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Franz Liszts Aufsatz zu Robert Schumann

Title: Franz Liszts Aufsatz zu Robert Schumann

Seminar Paper , 2003 , 19 Pages , Grade: 1-2

Autor:in: Sebastian Weidele (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Nachdem Liszt sich in Weimar niedergelassen und seine Virtuosenlaufbahn aufgegeben hatte, konnte er sich einem neuen Ziel zuwenden: der poetischen Musik. Dazu zählte auch die Aufführung signifikanter Werke Schumanns; 1849 „Scenen aus Göthe’s Faust“, 1851 „Die Braut von Messina“, 1852 „Manfred“ und schließlich 1854 die 4. Sinfonie d-Moll, das Klavierkonzert a-Moll und das Konzertstück für 4 Hörner F-Dur. Auf eine Bitte Franz Brendels, dem damaligen Herausgeber der „ Neuen Zeitschrift für Musik“, rezensierte er die soeben erschienen „Gesammelten Schriften über Musik und Musiker“ im Jahr 1855. Neben der Würdigung Schumanns als Komponist und Wegbereiter einer Symbiose aus Literatur und Musik verlangte dessen Kritikertätigkeit Liszts besondere Aufmerksamkeit. Durch Schumanns literarische Bildung war es ihm möglich, die Musikkritik zu einer Kunstform sui generis zu machen. Die Bedeutung Schumanns Kritikertätigkeit spiegelt sich dementsprechend auch in Liszts Aufsatz wieder und bildet neben der Programmmusik den Kernpunkt seiner Würdigung.

Diese Arbeit folgt dem Textaufbau und will neben den anderen zwei Aspekten vor allem Liszts Würdigung der Musikkritik Schumanns behandeln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

HAUPTTEIL

SCHUMANNS WERK UND WERDEGANG

SCHUMANN ALS KRITIKER

LITERATUR UND MUSIK

ZUSAMMENFASSUNG

LITERATUR

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert Franz Liszts Würdigung von Robert Schumann und dessen musikalischer sowie schriftstellerischer Bedeutung. Dabei wird insbesondere untersucht, wie Liszt Schumanns Kritikertätigkeit, seine Rolle als Wegbereiter der programmatischen Musik und seine Verbindung von Literatur und Komposition wahrnahm und bewertete.

  • Liszts teleologisches Geschichtsbild und die Einordnung Schumanns.
  • Die Bedeutung von Schumanns Musikkritik als Kunstform und pädagogisches Instrument.
  • Die Rolle von fiktiven Charakteren (Florestan, Eusebius, Meister Raro) in Schumanns Kritikstil.
  • Der Einfluss von Literatur auf das kompositorische Schaffen Schumanns.
  • Liszt Beobachtungen zur Ökonomisierung der Musik durch die aufkommende Industrie.

Auszug aus dem Buch

Schumanns Werk

„Töne sind höhere Worte“ schrieb Schumann in sein Tagebuch. An anderer Stelle im Jahr 1828: „Jeder Tonkünstler ist Dichter, nur ein höherer.“ Einem Komponisten sind also Schumanns Ansicht nach, beide Talente zu eigen, oder vielmehr: ein Komponist ist in beiden Künsten mehr oder weniger befähigt. In keinem anderen traten beide in größerer Vollkommenheit in Erscheinung als bei ihm: Der romantische Komponist, auf den Spuren Beethovens (Liszt schreibt auf Seite 171: „[...]da dieser Meister ein Künstler ist, der in gerader Linie [...] aus Beethoven hervorgegangen ist“) und Schuberts, der „[...]die alten Schläuche noch geeignet hielt für seinen jungen Wein“, und der Literat, der völlig neue Wege beschritt und die Kritik damit aus der konservativen Verspannung ihrer Zeit löste.

Als Liszt 1855 seinen Aufsatz verfasste, hatte er seine konzertierende Virtuosenkarriere hinter sich gelassen und widmete sich dem Komponieren in Weimar. Schumann, ein Jahr älter, dämmerte, dem Wahnsinn nahe, dahin mit wenigen hellen Lichtblicken und sollte ein Jahr später sterben.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung führt in Liszts Absicht ein, Schumanns Werk und dessen Kritikertätigkeit anlässlich der Veröffentlichung von Schumanns Schriften zu würdigen.

SCHUMANNS WERK UND WERDEGANG: Dieses Kapitel beleuchtet Schumanns Selbstverständnis als Dichter-Komponist und Liszts Perspektive auf Schumanns künstlerische Entwicklung und dessen Anbindung an die Tradition.

SCHUMANN ALS KRITIKER: Hier steht die Bedeutung von Schumanns Kritikstil, die Erfindung seiner fiktiven Charaktere und Liszts kritische Reflexion über die Rolle der Presse und Industrie im Musikleben im Fokus.

LITERATUR UND MUSIK: Dieses Kapitel behandelt die wechselseitige Durchdringung von poetischer Sprache und Musik sowie Schumanns Bestreben, Literatur und Komposition programmatisch zu verbinden.

ZUSAMMENFASSUNG: Die Zusammenfassung rekapituliert Liszts Würdigung Schumanns als Erben Beethovens und betont die anhaltende Bedeutung von Schumanns literarischer Qualität in der Musikkritik.

Schlüsselwörter

Franz Liszt, Robert Schumann, Musikkritik, Neue Zeitschrift für Musik, Romantik, Poetische Musik, Programmmusik, Florestan, Eusebius, Meister Raro, Literatur und Musik, Musikästhetik, Komposition, 19. Jahrhundert, Kunstkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert Franz Liszts Würdigung Robert Schumanns, insbesondere in Bezug auf dessen kompositorisches Werk, seine literarische Arbeit und seine Tätigkeit als Musikkritiker.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Symbiose von Musik und Literatur, die historische Bedeutung von Schumanns Kritikstil sowie Liszts Beobachtungen zu gesellschaftlichen Entwicklungen im Musikbetrieb seiner Zeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Liszts Würdigung Schumanns zu analysieren und dabei insbesondere den Stellenwert der Musikkritik als eine von Schumanns literarisch geprägten Kunstformen herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine musikwissenschaftliche Textanalyse, die Liszts Aufsätze und Schumanns Tagebuchaufzeichnungen sowie ergänzende Fachliteratur interpretiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Schumanns Werk und Werdegang, seine Tätigkeit als Kritiker und seine Versuche, Musik mit der Literatur zu verbinden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Franz Liszt, Robert Schumann, Musikkritik, Poetische Musik, Programmmusik und Ästhetik charakterisiert.

Welche Rolle spielten die fiktiven Charaktere Florestan und Eusebius für Schumann?

Sie dienten als dialektische Werkzeuge, um Schumanns Kritik zu objektivieren, wobei Florestan die strenge und Eusebius die eher liebevolle Seite des Komponisten repräsentierte.

Wie bewertet Liszt den Einfluss der Industrie auf die Musik?

Liszt beobachtet eine Ökonomisierung der Kunst und eine Entwicklung hin zur Unterhaltung, warnt jedoch gleichzeitig davor, dass der Künstler durch diese Liaison "befleckt" werden könne.

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Details

Title
Franz Liszts Aufsatz zu Robert Schumann
College
University of Tubingen  (Musikwissenschaftliches Institut Tübingen)
Course
Seminar: Franz Liszt - Die Schriften zur Musik
Grade
1-2
Author
Sebastian Weidele (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V22992
ISBN (eBook)
9783638262026
Language
German
Tags
Franz Liszts Aufsatz Robert Schumann Seminar Franz Liszt Schriften Musik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Weidele (Author), 2003, Franz Liszts Aufsatz zu Robert Schumann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/22992
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