Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theater Studies, Dance

Familienkonstellation und Geschlechterrolle im Bürgerlichen Trauerspiel

Inwieweit spiegelte die Dramenfamilie des Bürgerlichen Trauerspiels die bürgerliche Familie wider?

Title: Familienkonstellation und Geschlechterrolle im Bürgerlichen Trauerspiel

Bachelor Thesis , 2012 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B.A. Bachelor of Arts Stefanie Zellmann (Author)

Theater Studies, Dance
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird die Familienkonstellation im deutschen Bürgerlichen Trauerspiel untersucht. Darüber hinaus wird sich damit beschäftigt, inwieweit die Dramenfamilie des Bürgerlichen Trauerspiels die bürgerliche Familie des 18. Jahrhunderts widerspiegelt. Dazu werden die Familien aus den Dramen "Miss Sara Sampson", "Emilia Galotti" und "Kabale und Liebe" verglichen und anhand der Beziehungen der Familiencharaktere untereinander, die sich daraus ergebenen Geschlechterrollen herausgearbeitet. Hierbei stehen vor allem die Vater-Tochter-Beziehungen im Vordergrund, die maßgeblich zum tödlichen Ausgang der Dramen beitragen.

Excerpt


Inhaltsübersicht

1. Einleitung / Aufbau der Arbeit

2. Das Umfeld und die allgemeine Familienkonstellation im 18. Jahrhundert

2.1 Das Bürgertum des 18. Jahrhunderts

2.2 Die bürgerliche Familie

3. Theater und Schauspiel im 18. Jahrhundert

4. Familienkonstellation im Bürgerlichen Trauerspiel

4.1 Die Geschlechteraufteilung

4.1.1 Die Mutter

4.1.2 Die Tochter

4.1.3 Der Vater

4.2 Die Beziehungen innerhalb der Familie

4.2.1 Vater und Tochter

4.2.2 Mutter und Tochter

4.2.3 Mutter und Vater

5. Auswirkungen des Bürgerlichen Trauerspiels auf das Publikum

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Konstruktion der Familienkonstellationen im deutschen bürgerlichen Trauerspiel des 18. Jahrhunderts und analysiert, inwieweit diese Dramen die realen bürgerlichen Familienverhältnisse der Epoche widerspiegeln. Im Fokus steht dabei die Untersuchung der Geschlechterrollen und die konfliktbehafteten Vater-Tochter-Beziehungen in den Dramen "Miss Sara Sampson", "Emilia Galotti" und "Kabale und Liebe".

  • Strukturelle Analyse der bürgerlichen Familie im 18. Jahrhundert
  • Bedeutung von Theater und Schauspiel als moralische Anstalt
  • Rollenprofile und Machtdynamiken innerhalb der Dramenfamilie
  • Einfluss des bürgerlichen Moralkodex auf das Individuum

Auszug aus dem Buch

4.1.2 Die Tochter

Die Figur der Sara zeigt die bürgerlichen Moralansprüche der Zeit und wird zum Darstellungsmodell der bürgerlichen Tugendhaftigkeit. Diese besteht vorrangig aus dem Gehorsam, den Pflichterfüllungen und der Liebe dem Vater gegenüber.40 Die Flucht mit ihrem Geliebten Mellefont aus dem Wirkungsbereich des Vaters kann zwar als ein Versuch einer emanzipatorischen Bestrebung gesehen werden, doch wird diese durch ihre ständige Rückbesinnung auf ihre töchterlichen und bürgerlichen Pflichten relativiert. Sara ist durch ihre Erziehung so sehr in ihrer Position als Tochter verhaftet, dass sie nicht das Selbstbewusstsein hat, eine autonome Rolle einzunehmen.

Die Anerkennung ihrer Existenz identifiziert sich durch den Vater oder durch den Ehemann, daher drängt sie ungeduldig auf die ersehnte Vermählung mit Mellefont („Stehen Sie noch an, mir zuliebe dasjenige einige Tage eher zu tun, was Sie doch einmal tun werden?“, MSS 1.Akt, 7.Szene), um nicht Gefahr zu laufen, diese bürgerliche Norm zu verletzen. Abgesehen davon spielt die göttliche Gnade und Strafe für sie eine bedeutende Rolle. Die Beziehung mit Mellefont bedarf für sie einer „Einwilligung des Himmels“ (MSS 1.Akt, 7.Szene) und sie geht davon aus, dass sie ihren Platz an Mellefonts Seite noch nicht „vor den Augen jenes Richters, der die geringsten Übertretungen seiner Ordnung zu strafen gedrohet hat“ (MSS 1.Akt, 7.Szene) als anerkannt sehen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung / Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik der Familienrollen im bürgerlichen Trauerspiel anhand von Lessing und Schiller sowie Darlegung der Forschungsabsicht.

2. Das Umfeld und die allgemeine Familienkonstellation im 18. Jahrhundert: Untersuchung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen des Bürgertums und des Übergangs zur bürgerlichen Kleinfamilie als Keimzelle der Gesellschaft.

3. Theater und Schauspiel im 18. Jahrhundert: Überblick über die Entwicklung des deutschen Theaters vom Wanderbühnenwesen zur bürgerlichen Institution und moralischen Anstalt.

4. Familienkonstellation im Bürgerlichen Trauerspiel: Detaillierte Untersuchung der Rollen von Mutter, Tochter und Vater sowie deren wechselseitigen Beziehungen in den ausgewählten Dramen.

5. Auswirkungen des Bürgerlichen Trauerspiels auf das Publikum: Analyse der Rezeptionsgeschichte und der Funktion des Theaters als Mittel zur Identifikation und moralischen Erziehung des Bürgers.

6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse hinsichtlich der Geschlechterrollen und der patriarchalen Struktur des bürgerlichen Ideals.

Schlüsselwörter

Bürgerliches Trauerspiel, 18. Jahrhundert, Familienkonstellation, Geschlechterrolle, Patriarchat, Tugendhaftigkeit, Lessing, Schiller, Emilia Galotti, Kabale und Liebe, Miss Sara Sampson, Moralideologie, Vater-Tochter-Beziehung, Empfindsamkeit, Aufklärung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Familienstrukturen im bürgerlichen Trauerspiel des 18. Jahrhunderts und deren Bezug zur realen bürgerlichen Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Geschlechterrollen, das patriarchale Familienmodell, bürgerliche Moralvorstellungen und die Funktion des Theaters als erzieherische Institution.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Vater-Tochter-Beziehung als konfliktreicher Kern dieser Dramen die Unmündigkeit der Frau im 18. Jahrhundert widerspiegelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende Literaturanalyse, die Familienkonstellationen in drei zentralen Dramen untersucht und soziologisch einordnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse der Figuren (Vater, Mutter, Tochter) und ihrer Beziehungen zueinander, ergänzt durch eine Untersuchung der Wirkung auf das zeitgenössische Publikum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Bürgerliches Trauerspiel, Geschlechterrollen, Patriarchat, Tugend und das bürgerliche Familienideal stehen im Zentrum der Arbeit.

Warum spielt der Vater im bürgerlichen Trauerspiel eine so dominante Rolle?

Der Vater fungiert als Patriarch und moralische Instanz, dessen Erziehung und Herrschaftsverständnis maßgeblich über das Schicksal der Tochter entscheidet.

Inwiefern ist der Tod der Tochter in diesen Dramen ein Symbol?

Der Tod markiert das Scheitern der Tochter an den starren Moralnormen der Gesellschaft und ihre Unfähigkeit, eine eigene, autonome Identität außerhalb der väterlichen Ordnung zu entwickeln.

Excerpt out of 34 pages  - scroll top

Details

Title
Familienkonstellation und Geschlechterrolle im Bürgerlichen Trauerspiel
Subtitle
Inwieweit spiegelte die Dramenfamilie des Bürgerlichen Trauerspiels die bürgerliche Familie wider?
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Film-, Theater- und empirische Kulturwissenschaft)
Grade
1,3
Author
B.A. Bachelor of Arts Stefanie Zellmann (Author)
Publication Year
2012
Pages
34
Catalog Number
V229921
ISBN (eBook)
9783656452973
ISBN (Book)
9783656453642
Language
German
Tags
familienkonstellation geschlechterrolle bürgerlichen trauerspiel inwieweit dramenfamilie trauerspiels familie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Bachelor of Arts Stefanie Zellmann (Author), 2012, Familienkonstellation und Geschlechterrolle im Bürgerlichen Trauerspiel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229921
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  34  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint