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Joseph Freiherr von Eichendorff als Vertreter der deutschen Spätromantik

Seinen Novellen "Aus dem Leben eines Taugenichts" und "Das Schloß Dürande"

Titel: Joseph Freiherr von Eichendorff als Vertreter der deutschen Spätromantik

Magisterarbeit , 1995 , 99 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Dr. Mariana Parvanova (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Magisterarbeit werden die Novellen "Aus dem Leben eines Taugenichts" und "Das Schloß Dürande" des deutschen Vertreters der Spätromantik Joseph von Eichendorff behandelt. Im erstgenannten Werk beschäftigt mich Eichendorffs Kritik des Philistertums. In seiner zweiten Novelle interessieren mich die Darstellung der Französischen Revolution und seine gegen die Revolution gerichteten Meinungen, die er meistens versteckt äußert. Die beiden Novellen werden unter dem Aspekt des Märchenhaften, als ein typisches Merkmal der Romantik untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

1. Die Romantik als eine Kunstepoche in der Geschichte der deutschen Literatur

1.1. Die Bedeutung der Französischen Revolution für die deutsche Literatur. Wie wurde diese Revolution in Deutschland wahrgenommen?

1.2. Was versteht man unter dem Begriff Romantik?

1.3. Die späte Romantik

1.4. Eichendorff und die romantische Schule

2. "Aus dem Leben eines Taugenichts"

2.1.. Die Entstehungsgeschichte und die Wahl des Titels

2.2. Zu welcher Gattung gehört das Werk "Aus dem Leben eines Taugenichts"?

2.3. Kritische Notizen über die Novelle

2.3.1. Die Gestalt des Taugenichts

2.3.3. Die Gestalten von Vertretern verschiedener sozialen Gruppen

2.3.4. Die märchenhaften Elemente in der Novelle

2.3.5. Die Rolle der Gedichte in der Novelle

3. "Das Schloß Dürande"

3.1. Eichendorffs Begegnung mit der Französischen Revolution

3.2. Die Entstehungsgeschichte der Novelle "Das Schloß Dürande"

3.3. Eichendorffs Rezeption der Revolution

3.4. Analyse des Textes

3.4.1. Renald und die Revolution

3.4.2. Die Grafen Dürande. Der Adel im Vorabend der Revolution

3.4.3. Die Rolle des Klosters in der Novelle

3.4.4. Gabriele

3.4.5. Die märchenhaften Elemente in der Novelle "Das Schloß Dürande"

4. Zusammenfassung

These 4.1. Eichendorff und seine Novellen "Aus dem Leben eines Taugenichts" und "Das Schloß Dürande"

These 4.2. Die Darstellung der Revolution

These 4.3. Relation zwischen den beiden Werken

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Joseph von Eichendorffs Novellen "Aus dem Leben eines Taugenichts" und "Das Schloß Dürande" hinsichtlich ihrer gesellschaftlichen und politischen Einbettung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Analyse der Eichendorffschen Kritik am Philistertum sowie seiner differenzierten Auseinandersetzung mit der Französischen Revolution, wobei beide Werke unter dem Aspekt märchenhafter Elemente als romantische Gattungsmerkmale betrachtet werden.

  • Die Romantik als literarische Epoche und ihre politische Wahrnehmung.
  • Die Darstellung des Philistertums und dessen Kontrast zum romantischen Lebensgefühl.
  • Eichendorffs kritische Haltung zur Französischen Revolution und ihre Darstellung als Naturereignis.
  • Die Rolle märchenhafter Strukturen und Motive in der Gestaltung der Novellen.
  • Die literarische Entwicklung und Bedeutung der Gattung Novelle im Kontext der Spätromantik.

Auszug aus dem Buch

2.3.1. Die Gestalt des Taugenichts

Als der Taugenichts aus seinem Haus in die weite Welt geschickt wird, ist es uns klar, daß er auch selber an eine Abreise gedacht hat. Der Taugenichts ist aber nicht ein undankbarer Mensch, sondern ein empfindsamer Mensch, und wie alle anderen Menschen empfindet er Heimweh. Er denkt an seinen Vater, an die Mühle und sogar an das ganze Dorf. Das ist das Heimatthema, das eine große Bedeutung für Eichendorff hat. Eichendorff erinnerte sich sein ganzes Leben an die Schönheit des Lebens im Elternhaus und das phantasievolle Festefeiern in seinem Schloß und auch an den Verlust dieses Schlosses, was für ihn einen Verlust der Heimat bedeutete.

Als der Taugenichts eine Stelle als Gartenbursche im Schloß neben Wien bekommt, können wir seine Beziehung zu Geld erfahren. Das Geld interessiert ihn nicht sehr. Das Geld verbindet man mit dem Alltäglichen, mit dem Handel und mit dem Bürgertum. Hinter dem Geld steht die verallgemeinerte Gestalt des Philistertums. Der Taugenichts versucht die ganze Zeit sich vom Philistertum und von seinen Vorstellungen vom Leben zu entfernen. Deswegen beschreibt Eichendorff den Taugenichts als einen Menschen, der über dem Geld und über der Bedeutung des Geldes steht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Romantik als eine Kunstepoche in der Geschichte der deutschen Literatur: Analyse der Epoche zwischen 1789 und 1830, ihrer literarischen Strömungen und der Wirkung der Französischen Revolution auf das deutsche Bewusstsein.

2. "Aus dem Leben eines Taugenichts": Untersuchung der Novelle unter Fokus auf Eichendorffs Kritik des Philistertums und die Charakterisierung des Protagonisten.

3. "Das Schloß Dürande": Analyse der politisch orientierten Novelle und Eichendorffs Auseinandersetzung mit den radikalen gesellschaftlichen Veränderungen durch die Revolution.

4. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse über Eichendorffs Rolle in der Spätromantik und seine spezifische Behandlung politischer Themen.

Schlüsselwörter

Joseph von Eichendorff, Spätromantik, Novelle, Philistertum, Französische Revolution, Märchen, Adel, Bürgertum, Natur, Taugenichts, Das Schloß Dürande, literarische Epoche, Romantik, Gesellschaftskritik, Wandermotiv

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Magisterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den beiden Novellen von Joseph von Eichendorff, "Aus dem Leben eines Taugenichts" und "Das Schloß Dürande", und deren Stellung innerhalb der deutschen Spätromantik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Kritik am Philistertum, die politische Rezeption der Französischen Revolution sowie die Bedeutung märchenhafter Elemente in Eichendorffs Werken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Eichendorff durch seine Novellen einerseits eine unpolitische Kritik am Bürgertum übt und andererseits in seinem späteren Werk eine konservativ-aristokratische Haltung zur Revolution einnimmt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den historischen Kontext (Restaurationszeit) einbezieht und durch Textstellen aus den Novellen sowie theoretische Literatur zur Romantik belegt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Epochenbetrachtung der Romantik, gefolgt von detaillierten Analysen der beiden genannten Novellen, wobei Motive wie das Wandern, das Schloss als Symbol und die gesellschaftliche Ordnung im Fokus stehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Philistertum, Spätromantik, revolutionäre Gewalt, Aristokratie und märchenhafte Stilisierung geprägt.

Warum spielt das "Philistertum" eine so wichtige Rolle in "Aus dem Leben eines Taugenichts"?

Das Philistertum dient als das negative Gegenbild zum Taugenichts, der durch sein Leben im "Sonntagsgefühl" und in der Natur das bürgerliche Leistungs- und Zweckstreben der Aufklärung ablehnt.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Revolution in "Das Schloß Dürande"?

Im Gegensatz zur eher unpolitischen ersten Novelle wird hier die Revolution als bedrohliches, blindes Naturereignis und als Zerstörung einer als ideal angesehenen patriarchalischen Ordnung dargestellt.

Ende der Leseprobe aus 99 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Joseph Freiherr von Eichendorff als Vertreter der deutschen Spätromantik
Untertitel
Seinen Novellen "Aus dem Leben eines Taugenichts" und "Das Schloß Dürande"
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Philosophische Fakultät II / Fachbereich Germanistik)
Note
2,0
Autor
Dr. Mariana Parvanova (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1995
Seiten
99
Katalognummer
V229576
ISBN (eBook)
9783656454458
ISBN (Buch)
9783656477174
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Romantik Aus dem Leben eines Taugenichts Das Schloß Dürande die romantische Schule Französischen Revolution Gabriele Aurelie Eichendorff Spätromantik Kloster Symbol Motiv
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Mariana Parvanova (Autor:in), 1995, Joseph Freiherr von Eichendorff als Vertreter der deutschen Spätromantik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229576
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Leseprobe aus  99  Seiten
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