Die pietistische Pädagogik des 17. und 18. Jahrhunderts

Analysen anhand ausgewählter neuzeitlicher Quellen


Diplomarbeit, 2013

60 Seiten, Note: 2,6


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Das Thema der Arbeit
1.2 Die Relevanz des Themas
1.3 Die Methode und das Ziel
1.4 Kurze Vorstellung der Quellen
1.5 Die Vorgehensweise

2 Das frühneuzeitliche christliche Menschenbild

3 Kurze Einordnung der drei Vertreter des Pietismus
3.1 Philipp Jakob Spener 1635-1705
3.2 August Hermann Francke 1663-1727
3.3 Nikolaus Ludwig von Zinzendorf 1700-1760
3.4 Vergleich und Zwischenergebnisse

4 Die Quellenanalyse
4.1 Über die Ziele der Erziehung
4.1.1 Die Zielsetzung für die Erziehung
4.1.2 Vergleich und Zwischenergebnisse
4.2 Über die Verantwortung
4.2.1 Verantwortung der Eltern, Erzieher und Gesellschaft
4.2.2 Vergleich und Zwischenergebnisse
4.3 Über den Eigenwille des Kindes
4.3.1 Das Verständnis von dem Eigenwillen des Kindes
4.3.2 Das Verständnis über den Umgang mit dem Eigenwillen des Kindes
4.3.3 Das Verständnis über den Umgang mit Zwang
4.3.4 Vergleich und Zwischenergebnisse
4.4 Über Zucht und Zuchtanwendung
4.4.1 Die Absicht und Ziele von Zucht des Kindes
4.4.2 Die Zucht und die Verantwortung des Erziehers
4.4.3 Vergleich und Zwischenergebnisse
4.5 Über den Katechismus als Lernmethode
4.5.1 Über das Auswendiglernen des Katechismus
4.5.2 Vergleich und Zwischenergebnisse

5 Endergebnisse

6 Fazit

7 Literaturverzeichnis
7.1 Quellen
7.2 Sekundärliteratur
7.2.1 Monografie
7.2.2 Lexikonartikel
7.2.3 Aufsätze

1 Einleitung

1.1 Das Thema der Arbeit

Das Thema der vorliegenden Staatsarbeit lautet: „Pietismus und Pädagogik“. Anhand ausgewählter frühneuzeitlicher Quellen thematisiert sie die pietistische Pädagogik des 17. und 18. Jahrhunderts. Der Pietismus ist neben dem angelsächsischen Puritanismus die bedeutendste religiöse Erneuerungsbewegung oder religiöse Frömmigkeitsbewegung des Protestantismus nach der Reformation.1 Über die Definition und die Umfangsbestimmung des historischen Phänomens Pietismus wird bis heute diskutiert. Das übliche historische Verständnis von Pietismus hat in der Forschung einen Konsens als eine religiöse Erneuerungsbewegung des späten 17. und des 18. Jahrhunderts gefunden.2

Der Konflikt des Philipp Jakob Speners und seinen Anhängern mit der lutherischen Orthodoxie im späten 17. Jahrhundert wird als Anfang des Pietismus in der Forschung datiert.3 Um den Begriff Pietist zu definieren, soll hier die damals bekannteste Definition des Leipziger Professors Joachim Feller von 1689 zu Wort kommen: „Es ist jetzt Stadtbekannt der Nahm der Pietisten; Was ist ein Pietist? Der Gottes Wort studiert / Und nach demselben auch ein heilig Leben führt.“4 In der Auseinandersetzung mit der lutherischen Orthodoxie wurde der Begriff Pietismus dann ganz etabliert.5 Obwohl der Pietismus primär ein religiöses Phänomen ist, ist es aber auch zugleich ein pädagogisches geworden. Die Pietisten verstanden sich als „Kinder Gottes“ und konstituierten dadurch einen pädagogischen Bezug, indem das Kind für den Erwachsenen und der Erwachsene für das Kind, Bedeutung bekam.6 Ein Pietist suchte nicht allein in seinem Glauben „durch Bekenntnis und Predigt, Gebet und Gesang“7, sein Leben als „praxis pietatis“ unter Beweis zu stellen. Vielmehr zielte seine Lebensausrichtung auf die Praxis, durch „Handeln und Arbeiten, soziale Organisation und Kontrolle, Erwachsenbildung und Kindererziehung“8 ab.

1.2 Die Relevanz des Themas

Der Pietismus wird zu den pädagogischen Reformbewegungen gerechnet, die im 17. Jahrhundert vor dem Hintergrund des Dreißigjährigen Krieges entstanden sind.9 Die pietistische Pädagogik wird vor allem mit August Hermann Francke, und seinem Erziehungswerk in Verbindung gebracht. Der pädagogische Einfluss anderer Vertreter des Pietismus wurde bis jetzt in der Forschung weniger

wahrgenommen. Wenn man das erste Band, Religionspädagogik von Nipkow und Schweitzer nach dem pietistischen Einfluss in der Pädagogik untersucht, dann fällt folgendes auf: Erstens, es werden nur zwei Vertreter aus dem Pietismus aufgeführt, August Hermann Francke und Nikolaus Ludwig von Zinzendorf. Zweitens, die Texte von Francke werden auf 26 Seiten abgedruckt, die von Zinzendorf

dagegen, begrenzen sich auf fünf Seiten.10 Ein weiteres Beispiel bietet die Analyse der pietistischen Pädagogik in dem vierbändigen Werk Geschichte des Pietismus.11 Auf 42 Seiten wird die pietistische Pädagogik von Werner Loch analysiert, jedoch beschränkt er seine Analyse auf das Beispiel von August Hermann Francke.

Der starke Einfluss der pietistischen Pädagogik von August Hermann Francke machte vor hallischen Grenzen nicht halt. Seine pietistische Konzeption war zwar eine Neuausrichtung auf das Kind und dessen Entwicklung,12 jedoch verblasst sein großes organisatorisches Talent im Angesicht der pädagogischen Anthropologie. Denn die hallische Pädagogik ist zum Teil als eine repressive Pä- dagogik13, die zum Beispiel auf das Brechen des „Eigenwillens des Zöglings“14 drängte, in die Geschichte eingegangen. Dennoch hat die pietistische Pädagogik im ausgehenden 17. und zu Beginn des 18. Jahrhunderts einen wichtigen Platz in der Gesellschaft eingenommen. Im Zusammenhang der pädagogischen Traditionen kann die pietistische Pädagogik sowohl als Endpunkt der frühneuzeitlichen Pädagogik, auch als Übergang zur Aufklärung gesehen werden.15

1.3 Die Methode und das Ziel

Da die Vertreter des Pietismus keine Erziehungstheorien hinterlassen haben, die sich auf pädagogische Anthropologie begründen, sollen ausgewählte Materialien auf pädagogische Grundannahmen untersucht und gegenüberstellt werden. Als Quellenmaterial dient eine Zusammenstellung von pädagogisch relevanten Schriften von Philipp Jakob Spener, August Hermann Francke und Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, die anhand gemeinsamer Kategorien analysiert werden. In der ersten Kategorie analysiere ich die pädagogische Zielsetzung der Erziehung. Darauf folgt die Bedeutung der pädagogischen Verantwortung innerhalb der Erziehung des Kindes. Die dritte und vierte Kategorie beschäftigen sich mit der Thematik des „Brechen des Eigenwillen“ von dem Kinde und mit der Zucht und ihrer Anwendung. Die zwei Vergleiche berücksichtigen jedoch hauptsächlich die Schriften von Francke und Zinzendorf. Und in der letzten Kategorie werden die Ansichten der Vertreter über die Anwendung des Katechismus analysiert.

Das Erkenntnisinteresse besteht darin, dass die Quellen systematisch nach gemeinsamen Kategorien untersucht werden, um anschließend differenzierteren Aussagen über die pietistische Pädagogik machen zu können. An keiner Stelle wird von mir der Anspruch auf Vollständigkeit bezüglich der Darstellungen (Kapitel 2 und 3) oder innerhalb der Quellenanalyse (Kapitel 4) erhoben. Im Rahmen der Staatsarbeit sind weitere Differenzierungen und Erweiterungen nicht möglich.

1.4 Kurze Vorstellung der Quellen

Die Herausforderungen, denen sich diese Arbeit stellen muss, liegen nicht nur in den fehlenden Erziehungstheorien, sondern auch darin, dass die drei Vertreter zum einen aus unterschiedlichen Generationen stammen und in verschiedenen Orten ihre beruflichen Tätigkeiten ausgeübt haben. Zum anderen resultiert daraus, dass sie unterschiedliche Akzente für die Pädagogik während ihrer Wirkungszeit gelegt haben.

Die Zusammenstellung der Quellen für die Analysen umfassen zwei Schriften von Philipp Jakob Spener: „Einfältige / Erklärung / Der / Christlichen Lehr /// Nach der / Ordnung deß kleinen Catechismi / deß theuren Manns GOttes / Lutheri“ und „Von einigen vorschlägen der besserung // sonderlich in erziehung der kinder“. Zwei bedeutende Schriften von August Hermann Fran>„Kurtzer und Einfältiger / Unterricht /// Wie / Die Kinder / zur wahren / Gottseligkeit /// und Christlichen / Klugheit / anzuführen sind“ und „Ordnung / und / Lehr=Art /// Wie selbige in denen zum Wäysen=Hause / gehörigen Schulen / eingeführet ist /// Worinnen vornemlich zu befinden /// Wie die Kinder in und ausser der Schul in / Christlicher Zucht zu halten // und zum Lesen // zierlichen / Schreiben // Rechnen

// wie auch zur Music und / andern nützlichen Dingen anzuführen / sind“. Und einige ausgewählte Schriften von Nikolaus Ludwig von Zinzendorf aus den Kinderreden „ORDINARIO FRATRUM“ sowie aus der Zusammenstellung der Quellen von „Zinzendorf und die Herrnhuter Brüder“.

1.5 Die Vorgehensweise

Im folgenden Abschnitt der Arbeit soll zunächst das christliche frühneuzeitliche Menschenbild kurz skizziert werden. Da der deutsche Pietismus vorwiegend innerhalb der lutherischen und reformierten Kirche entstanden ist, soll auf das theologische Verständnis der Reformation über das Menschenbild eingegangen werden. Im Anschluss daran soll ein Überblick über das Leben und Wirken von Philipp Jakob Spener, August Hermann Francke und Nikolaus Ludwig von Zinzendorf gegeben werden. Die biografische Darstellung der drei Personen soll mehr Licht und Verständnis für die Quellenanalyse im vierten Kapitel bringen. Im vierten Abschnitt wird der Kern der pädagogischen Bestrebungen innerhalb des Pietismus anhand der Quellen ermittelt. Fünf gemeinsamen Kategorien werden anhand von Schriften der Vertreter analysiert. Abschließend möchte ich in Schlusskapiteln 5 und 6 die Ergebnisse zusammenfassen und ein Fazit formulieren.

2 Das frühneuzeitliche christliche Menschenbild

Die Thematik über das frühneuzeitliche Menschenbild ist zu umfangreich, um sie adäquat im Rahmen der Staatsarbeit darzustellen. Daher soll in diesem Abschnitt nur der christliche pädagogische Ansatz thematisiert werden, um die pietistische Pädagogik besser verstehen zu können.16

Eine grundlegende Aussage über die Erziehung des Menschen ist, dass der Mensch erzogen werden muss, weil er von Geburt an durch die Erbsünde verdorben ist.17 Aufgrund der Erbsünde – der verdorbene Zustand des Menschen – bedarf der Mensch grundlegend die Rechtfertigung Gottes.18 In dieser Lehre über den Menschen, die für die pietistische Pädagogik eine hohe Relevanz hat, stimmt das pietistische Menschenbild mit dem der Reformatoren überein. Der Ursprung der Sünde wird in dem Missbrauch der Freiheit des Menschen gesehen. Nicht Gott ist der Urheber, sondern der Mensch, der seine Freiheit missbraucht indem er das göttliche Gesetzt übertritt.19 Das Verhältnis zwischen der Vorsehung Gottes und der menschlichen Verantwortung wird in der lutherischen Orthodoxie so bestimmt, dass die menschliche Verantwortung trotz der Allwirksamkeit Gottes als Urheber der Sünde gedacht werden kann.20 So wie die Reformatoren, vertraten auch die Pietisten die Lehre, dass das getaufte Kind als Kind Gottes erzogen werden muss.21

Angemerkt sei hier, dass die pietistische Pädagogik für die frühe Aufklärung eine attraktive Lebensgestaltung dargestellt hat, weil sie im Pietismus ihre Ideale wiederfand. Vgl. Dietrich Meyer: Zinzendorf und Herrnhut, in: Martin Brecht u. a. (Hgg.), Geschichte des Pietismus, Bd. 2, Der Pietismus im achtzehnten Jahrhundert, Göttingen 1995, S. 3-106, hier S. 80-85.

Jedoch setzt die pietistische Pädagogik an dieser Stelle einen anderen Schwerpunkt für die Erziehung als die lutherische Orthodoxie. Eine verschärfte Betonung auf die Sitte als Ausdruck des Glaubens wird zum wesentlichen Merkmal ihrer Pädagogik.22 Die Wurzeln für ihre Akzentuierung liegen in der Auffassung über das Ausleben des Christentums – der Heiligung – die bereits während der Reformation durch Johannes Calvin23 anders positioniert wurde. Und nicht zuletzt sind zum Beispiel die Schriften von Johann Arndt24 zu erwähnen, von dem der größte literarische Einfluss auf die Anfänge des Pietismus ausging. Während das Luthertum von der Begrifflichkeit „gerecht“ und „Sünder“ ihre Prägung bekam25, bildete sich im Calvinismus eine stärkere Betonung auf die Heiligung aus. Bei Calvin wurzelt das Glaubensleben in der Buße des Menschen, der Mensch wendet, aus echter und ernster Furcht Gottes, sein Leben zu Gott hin. Die Hinwendung umfasst das Absterben des Fleisches und die Lebendigmachung im Geist. Dieses Streben entspricht der Teilhabe an Christi Tod und Auferstehung, und stellt somit den Menschen wieder zum Ebenbild Gottes her. Calvin beschreibt diesen Prozess als Grundlage für die Heiligung des Gläubigen, die jedoch in diesem Leben nicht zur Vollkommenheit führt. Die Heiligung versteht er als Gottes Gnadenakt der Vergebung und Rechtfertigung des Menschen in Christus. Der Weg der Heiligung liegt in der Nachfolge (Nachahmung) des Beispiels Christi, der den Gläubigen durch sein Blut gereinigt hat. Da es für einen Gläubigen nicht mehr recht ist sich durch Verunreinigung wieder zu beschmutzen, folgt daraus ein

christliches Leben der Selbstverleugnung.26 Demzufolge versteht sich der pietistische Theologe als Pädagoge, der mit besonderer Aufmerksamkeit auf die Einhaltung der Sitten zu achten hat. Als Theologe und Pädagoge beurteilt der Pietist den frommen Lebenswandel der Gemeinde, der durch das Instrumentarium Kirchenzucht gesteuert wird.27

3 Kurze Einordnung der drei Vertreter des Pietismus

Der Pietismus wird von J. Wallmann in drei Phasen gegliedert: die frühe Phase der Anfänge 1670-1690; die Hauptphase 1690-1740; und die Phase des Spätpietismus 1740-1780.28 In der Geschichtsforschung fallen immer wieder drei Namen, die mit dem Pietismus in Verbindung gebracht werden: „Philipp Jakob Spener“, „August Hermann Francke“ und „Nikolaus Ludwig von Zinzendorf“. Aufgrund ihres Wirkens erlangen sie eine besondere Bedeutung für die Entwicklung des Pietismus. So schreibt D. Meyer zum Beispiel über Nikolaus Ludwig von Zinzendorf: „Nikolaus Ludwig von Zinzendorf gehört zu den prägenden Persönlichkeiten des kirchlichen Pietismus und hat neben Philipp Jakob Spener und August Hermann Francke längst eine kritische Ausgabe seiner Werke verdient.“29

Die folgenden kurzen biografischen Darstellungen können die vielseitigen Bedingungen, die sowohl für Gemeinsamkeiten als auch für Unterschiede der Ausprägung der pietistischen Pädagogik verantwortlich sind, nicht umfassend erklären. Jedoch bieten sie als Hintergrundwissen ein Erklärungspotenzial für jeweilige pädagogische Akzentsetzungen.

[...]


1 Vgl. Johannes Wallmann: Der Pietismus, Göttingen 2005, S. 21-22.

2 Vgl. Ebd., S. 7. 48-49.

3 Vgl. Martin Brecht: Pietismus, in: Gerhard Krause u. a. (Hgg.), Theologische Realenzyklopädie, Bd. 26, Berlin 1976, S. 606-631, hier S. 606; Vgl. Wallmann: Pietismus, in: Hans Dieter Betz u. a. (Hgg.), Religion in Geschichte und Gegenwart, Tübingen 42003, Bd. 6, Sp. 1341-48, hier Sp. 1342; Vgl. Friedrich-Franz Mentzel: Pietismus und Schule, Materialien und Studien zur Geschichte der Berliner Schule 11, Baltmannsweiler 1993, S. 11.

4 Zit. nach: Brecht: Pietismus, S. 606-607.

5 Vgl. Ebd.

6 Vgl. Werner Loch: Pädagogik am Beispiel August Hermann Francke, in: Martin Brecht u. a. (Hgg.). Geschichte des Pietismus, Bd. 4, Glaubenswelt und Lebenswelten, Göttingen 2004, S. 264-308, hier S. 264.

7 Loch, S. 265.

8 Ebd.

9 Vgl. Walter Sparn: Religiöse und theologische Aspekte der Bildungsgeschichte im Zeitalter der Aufklärung, in: Notker Hammerstein und Ulrich Herrmann (Hgg.), Handbuch der deutschen Bildungsgeschichte, Bd. 2, 18. Jahrhundert. Vom späten 17 Jahrhundert bis zur Neuordnung Deutschlands um 1800, München 2005, S. 134-168, hier S. 135; Vgl. Karl Ernst Nipkow / Friedrich Schweitzer: Religionspädagogik, Bd. 1, München 1991, S. 33.

10 Vgl. Nipkow / Schweitzer, S. 137-169.

11 Vgl. Loch, S. 264-308.

12 Vgl. Mentzel, S. 14.

13 Vgl. Sparn, S. 139.

14 Vgl. Blankertz, Herwig: Geschichte der Pädagogik. Von der Aufklärung bis zur Gegenwart, Wetzlar 1992, S. 38-41.

15 Vgl. Hermann Weimer / Juliane Jacobi: Geschichte der Pädagogik, Berlin, New York 191992, S. 91.

16 Auf die Auseinandersetzung mit der Pädagogik der Aufklärung wird in dieser Arbeit verzichtet. Zu den Kontroversen, die zwischen der pietistischen Pädagogik und den pädagogischen Ansätzen der Aufklärung bestanden haben, verweise ich auf den ausführlichen Aufsatz von Walter Sparn.

17 Vgl. Gerhard O´Daly: Augustins Theologie, in: Erwin Fahlbusch u. a. (Hgg.), Evangelisches Kirchenlexikon, Bd.1, Sp. 326-332, hier Sp. 329.

Der verdorbene Zustand des Menschen, wie die augustinische Erbsündenlehre vermittelt, ist durch Adam auf die ganze Menschheit übertragen (Römer 5, 12).

18 Vgl. Scott Hendrix: Luthers Theologie, in: Erwin Fahlbusch u. a. (Hgg.), Evangelisches Kirchenlexikon, Bd. 3, Göttingen 1992, Sp. 211-220, hier: Sp. 216.

19 Vgl. Christine Axt-Piscalar: Sünde. VII. Reformation und Neuzeit, in: Theologische Realenzyklopädie, Bd. 32, Berlin 2001, S. 400-436, hier S. 408.

20 Vgl. Ebd.

21 Vgl. Loch, S. 265.

22 Vgl. Loch, S. 266.

23 Johannes Calvin (1509-64) französischer Reformator und Begründer des Calvenismus. 1523-31 Studium der Rechtswissenschaft und ab 1534 Studium theologischer Literatur. Veröffentlichung der „Christianae Religionis Institutio“. Vgl. O. E. Strasser: Calvin, Johannes (1509-64), in: Kurt Galling (Hg.), Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Tübingen 31957, Bd. 1, Sp. 1588-93.

24 J. Arndt wurde durch seine Schriften bekannt. Seine sechs Bücher vom wahren Christentum und das Buch von „Paradiesgärtlein aller christlichen Tugenden“ waren deutsche lutherische Erbauungsbücher, die für das Volk starke Nachwirkungen hatte. Vgl. F. Lau: Arnd (Arndt), Johann (1555-1621), in: Kurt Galling (Hg.), Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Bd. 1, Tübingen 31957, Sp. 629-30.

25 Vgl. G. Ebeling: Luther, Martin, II. Theologie, in: Kurt Galling (Hg.), Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Bd. 4, Tübingen 31957, Sp. 495-520, hier Sp. 501.

26 Vgl. Johann Riches: Heiligung, in: Gerhard Krause u. a. (Hgg.), Theologische Realenzyklopä- die, Bd. 14, Berlin 1985, S. 718-737, hier S. 726.

27 Loch, S. 264.

28 Vgl. Wallmann: Pietismus, Sp.1344.

29 Dietrich Meyer: Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, Katechismen, Göttingen 2008, S. VII.

Ende der Leseprobe aus 60 Seiten

Details

Titel
Die pietistische Pädagogik des 17. und 18. Jahrhunderts
Untertitel
Analysen anhand ausgewählter neuzeitlicher Quellen
Hochschule
Universität Siegen
Note
2,6
Autor
Jahr
2013
Seiten
60
Katalognummer
V229548
ISBN (eBook)
9783656471318
ISBN (Buch)
9783656471615
Dateigröße
612 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
pietismus, pädagogik, analysen, quellen
Arbeit zitieren
Andreas Schellenberg (Autor), 2013, Die pietistische Pädagogik des 17. und 18. Jahrhunderts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229548

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