Zeit des Mittelalters.

Zeitlich ist der zu betrachtende Zeitraum eingegrenzt. So liegt der Entstehungszeitraum der ersten deutschen Universität im Hochmittelalter. Hierbei handelt es sich um die Universität in Prag im Jahr 1348. Die ersten europäischen Universitäten entstanden 150 Jahre früher. Der Betrachtungszeitraum endet mit dem Ausklingen des Mittelalters um das Jahr 1500 herum.

2. Bildung im Mittelalter

Zu beginn des Mittelalters über die Karolinger Zeit bis in das frühe Mittelalter hinein bestand die Bevölkerung auf dem Land, aber auch in der Stadt und in den Adel hinein, aus einer breiten Schicht aus Analphabeten. Lesen und Schreiben war kaum verbreitet, dass Wissen und die Lehre wurde durch die Kirche behütet und verbreitet. Allerdings kam dies nur einem geringen Bevölkerungsteil zugute.

2.1 Von der Klosterschule zur Universität

Aufgrund des beginnenden Prozesses der Verschriftlichung trug dieser zu einer Modernisierung der Gesellschaft im Mittelalter bei. Hierbei ist er verknüpft mit dem Ausbau des Bildungswesens. Durch den Aufbau von Dom-, Kloster-, Stift- und Stadtschulen wurde die Anzahl an Analphabeten abgebaut und die Verbreitung von Wissen gefördert[1]. Förderer dieser städtischen Schulen waren vor allem die Bürger. Durch die Elementar- und Sekundarschulen erhielt der schulische Unterricht in Europa eine Basis[2].

Die Stadt und die Schule bildeten eine bedeutende Beziehungsachse hinsichtlich der Bildung. Es kam zu einem Einbruch des Bürgertums in das vorherrschende klerikale Schriftwesen. Bis dahin hat die Kirche die Verbreitung von Wissen und der Bewahrung und Vermittlung des Schrifttums als ein Monopol betrachtet. Mit dem einsetzen des Bedeutungsverlustes der Kirche zu dieser Zeit änderte sich dies[3]. Das schulische Lehren und Lernen im Mittelalter wurde durch drei Grundbedingungen geprägt. So blieb die schulische Ausbildung einem ausgewählten kleinen Teil der Gesellschaft vorenthalten. Die Schulen und somit die Vermittlung von Wissen waren in den Städten beheimatet, die mittelalterliche Gesellschaft war jedoch eine Agrargesellschaft, der Großteil der Bevölkerung lebte auf dem Land, auf Bauernhöfen und in kleinen Dörfern. Daneben wurde Wissen von Generation zu Generation weitergegeben. Dies war vor allem auf dem Land der Fall. Die dritte Grundbedingung war die Kirche als Wissensvermittlerin und Wissensträgerin[4].

Die dominierende Sprache in der Lehre und an den Schulen war das Latein. Dies war an den Schulen der Fall, ebenso aber auch an den sich gründenden Universitäten in Europa[5].

2.2 Die Entstehung der ersten Universitäten in Deutschland

Die Geschichte der europäischen Universitäten begann bereits im ausgehenden 12. Jahrhundert. Die erste deutsche Universität wurde Mitte des 14. Jahrhundert in Prag gegründet. Dies hatte zur Folge, dass sich die deutschen Universitätsgründungen an die bereits existierenden Universitäten in Frankreich und Italien orientiert haben. Die Vorläufer der europäischen Hochschulen finden sich in den kirchlichen schulischen Organisationen des Früh- und Hochmittelalters. Hier bildeten sich erste akademische Strukturen heraus. Die erste Universität in Europa wurde 1180 in Bologna gegründet, im Jahr 1208 folgte die Universitätsgründung in Paris[6]. Die Universitäten waren notwendig für die Ausbildung dringend benötigter Verwaltungsbeamten, Juristen, Theologen und Gelehrte für die Verwaltung des Staates. Die deutschen Staaten blieben in der Entwicklung des Universitätswesen zunächst außen vor[7]. So erfolgte die Gründung der ersten deutschen Universität erst 1348 in Prag, es folgten mit Wien 1365, Heidelberg 1385, Köln 1388 und Erfurt 1392 weitere Universitätsgründungen in Deutschland[8].

In ihrem Aufbau und ihrer Organisation orientierten sich diese an dem Prager Vorbild. Die italienischen und französischen Hochschulen hingegen orientierten sich an den antiken griechischen Vorbildern[9]. Die Hochschulen unterschieden sich im Mittelalter hinsichtlich ihrer Ausrichtung der Lehre. So wurde entweder Jura als Lehrangebot erteilt oder aber die Fachrichtung der Künste, Theologie und Medizin. Dies hatte zur Folge, dass sich die Universitäten und die Universitätsstädte in Juristenstädte und Nichtjuristenstädte aufteilten. An einer Universität wurde nur ein Lehrgebiet unterrichtet[10]. Die beiden großen Vorbilder für diese unterschiedlichen Richtungen waren die Universitäten in Paris und Bologna. So war Paris das Zentrum der Theologie und Bologna das Zentrum der Rechtswissenschaften in Europa[11].

In Prag hingegen wurde die Universität in ihrer Ausrichtung nicht an eine Stadt gebunden, sondern an einen Monarchen. Hier wurden alle Richtungen der Lehre angeboten. Dieser Grundgedanke wurde zur Haupteigenschaft der deutschen Universitäten. Der Ansatz der Themenvielfalt konnte sich bei den nun folgenden Universitätsgründungen im deutschsprachigen Raum durchsetzen[12].

[...]


[1] Heimann 2006, S. 159.

[2] Le Goff 2004, S.166.

[3] Heimann 2006, S.160.

[4] Müller 2008, S. 163.

[5] Müller 2008, S.163.

[6] Cardini u.a. 1991, S. 29.

[7] Cardini u.a. 1991, S. 29.

[8] Müller 2008, S. 167.

[9] Moraw 1994, S. 17.

[10] Moraw 1994, S. 21.

[11] Heer 2004, S. 400.

[12] Moraw 1994, S. 25.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Studenten und Universitäten im Mittelalter
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
2
Autor
Jahr
2013
Seiten
14
Katalognummer
V229402
ISBN (eBook)
9783656444978
ISBN (Buch)
9783656445159
Dateigröße
458 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mittelalter, Universität, Studenten
Arbeit zitieren
Magister Artium M.A. Uwe Daniels (Autor), 2013, Studenten und Universitäten im Mittelalter, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229402

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