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Delegation im Rahmen des Kooperativen Führungssystems

Title: Delegation im Rahmen des Kooperativen Führungssystems

Term Paper , 2012 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katharina Scholz (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Die Grundlagen des Kooperativen Führungssystems (KFS) lassen sich auf den in den 1960er Jahren einsetzenden Wertewandel in Deutschland und innerhalb der Polizei zurückführen. So bewirkten wirtschaftliche, soziale und politische Umbrüche, dass ein Umdenken in der Organisations- und Führungslehre stattfinden musste.
Der Anstieg teamorientierter Arbeitsformen und abteilungsübergreifender Kooperation erforderte wachsende Ansprüche an das Sozialverhalten und die Teamfähigkeit der Mitarbeiter. Diese stellten ihrerseits aufgrund des stetig ansteigenden Bildungs- und Qualifikationsniveaus höhere Ansprüche an die Arbeitgeber; der Beruf sollte nicht nur allein dem Zweck des Geldverdienens dienen, sondern ebenso die Chance der Selbstverwirklichung und Mitarbeiterzufriedenheit bieten.
In ihrem Programm für Innere Sicherheit beschloss die Innenministerkonferenz des Bundes und der Länder bereits 1974, dass die Polizei kooperativer geführt werden müsse. Somit sei ein Polizist nicht mehr als unselbstständiger Befehlsempfänger innerhalb streng hierarchischer Strukturen zu sehen, sondern als ein mit seinem Vorgesetzten kooperierender Mitarbeiter, auf dessen Fähigkeiten und Wissen zurückgegriffen werden kann. Auch in der Fortschreibung des Programms, letztmalig 2008/2009, wurde weiterhin festgehalten, dass die erfolgreiche Steuerung und Führung innerhalb der Polizei darauf angelegt sein sollte, Leistung möglich zu machen und Abläufe zu optimieren, indem die konsequente Delegation von Verantwortung und die Beteiligung der Mitarbeiter als Kernelemente realisiert werden und das KFS Anwendung finden soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Kooperative Führungssystem

2.1 Voraussetzungen für kooperative Führung

2.2 Die Elemente des KFS

3 Delegation

3.1 Formen der Delegation

3.2 Probleme im Zuge der Delegation

3.3 Empirische Untersuchungen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der Delegation innerhalb des Kooperativen Führungssystems (KFS) bei der Polizei. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Delegation von Aufgaben, Befugnissen und Verantwortung die Arbeitszufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter gesteigert und die Effektivität der Organisation gesichert werden kann.

  • Historische Entwicklung und Grundlagen des Kooperativen Führungssystems
  • Voraussetzungen für eine erfolgreiche kooperative Führung
  • Konzepte und Formen der Delegation von Verantwortung
  • Analyse von Agency-Problemen und Lösungsansätzen
  • Empirische Evidenz zur Umsetzung des KFS in der Polizei

Auszug aus dem Buch

3.2 Probleme im Zuge der Delegation

Das KFS legt nur den theoretischen Rahmen fest, in dem sich das Führungsverhalten der Vorgesetzten zu bewegen hat und inwieweit Mitarbeiter darin involviert sind. Somit verbleibt ein individueller Spielraum, auch im Zusammenhang mit der Delegation von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung. Der persönliche Führungsstil eines Vorgesetzten und die Reaktion des Mitarbeiters auf die Delegation werden selten mit dem idealtypischen theoretischen Ablauf übereinstimmen. Betrachtet man noch einmal die Definition des KFS und die darin genannte tendenziell symmetrische Einflussausübung (siehe Kapitel 2), können aufgrund der ungleich verteilten Informationslage von Vorgesetztem und Mitarbeiter Probleme entstehen.

An diesem Punkt setzt die Prinzipal-Agent-Theorie an. Diese ist Teil der Neuen Institutionenökonomik und befasst sich mit den Problemen, die sich aus der Verhaltens- und Ergebnisunsicherheit unter Berücksichtigung opportunistischen Verhaltens ergeben. Wenn der Vorgesetzte (Prinzipal) Rechte und Pflichten an seinen Mitarbeiter (Agent) delegiert, kann er im Zuge der asymmetrisch verteilten Information nur darauf vertrauen, dass dieser die Aufgaben in seinem Sinne ausführt. Sowohl der Agent als auch der Prinzipal handeln eigennutzorientiert. Der Agent ist durch die Delegation stärker in die Erfüllung der täglich anfallenden Aufgaben eingebunden und besitzt damit in bestimmten Bereichen speziellere Kenntnisse als der Prinzipal und kann diesen Informationsüberschuss zu seinem Vorteil ausnutzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt den historischen Wertewandel und die daraus resultierende Notwendigkeit, das Kooperative Führungssystem (KFS) in der Polizei zu etablieren.

2 Das Kooperative Führungssystem: Erläutert die theoretischen Ursprünge und die notwendigen Rahmenbedingungen wie Vertrauen und Gleichwertigkeit für die kooperative Führung.

3 Delegation: Definiert Delegation als zentrales Element des KFS, analysiert dessen Formen, zeigt Herausforderungen durch die Prinzipal-Agent-Theorie auf und stellt empirische Daten aus Niedersachsen vor.

4 Fazit: Führt aus, dass Delegation keine starren Regeln kennt, sondern von der Situation abhängt und bei richtiger Anwendung die Motivation und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter positiv beeinflusst.

Schlüsselwörter

Kooperatives Führungssystem, KFS, Delegation, Polizei, Führung, Mitarbeiterzufriedenheit, Prinzipal-Agent-Theorie, Verantwortung, Entscheidungsspielraum, Motivation, Leistungsfähigkeit, Führungsstil, Organisationsstruktur, Arbeitsprozess, Auftragserteilung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept des Kooperativen Führungssystems (KFS) im Kontext der polizeilichen Organisation und fokussiert dabei insbesondere das Element der Delegation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des KFS, die Voraussetzungen für eine kooperative Führung, die verschiedenen Formen der Delegation sowie die Analyse von Interessenkonflikten und empirische Untersuchungsergebnisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Delegation als Kernelement des KFS darzustellen und zu untersuchen, wie sie bei korrekter Anwendung Motivation und Arbeitszufriedenheit fördern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Forschungsberichte, insbesondere der Daten des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des KFS, die detaillierte Betrachtung des Delegationsprozesses, die theoretische Analyse von Agency-Problemen und die Gegenüberstellung mit empirischen Daten zur Wahrnehmung der Führung durch die Mitarbeiter.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kooperatives Führungssystem, Delegation, polizeiliche Führung, Arbeitszufriedenheit, Prinzipal-Agent-Theorie und Handlungsspielraum.

Was besagt die Prinzipal-Agent-Theorie im Kontext der Delegation?

Sie beschreibt potenzielle Probleme durch asymmetrische Informationsverteilung und opportunistisches Verhalten, da der Vorgesetzte nicht jederzeit beurteilen kann, ob der Mitarbeiter im Sinne des Vorgesetzten handelt.

Welche Rolle spielt die Motivation für das Gelingen der Delegation?

Die Steigerung sowohl extrinsischer als auch intrinsischer Motivation ist entscheidend, um den Interessenkonflikt zwischen Vorgesetztem und Mitarbeiter zu reduzieren und das KFS erfolgreich umzusetzen.

Welches Ergebnis liefern die empirischen Untersuchungen zur Polizei?

Die Befragungen zeigen eine positive Entwicklung in der Wahrnehmung des KFS und belegen einen Zusammenhang zwischen dem empfundenen Handlungsspielraum bei der Delegation und der Arbeitszufriedenheit.

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Details

Title
Delegation im Rahmen des Kooperativen Führungssystems
College
University of Applied Sciences for Public Administration of North Rhine-Westphalia; Gelsenkirchen
Grade
1,0
Author
Katharina Scholz (Author)
Publication Year
2012
Pages
12
Catalog Number
V229476
ISBN (eBook)
9783656448860
ISBN (Book)
9783656449256
Language
German
Tags
delegation rahmen kooperativen führungssystems
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Scholz (Author), 2012, Delegation im Rahmen des Kooperativen Führungssystems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229476
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