Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Politics - Political Systems - Germany

Ist Deutschland reif für eine Bundespräsidentin - Frauen in der Geschichte der Bundespräsidentenwahlen

Title: Ist Deutschland reif für eine Bundespräsidentin - Frauen in der Geschichte der Bundespräsidentenwahlen

Term Paper , 2004 , 21 Pages

Autor:in: Lena Gorelik (Author)

Politics - Political Systems - Germany
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Bundespräsidentenwahl 2004 steht an, viele mögliche Kandidaten wurden dabei im Vorfeld diskutiert. Auch mehrere Frauennamen sind in dieser Diskussion gefallen. Doch wirkliche Chancen wurden den Kandidatinnen von den beobachtenden Medien, Politikern und Politikwissenschaftlern nicht eingerechnet. Woran liegt dies? Waren es möglicherweise die falschen Frauen, oder will Deutschland vielleicht gar keine Frau als Bundespräsidentin haben? Während für unsere Nachbarländer eine Frau im höchsten Amt zur Normalität gehört, scheinen die Parteien in Deutschland, Frauen erst dann für das Amt des Bundespräsidenten vorzuschlagen, wenn sie kaum noch Hoffnung auf eine Mehrheit in der Bundesversammlung haben. Möglicherweise tun sie dies nur, um die so genannte Frauenquote zu erfüllen.

Mit diesen Fragen soll sich diese Arbeit beschäftigen. Dabei sollen als erstes die Rollen der in vergangenen Bundespräsidentenwahlen aufgestellten Frauen anhand der politisch-gesellschaftlichen Situation und der Presseberichte analysiert werden. Im zweiten Teil wird die Bundespräsidentenwahl 2004 betrachtet. Abschließend sollen beide Teile verglichen werden. Fragen wie „Haben Frauen heute mehr Chancen auf das höchste Staatsamt als früher?“ sollen beantwortet werden. Dabei wird auch in Betracht gezogen, dass die Parteienpolitik bei der Bundespräsidentenwahl – leider, weil nicht vom Grundgesetz vorgesehen – eine große Rolle spielt. Deshalb soll auch der Einfluss dieser auf die Aufstellung und die Rolle der aufgestellten Frauen betrachtet werden. Genauso wird die Überlegung aufgestellt, inwiefern die Frauen selbst Schuld daran tragen, dass sie hauptsächlich nur als Zählkandidatinnen gelten.
In der Schlussbetrachtung werde ich versuchen, die Erkenntnisse aus dem Vergleich zusammenfassend, die Fragestellung dieser Arbeit „Ist Deutschland reif für eine Bundespräsidentin?“ zu beantworten. Es gibt auf diese Frage keine allgemeingültige Antwort, aber ich hoffe, durch meine vergleichenden Betrachtungen eine Anregung zum Nachdenken geben zu können. Dabei soll diese Arbeit, die sich mit einem für Deutschland aktuellen Thema beschäftigt, möglichst verständlich geschrieben sein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Frauen in der Geschichte der Bundespräsidentenwahlen

1.1 Hildegard Hamm-Brücher in der Bundespräsidentenwahl 1994

1.2 Dagmar Schipanski in der Bundespräsidentenwahl 1999

2 Frauen bei der Bundespräsidentenwahl 2004

2.1 Die diskutierten Kandidatinnen

2.2 Einschätzung der Medien und der Politiker

2.3 Bewertung der Rolle dieser Frauen für die Bundespräsidentenwahl

3 Vergleich der Situationen der Frauen bei den Bundespräsidentenwahlen 1994, 1999 und 2004

Schlussbetrachtung

Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss und die Rolle von Frauen bei den deutschen Bundespräsidentenwahlen im Zeitraum von 1994 bis 2004, um der zentralen Forschungsfrage nachzugehen, ob Deutschland reif für eine Bundespräsidentin ist und welche Barrieren die politische Praxis hierbei etabliert hat.

  • Analyse der Nominierungsprozesse und Rollenbilder früherer Kandidatinnen wie Hamm-Brücher und Schipanski.
  • Untersuchung der aktuellen politischen Dynamiken und Kandidatendiskussionen im Vorfeld der Wahl 2004.
  • Kritische Bewertung des Einflusses parteipolitischer Kalküle und Koalitionszwänge auf die Auswahl weiblicher Kandidaten.
  • Vergleich der medialen Wahrnehmung und der gesellschaftlichen Akzeptanz von Frauen im höchsten Staatsamt.

Auszug aus dem Buch

1.1 Hildegard Hamm-Brücher in der Bundespräsidentenwahl 1994

Dr. Hildegard Hamm-Brücher, eine der Mitbegründer der FDP, war bei der Bundespräsidentenwahl 1994 die Kandidatin der Liberalen. Sie wurde als „zweite Wahl“ nominiert, nachdem Hans-Dietrich Genscher mitgeteilt hatte, er wolle nicht kandidieren.

Hamm-Brücher war die erste für das höchste Staatsamt nominierte Frau, die von der Öffentlichkeit und den Medien viel Beachtung bekam und nicht nur als Zählkandidatin wahrgenommen wurde. Sie wurde bei dieser Wahl das Opfer von koalitionspolitischen Machtspielchen zwischen der CDU und der FDP.

Eine wichtige Figur in der Bundespräsidentenwahl 1994 war der damalige Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl. Er war es, der bereits ein Jahr vor der Wahl Hans-Dietrich Genscher fragte, ob dieser nicht für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren wollte. Damit signalisierte er auch dem Koalitionspartner FDP, dass er sich einen gemeinsamen Kandidaten wünsche. Als aber Genscher sich an der Kandidatur nicht interessiert zeigte, schwenkte Kohl auf den in der Öffentlichkeit sehr umstrittenen CDU-Politiker Steffen Heitmann um. Die SPD hatte sich bereits damals auf Johannes Rau festgelegt. Damit waren die Liberalen zerspalten: Viele konnten sich mit dem CDU-Kandidaten nicht anfreunden und waren bereit mit der SPD – und damit gegen den starken Koalitionspartner – zu wählen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, warum trotz Diskussionen über weibliche Kandidatinnen Deutschland bisher keine Bundespräsidentin gewählt hat und welche Rolle Parteipolitik dabei spielt.

1 Frauen in der Geschichte der Bundespräsidentenwahlen: Dieses Kapitel analysiert die Rollen von Hildegard Hamm-Brücher (1994) und Dagmar Schipanski (1999) sowie deren Kampf gegen das Image als reine Zählkandidatinnen.

2 Frauen bei der Bundespräsidentenwahl 2004: Hier werden die Kandidatinnen des Jahres 2004, die mediale Resonanz und die politischen Hintergründe ihrer Aufstellung detailliert beleuchtet.

3 Vergleich der Situationen der Frauen bei den Bundespräsidentenwahlen 1994, 1999 und 2004: Das Kapitel vergleicht die Nominierungssituationen und die sich ändernde, aber von Parteipolitik geprägte Bereitschaft zur Unterstützung weiblicher Kandidaturen.

Schlussbetrachtung: Es wird resümiert, dass vor allem machtpolitische Erwägungen und Koalitionszwänge Frauen den Zugang zum höchsten Staatsamt erschweren, wobei auch die Eigenverantwortung der Parteien und Kandidatinnen reflektiert wird.

Literatur: Verzeichnis der verwendeten Monografien, Aufsätze und Zeitungsartikel.

Schlüsselwörter

Bundespräsidentin, Bundespräsidentenwahl, Parteipolitik, Zählkandidatin, Hildegard Hamm-Brücher, Dagmar Schipanski, Gesine Schwan, Frauen in der Politik, Koalitionspolitik, Bundesversammlung, Frauenquote, politische Partizipation, politische Kultur, Geschlechterrollen, Deutschland.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die Rolle und den Einfluss von Frauen bei den deutschen Bundespräsidentenwahlen im Zeitraum von 1994 bis 2004 unter dem Aspekt, ob Deutschland für eine Bundespräsidentin bereit ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die historischen Nominierungen von Frauen, die mediale Darstellung dieser Kandidatinnen sowie den massiven Einfluss von Parteienpolitik und Koalitionsabsprachen auf die Wahlchancen von Frauen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu analysieren, warum Frauen zwar oft als Kandidatinnen gehandelt werden, aber faktisch kaum Chancen auf das höchste Staatsamt erhalten, und dabei das Phänomen der "Zählkandidatur" kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse der politisch-gesellschaftlichen Situation und der Auswertung von Presseberichten sowie relevanter politikwissenschaftlicher Literatur zu den jeweiligen Wahlperioden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Wahlen 1994 und 1999, eine detaillierte Betrachtung des Wahljahres 2004 sowie einen vergleichenden Abschnitt über die Kontinuitäten und Veränderungen in den Nominierungsprozessen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bundespräsidentin, Zählkandidatin, Parteienpolitik, Geschlechterrollen und Koalitionszwänge.

Warum konnte Hildegard Hamm-Brücher 1994 ihr Image als Zählkandidatin nicht ablegen?

Obwohl sie versuchte, eine eigenständige Kandidatur zu führen, wurde sie letztlich zum Opfer der parteipolitischen Strategien zwischen FDP und CDU, was zu ihrem Rückzug vor dem dritten Wahlgang führte.

Welche Rolle spielt Angela Merkel im Kontext der Kandidatendiskussion 2004?

Die Arbeit thematisiert den Vorwurf, dass Angela Merkel die Kandidatur von Annette Schavan aus eigenen machtpolitischen Ambitionen als potenzielle Kanzlerkandidatin verhindert habe, um den "Frauen-Joker" nicht vorzeitig zu verbrauchen.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Ist Deutschland reif für eine Bundespräsidentin - Frauen in der Geschichte der Bundespräsidentenwahlen
College
LMU Munich  (Geschwister-Scholl-Institut für Politische Wissenschaft)
Author
Lena Gorelik (Author)
Publication Year
2004
Pages
21
Catalog Number
V22941
ISBN (eBook)
9783638261630
Language
German
Tags
Deutschland Bundespräsidentin Frauen Geschichte Bundespräsidentenwahlen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lena Gorelik (Author), 2004, Ist Deutschland reif für eine Bundespräsidentin - Frauen in der Geschichte der Bundespräsidentenwahlen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22941
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint