Papst Johannes Paul II. Ein Popstar


Facharbeit (Schule), 2007
6 Seiten, Note: 6/6

Leseprobe

Religionsarbeit

Papst Johannes Paul II. – Ein Popstar

Es war, als wenn die ganze Welt innehielte. Gläubige rund um den Erdball strömten in die Kirchen um des Heiligen Vaters zu gedenken und für ihn zu beten. Menschen unterschiedlicher Nationalität spendeten sich gegenseitig Trost. Es war der 2. April 2005 als Papst Johannes Paul II. in der Vatikanstadt endgültig seinen Geist in Gottes Hände legte.

Die Medienpräsenz und Anteilnahme der Weltbevölkerung war kaum vorstellbar. Mit über 26 Jahren ging das zweitlängste historisch belegbare Pontifikat zu Ende. Zur Totenmesse auf dem Petersplatz strömten 3.5 Millionen Gläubige herbei um dem Papst die letzte Ehre zu erweisen. Schon zu seinen Lebzeiten versammelte sich eine riesige Schar, wo auch immer er auftrat. Diese seine Popularität kannte keine Grenzen. Doch wer war eigentlich dieser Karol Wojtyla? Was machte ihn so beliebt?

„Ich hatte Angst, diese Wahl anzunehmen, aber ich tat es im Geiste des Gehorsams“

Johannes Paul II., 1978 nach der Papstwahl[1]

Karol Józef Wojtyla wurde in Wadowice, einer Kleinstadt bei Krakau, Polen, am 18. Mai 1920 geboren. Er verbrachte keine einfache Jugend; seine Mutter starb als er neun war, seinen älteren Bruder verlor er mit zwölf. Sein Vater war als Schneider tätig. Wojtyla war Ministrant und galt als strebsamer Schüler als auch als guter Sportler. Nach dem Gymnasium studierte er Philosophie und Literatur. Während dem Zweiten Weltkrieg konnte er sich nur knapp einer Verhaftung und Deportation entziehen, indem er sich zu Zwangsarbeit in einem Steinbruch meldete. Im Untergrund führte er seine Studien fort und kam dann über die Philosophie schliesslich zur Theologie. Er beschloss, sein Leben der Kirche zu weihen und trat 1942 ins geheime Priesterseminar der Erzdiözese Krakau ein. In den folgenden Jahren wurde Karol Wojtyla zum Priester geweiht und promovierte sowohl in Philosophie als auch in Theologie und lehrte als Professor an verschiedenen Universitäten. Schon bald machten ihn seine Predigten bekannt und zu einem beliebten Ansprechpartner unter den katholischen Studenten. Schon wenige Jahre danach beginnt sein rascher Aufstieg in der Hierarchie der Katholischen Kirche. 1958 wurde er zum Weihbischof von Krakau geweiht. Wojtyla nahm aktiv am Zweiten Vatikanischen Konzil von 1962 – 1965 teil. Seine besondere Aufmerksamkeit galt damals der Religionsfreiheit. Mit 43 Jahren wurde er Erzbischof von Krakau. Er zeigte sich offen als unerschrockenen Antikommunisten, indem er zum Beispiel oft in seinen Predigten die freie Ausübung der Religion für alle Polen forderte. Dies machte ihn zum Objekt scharfer Attacken seitens der kommunistischen Machthaber. Denn Polen stand seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem damit verbundenen Beginn des Kalten Krieges stark unter sowjetischem Einfluss und wurde infolgedessen durch das neue kommunistische Regime Polens geprägt. Die Katholische Kirche, welcher etwa 90% der damaligen Bevölkerung angehörten, war ein Sammelbecken oppositioneller Kräfte. Dies mag wohl erklären, weshalb schon damals so viele Menschen hinter Karol Wojtyla standen. 1967 wurde er zum Kardinal erhoben. Am 16. Oktober 1978 wurde er schliesslich von den zum Konklave versammelten Kardinälen als Nachfolger des verstorbenen Johannes Paul I. zum Bischof von Rom und damit zum Papst der Römisch- Katholischen Kirche gewählt. Er entschied sich für den Namen Johannes Paul II. Er war somit der erste nicht- italienische Papst seit über 450 Jahren und der erste slawische Papst überhaupt. Mit seinen 58 Jahren war er einer der jüngsten Päpste und in überaus guter körperlicher Verfassung. Er trieb rege Sport; er schwamm, fuhr regelmässig Ski und wanderte für sein Leben gerne. Sein Pontifikat von über 26 Jahren machte ihn für viele zum Inbegriff der päpstlichen Instanz selbst. Für sie war das Wort Papst gleichbedeutend mit Johannes Paul II. Seine päpstliche Amtszeit endete gleichsam mit seinem Tod am 2. April 2005 im Alter von 84 Jahren in seinen Privatgemächern im Vatikan. Zu seinem Nachfolger wurde Joseph Ratzinger als Papst Benedikt XVI. gewählt. Dieser hatte sofort den Seligsprechungsprozess für Johannes Paul II. eingeleitet, obwohl dies normalerweise erst fünf Jahre nach dem Tod geschehen könnte.[2]

[...]


[1] die aktuelle: Sonderheft zum Tod von Johannes Paul II. Ausgabe 01/2005 Seite 23

[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Paul_II

Ende der Leseprobe aus 6 Seiten

Details

Titel
Papst Johannes Paul II. Ein Popstar
Note
6/6
Autor
Jahr
2007
Seiten
6
Katalognummer
V229879
ISBN (eBook)
9783656450627
Dateigröße
432 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Papst, Wojtyla, Vatikan, Rom, Berühmte Persönlichkeiten, Johannes, Paul
Arbeit zitieren
Beat Andreas Schweizer (Autor), 2007, Papst Johannes Paul II. Ein Popstar, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229879

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