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Die deutsche Sprache als identitätsstiftendes Merkmal im Roman

Vladimir Vertlibs "Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur"

Titel: Die deutsche Sprache als identitätsstiftendes Merkmal im Roman

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Janine Tyzak (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

"Rosa Masurs Gedächtnis umfasst das 20.Jahrhundert, was sich als jüdische Familiensaga aus Weißrussland anlässt, rekapituliert in perfekter Balance des Komischen und Tragischen anschaulich die Geschichte der Sowjetunion und schließt mit einem ironisch-kritischen Blick auf den Westen".
Die Hausarbeit analyisert inwieweit die deutsche Sprache als identitätstiftendes Merkmal zu verstehen ist. Ist die Sprache ausschlaggebend für die Identität? Oder ist die Sprache ein unbedeutender Faktor?
Diese Frage wird analysiert durch Methoden von Spitzmüller/Warnke, dem Modelld es positiven und negativen Rassismus. Es werden einzelne Worteinheiten, Sätze, Aussagen und komplexe Textpassagen analysiert und interpretiert, um die Frage im Fazit beantworten zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die deutsche Sprache als intratextuelles Merkmal und Strukturmerkmal

2.1 Die wortorientierte Analyse nach Spitzmüller/Warnke

2.2 Propositionsorientierte Analyse nach Spitzmüller/Warnke

2.3 Positiver und negativer Rassismus als Merkmal deutscher Sprache

3. Eine gebrochene Identität – Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit die deutsche Sprache als identitätsstiftendes Merkmal im Roman „Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur“ von Vladimir Vertlib fungiert und wie sie die Identität der Protagonistin beeinflusst.

  • Analyse der Sprache als intratextuelles Strukturmerkmal.
  • Wortorientierte Analyse der Sprache im Kontext von Migration.
  • Untersuchung der rhetorischen und propositionalen Gestaltung.
  • Reflexion über positiven und negativen Rassismus im Alltag.
  • Verbindung von Sprachverwendung und Identitätsfindung der Protagonistin.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die wortorientierte Analyse nach Spitzmüller/Warnke

Im Vordergrund dieses intratextuellen Analyseverfahrens steht die Untersuchung von Ein-und Mehrwort-Einheiten, welche in vier Klassen unterteilt werden können. Diese Klassen werden dargestellt durch: Schlüsselwörter, Stigmawörter, Namen und Ad-hoc-Bildungen. An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass diese Klassen noch variabel erweitert werden können, die Auseinandersetzung mit vier Klassen jedoch repräsentiert eine Minimalkategorisierung, welche als Grundlage für die vorliegende Hausarbeit genutzt wird (vgl. Spitzmüller/Warnke 2011, 25f.).

Der erste Analysemoment widmet sich Untersuchungen zu Schlüsselwörtern, welche signifikant erscheinen, wenn im zu untersuchenden Roman die deutsche Sprache direkt oder indirekt thematisiert wird. Diese Thematisierungen der deutschen Sprache stehen kontinuierlich in Verbindung zu der Protagonistin Rosa Masur.

Die Mehr-Wort-Einheit „deutsche Philologie“ ist von zentraler Bedeutung und wird mehrfach thematisiert. Die Protagonistin Rosa Masur hat vor, nach der Schule Jura zu studieren. Jedoch gibt es mehrere Hürden, durch welche ihr mehrere Studiengänge verwehrt bleiben. Aus diesem Grund entscheidet Masur sich für das Studium der deutschen Philologie. Die deutsche Sprache hat sie bereits in der Schule gelernt und zählte dort zu den besten Schülern der Klasse (vgl. Vertlib 2011, S.143). Zunächst wird das Schlüsselwort in der Rahmenerzählung des Romans als Information über die Protagonistin gegeben, um ihre guten deutschen Sprachfähigkeiten zu erklären (vgl. ebd.,S. 25,34). Erst in der Binnenerzählung, der Reflexion ihrer Lebensgeschichte, erfährt der Rezipient, welche Beweggründe Rosa Masur hatte, deutsche Philologie zu studieren (vgl. ebd., S. 143).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der Migrationsliteratur ein und erläutert die Fragestellung bezüglich der Rolle der deutschen Sprache für die Identität von Rosa Masur.

2. Die deutsche Sprache als intratextuelles Merkmal und Strukturmerkmal: Dieses Kapitel analysiert mittels des Modells von Spitzmüller/Warnke, wie die deutsche Sprache im Roman als identitätsstiftendes Element durch Schlüsselbegriffe und Strukturen fungiert.

2.1 Die wortorientierte Analyse nach Spitzmüller/Warnke: Hier erfolgt eine Untersuchung von Schlüsselwörtern und Wortkombinationen, die auf die Bedeutung der deutschen Sprache im Leben der Protagonistin verweisen.

2.2 Propositionsorientierte Analyse nach Spitzmüller/Warnke: Dieser Abschnitt betrachtet rhetorische Mittel, Syntax und die propositionale Ebene, um tiefere soziale und emotionale Bezüge der Sprache aufzuzeigen.

2.3 Positiver und negativer Rassismus als Merkmal deutscher Sprache: Es wird untersucht, wie rassistische Zuschreibungen im Alltag die Identität der Protagonistin durch Sprachgebrauch negativ beeinflussen oder als vermeintlich „positive“ Klischees diskriminierend wirken.

3. Eine gebrochene Identität – Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und verdeutlicht, dass die Ambivalenz zwischen der Sprache und der Heimat zu einer gebrochenen Identität der Protagonistin führt.

Schlüsselwörter

Vladimir Vertlib, Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur, deutsche Sprache, Identität, Migration, intratextuelle Analyse, Spitzmüller/Warnke, Schlüsselwörter, Stigmawörter, Rassismus, Diskriminierung, Philologie, Heimatlosigkeit, Migrationsdiskurs, Literaturanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle der deutschen Sprache als identitätsstiftendes Merkmal im Roman „Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur“ von Vladimir Vertlib.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Migrationserfahrung, die Bedeutung der deutschen Sprache für die Protagonistin, Diskriminierung durch sprachliche Klischees und die daraus resultierende Identitätsbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie die deutsche Sprache in dem Roman als intratextuelles Strukturmerkmal dient und inwiefern sie die Identität der Protagonistin Rosa Masur prägt und beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt das diskurslinguistische Mehrebenenmodell nach Spitzmüller und Warnke, um den Roman auf wortorientierter und propositionaler Ebene sowie hinsichtlich der Aspekte von positivem und negativem Rassismus zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine wortorientierte Analyse, eine propositionale Untersuchung und eine Auseinandersetzung mit rassistischen Sprachmustern, die der Protagonistin im Alltag begegnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen: Identität, Migration, deutsche Sprache, intratextuelle Analyse, Stigmawörter, Diskriminierung und das Mehrebenenmodell nach Spitzmüller/Warnke.

Warum spielt das „Übersetzer“-Motiv eine zentrale Rolle für die Identität von Rosa Masur?

Das Motiv unterstreicht ihre tiefe Verwurzelung in der deutschen Sprache und Literatur, die sie einerseits beruflich ausübt, andererseits aber in Konflikt mit ihrer russischen Herkunft und dem erfahrenen Rassismus bringt.

Was unterscheidet den „positiven“ vom „negativen“ Rassismus im Kontext der Analyse?

Negativer Rassismus zeigt sich in offener Diskriminierung und Ausgrenzung, während „positiver“ Rassismus durch herablassende Komplimente oder exotisierende Zuschreibungen über vermeintlich gute Sprachkenntnisse ebenfalls eine Ausgrenzung der Migranten von der Mehrheitsgesellschaft bewirkt.

Wie trägt das Konzept der „gebrochenen Identität“ zur Gesamtschlussfolgerung bei?

Es verdeutlicht, dass die Protagonistin durch die Zerrissenheit zwischen der Sprache, die sie liebt, und den Menschen, die sie aufgrund ihrer Herkunft diskriminieren, nie ein vollkommenes Gefühl der Zugehörigkeit in ihrer Wahlheimat erreicht.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die deutsche Sprache als identitätsstiftendes Merkmal im Roman
Untertitel
Vladimir Vertlibs "Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur"
Note
2,0
Autor
Janine Tyzak (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V229697
ISBN (eBook)
9783656455257
ISBN (Buch)
9783656455820
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rosa Masur Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur Deutsche SPrache Deutsche Sprache als identitätstiftendes Merkmal Identität Vladimir Vertlib Spitzmüller/Warnke Positiver/negativer Rassismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Janine Tyzak (Autor:in), 2013, Die deutsche Sprache als identitätsstiftendes Merkmal im Roman, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229697
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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