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Menschen mit Borderline-Syndrom in Partnerschaftsbeziehungen

Borderline-Persönlichkeitsstörung

Title: Menschen mit Borderline-Syndrom in Partnerschaftsbeziehungen

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Ines Rivas Vazquez (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
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Das Borderline-Syndrom ist eine psychische Erkrankung, über die gerade seit ein paar Jahren besonders viel geredet wird und die sozusagen fast schon eine Art Modediagnose geworden ist, wenn man über psychische Erkrankungen spricht. Wo früher im Alltag schnell darüber geredet wurde, dass jemand mit psychischen Problemen manisch depressiv sei, so lautet heute die vorschnelle Diagnose von Laien, dass die Person wohl ein Borderliner sei und wohl am Wahrscheinlichsten noch früher als Kind sowieso schon ADHS hatte.

Mit der neu entstandenen, und teilweise auch auf Unverständnis stoßenden, jugendlich geprägten Subkultur des ‚Emo‘, wird in ungewöhnlicher Weise ebenfalls diese psychische Erkrankung verbunden.

Was steckt aber nun wirklich hinter dem Borderline-Syndrom?
In der vorliegenden Hausarbeit wird nun nach einer Begriffsklärung, auf die Symptome und Ursachen der Borderline-Erkrankung eingegangen. Im weiteren Verlauf wird sich besonders dem Sachverhalt, der Beziehungsführung von Menschen mit Borderline-Syndrom gewidmet und hierbei ein Therapiemodell nach Martin Bonus kurz vorgestellt. Gerade das Führen einer Beziehung dürfte Menschen mit Borderline-Syndrom besonders schwer fallen und da der Mensch schließlich aus anthropologischer Sicht ein soziales Wesen ist, wird daher ein besonderes Augenmerk auf die Partnerschaftsbeziehung gelegt. In wie weit nun Beziehungen von und mit Borderlinern möglich sind, soll im Folgenden hinterfragt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Borderlinebegriff, seine Symptome und Ursachen

3. Borderlinebeziehungen und Emotionen

4. Behandlungsmöglichkeit

4.1 Vorbereitungsphase

4.2 Erste Therapiephase: Schwere Probleme auf der Verhaltensebene

4.3 Zweite Therapiephase: Probleme mit den Folgen von traumatischen Erfahrungen

4.4 Dritte Therapiephase: Probleme der Lebensführung

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht das Borderline-Syndrom mit einem besonderen Fokus auf die Beziehungsgestaltung von betroffenen Personen. Ziel ist es, das Krankheitsbild, die damit verbundenen emotionalen Herausforderungen sowie die Möglichkeiten therapeutischer Interventionen nach dem Modell von Martin Bonus darzustellen und zu hinterfragen, inwiefern zwischenmenschliche Beziehungen mit Borderline-Betroffenen realisierbar sind.

  • Grundlagen des Borderline-Begriffs, Symptomatik und Ursachen
  • Dynamiken und emotionale Belastungen in Partnerschaften
  • Struktur und Verlauf der psychotherapeutischen Behandlung
  • Herausforderungen in der Beziehungsführung und Trennungssituationen
  • Rolle von Selbstbild und Sozialverhalten im Krankheitskontext

Auszug aus dem Buch

4.2 Erste Therapiephase: Schwere Probleme auf der Verhaltensebene

In der ersten Therapiephase werden die problematischen Bereiche erarbeitet deren Verhaltensweisen das Leben und die akzeptable Lebensqualität des Patienten gefährden und auch den kompletten Ablauf der Therapie schädigen oder gar ganz zerstören. Die Verhaltensmuster des Borderliners, die am gefährlichsten sind werden zuerst bearbeitet, es ist daraus folgend eine Hierarchie der Behandlungsfoki vorgegeben. Zu Anfang wird demnach das suizidale und parasuizidale Verhalten bearbeitet, es wird also erfasst auf welche Art und Weise der letzte Suizidversuch vonstattengegangen ist. Danach wird das therapiegefährdende Verhalten bearbeitet. Hier werden Verhaltensmuster bei dem Patienten aufgedeckt die die Fortsetzung oder einen Fortschritt der Therapie gefährden oder beeinträchtigen können. Nachdem dies geschehen ist, kümmert man sich um das Verhalten das die Lebensqualität beeinträchtigt. Hierbei werden dissoziative Phänomene, antisoziales Verhalten, Drogenkonsum, Essstörungen etc. priorisiert und versucht Reize die traumatische Erfahrungen aktivieren zu reduzieren. Zuletzt bearbeitet man die Verbesserung von Verhaltensfertigkeiten. Hier hilft der Therapeut dem Patienten beispielsweise dass er das Erlernte was er in der Skillsgruppe erfahren hat im Alltag umsetzen kann. Oft ist es jedoch der Fall, dass der Patient zu Lösung individueller, wichtiger Problembereiche noch nicht die Fertigkeiten die er dafür benötigt in der Skillsgruppe vermittelt bekommen hat, in diesem Fall versucht der Therapeut dem Patient diese Fertigkeiten beizubringen (vgl. BOHUS 2002, S. 35ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Borderline-Syndrom ein, thematisiert dessen mediale Wahrnehmung und definiert den Fokus der Arbeit auf die Beziehungsführung und therapeutische Ansätze.

2. Der Borderlinebegriff, seine Symptome und Ursachen: Das Kapitel erläutert die historische Entstehung des Begriffs, die diagnostischen Kriterien nach DSM-IV sowie die Ursachenforschung, insbesondere mit Bezug auf Kindheitserfahrungen.

3. Borderlinebeziehungen und Emotionen: Hier wird das beziehungsspezifische Verhalten von Betroffenen beleuchtet, einschließlich der Wechselspiele zwischen Nähe und Distanz sowie der Dynamiken bei Trennungsprozessen.

4. Behandlungsmöglichkeit: Dieses Kapitel stellt die Herausforderungen bei der Therapie dar und gliedert den Behandlungsverlauf nach Martin Bonus in vier spezifische Phasen.

5. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert, dass Beziehungen mit Borderline-Betroffenen bei entsprechender Bewusstheit und Akzeptanz möglich sind, betont jedoch die Notwendigkeit klarer Grenzen und Kommunikation.

Schlüsselwörter

Borderline-Syndrom, Persönlichkeitsstörung, Beziehungsführung, Psychotherapie, Affektregulation, Trauma, Selbstbild, Suizidalität, Therapiephasen, Emotionale Instabilität, DSM-IV, Nähe-Distanz-Konflikt, Identitätsstörung, Borderliner, Verhaltensanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Borderline-Syndrom und untersucht insbesondere, wie sich die Erkrankung auf soziale Beziehungen auswirkt und welche Therapiemöglichkeiten existieren.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die Beziehungsdynamik von Menschen mit Borderline zu analysieren und zu hinterfragen, unter welchen Voraussetzungen Beziehungen mit Betroffenen gelingen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Hausarbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Symptomatik, die Ursachensuche, die spezifischen Herausforderungen in Partnerschaften sowie die vier Phasen einer therapeutischen Behandlung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Aufbereitung eines Therapiemodells, illustriert durch fiktive Kommunikationsbeispiele zwischen Therapeut und Patient.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Symptombeschreibung vor allem die Dynamik von Beziehungen, das Phänomen des "Schwarz-Weiß-Denkens" und die strukturierte Behandlung nach Martin Bonus detailliert ausgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Borderline, Beziehungsführung, Therapiephasen, Affektregulation und Trauma geprägt.

Warum wird in der Therapie ein "Non-Suizidvertrag" diskutiert?

Ein solcher Vertrag dient der schriftlichen Vereinbarung zwischen Therapeut und Patient, um während der Therapiezeit auf suizidales Verhalten zu verzichten, was vor allem eine symbolische Bedeutung für die Verbindlichkeit der Behandlung hat.

Welche Rolle spielt die Kindheit für die Entstehung des Borderline-Syndroms?

Die Fachwissenschaft geht weitgehend davon aus, dass die Ursachen in der Kindheit liegen, wobei besonders traumatische Ereignisse wie Missbrauch oder schwere Störungen der frühen Mutter-Kind-Beziehung als auslösende Faktoren angeführt werden.

Warum ist das Führen einer Beziehung für Borderline-Patienten oft so schwierig?

Dies resultiert aus der panischen Angst vor dem Verlassenwerden bei gleichzeitigem Bedürfnis nach Nähe, was zu extremen Wechseln zwischen Idealisierung und Abwertung des Partners führen kann.

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Details

Title
Menschen mit Borderline-Syndrom in Partnerschaftsbeziehungen
Subtitle
Borderline-Persönlichkeitsstörung
College
University of Frankfurt (Main)
Course
Ausgewählte Phänomene der Verhaltensstörung
Grade
1,3
Author
Ines Rivas Vazquez (Author)
Publication Year
2010
Pages
21
Catalog Number
V229552
ISBN (eBook)
9783656454540
ISBN (Book)
9783656455639
Language
German
Tags
Borderline Persönlichkeitsstörung psychische Störung Schizophrenie Selbstverletzendes Verhalten Grenzgänger Depressionen Suizid
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ines Rivas Vazquez (Author), 2010, Menschen mit Borderline-Syndrom in Partnerschaftsbeziehungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229552
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