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Die Absolute Return-Strategie unter dem Einsatz von Hedge Funds

Eine Alternative zur Benchmarkorientierung im Portfolio-Management

Titel: Die Absolute Return-Strategie unter dem Einsatz von Hedge Funds

Diplomarbeit , 2004 , 73 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Bleser (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit geht es um die Untersuchung, ob die zusätzliche Möglichkeit, Hedge Funds-Anlagen im Rahmen eines Absolute Return-Konzepts tätigen zu können, Vorteile gegenüber einem rein benchmarkorientierten Portfolio-Management bringen kann, in dem als Performancemaßstab traditionelle Kapitalmarktindices verwendet werden. Um dies zu untersuchen, werden einführend in Kapitel zwei zunächst das Konzept des benchmarkorientierten Portfolio-Managements und dessen portfoliotheoretische Grundlagen vorgestellt.

Zudem werden die Kapitalmarktindices festgelegt, welche stellvertretend für die Performance traditioneller Anlagen stehen. Im weiteren Verlauf sollen die Probleme und Nachteile heraus gestellt werden, die aus dieser Anlagestrategie resultieren. Im dritten Kapitel werden dann ausführlich Hedge Funds und die Oberkategorie der Alternative Investments1 vorgestellt, denen Hedge Funds angehören. Vor allem der Vorstellung der speziellen Handelsstrategien von Hedge Funds kommt eine große Bedeutung zu, da mit ihnen sehr spezialisierte Anlage- bzw. Absolute Return-Strategien verfolgt werden können. Im vierten Kapitel wird dann mit Hilfe empirischer Daten der Beweis erbracht, ob Absolute Return-Strategien tatsächlich eine Alternative zur Benchmarkorientierung darstellen. Im Zuge dessen wird die Performance von Hedge Funds eingehend untersucht und mit der Performance traditioneller Indices verglichen. Ferner werden Anlageportfolios konstruiert, in denen eine Beimischung von Hedge Funds simuliert wird. Aufbauend darauf kann eine Absolute Return-Strategie mit Hedge Funds vorgestellt werden, die in der Vergangenheit erfolgreich gewesen wäre und eine bessere Performance aufweisen konnte, als die untersuchten traditionellen Anlagen. Das fünfte Kapitel schließt die Arbeit mit einer Schlussbetrachtung ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation

1.2 Aufbau und Ziel der Arbeit

2 Portfolio-Management mit Orientierung an Benchmarks

2.1 Einführung in das Portfolio-Management

2.2 Das Portfolio-Selection-Modell von Markowitz

2.2.1 Theoretische Grundlagen

2.2.2 Mathematische Grundlagen

2.2.3 Diversifikationseffekt und Portfolioeffizienz

2.2.4 Kritische Würdigung

2.2.5 Erweiterungen des Portfolio-Selection-Modells

2.3 Benchmarkorientierung

2.3.1 Definition und Einsatzbereiche der Benchmark

2.3.2 Anforderungen an eine Benchmark

2.3.3 Auswahl und Festlegung geeigneter Benchmarks

2.3.4 Probleme der Benchmarkorientierung

3 Hedge Funds: Alternative Anlage mit absolutem Ertragsziel

3.1 Alternative Investments

3.1.1 Einführung

3.1.2 Anlageformen der Alternative Investments

3.1.2.1 Immobilien

3.1.2.2 Private Equity

3.1.2.3 Rohstoffe

3.1.2.4 Sonstige

3.2 Grundlagen der Hedge Funds

3.2.1 Definition und Merkmale

3.2.2 Geschichte und Entwicklung bis heute

3.2.3 Anlagebedingungen

3.2.4 Rechtliche Ausgangslage

3.2.5 Handelsstrategien

3.2.5.1 Convertible Arbitrage

3.2.5.2 Dedicated Short Bias

3.2.5.3 Emerging Markets

3.2.5.4 Equity Market Neutral

3.2.5.5 Event Driven - Distressed Securities

3.2.5.6 Event Driven - Merger Arbitrage (Risk Arbitrage)

3.2.5.7 Event Driven - Multi-Strategy

3.2.5.8 Fixed Income Arbitrage

3.2.5.9 Global Macro

3.2.5.10 Long/Short Equity

3.2.5.11 Managed Futures

3.2.5.12 Multi-Strategy

3.2.6 Hedge Funds-Datenanbieter und Indices

3.2.6.1 CSFB/Tremont

3.2.6.2 Hedge Fund Research

3.2.6.3 Weitere Anbieter

4 Absolute Returns mit Hedge Funds – die neue Generation des Portfolio-Managements?

4.1 Der Absolute Return-Ansatz

4.2 Die Performance von Hedge Funds

4.2.1 Qualität der Hedge Funds-Daten

4.2.1.1 Survivorship Bias

4.2.1.2 Termination/Self-Selection Bias

4.2.1.3 Backfilling Bias

4.2.2 Performance der Hedge Funds-Indices im Vergleich zu traditionellen Indices

4.2.3 Performance-Persistenz

4.3 Optimierung traditioneller Portfolios mit Hedge Funds

4.3.1 Korrelation der Hedge Funds-Indices mit traditionellen Indices

4.3.2 Optimierung eines internationalen Anleihenportfolios

4.3.3 Optimierung eines internationalen Aktienportfolios

4.3.4 Optimierung eines internationalen gemischten Portfolios

4.4 Vorstellung einer Absolute Return-Strategie mit Hedge Funds

4.4.1 Absolute Return-Strategie mit einem Hedge Fund-Gesamtindex

4.4.2 Absolute Return-Strategie mit einem Hedge Fund-Subindex

5 Zusammenfassung, Bewertung und Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, ob Hedge Funds als Bestandteil einer Absolute Return-Strategie eine ernsthafte Alternative zum traditionellen, benchmarkorientierten Portfolio-Management darstellen können, um insbesondere in schwierigen Marktphasen die Performance zu verbessern und das Risiko zu optimieren.

  • Analyse des Konzepts des benchmarkorientierten Portfolio-Managements und seiner theoretischen Grundlagen.
  • Detaillierte Untersuchung von Hedge Funds, ihrer Handelsstrategien und der Rolle von Alternative Investments.
  • Empirische Performance-Analyse von Hedge Funds im Vergleich zu traditionellen Kapitalmarktindices.
  • Simulation von Portfoliokombinationen zur Optimierung von Anleihen- und Aktienportfolios unter Einsatz von Hedge Funds.
  • Vorstellung konkreter Absolute Return-Strategien basierend auf historischen Marktdaten.

Auszug aus dem Buch

3.2.5.1 Convertible Arbitrage

Convertibles bzw. Convertible Bonds ist die englische Bezeichnung für Wandelanleihen. Eine Wandelanleihe ist eine Anleihe (Schuldverschreibung), die von Unternehmen emittiert wird und zu bestimmten Zeitpunkten vom Inhaber gemäß einer bestimmten Tauschrate gegen Aktien dieses Unternehmens getauscht (konvertiert) werden kann. Es handelt sich damit um eine Unternehmensanleihe, der eine Kaufoption auf die Aktien des Unternehmens beigefügt ist. Aufgrund dieser Konstruktion haben Wandelanleihen sehr hybride Kursverläufe, die sich danach richten, in welchem Verhältnis der Aktienkurs der zugrundeliegenden Aktie gerade zum Umwandlungspreis der Option (Konversationspreis) steht. Oftmals ist es für Marktteilnehmer schwierig, Wandelanleihen und vor allem ihre angehängte Option korrekt zu bewerten. Vor allem dann, wenn die Wandelanleihe komplex konstruiert ist oder sich das emittierende Unternehmen in einer schwierigen Lage befindet.

Daher bieten sich hier für Hedge Funds viele Arbitragemöglichkeiten. Dieser Arbitrageprozess vollzieht sich bspw. durch den Kauf der Wandelanleihe und den Leerverkauf der zugrunde liegenden Aktie. Denkbar ist auch der Kauf einer als unterbewertet erachteten Wandelanleihe mit späterem Umtausch in Aktien. Die Strategie der Convertible Arbitrage führt im Erfolgsfall zu Erträgen unabhängig von der jeweiligen Marktsituation und ist damit marktneutral.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Motivation für die Untersuchung von Hedge Funds im Finanzplatz Deutschland sowie Darlegung der Zielsetzung und des Aufbaus der Arbeit.

2 Portfolio-Management mit Orientierung an Benchmarks: Darstellung der Grundlagen des modernen Portfolio-Managements nach Markowitz sowie Analyse der Probleme und Anforderungen bei der Orientierung an Benchmarks.

3 Hedge Funds: Alternative Anlage mit absolutem Ertragsziel: Ausführliche Vorstellung der Anlagekategorie Alternative Investments und detaillierte Erläuterung der Grundlagen, Geschichte und vielfältigen Handelsstrategien von Hedge Funds.

4 Absolute Returns mit Hedge Funds – die neue Generation des Portfolio-Managements?: Empirische Performance-Analyse von Hedge Funds, Untersuchung der Datenqualität, Vergleich mit traditionellen Indices sowie Simulation der Portfolio-Optimierung.

5 Zusammenfassung, Bewertung und Ausblick: Fazit der Untersuchung hinsichtlich der Eignung von Hedge Funds als Alternative zum benchmarkorientierten Portfolio-Management und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Absolute Return, Hedge Funds, Portfolio-Management, Benchmarkorientierung, Asset Allocation, Performance-Analyse, Alternative Investments, Risikoreduktion, Diversifikation, Rendite-Risiko-Effizienz, Sharpe-Ratio, Volatilität, Arbitrage, Markteffizienz, Anlagestrategien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die Integration von Hedge Funds in eine Absolute Return-Strategie Vorteile gegenüber einer rein benchmarkorientierten Portfolio-Management-Strategie bietet.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind das traditionelle Portfolio-Management nach Markowitz, die Funktionsweise von Benchmarks, die Kategorie der Alternative Investments sowie die spezifischen Handelsstrategien und Risikoprofile von Hedge Funds.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist der Nachweis, ob durch die Beimischung von Hedge Funds die Performance traditioneller Aktien- und Anleihenportfolios optimiert werden kann, um in unterschiedlichen Marktsituationen absolute positive Erträge zu erzielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung durch Kapitalmarkttheorien und einer empirischen Analyse, bei der historische Rendite- und Risikodaten (insbesondere Volatilität und Sharpe-Ratio) von Hedge Funds-Indices und traditionellen Marktindices ausgewertet und mittels Portfolio-Simulationen verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Portfolio-Managements und der Benchmarkorientierung, die detaillierte Vorstellung der Hedge Funds-Welt (inklusive Strategien wie Convertible Arbitrage oder Global Macro) und die empirische Überprüfung der Performance sowie die Optimierung traditioneller Portfolios.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Absolute Return, Hedge Funds, Asset Allocation, Risikoreduktion, Diversifikation und Portfolio-Management charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "direktionalen" und "nicht-direktionalen" Strategien so wichtig?

Diese Unterscheidung ist essenziell, da nicht-direktionale (marktneutrale) Strategien geringer mit der allgemeinen Marktentwicklung korrelieren und somit wertvolle Diversifikationseffekte zur Risikoreduktion in Portfolios bieten können.

Welche Rolle spielt die „High Water Mark“-Regel für den Anleger?

Die „High Water Mark“-Regel schützt den Anleger, indem sie vorschreibt, dass Verluste der Vergangenheit erst wieder ausgeglichen werden müssen, bevor eine Performance-Fee an den Hedge Fund-Manager gezahlt werden darf.

Inwiefern beeinflussen statistische Verzerrungen (Biases) die Datenqualität von Hedge Funds?

Statistische Verzerrungen wie der Survivorship Bias oder der Backfilling Bias können dazu führen, dass die Performance von Hedge Funds in Datenbanken oft zu positiv dargestellt wird, da schlecht performende oder liquidierte Fonds aus der Historie verschwinden.

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Details

Titel
Die Absolute Return-Strategie unter dem Einsatz von Hedge Funds
Untertitel
Eine Alternative zur Benchmarkorientierung im Portfolio-Management
Hochschule
Fachhochschule Münster  (Fachbereich Wirtschaft)
Note
1,3
Autor
Sebastian Bleser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
73
Katalognummer
V22944
ISBN (eBook)
9783638261654
ISBN (Buch)
9783638701525
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Absolute Return-Strategie Einsatz Hedge Funds Alternative Benchmarkorientierung Portfolio-Management
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Bleser (Autor:in), 2004, Die Absolute Return-Strategie unter dem Einsatz von Hedge Funds, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22944
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  73  Seiten
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