Single- und Partnerschaftsbörsen im Internet werden mit dem unbekannten Begriff
‚Community Dating Matching’ so gut wie nie in Verbindung gebracht. Inzwischen ist die
breite Masse der Internetnutzer jeden Alters in direkter (Partner-/Freundessuche) oder indirekter
Weise (Werbung) mit dieser Kommunikationsform konfrontiert. Durch die Gesellschaftsstruktur
und die technischen Möglichkeiten hat sie sich zum akzeptierten und festen
Bestandteil in der virtuellen Welt entwickelt.
Eingangs stellt diese Arbeit das große Themengebiet CDM dem Dienstenutzer dar. Dazu
werden die Entwicklungsursachen aufgezeigt und der deutsche CDM-Markt anhand ausgewählter
Marktteilnehmer nach Art und Herkunft segmentiert.
Der zweite Teil widmet sich vorrangig den Diensteanbietern und zeigt sowohl Gefahren
und künftige Entwicklungen als auch daraus gewonnene Ideen in Form eines notwendigen
One-to-one-Marketinginstrumentes auf. Ziel ist es, anhand des vorauseilenden US-amerikanischen Marktes mögliche Parallelen
und Erkenntnisse für den deutschen Markt zu erkennen bzw. abzuleiten. Darauf aufbauend
soll ein möglicher Ausblick auf die Zukunft hinsichtlich alternativer Einnahmenquellen
und der Marktkonzentrationsprozesse gegeben werden. Dadurch wird deutlich, welche
Arten von Marktteilnehmern sich etablieren können bzw. wie diese zu agieren haben, um
in den nächsten Jahren durch langfristige Einnahmen existieren zu können.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Untersuchungsverlauf
1.2 Begriffsdefinition
1.3 Hintergründe für die Entstehung von Kontaktbörsen
2 CDM-Anbieter im deutschsprachigen Raum
2.1 Kategorisierung deutscher Angebote der Partnersuche
2.1.1 Printmedien als Nachzügler
2.1.2 Provider als Kooperationspartner
2.1.3 Mailportale als konkurrierende Kontaktbörsen
2.1.4 Single- und Kontaktbörsen
2.2 Anbieter auf dem deutschen CDM-Markt
3 Der US-Markt als hilfreicher Indikator für europäische Anbieter
3.1 Soziale und technische Aspekte als Erfolgsfaktoren des US-Marktes
3.2 match.com als erfolgreiches Strategiebeispiel in den USA
3.3 Marktkonzentration als Herausforderung für Matchingdienste
4 Entwicklung vom Kontaktanzeigenportal zum One-to-one-Internetmarketinginstrument
4.1 CDM zur Gewinnmaximierung im eBusiness
4.2 Alternativen zur künftigen Kundengewinnung und -erhaltung
4.2.1 Optimierung wesentlicher Eigenschaftsmerkmale
4.2.2 Weiterentwicklung von CDM-Diensten als datenbankgestützte Internetanwendungen
4.2.3 Verstärkte Kundengewinnung zur Existenzsicherung
5 Ausblick und Fazit oder ‚Can it be true that people neeD the Internet to Meet others?’
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial von 'Community Dating Matching' (CDM) als innovatives Instrument des One-to-one-Marketings. Ziel ist es, die Entwicklungsursachen dieser Kommunikationsform zu beleuchten, den deutschen Markt zu segmentieren und durch einen Vergleich mit dem US-amerikanischen Markt Strategien für die zukünftige Kundenbindung und Gewinnmaximierung abzuleiten.
- Entwicklungsgeschichte und Definition von CDM
- Marktanalyse der deutschen Anbieter im Vergleich zu US-Erfolgsmodellen
- Herausforderungen der Marktkonzentration und Monetarisierung
- Optimierung von Internetauftritten für One-to-one-Marketing
- Strategien zur langfristigen Kundengewinnung und -bindung
Auszug aus dem Buch
1.3 Hintergründe für die Entstehung von Kontaktbörsen
Internet-Kontaktbörsen haben seit 1996 ursprünglich das Ziel, den sozialen Austausch von Menschen zu verbessern und eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Das Prinzip funktioniert wie folgt: nach der meist kostenlosen Anmeldung legt Mann oder Frau ein persönliches Profil an. Somit kann man anhand der anderen Profile nach dem Traumpartner suchen, sich gegenseitig Nachrichten senden oder privat chatten, sofern gerade beide Singles online sind. Die weltweite Verbindung ermöglicht den TeilnehmerInnen, in Kürze die vom ‚Gegenüber’ veröffentlichten Informationen einzuholen und entsprechende Schritte einzuleiten, um die entsprechende Person näher kennenzulernen.
Der Trend, sich virtuell auf Freundschafts- oder Partnersuche zu begeben, nimmt kontinuierlich zu und hat unterschiedlichste Ursachen. Vorweg sei die technische Infrastruktur erwähnt, die inzwischen in den Großteil der Haushalte eingekehrt ist und die nahezu generationsübergreifend bedient werden kann.
Hinzu kommt, dass sich insbesondere die Industrienationen zu ausgeprägten Gesundheits- und Freizeitgesellschaften entwickelt haben. Aufgrund des immer höheren Stellenwertes der Freizeit will das Individuum einerseits möglichst wenig Zeit für die Partnersuche aufbringen, andererseits die vorhandene Freizeit nicht alleine verbringen. Bedingt durch die zunehmende Mobilität im Beruf wird es immer schwieriger, an festen Gesellschaftsformen wie z.B. Vereinsleben teilzunehmen oder ehrenamtlichen Tätigkeiten in Kommune bzw. Gemeinde nachzugehen. Darunter leiden nicht nur Freund- und Partnerschaften, sondern auch die Bindungswilligkeit und –fähigkeit des Einzelnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in das Thema CDM und Definition des Untersuchungsgegenstandes sowie der Zielsetzung.
2 CDM-Anbieter im deutschsprachigen Raum: Segmentierung der deutschen Marktteilnehmer in verschiedene Kategorien von Kontaktvermittlungsarten.
3 Der US-Markt als hilfreicher Indikator für europäische Anbieter: Analyse von Erfolgsfaktoren des US-Marktes, insbesondere am Beispiel von match.com, als Vorbild für Europa.
4 Entwicklung vom Kontaktanzeigenportal zum One-to-one-Internetmarketinginstrument: Diskussion von Strategien zur Gewinnmaximierung und Optimierung der Kundengewinnung durch Personalisierung.
5 Ausblick und Fazit oder ‚Can it be true that people neeD the Internet to Meet others?’: Zusammenfassende Einschätzung der Marktentwicklung und kritische Reflexion der gesellschaftlichen Auswirkungen.
Schlüsselwörter
Community Dating Matching, CDM, One-to-one-Marketing, Online-Dating, Internet-Kontaktbörsen, Partnersuche, Kundenbindung, Internetökonomie, Virtuelle Community, eBusiness, Personalisierung, Marktsegmentierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert das Phänomen 'Community Dating Matching' (CDM) als innovatives Marketinginstrument im Bereich der neuen Medien und untersucht dessen Anwendungsmöglichkeiten zur Kundenbindung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Kategorisierung deutscher Anbieter, die Analyse von US-Erfolgsmodellen als Vergleichsgröße sowie Strategien zur Entwicklung von Kontaktportalen hin zu effizienten Marketinginstrumenten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aus dem fortgeschrittenen US-amerikanischen Markt Erkenntnisse für deutsche Anbieter abzuleiten, um langfristige Einnahmen und Marktchancen in einem Umfeld zunehmender Konzentration zu sichern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Marktanalyse, vergleicht bestehende deutsche Angebote mit internationalen Vorbildern und leitet daraus qualitative Handlungsempfehlungen für das eBusiness ab.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bestandsaufnahme des deutschen Marktes, die Analyse US-amerikanischer Erfolgsfaktoren (insbesondere match.com) und die Ableitung von Optimierungsmaßnahmen für Kundenbindung und Umsatzsteigerung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Community Dating Matching, CDM, One-to-one-Marketing, Online-Dating, Internet-Kontaktbörsen, Kundenbindung und Virtuelle Community.
Welche Rolle spielt die Individualisierung bei CDM-Diensten?
Die Individualisierung ist entscheidend, um den Nutzer persönlich anzusprechen, das Kundenverhalten besser abzubilden und sich durch personalisierte Angebote vom Wettbewerb zu differenzieren.
Warum ist laut Autor der US-Markt ein hilfreicher Indikator?
Der US-Markt ist dem europäischen in der Entwicklung voraus, was es ermöglicht, Trends, Erfolgsmodelle und Herausforderungen wie Marktkonzentrationsprozesse frühzeitig für den deutschen Raum zu identifizieren.
- Quote paper
- Dipl.-Designer & Dipl.-Betriebswirt Rainer Knaack (Author), 2003, Community Dating Matching (CDM) als innovative Möglichkeit des One-to-one-Marketing im Bereich der neuen Medien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23008