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Der mittelhochdeutsche Begriff der ,êre‘

Dessen Bedeutung für den Artusroman Iwein Hartmanns von Aue

Title: Der mittelhochdeutsche Begriff der ,êre‘

Term Paper , 2012 , 9 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Sabrina Ben-Djemmaa (Author)

German Studies - Older German Literature, Medieval Studies
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Im Mittelalter war êre ein zentraler Begriff und galt in der Lebenswelt der Ritter als die wichtigste Voraussetzung ihrer Daseinsberechtigung und war somit zentral für ihre Handlungsmotivation. In der vorliegenden Hausarbeit habe ich mich mit dem mittelhochdeutschen Begriff der êre beschäftigt, seine Bedeutung für die höfische Lebenswelt der Ritter dargestellt und untersucht, welche Rolle dierser in Hartmann von Aues Artusroman 'Iwein' spielt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Der mittelhochdeutsche Begriff der êre

2.2 Die êre als ritterliche Tugend

2.3 Die êre im Iwein Hartmanns von Aue

3. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung des mittelhochdeutschen Begriffs der "êre" (Ehre) im Kontext der höfischen Lebenswelt und analysiert spezifisch dessen Rolle sowie die Wandlung des Ehrverständnisses im Roman "Iwein" von Hartmann von Aue.

  • Bedeutung von "êre" im Mittelalter und als ritterliche Tugend.
  • Struktur des ritterlichen Tugendsystems (mâze, triuwe, staete, milte).
  • Analyse der ritterlichen Entwicklung Iweins im Roman.
  • Konflikt zwischen persönlichem Ruhm und ritterlichem Ehrenkodex.
  • Der Reifeprozess Iweins durch Verlust und Wiedererwerb von "êre".

Auszug aus dem Buch

2.3 Die êre im Iwein Hartmanns von Aue

Die Bedeutsamkeit des mittelalterlichen bzw. des höfischen Ehrbegriffs wird in Hartmann von Aues höfischem Roman Iwein dadurch deutlich, dass das Begriffspaar sæelde und êre gleich zu Beginn und ganz zum Schluss (vgl. V. 3/8166) des Romans steht und dem Text dadurch rein formal einen Rahmen aufprägt. Ob dieser formale Rahmen auch inhaltlich den Roman als Anleitung für ritterliches Dasein im Mittelalter interpretierbar macht, möchte ich im weiteren Verlauf der Ausführungen versuchen zu prüfen.

Iwein erreicht seine êre zunächst dadurch, dass er König Askalon im Kampf besiegt (vgl. V.1000-1107). Askalon hatte zehn Jahre zuvor Kalogrenant, einen Vewandten Iweins, in einem Kampf besiegt und ihn nach dem Sieg erniedrigt, indem er ihm sein Pferd nahm (vgl. V. 747) und ihn missachtete (vgl. V.749). Um die êre Kalogrenants und des gesamten Artushofes wiederherzustellen, fühlt sich Iwein als neve (=Vetter) dazu verpflichtet gegen Askalon anzutreten und ihn im Idealfall zu besiegen (vgl. V.805-807).

Iwein hat jedoch an dem Kampf auch ein persönliches Interesse, um seine eigene êre zu vergrößern, da er heimlich ausreitet, obwohl er weiß, dass König Artus in 14 Tagen selbst mit dem gesamten Artushof zur Quelle ausreiten will, um Kalogrenant zu rächen (vgl. V. 897-903). Iwein sorgt sich jedoch darum, dass man im Gefolge des Königs ranghöheren Rittern, wie Gawein den Vortritt lassen würde, sodass er selbst keine Gelegenheit zum Kampf gegen Askalon bekommen würde und somit zum Erwerb von Ruhm und êre (vgl. V.911-918).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die zentrale Bedeutung des Begriffs der "êre" für die ritterliche Lebenswelt und Darlegung der Zielsetzung, dessen Rolle in Hartmann von Aues "Iwein" zu untersuchen.

2. Hauptteil: Detaillierte Analyse des Begriffs der "êre" im Mittelalter, der verschiedenen ritterlichen Tugenden und deren Anwendung sowie Transformation im Roman "Iwein".

3. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Entwicklung Iweins von einem fehlerhaften, auf äußere Anerkennung fokussierten Verständnis der Ehre hin zu einer innerlich gefestigten ritterlichen Haltung.

Schlüsselwörter

êre, Iwein, Hartmann von Aue, Mittelalter, Rittertum, Ehrenkodex, Tugendsystem, höfische Dichtung, minne, triuwe, mâze, milte, Ritter, Artusroman, Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung des Begriffs der "êre" (Ehre) im Mittelalter und analysiert, wie dieser Begriff die Handlungen und die Entwicklung des Protagonisten im Roman "Iwein" von Hartmann von Aue prägt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit deckt das mittelalterliche Verständnis von Ehre, das ritterliche Tugendsystem sowie die literarische Darstellung von Ehre und deren Verlust oder Gewinn im Kontext höfischer Romane ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich das Verständnis von "êre" bei Iwein im Laufe der Geschichte wandelt – von einem stark fremdbestimmten, auf Ruhm ausgerichteten Ehrbegriff hin zu einer ethisch tiefer verwurzelten ritterlichen Haltung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer literaturwissenschaftlichen Analyse des Textes unter Einbeziehung von Fachliteratur zur mittelalterlichen Sozial- und Tugendgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition der "êre", die Erläuterung des ritterlichen Tugendsystems (wie mâze, triuwe und milte) und eine werknahe Untersuchung der Figur Iwein im Roman.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen êre, Iwein, ritterliches Tugendsystem, Höfische Literatur, sowie die zentralen ethischen Konzepte des Hochmittelalters.

Warum ist das "Fristversäumnis" für Iwein so entscheidend?

Das Versäumnis der von Laudine gesetzten Frist markiert den Punkt, an dem Iwein seine ritterliche Pflichten gegenüber seiner Ehe und der Gesellschaft vernachlässigt, was zum öffentlichen Entzug der Ehre führt.

Welche Rolle spielt der Kampf gegen Keie in der Entwicklung Iweins?

Der Kampf gegen Keie dient als zentrales Symbol für Iweins Reifeprozess, da Keie die äußere gesellschaftliche Instanz verkörpert, vor der Iwein sich zu Beginn noch profilieren wollte, was ihn damals zu Fehlern zwang.

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Details

Title
Der mittelhochdeutsche Begriff der ,êre‘
Subtitle
Dessen Bedeutung für den Artusroman Iwein Hartmanns von Aue
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für deutsche Literatur und ihe Didaktik- Ältere deutsche Literaturwissenschaft)
Course
Einführung in die Ältere deutsche Literaturwissenschaft
Grade
1,7
Author
Sabrina Ben-Djemmaa (Author)
Publication Year
2012
Pages
9
Catalog Number
V229972
ISBN (eBook)
9783656457916
ISBN (Book)
9783656459736
Language
German
Tags
begriff dessen bedeutung artusroman iwein hartmanns
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabrina Ben-Djemmaa (Author), 2012, Der mittelhochdeutsche Begriff der ,êre‘, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229972
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