Verantwortlich für die Entstehung dieses Buches ist das Verhältnisparadoxon zwischen den Wissenschaften und der Öffentlichkeit. Einst bestand das Wesen der Forschung darin, dass Wissenschaftler längst andere Theorien vertraten als es in den Schulbüchern stand, aber die Öffentlichkeit war sich dessen bewusst. Neuerdings zeigt sich eine differente Strömung, die Theorien der Wissenschaftler haben die Schulbücher nur vermeintlich erreicht. Die längst revidierten Theorien sind heute weder bis zu den Schulbüchern, noch bis an die breite Öffentlichkeit vorgedrungen.
Hier drängt sich die Frage auf, was macht die Differenz zwischen Wissenschaft, Schulbuch und Öffentlichkeit aus? Es ist zum einen die Datierung, einst durch die C-14-Methode ermittelt, die durch erheblich genauere Methoden ersetzt geworden ist. Die Datierungstechniken wurden zwar verbessert, aber nun stimmt die Geschichtsschreibung nicht mit den früheren chronologischen Messwerten überein. Festgestellt wurde dies unter anderem an Höhlenzeichnungen, die die atlantischen Strömungen darstellen, die laut der Historie damals noch nicht bekannt gewesen sein durften. Weiterhin wurden in einer Gesteinsschicht Fußabdrücke von menschlichen Wesen und Dinosauriern entdeckt sowie Ursäugerfossilien, deren Mageninhalt offenkundig ein Dinosaurierskelett zeigt. In Mesoamerika wurden 40.000 Jahre alte menschliche Fußspuren gefunden, welche die Erstbesiedlung Amerikas durch den Menschen um ein Vielfaches zurückdatieren.
Demzufolge müssen Datierungen und die historischen Abläufe neu geordnet werden. Eben dies ist vonseiten der Wissenschaft längst geschehen, Wissenschaftsjournalisten und Fachleute diverser Fachgebiete haben bereits Bücher geschrieben und Bildmaterialien im Internet veröffentlicht, aber bisher sind sie nur bis zu kleinen Interessengruppen vorgedrungen. In diesen Büchern werden die Zivilisationen und die Zeiträume, in denen sie sich entwickelt und weiterentwickelt haben, in einer anderen Abfolge beschrieben. Die Geschichte der Hochkulturen musste abweichend von allen bisherigen Theorien verlaufen sein. Eine der ältesten Zivilisationen wurde auf 6000 Jahre geschätzt, dieser Entwicklungszeitraum widerspricht jedoch den jüngsten Datierungen. Fragmente aus antiken Bibliotheken, die das Wissen ihrer Zeit und das längst vergangener Epochen festhielten, berichten von Kontinenten, die laut bisheriger Geschichtsschreibung erst nach Jahrhunderten und Jahrtausenden entdeckt worden sind.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Ausgangspunkt
1.1.1. Ausgangspunkt – Untersuchungsergebnisse
1.1.2. Weitere Entdeckungen von Dr. Svetlana Balabanova
1.2. Erläuterungen des Ausgangspunktes
1.2.1. Die Tabakpflanze (Nicotiana)
1.2.2. Entdeckung einer neuen Tabakpflanze: Nicotiana africana
1.2.3. Gentechnische Untersuchungen von Nicotiana africana
1.2.4. Gemeinsamer Urahn der Nicotiana africana
1.3. Schlussfolgerung
2. Verbreitung der Tabakgewächse Nicotianae
2.1. Verbreitung der Tabakgewächse Nicotiana suaveolentes
2.1.1. Die Schlussfolgerungen von Thomas Harper Goodspeed
2.2. Die Universität von Sydney
3. Der entwicklungsgeschichtlich junge Tabak in Nordafrika
3.1. Prähistorische Hochkulturen in Mesoamerika und Nordafrika
3.1.1. Verbindung der beiden Hochkulturen Maya und Ägypten
3.1.2. Prähistorische Hochkulturen in Mesoamerika und Nordafrika
3.2. Linguistische Indizien für einen frühzeitlichen Transatlantikverkehr
3.2.1. Nilosaharische und afroasiatische Sprachen
3.2.2. Eskimo-Aleutisch, Nan-Dené und Amerindisch
3.2.3. Baskischer Sprachraum
3.2.4. Zusammenfassung der Parallelen zwischen Nordafrika und Mesoamerika
3.2.5. Zusammenfassung von Indizien
3.3. Ausgangsbasis Indizien
3.3.1. Der Schiffsbau – die Materialien
3.3.2. Der Schiffsbau – Resistenzen
3.3.3. Das Kreuzen
3.3.4. Die Seefahrt – Navigation
3.4. Fazit der Indizien
3.5. Zweck der Seefahrt
4. Theoretische und experimentelle Archäologie
4.1. Entstehung der experimentellen Archäologie
4.2. Theoretische und experimentelle Archäologie in der Vorbereitung
4.3. Theoretische und experimentelle Archäologie im Übergang
4.4. Wiederholte experimentelle Archäologie
4.5. Fazit der Experimentalreisen von Thor Heyerdahl
4.6. Frühzeitliche Handelsrouten gegen den Golfstrom
4.6.1. Prämissen der Experimentalreise unter der Leitung von Dr. Görlitz
4.6.2. Fazit der Experimentalreise unter der Leitung von Dr. Görlitz
4.7. Frühzeitliche Handelsrouten mit Zwischenanlegestellen
4.7.1. Beweise für frühzeitliche Handelsrouten mit Zwischenanlegestellen
4.8. Die Einfrührung der Tabakpflanze in die Alte Welt
4.9. Nutzung der Tabakpflanze
4.9.1. Bedeutung der Tabakpflanze für die Schamanen
4.9.2. Nicotin
4.10. Nutzung der Tabakpflanze als Genussmittel und die negativen Folgen des Nicotins
4.10.1. Nutzung der Tabakpflanze als Genussmittel und die negativen Folgen durch den Tabakrauch
4.11. Die Wiederentdeckte Heilwirkung der Tabakpflanze
4.11.1. Impfstoff gegen Ebola – 2011
4.11.2. Molekular Farming – 2012
5. Eigene Versuche mit Nicotiana alata und Lupinus albus
5.1. Beschreibung der Nicotiana alata
5.1.1. Besonderheiten der Nicotiana alata
5.2. Nicotiana alata in Symbiose mit Lupinus albus
5.2.1. Beschreibung der Lupinus albus
5.2.2. Besonderheiten des Lupinus albus
5.3. Nicotiana alba und Lupinus albus
5.3.1. Gemeinsamkeiten und Gegensätze
5.3.2. Die Nicotiana alata
5.3.3. Der Lupinus albus
5.3.4. Der Lupinus albus als Lebensmittelpflanze
5.3.5. Der Lupinus albus als Heilpflanze
5.3.6. Der Lupinus albus als Gründüngung
5.4. Fazit der Dualkultur von Nicotiana alba und Lupinus albus
5.5. Nachtrag zum Lupinus albus
5.6. Abbildung: Nicotiana alata (Abb. 14) und Lupinus albus (Abb. 15)
5.7. Ort der Anpflanzung und die gewonnene Erkenntnis des Experiments
5.8. Nicotin und Cytisin in gegenseitiger Physiologietoleranz
5.8.1. Physiologietoleranz – das in der Frühzeit vermutlich vorhandene Heilwissen
5.9. Lupinus albus – Nährwerttabelle
5.9.1. Lupinus albus – Schiffsproviant der Frühzeit
6. Zusammenfassung
6.1. Die Indizienkette
6.1.1. Die Entdeckung der ersten Indizien
6.1.2. Entdeckung der endemischen Tabakpflanze in der afrikanischen Namib Nicotiana africana
6.1.3. Entdeckung der botanischen Verwandtschaften mit der Nicotiana africana
6.1.4. Erkennung der transkontinentalen Sprachverwandtschaften
6.1.5. Hochseetüchtige Schilfboote
6.1.6. Weitere Hinweise für frühzeitliche Seereisen
6.2. Atlantiküberquerung von West nach Ost
6.2.1. Atlantiküberquerung von West nach Ost in der Frühzeit möglich
6.3. Atlantische Luft- und Wasserströmungen
6.4. Die Vorbereitung für eine Atlantiküberquerung von West nach Ost
6.4.1. Studieren der antiken Weltanschauung
6.4.2. Die Weltanschauung anderer Kulturkreise und ihre Einflüsse auf Europa
6.4.3. Die kartografischen Kenntnisse der Antike und ihr Ursprung
6.4.4. Weit zurückliegende Kenntnisse der Kartografie
6.4.5. 1507 – die Martin-Waldseemüller-/Matthias-Ringmann-Karte
6.4.6. 1513 Piri Reis Karte mit 24 Quellen und proportional fast richtig
6.4.7. 1531 – Finaeus-Karte
6.5. Die Experimentalfahrt mit einem altertümlichen Schilfboot über den Nordatlantik von West nach Ost unter der Leitung von Dr. Görlitz
6.5.1. Fazit der Experimentalfahrt mit einem altertümlichen Schilfboot über den Nordatlantik von West nach Ost unter der Leitung von Dr. Görlitz
6.6. Der Golfstrom
6.6.1. Zeichnungen der Cueva de El-Castillo des Monte Castillo
6.6.2. Bootszeichnung der Cueva de El-Castillo
6.6.3. Deutung der Zeichnungen der Cueva de El-Castillo des Monte Castillo
7. Archäologische Funde belegen den Zweck der frühzeitlichen Seefahrt
7.1. Archäologische Funde
7.2. Die Tabakpflanze als Heilmittel
7.3. Die Nutzung des Tabaks als Heilpflanze in der Gegenwart
7.4. Auslaugen des Bodens
7.5. Die Gründüngung mit dem Lupinus albus
7.6. Dualkultur statt Monokultur
7.7. Wechselwirkung der Dualkultur – Beispiel: Nicotiana (alata) und Lupinus albus
8. Die Erforschung der Heilpflanze Tabak in seiner ursprünglichen Funktion
8.1. Die Rekonstruktion der Heilkräfte
8.1.1. Die nachgewiesenen Heilfunktionen der Nicotianae
8.1.2. Die Entdeckung von Dr. Svetlana Balabanova
8.1.3. Ergebnisse der Untersuchungen der altägyptischen Mumie Ramses II
8.1.4. Fazit der Untersuchungsergebnisse
9. Neophyt Lupinus albus – weitere Indizien
9.1. Lupinus in der Alten und Neuen Welt
9.1.1. Lupinus in der Antike der Alten Welt
9.1.2. Körperreinigung von innen und Befreiung von Geist und Seele durch Nicotianae
9.1.3. Stabilisierung mittels Lupinus albus
9.2. Die Heilpflanze Lupinus albus wird eingesetzt:
9.3. Die Nebenwirkungen der Heilpflanze Lipinus albus
9.4. Der Lupinus albus als Gegenmittel zu Nicotianae
9.5. Die Nicotiana (alata) als Gegenmittel zu Lupinus albus
9.6. Der Lupinus albus als Nutzpflanze
9.7. Die Verbreitung des Lupinus albus in Europa und Asien
9.8. Anthropogene Verbreitung von Pflanzen
9.9. Lupinus albus – Ursprungshabitat: Nordafrika?
9.10. Lupinus – Nutzung der Ureinwohner Amerikas
9.10.1. Die Verbreitung des Lupinus innerhalb Altamerikas
9.10.2. Die Handelsbeziehungen und Verläufe der Straßen
9.10.3. Der in Vergessenheit geratene Lupinus der Alten Welt
9.10.4. Die in der Neuen Welt verdrängte Lupinus
9.10.5. Die Wiederentdeckung der Lupinus
10. Zusammenfassung
10.1. Geschichtliches Pradoxon aufgedeckt durch Tabakfunde und Nicotinspuren in altägyptischen Mumien (vgl. Kapitel 1. – 1.3.)
10.2. Die natürliche Verbreitung der altweltlichen Nicotiana(e) (vgl. Kapitel 2. – 2.2.)
10.3. Die anthropogene Verbreitung der neuweltlichen Nicotianae (vgl. Kapitel 3. – 3.5.)
10.4. Experimentelle Archäologie unterstreicht die Theorie der anthropogenen Verbreitung der Nicotiana(e) (vgl. Kapitel 4. – 4.11.2.)
10.5. Eigene Versuche mit der Nicotiana alata unter Zunahme des Lupinus albus (vgl. Kapitel 5. – 5.7.)
10.6. Experimentelle Archäologie unterstreicht Sprachverwandtschaften und Sprachähnlichkeiten (vgl. Kapitel 6. – 6.6.3.)
10.7. Archäologische Funde und moderne Forschung belegen den Zweck der frühen Seefahrt (vgl. Kapitel 7. – 7.6.)
10.8. Die Betrachtung der Nicotianae aus frühzeitlicher Sicht (vgl. Kapitel 8. – 8.1.4.)
10.9. Nicotiana (alata) und Lupinus albus als Ergänzung und Gegenmittel zueinander? (vgl. Kapitel 9. – 9.10.5.)
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, das Verhältnisparadoxon zwischen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit aufzuzeigen und zu untersuchen, ob frühzeitliche transozeanische Kontakte zwischen den Kulturen der Alten und Neuen Welt stattgefunden haben. Dabei wird insbesondere die Rolle von Neophyten, wie den Tabakpflanzen und dem Lupinus albus, als Indikatoren für diese Kontakte analysiert, um eine neue Sichtweise auf die Geschichte der frühzeitlichen Seefahrt zu begründen.
- Untersuchung der Verbreitung von Neophyten als Beleg für interkontinentale Handelsbeziehungen.
- Anwendung der experimentellen Archäologie zur Rekonstruktion frühzeitlicher Seewege.
- Analyse kultureller Parallelentwicklungen (Bautechnik, Linguistik, Schrifttum) in Mesoamerika und Nordafrika.
- Pharmazeutisch-botanische Versuche zur gegenseitigen Physiologietoleranz von Nicotiana und Lupinus.
- Förderung der Wissenschaftskommunikation und Unterstützung von Studierenden bei der Publikation wissenschaftlicher Arbeiten.
Auszug aus dem Buch
3. Der entwicklungsgeschichtlich junge Tabak in Nordafrika
Der Häckseltabak, der in den altägyptischen Mumien entdeckt und untersucht wurde, konnte verwandtschaftlich der Nicotiana africana nicht zugeordnet werden. Es handelte sich um entwicklungsgeschichtlich jüngere Tabakpflanzen, die im mesoamerikanischen Raum heimisch sind.
Die entwicklungsgeschichtlich jungen Tabaksorten haben ihre natürlichen Lebensräume nördlich von Südamerika, in Mesoamerika und im südlichen Nordamerika. In diesen Regionen haben die Pflanzen alle Bedingungen, die sie zum Leben brauchen.
Es sind warme Klimazonen, in der die Tabakpflanzen viel Sonnenlicht erhalten. Die Erde ist in jenen Regionen sehr mineralhaltig und versorgt die Pflanze mit ausreichend Nahrung. In Mittelamerika enthält die Tabakpflanze über die hohe Luftfeuchte ausreichend Wasser, in den trockeneren Regionen des südlichen Nordamerika wird sie von Regengüssen und Grundwasser bewässert.
Auf der anderen Seite des Atlantiks, in Nordafrika, herrschen ähnliche klimatische Bedingungen. Die warmen, sonnenreichen Gebiete bieten Neophyten wie den Tabakpflanzen ein geeignetes Fremdhabitat.
Vor Jahrtausenden herrschte in Nordafrika ein etwas feuchteres Klima als heute. In regelmäßigen Abständen setzten Regenzeiten ein, welche die Hauptwasserader des altägyptischen Reiches, den Nil, überschwemmten. Von seiner Quelle im Süden trugen die Wassermassen mineralhaltigen Schlamm auf ihren Weg nach Norden mit und überschwemmten die Uferzonen.
Die Wachstumsbedingungen waren für die Tabakpflanze in Nordafrika, speziell in der Nilregion, optimal. Die natürliche Düngung durch die regelmäßigen Überschwemmungen verhinderte ein Auslaugen des Bodens durch die Tabakgewächse.
Ein weiteres Merkmal von Tabakpflanzen ist ihre Anpassungsfähigkeit. Die einzelnen Tabakpflanzen suchen sich unterschiedliche Bestäuber aus, sie lassen sich vom Wind bestäuben, von Fledermäusen, Vögeln oder von Insekten. Zum Schutz vor Fraßfeinden produzieren sie das giftige Nicotin. Auf diese Weise sind die Tabakgewächse anpassungsfähig genug, um sich in einer fremden Fauna und Flora zu behaupten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das historische Paradoxon von Tabakfunden in altägyptischen Mumien dar und hinterfragt die gängigen Datierungen der transozeanischen Kontakte.
2. Verbreitung der Tabakgewächse Nicotianae: Hier wird die ursprüngliche Verbreitung von Nicotiana suaveolentes im Kontext der Kontinentaldrift und der geologischen Erdzeitalter analysiert.
3. Der entwicklungsgeschichtlich junge Tabak in Nordafrika: Dieses Kapitel untersucht die Parallelen zwischen den Hochkulturen in Mesoamerika und Nordafrika sowie linguistische Indizien für einen frühzeitlichen Transatlantikverkehr.
4. Theoretische und experimentelle Archäologie: Der Abschnitt erläutert die Bedeutung der experimentellen Archäologie durch Thor Heyerdahl und Dr. Görlitz als Beweis für die Machbarkeit frühzeitlicher Ozeanreisen.
5. Eigene Versuche mit Nicotiana alata und Lupinus albus: Die Autorin dokumentiert ein pharmazeutisch-botanisches Experiment zur Symbiose und gegenseitigen Wirkung von Tabak- und Lupinenpflanzen.
6. Zusammenfassung: Dieses Kapitel führt alle Indizien – von der Archäologie bis zur Linguistik – zu einer schlüssigen Argumentationskette für frühzeitliche Seefahrten zusammen.
7. Archäologische Funde belegen den Zweck der frühzeitlichen Seefahrt: Der Abschnitt beleuchtet, warum der Handel mit Heilpflanzen wie Tabak für die alten Kulturen von essenzieller Bedeutung war.
8. Die Erforschung der Heilpflanze Tabak in seiner ursprünglichen Funktion: Hier wird rekonstruiert, wie die medizinischen Heilkräfte des Tabaks von Ureinwohnern Amerikas und den Pharaonen gleichermaßen genutzt wurden.
9. Neophyt Lupinus albus – weitere Indizien: Dieses Kapitel analysiert den Lupinus albus als weitere invasive Nutzpflanze, die für die Ernährung und Landwirtschaft der alten Kulturen entscheidend war.
10. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse der Arbeit und formuliert zukünftige Forschungsnotwendigkeiten für die interdisziplinäre Untersuchung von Neophyten.
Schlüsselwörter
Neophyten, Tabakpflanze, Nicotiana, Lupinus albus, frühzeitliche Seefahrt, Transatlantikverkehr, Experimentalarchäologie, Kontinentaldrift, Ethnobotanik, Hochkulturen, Heilkunde, Symbiose, Agrarökologie, anthropogene Verbreitung, Paläontologie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die These, dass es bereits in der Frühzeit transozeanische Kontakte zwischen den Kulturen der Alten und der Neuen Welt gab, gestützt durch den Austausch von Pflanzenarten (Neophyten).
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit verknüpft botanische Forschung, Archäologie, Linguistik, Klimatologie und Experimentalarchäologie, um die Verbreitungswege von Kulturpflanzen und deren Nutzung nachzuvollziehen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen den in der Geschichte der "Alten Welt" nicht vorgesehenen Tabakfunden und den tatsächlichen archäologischen Befunden zu klären und die Frage der Machbarkeit frühzeitlicher Ozeanreisen wissenschaftlich zu fundieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Neben der Auswertung historischer Quellen und archäologischer Funde setzt die Autorin auf die experimentelle Archäologie sowie auf eigene botanische Versuche (Dualkulturen), um die ökologischen und praktischen Vorteile dieser Pflanzen zu verifizieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Verbreitung von Nicotiana und Lupinus, vergleicht prähistorische Hochkulturen, dokumentiert experimentelle Seereisen und diskutiert die medizinische Anwendung dieser Pflanzen durch die Ureinwohner und in der Antike.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Neophyten, Experimentalarchäologie, frühzeitliche Seefahrt, Nicotiana und Lupinus albus.
Warum wurde die Dualkultur von Nicotiana alata und Lupinus albus getestet?
Das Experiment sollte zeigen, dass sich diese beiden Pflanzen durch ihre unterschiedlichen Anforderungen an den Boden und ihre komplementären Toxingruppen symbiotisch ergänzen und somit eine nachhaltige, schädlingsresistente landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen.
Welche Bedeutung kommt dem Lupinus albus als Heilmittel zu?
Der Lupinus albus diente sowohl als Lebensmittelpflanze als auch zur medizinischen Entgiftung. Die Arbeit legt nahe, dass seine Wirkung als Gegenmittel zur Nicotiana den Völkern der Antike bekannt war, um schädliche Nebenwirkungen des Tabakkonsums zu neutralisieren.
- Quote paper
- Josephine Biebel (Author), 2013, Die Neophyten Nicotianae und Lupinus im Zusammenhang mit der frühzeitlichen Seefahrt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/229976