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D-Manga. Der japanische Comic und seine deutsche Adaption

Titel: D-Manga. Der japanische Comic und seine deutsche Adaption

Magisterarbeit , 2013 , 182 Seiten

Autor:in: Kristina Auer (Autor:in)

Originalausgabe

Buchwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit japanische Comics mit „Sailor Moon“ und „Dragon Ball“ die westliche Welt im Sturm erobert haben, versuchen sich immer mehr deutsche Manga- und Comicfans am Handwerk ihrer fernöstlichen Vorbilder. Dennoch werden D-Manga nur schlecht vom Publikum angenommen.
Die vorliegende Magisterarbeit liefert dazu eine kritische Analyse über die Entwicklung des Manga in Deutschland und die Aussichten auf Ausbildung und Beruf im D-Manga-Geschäft. Gleichzeitig werden Vermarktungsstrategien unter wissenschaftlichen Aspekten betrachtet und Ansätze zur Optimierung dieser entwickelt.
Die realistische Darstellung und ausführlichen Erklärungen erleichtern auch dem Laien den Einstieg in den neuen und stetig wachsenden Zweig der Verlagsbranche.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Warum D-Manga? – Einführung in die Problemstellung

1.2 Forschungsstand

1.3 Material und Methoden

2 Entwicklung des Comics in Deutschland bis zum Einsetzen des Manga-Booms 1997

2.1 Deutsche Vorstufenh des Comics

2.2 Import und Adaption der Comic-Hefte nach dem II. Weltkrieg

2.3 Comics als ›Schmutz und Schund‹ während der Jahre des deutschen Wirtschaftswunders

2.4 Etablierung und Literarisierung des Comics zwischen 1968 und 1979

2.5 Experimentierfreude und Stil-Vielfalt auf dem deutschen Comic-Markt der 1980er und 1990er Jahre

3 Manga-Boom in Deutschland

3.1 Auslöser des Manga-Booms

3.1.1 Marktsituation und äußere Faktoren

3.1.2 Medienberichterstattung, Marketingstrategien, Multiplikatoren

3.1.3 Absatzfördernde Eigenschaften des Kulturproduktes ›Manga‹

3.2 Auswirkungen des Manga-Booms

3.2.1 Manga-Markt und Fankultur der Gegenwart

3.2.2 Problematik der deutschen Manga-Produktion

3.3 Vom Fanzeichner zum (D-)Mangaka

3.3.1 Berufsbezogene Anforderungen und Ausbildungsmöglichkeiten

3.3.2 Verdienst und Finanzierung

3.3.3 Zusammenarbeit mit dem Verlag

4 Adaptionsanalyse des D-Manga

4.1 Formen der Adaption bei Kulturprodukten

4.1.1 Adaption und Medientransfer

4.1.2 Adaption und Kulturtransfer

4.2 Adaption und Kreativität

4.3 Manga als Ergebnis interkultureller Medienadaption

4.4 D-Manga als Adaptionsphänomen

4.4.1 Formale Ebene

4.4.2 Technische Ebene

4.4.3 Inhaltliche Ebene

5 Fazit: D-Manga – Ein Erfolgsmodell auf dem deutschen Comic-Markt?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des "D-Manga" – also Comics aus deutscher Feder im japanischen Stil. Ziel ist es zu analysieren, wie durch Adaption des Manga-Stils größere Markterfolge erzielt und eine stärkere Unabhängigkeit von japanischen Lizenzkäufen erreicht werden kann, wobei die Perspektive des Comic- bzw. Manga-Marketings im Vordergrund steht.

  • Historische Entwicklung des deutschen Comic-Marktes
  • Ursachen und Faktoren des Manga-Booms in Deutschland
  • Analyse der Arbeitsbedingungen und der Autorenbetreuung für deutsche Manga-Zeichner
  • Systematische Adaptionsanalyse von D-Manga-Titeln
  • Untersuchung des ökonomischen Potenzials deutscher Manga-Eigenproduktionen

Auszug aus dem Buch

1.1 Warum D-Manga? – Einführung in die Problemstellung

Der erste ›D-Manga‹, d. h. ein Comic aus deutscher Feder im japanischen Zeichen- und Erzählstil, erschien vor rund zwölf Jahren. Seitdem versuchen hierzulande immer mehr Comic- und Manga-Fans, sich als professionelle Manga-Zeichner zu etablieren. Woran liegt es, dass – obwohl der amerikanische und der franko-belgische Comic in Deutschland schon viel länger rezipiert werden – ausgerechnet der Manga-Stil so viele Liebhaber und Nachahmer gefunden hat? Möglicherweise ist es die sich im Manga widerspiegelnde exotische Fremdartigkeit der japanischen Kultur, welche das Adaptieren dieses Comic-Stils so reizvoll erscheinen lässt. Darüber hinaus dürfte auch der anhaltende kommerzielle Erfolg des japanischen Comics im In- und Ausland bei der Entscheidung eine wichtige Rolle spielen.

Seit dem Beginn der kontinuierlichen Veröffentlichung japanischer Comics in deutscher Sprache vor rund zwanzig Jahren hat sich der Manga zu einer festen Größe auf dem einheimischen Comic-Markt entwickelt. Trotz stagnierender Verkaufszahlen und einiger eingestellter Serien wird der meiste Umsatz immer noch mit Manga-Publikationen erzielt. Mit einem Marktanteil von ca. 70 Prozent und einer stetig wachsenden Fangemeinde bilden Manga das wichtigste Standbein deutscher Comic-Verlage. Somit ist es vor allem dem Manga-Segment zu verdanken, dass der deutsche Comic-Markt entgegen allgemein rückläufiger Umsätze auf dem hiesigen Buchmarkt derzeit einen kleinen Boom erlebt. Jedoch handelt es sich bei den Manga-Publikationen zu ca. 80 Prozent um japanische Lizenztitel.

Diese ohnehin als problematisch zu betrachtende Abhängigkeit deutscher Comic-Verlage vom Lizenzeinkauf könnte sich im Hinblick auf den Manga als verhängnisvoll erweisen. Diese Prognose betrifft sowohl den Digital- als auch den Printmarkt. Denn zum einen startete im August 2011 die große, zentrale Manga-Plattform JManga.com, welche von der 39 japanische Verlage umfassenden ›Digital Comic Association‹ aus Japan unterhalten wird und seit Anfang 2012 auch aus Deutschland erreichbar ist. Es ist zu vermuten, dass langfristig der weltweite E-Vertrieb japanischer Comics über Jmanga.com kontrolliert werden soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung der deutschen Manga-Eigenproduktionen ein, beleuchtet den Forschungsstand und erläutert die methodische Vorgehensweise der Arbeit.

2 Entwicklung des Comics in Deutschland bis zum Einsetzen des Manga-Booms 1997: Das Kapitel zeichnet die historische Entwicklung des Comics in Deutschland nach, von den Vorläufern über die Schmutz-und-Schund-Debatte bis hin zur Etablierung des Mediums in den 1980er und 1990er Jahren.

3 Manga-Boom in Deutschland: Hier werden die Auslöser und Auswirkungen des Manga-Booms in Deutschland detailliert analysiert, inklusive der Situation deutscher Manga-Zeichner und deren Zusammenarbeit mit Verlagen.

4 Adaptionsanalyse des D-Manga: Das Kapitel bietet eine theoretische Adaptionstypologie und wendet diese auf D-Manga-Titel an, um die formale, technische und inhaltliche Ebene der Anpassung zu untersuchen.

5 Fazit: D-Manga – Ein Erfolgsmodell auf dem deutschen Comic-Markt?: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung des ökonomischen Potenzials deutscher Manga-Produktionen und gibt Empfehlungen für künftige Strategien.

Schlüsselwörter

Manga, D-Manga, deutscher Comic-Markt, Manga-Boom, Adaption, Medienadaption, Comic-Zeichner, Mangaka, Comic-Verlage, Japanische Kultur, Medienmarketing, Fankultur, Eigenproduktion, Storytelling, kultureller Transfer

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Situation und das ökonomische Potenzial von deutschen Manga-Eigenproduktionen (D-Manga) auf dem Comic-Markt in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Historie der deutschen Comic-Kultur, die Faktoren des Manga-Booms, die Arbeitsbedingungen von Manga-Zeichnern und eine wissenschaftliche Analyse der Adaption japanischer Erzählmuster durch deutsche Autoren.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit deutsche Verlage durch die Adaption des Manga-Stils größere Markterfolge erzielen und eine stärkere Unabhängigkeit vom Zukauf japanischer Lizenzen erreichen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Inhaltsanalyse, um eine Stichprobe populärer D-Manga zu untersuchen, ergänzt durch Experteninterviews mit Verlagsmitarbeitern sowie eine Literaturanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den historischen Rahmenbedingungen, den Auslösern und Auswirkungen des Manga-Booms, einer detaillierten Analyse der Zusammenarbeit zwischen Autoren und Verlagen sowie einer systematischen Adaptionsanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

D-Manga, Manga, Comic-Markt, Adaption, Medienadaption, Mangaka, deutsche Comic-Kultur, Eigenproduktion, Lizenzeinkauf, Verwertungskette.

Welche Rolle spielen Experteninterviews in dieser Untersuchung?

Die Interviews dienen dazu, Einblicke in die tatsächliche Verlagspraxis, die Anforderungen an Zeichner und die redaktionelle Betreuung deutscher Autoren zu gewinnen, da offizielle Daten hierzu oft rar sind.

Wie unterscheidet sich die Betreuung von Mangaka in Japan von der in Deutschland?

In Japan ist die Betreuung durch Redakteure intensiver und umfasst oft auch die Organisation des Lebensalltags (Assistenten, Atelier), während deutsche Verlage eher als Publikationsplattformen agieren und oft weniger inhaltliche Anleitung bieten.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Zukunft von D-Manga?

Die Autorin empfiehlt deutsche Zeichnern, sich durch ein Adaptionskonzept der Abgrenzung zu profilieren und den kulturellen Hintergrund aktiv in ihre Geschichten einzubinden, anstatt bloße Kopien japanischer Vorbilder zu erstellen.

Ende der Leseprobe aus 182 Seiten  - nach oben

Details

Titel
D-Manga. Der japanische Comic und seine deutsche Adaption
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Autor
Kristina Auer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
182
Katalognummer
V230062
ISBN (eBook)
9783656450597
ISBN (Buch)
9783656454182
Sprache
Deutsch
Schlagworte
d-manga comic adaption Manga Marketing Produktion Manga-Boom Comicmarkt Mangamarkt Comic-Zeichner Comic-Autor Manga-Zeichner Manga-Autor Verkaufsförderung Verwertung Projektentwicklung interkulturell intermedial Merchandising Fan deutsche Comic-Kultur Eigenproduktion Manga-Redakteur Zeichnerausbildung Auszeichnungen Finanzierung deutsche Comic-Geschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kristina Auer (Autor:in), 2013, D-Manga. Der japanische Comic und seine deutsche Adaption, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230062
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  182  Seiten
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