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Die Vertreibungspolitik der Alliierten vor der Potsdamer Konferenz

Title: Die Vertreibungspolitik der Alliierten vor der Potsdamer Konferenz

Term Paper , 2013 , 11 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Joe Majerus (Author)

History of Germany - Postwar Period, Cold War
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In Folge der gewaltigen ethnischen, sozialen und politischen Umwälzungen in den Jahren während des zweiten Weltkrieges – zunächst im Zuge der Umsiedlungs- und Deportationspolitik der Nationalsozialisten, dann hinsichtlich der scheinbar immer weiter und unaufhaltsam gen Westen vorpreschenden Verbände der Roten Armee - kamen im Juli 1945 die Staatsoberhäupter der alliierten Siegermächte in Potsdam zusammen, um sich neben einer ganzen Reihe weiterer Angelegenheiten endlich auch der zurecht als überaus dringlich empfundenen Problematik großräumiger Vertreibungen und Flüchtlingsströme, die gegenwärtig das Bild Ost-und Mitteleuropas prägten, anzunehmen. Allerdings war das Thema weitläufiger Migrationstransfers nach Kriegsende jedoch auch bereits wiederholt auf vorangehenden Zusammenkünften der Alliierten debattiert worden, ohne dass man sich dabei jedoch im Allgemeinen über deren definitive Form und Ausführung hatte einig werden können. Da nichtsdestotrotz aber gleichsam viele der später in Potsdam diskutierten Themen auf diesen Konferenzen sozusagen ihren gedanklichen Ursprung hatten bzw. erstmalig in konkret geäußerter Weise dort aufgeworfen worden waren, ist es sicherlich nicht verkehrt, sich insbesondere auch näher und eingehender mit jenen Verhandlungspunkten, die dabei einen mehr oder weniger direkten Bezug zur späteren Politik der in Mittel-und Osteuropa durchgeführten Vertreibungen erkennen lassen beziehungsweise sich letztlich als von maßgeblicher Bedeutung für deren praktische Umsetzung erweisen sollten, zu beschäftigen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Die Vertreibungspolitik der Alliierten vor der Potsdamer Konferenz

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die alliierten Verhandlungen und strategischen Überlegungen hinsichtlich der europäischen Neuordnung, insbesondere der polnischen Grenzfragen und der damit verbundenen Bevölkerungsumsiedlungen in der Zeit vor der Potsdamer Konferenz.

  • Entwicklung alliierten Konsenses über Bevölkerungstransfers seit 1941
  • Die Rolle der Konferenzen von Teheran und Jalta für die Grenzfestlegung
  • Politische Spannungsfelder zwischen den Siegermächten hinsichtlich der deutschen Teilung
  • Umgang mit den konkurrierenden polnischen Regierungen
  • Moralische und strategische Bedenken gegen Umsiedlungspläne

Auszug aus dem Buch

Die Vertreibungspolitik der Alliierten vor der Potsdamer Konferenz

In Folge der gewaltigen ethnischen, sozialen und politischen Umwälzungen in den Jahren während des zweiten Weltkrieges – zunächst im Zuge der Umsiedlungs-und Deportationspolitik der Nationalsozialisten, dann hinsichtlich der scheinbar immer weiter und unaufhaltsam gen Westen vorpreschenden Verbände der Roten Armee - kamen im Juli 1945 die Staatsoberhäupter der alliierten Siegermächte in Potsdam zusammen, um sich neben einer ganzen Reihe weiterer Angelegenheiten endlich auch der zurecht als überaus dringlich empfundenen Problematik großräumiger Vertreibungen und Flüchtlingsströme, die gegenwärtig das Bild Ost-und Mitteleuropas prägten, anzunehmen.

Allerdings war das Thema weitläufiger Migrationstransfers nach Kriegsende jedoch auch bereits wiederholt auf vorangehenden Zusammenkünften der Alliierten debattiert worden, ohne dass man sich dabei jedoch im Allgemeinen über deren definitive Form und Ausführung hatte einig werden können. Da nichtsdestotrotz aber gleichsam viele der später in Potsdam diskutierten Themen auf diesen Konferenzen sozusagen ihren gedanklichen Ursprung hatten bzw. erstmalig in konkret geäußerter Weise dort aufgeworfen worden waren, ist es sicherlich nicht verkehrt, sich insbesondere auch näher und eingehender mit jenen Verhandlungspunkten, die dabei einen mehr oder weniger direkten Bezug zur späteren Politik der in Mittel-und Osteuropa durchgeführten Vertreibungen erkennen lassen beziehungsweise sich letztlich als von maßgeblicher Bedeutung für deren praktische Umsetzung erweisen sollten, zu beschäftigen.

Zusammenfassung der Kapitel

Die Vertreibungspolitik der Alliierten vor der Potsdamer Konferenz: Der Text beleuchtet die diplomatische Vorgeschichte der Vertreibungen und Grenzverschiebungen, wobei die Konferenzen von Teheran und Jalta als zentrale Foren der Entscheidungsfindung herausgearbeitet werden.

Schlüsselwörter

Alliierte Siegermächte, Potsdamer Konferenz, Konferenz von Teheran, Konferenz von Jalta, Bevölkerungstransfer, polnische Westgrenze, Curzon-Linie, Bevölkerungsverschiebung, politische Neuordnung Europas, Nationalsozialismus, Lubliner Regierung, Exilregierung, Umsiedlungspolitik, territoriale Gebietsansprüche, deutsche Staatsgestaltung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die diplomatischen Bemühungen und Verhandlungen der alliierten Mächte während des Zweiten Weltkriegs, um eine Lösung für die künftige Gestaltung der Grenzen in Mittel- und Osteuropa sowie die damit einhergehenden Zwangsmigrationen zu finden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Konzepte der alliierten Staatschefs zur territorialen Neugestaltung Polens, die Anerkennung polnischer Regierungen und die Diskussionen über die Teilung Deutschlands.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die in Potsdam getroffenen Entscheidungen ihre gedanklichen Wurzeln in den vorherigen Konferenzen von Teheran und Jalta hatten und wie komplex die Abstimmung zwischen den divergierenden Interessen der Großmächte war.

Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?

Die Untersuchung basiert auf einer historischen Analyse diplomatischer Primärquellen (wie Konferenzprotokollen und Abkommen) sowie einschlägiger wissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Konferenzen von Teheran und Jalta, die Diskrepanzen zwischen Stalin, Churchill und Roosevelt sowie die schwierige Suche nach einem Kompromiss bezüglich der polnischen Grenzen und der Zukunft Deutschlands.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Alliierte Siegermächte, Bevölkerungstransfer, Curzon-Linie, Lubliner Regierung und territoriale Gebietsansprüche.

Warum war die polnische Regierungsfrage für die Alliierten so kompliziert?

Es existierten zwei konkurrierende Machtzentren – die in London ansässige Exilregierung und die von der Sowjetunion unterstützte Lubliner Regierung –, was eine konsensuale diplomatische Anerkennung massiv erschwerte.

Welche Rolle spielte Winston Churchill bei der Debatte um die polnische Westgrenze?

Churchill äußerte sich skeptisch gegenüber einer zu weit nach Westen reichenden Grenze Polens, da er befürchtete, dass Polen die Gebiete nicht verwalten könne und die gewaltsame Umsiedlung Millionen Menschen moralisch sowie politisch problematisch sei.

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Details

Title
Die Vertreibungspolitik der Alliierten vor der Potsdamer Konferenz
College
University of Bonn
Grade
1,0
Author
Joe Majerus (Author)
Publication Year
2013
Pages
11
Catalog Number
V229454
ISBN (eBook)
9783656452102
ISBN (Book)
9783656452447
Language
German
Tags
vertreibungspolitik alliierten potsdamer konferenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Joe Majerus (Author), 2013, Die Vertreibungspolitik der Alliierten vor der Potsdamer Konferenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229454
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