Die imaginäre Bibliothek in der Jugendliteratur

Wie die aktuellen Richtlinien realer Bibliotheken in „Harry Potter“, „Die Stadt der träumenden Bücher“ und weiteren Werken berücksichtigt werden


Bachelorarbeit, 2013

56 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsübersicht zu imaginäre Bibliotheken

3 Vorstellung der Primärliteratur
3.1 Privatbibliothek
3.2 Nationalbibliothek
3.3 Schulbibliothek

4 Ansprüche an eine Jugendbibliothek
4.1 Personalqualifikation
4.2 Attraktive Lage
4.3 Logik der Innenraumanordnung
4.4 Vermittlung angemessener Benutzungsgrundsätze
4.5 Multimediale, technisch aktuelle Bestandsausrichtung
4.6 Präsenz durch Veranstaltungen
4.7 Allgemeiner und spezieller Bildungsauftrag
4.8 Vielfältiger Kooperationspartner

5 Fazit

Literaturverzeichnis

Biographie

Abkürzungsverzeichnis

BMB Gaarder, Jostein / Hagerup, Klaus: Bibbi Bokkens magische Bibliothek. 4. Aufl. (Reihe Hanser). München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG 2007.

GBT Isau, Ralf: Die Geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz. Die Legenden von Phantasien. 1. Aufl. München: Arena-Taschenbuch 2005.

HP Rowling, Joanne K.: Harry Potter (Band 1 – 7). Hamburg: Carlsen Verlag GmbH.

HP1 Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter Band 1). Hamburg: Carlsen Verlag GmbH 1998.

HP2 Rowling, Joanne K.: Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Harry Potter Band 2). Hamburg: Carlsen Verlag GmbH 1999.

HP3 Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Harry Potter Band 3). Hamburg: Carlsen Verlag GmbH 1999.

HP4 Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Feuerkelch (Harry Potter Band 4). Hamburg: Carlsen Verlag GmbH 2000.

HP5 Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Orden des Phönix (Harry Potter Band 5). Hamburg: Carlsen Verlag GmbH 2003.

HP6 Rowling, Joanne K.: Harry Potter und der Halbblutprinz (Harry Potter Band 6). Hamburg: Carlsen Verlag GmbH 2005.

HP7 Rowling, Joanne K.: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes.(Harry Potter Band 7). Hamburg: Carlsen Verlag GmbH 2007.

IFLA The International Federation of Library Associations and Institutions / Internationale Verband der Bibliothekarischen Vereine und Institutionen

STB Moers, Walter: Die Stadt der Träumenden Bücher (1. u. 2. Taschenbuchausgabe). München: Piper Verlag GmbH 2006.

TW Funke, Cornelia: Tintenwelt Trilogie (Band 1−3). Hamburg: Cecilia Dressler Verlag.

TW1 Funke, Cornelia: Tintenherz (Tintenwelt Band 1). Hamburg: Cecilia Dressler Verlag 2003.

TW2 Funke, Cornelia: Tintenblut (Tintenwelt Band 2). Kindle Edition. Hamburg: Cecilia Dressel Verlag 2011.

TW3 Funke, Cornelia: Tintentod (Tintenwelt Band 3). Kindle Edition. Hamburg: Cecilia Dressel Verlag 2012.

1 Einleitung

Bibliotheken sind in ihren unterschiedlichen Formen beinahe weltweit als Orte des kulturellen Gedächtnisses, der Wissenssammlung und der Hinwendung zum Buch als Medium zu finden. Ihre Einzigartigkeit entsteht sowohl aufgrund der Zahl verfügbarer Medien sowie der architektonischen Gestaltung, als auch durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten der Beschäftigten und Kunden. Obwohl sich Bibliotheken nicht exakt gleichen, gibt es zentrale Kerneigenschaften, in denen sie sich ähneln. Reale, in der Wirklichkeit vorhandene Bibliotheken, orientieren sich an aktuellen Richtlinien, an denen sich zeitgemäße Bibliotheksarbeit orientiert. Im Gegensatz hierzu stehen imaginäre Bibliotheken, die in einem literarischen Werk fiktiv konstruiert werden. Dennoch folgen auch sie einem gewissen Grundschema, welches in Kapitel 1 näher erläutert wird.

Gegenstand dieser Arbeit ist es, die imaginären Bibliotheken in ausgewählten Werken der Jugendliteratur dahingehend zu überprüfen, ob deren Gesamtdarstellung den aktuellen arbeitstheoretischen Grundlagen einer Jugendbibliothek nachkommt, oder ob sie davon in allen oder in Teilaspekten abweicht. Die zu untersuchenden Aspekte beziehen sich auf das Personal, die räumliche Gestaltung, den multimedialen Bestand und Weitere. Nicht nur die Unterschiede zwischen Realität und Literatur werden erarbeitet, sondern auch die jeweiligen Unterschiede in den einzelnen imaginären Bibliotheken der Primärliteratur sollen verdeutlicht werden. In den thematischen Unterkapiteln 4.1 bis 4.8 werden nicht durchgängig alle imaginären Bibliotheken auf die zu untersuchenden Aspekte hin erörtert, da letztere nicht vorhanden sind oder aber keinen neuen Ansatz bieten.

Denkbares Ergebnis dieser Arbeit könnte sein, dass die imaginären Bibliotheken in der Primärliteratur den aktuellen arbeitstheoretischen Grundlagen nachkommen und sich im Sinne der Jugendbibliothek präsentieren.

Der feststehende Begriff der ‚Kinder- und Jugendliteratur‘ ist je nach Forschungsschwerpunkt unterschiedlich definiert. Aus buchwissenschaftlicher Sicht ist es eine „einzig und allein (adressatenspezifische) Buchgattung[…], die durch Aufmachung und Illustrierung ein besonderes Gepräge […] [aufweist] und über eine eigene Geschichte“[1] verfügt. Jedoch ist diese Definition stark vereinfacht und Klaus Doderer zu Folge ist

die Lektüre der Kinder und […] jungen Leute […] wesentlich weiter, gelegentlich und je nach gesellschaftlicher Gruppen- bzw. Schichtenzugehörigkeit auch anders. Sie umfaßt Privatlektüre und verpflichtende Schullektüre, schließt den Konsum von Comics, Romanheften, Zeitungen und belletristischen Erwachsenenlesestoffen ein.[2]

Obwohl ‚Kinder- und Jugendliteratur‘ normalerweise gemeinsam definiert ist und betrachtet wird, grenzt diese Arbeit die Primärliteratur bewusst auf Werke der Jugendliteratur ein. Jugendbibliotheken haben andere Ansprüche als Kinderbibliotheken und somit sollte diese Literatur andere Maßstäbe vermitteln. Eine gemeinsame Erforschung der Kinder- und Jugendliteratur würde zu einer unspezifischen Thematik führen.

Als Primärliteratur wurden fünf Werke ausgewählt, die folgende Kriterien erfüllen mussten: Zunächst muss die imaginäre Bibliothek eine bestimmte Funktion für den Handlungsverlauf erfüllen und zudem ausführlich genug beschrieben sein, um dem Leser die Möglichkeit einer konkreten Vorstellung zu geben und so einen Vergleich mit den theoretischen Grundlagen möglich und nachvollziehbar zu machen. Eine scharfe Trennung in Erwachsenen- und Jugendliteratur ist nicht in jedem Einzelfall möglich. Deshalb wurde im Fall von Harry Potter (HP) ein Werk ausgewählt, das den Weg vom Jugendbuch in die Erwachsenenliteratur gefunden hat und mit der Stadt der Träumenden Bücher[3] (STB) ein Werk, das den gegenteiligen Weg beschritten hat, nämlich die Erweiterung der Leserschaft vom reinen Erwachsenenbuch hin zu einem Buch, das auch von Jugendlichen gelesen wird. Bei den einzelnen Werken handelt es sich um Jostein Gaarder und Klaus Hagerups „Bibbi Bokkens magische Bibliothek“[4] (BMB), Cornelia Funkes Tintenwelt-Trilogie (TW)[5], Joanne K. Rowlings Harry Potter-Saga[6], Ralf Isaus „Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz“[7] (GBT) und Walter Moers‘ „Die Stadt der Träumenden Bücher“.[8] Eine Beschränkung auf lediglich deutsche Autoren wurde nicht durchgeführt, da die arbeitstheoretischen Grundlagen internationale Gültigkeit besitzen.

Dabei ist besonders das „Public Library Manifesto“[9] der Unesco zu vermerken, welches allgemein gültige Grundsätze für Bibliotheken jeder Art festlegt. Speziell auf die arbeitstheoretischen Grundlagen für Jugendbibliotheken geht der Internationale Verband der Bibliothekarischen Vereine und Institutionen (IFLA) mit seinen „Richtlinien für die Bibliotheksarbeit mit Jugendlichen“[10] ein. Darin werden eine Grundstruktur für Jugendbibliotheken vorgegeben, der Leistungsumfang dargestellt, das Qualitätsmanagement grob skizziert und Best Practice-Beispiele vorgestellt. Kerstin-Keller Loibl,[11] die das „Handbuch Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit“ geschrieben hat, stellt getrennte Standards für Kinder- und Jugendbibliotheken auf. Die IFLA-Richtlinien dienen ihr dabei als Orientierung für aktuelle und zukünftige Aufgabenbereiche solcher Institutionen. Die Arbeit von Keller-Loibl umfasst und präzisiert die IFLA- und Unesco-Leitlinien am ausführlichsten, weshalb in dieser Arbeit hauptsächlich darauf Bezug genommen wird. Der Onlineauftritt des Deutschen Bibliotheksverbandes erläutert unterschiedliche Bibliotheksarten ebenfalls in Kurzbeiträgen.[12]

Sekundärliteratur bezüglich der imaginären Bibliotheken ist nur für die Hochliteratur vorhanden, nicht jedoch für die Jugendliteratur. Einen zusammenfassenden Überblick über die Materie vermitteln die Werke von Günther Stocker[13] und Dirk Werle.[14] Diese vergleichen imaginäre Bibliotheken der Belletristik und ziehen daraus Schlussfolgerungen die im Folgenden verwendet werden. Es gibt keine Sekundärliteratur die sich konkret auf den Gegenstand der Bibliothek in der ausgewählten Primärliteratur bezieht. Dennoch ist die allgemeine Sekundärliteratur einiger der ausgewählten Werke für das Gesamtverständnis von Nutzen.

2 Forschungsübersicht zu imaginäre Bibliotheken

Die Forschung zu imaginären Bibliotheken in der Hochliteratur hat sich in der Literaturwissenschaft im letzten Jahrhundert[15] als Forschungsschwerpunkt hervor-getan. In der Jugendliteratur dagegen ist dieser Forschungsgegenstand nur rudimentär untersucht. Gleichwohllassen sich gewisse Grundprinzipien der imaginären Bibliotheken der Hochliteratur gleichsinnig auch in der Jugendliteratur wiederfinden.

Imaginär bedeutet so viel wie „nur in der Vorstellung vorhanden, nicht wirklich, nicht real“.[16] Imaginäre Bibliotheken sind demnach Orte der Büchersammlung in einer nicht real existierenden Welt bzw. einer Welt, die der Vorstellungskraft einer Person entspringt. Sie können real existierenden Bibliotheken nachempfunden sein[17], reflektieren aber meist keine gegenwärtigen Bibliotheken. Solche historisierten, imaginären Bibliotheken werden aus „verbreiteten Vorstellungen und Klischees“[18] vergangener Zeit zusammengesetzt und ignorieren Details der entsprechenden Epoche. Ebenso klischeehaft erfolgt die Darstellung der mit der Bibliothek verbundenen Personen (Personal, Eigentümer, Besucher) – häufig werden diese als „verrückt, depressiv oder gewalttätig“[19] dargestellt oder sind schwierig im Umgang „mit anderen Menschen insgesamt“.[20] Stereotypen und Vorurteile bestimmen deren Äußeres, welches mit dem tatsächlichen Erscheinungsbild eines Bibliotheksmitarbeiters allerdings wenig gemein hat. Im Kontext einer literarischen Darstellung erfährt die imaginäre Bibliothek häufig Ehrfurcht und Bewunderung, da sie „nicht nur Ort des Wissens und des Sammelns, sondern auch der Phantasie“[21] ist. Vorzugsweise handelt es sich bei der Sammlung der imaginären Bibliothek nicht um einen spezialisierten, sondern um einen lückenlosen, allumfassenden Bestand[22], eine Entsprechung der Bibliothek von Alexandria.[23] Die Universalität der Sammlung kontrastiert mit der Zerstörung der imaginären Bibliothek. Dahinter steht zum einen „die Zerstörung des kulturellen Gedächtnisses“[24] sowie einer bestimmten Person, zum anderen die gezielte Vernichtung eines unüberschaubaren, unkritischen Sammelns.[25] Eine Bibliothek, die „eine Institution des Wissens sein will“[26], muss das Sammelgebiet eingrenzen. Nur durch bewussten Ausschluss der Diskurse, „die zum Nicht-Wissen gehören“[27], kann Wissen gefördert werden.

3 Vorstellung der Primärliteratur

Die Zusammenhänge der Geschichte werden hier exemplarisch erklärt, wichtige Personen vorgestellt und das Erscheinungsbild der Bibliotheken im Grundsätzlichen wird beschrieben. Die Beschränkung des Umfangs dieser Arbeit zwingt zu einer knappen Inhaltsangabe. In diesem Kapitel findet keine Detailbeschreibung der Bibliotheken statt, da die Analyse der theoretischen Grundlagen einer Jugendbibliothek ab dem Kapitel 4 erfolgt.

Die Zuordnung der ausgewählten Werke erfolgt anhand der Bibliotheksart, welche in die Kategorien der Privatbibliothek, der Nationalbibliothek und der Schulbibliothek unterteilt werden können.

3.1 Privatbibliothek

In drei der fünf erörterten Werke handelt es sich um Bibliotheken von Privatpersonen. Die Privatbibliothek in der Tinten-Trilogie[28] gehört Elinor. Sie ist die Tante von Meggie, der Protagonistin. Die Tinten-Trilogie von Cornelia Funke erzählt einerseits die Geschichte von Personen, die aus einem Buch herausgelesen wurden, andererseits von Meggie und Co., die diese Welt so sehr fasziniert, dass sie sich hineinlesen und ihr Leben dort verbringen wollen. Elinor ist sehr stolz auf ihre Bibliothek und hütet sie wie einen Schatz. Sie ersetzt ihr die Familie; andere Bedürfnisse, die darüber hinaus gehen sind ihr fremd. Die vorsätzliche Verbrennung der Bücher durch Dritte belastet sie außerordentlich. All ihre Energie verwendet sie auf die Wiederherstellung ihrer Sammlung. Im letzten Band spürt Elinor, dass ihre Bücher sie nicht mehr glücklich machen. Die persönliche Beziehung zu Meggie und ihrer Familie hat derart an Bedeutung gewonnen, dass eine Trennung kaum zu ertragen ist und sie ihnen deshalb in das Buch Tintenherz folgt. Ihre Bibliothek lässt sie zurück.

Wie der Titel bereits erahnen lässt, handelt es sich bei „Bibbi Bokkens magische[r] Bibliothek“[29] um die Privatbibliothek von Bibbi Bokken. Die Geschichte erzählt von den Teenagern Berit und Nils, welche sich auf eine detektivische Suche nach ebendieser Bibliothek begeben. Sie übermitteln sich ihre Entdeckungen gegenseitig in einem Brieftagebuch, an dem nach kurzer Zeit ein unheimlicher Mann Interesse zeigt. Die Ereignisse überschlagen sich und die beiden entschlüsseln das Geheimnis um die magische Bibliothek und Bibbi Bokken. Diese wurde beauftragt, für das norwegische Buchjahr ein Buch zu schreiben, welches an alle Schulklassen ausgeteilt werden sollte. Es war ein Experiment ihrerseits, diesen Auftrag an Berit und Nils zu übertragen, ohne dass diese hiervon wussten. Bibbi Bokken versorgt die jungen Autoren jedoch mit gezielten Hinweisen (verrückt nach Büchern zu sein), um die thematische Ausgestaltung des Buches in die gewünschte Richtung lenken zu können.

In „Die Stadt der Träumenden Bücher“[30] begibt sich der Protagonist, Hildegunst von Mythenmetz, auf die Suche nach einem Schriftsteller, von dem er ein Manuskript erhalten hat, welches ihn fasziniert. Er reist nach Buchhaim, der Stadt der träumenden Bücher, in der alle Gewerbeformen um das Buch angesiedelt sind. Jedoch sind nicht die Qualität oder die Literatur von Bedeutung, sondern Quantität und Materialität. Wahlloser Konsum ist Alltag. In diesem Werk gibt es nicht nur eine Bibliothek, sondern unzählig viele. Die Lederne Grotte sowie die Bibliotheken des Orm und Die Bibliothek der Haarsträuber in Schloss Schattenhall bestehen aus Liebe zur Literatur und nicht nur aus Prestigegründen und sollen deshalb erörtert werden. Besitzer sind für erstere die Buchlinge und in Schloss Schattenhall der Schattenkönig.

3.2 Nationalbibliothek

Der Titel „Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz“[31] von Ralf Isau lässt auf den ersten Blick auf eine weitere Privatbibliothek schließen. Dem ist jedoch nicht so, denn es handelt sich dabei um die Bibliothek Phantásiens, dem Land aus Michael Endes „Die unendliche Geschichte“. Die Phantásische Bibliothek ist der Anfang und das Ende des Landes und ihre Existenz sichert die Existenz Phantásiens. Für die Rolle einer Nationalbibliothek spricht ebenso, dass sie alle Bücher enthält, die es gibt, gab oder die nie geschrieben wurden.

Ralf Isau erschafft die Geschichte des alten Buchhändlers Karl Koreander und wie dieser dazu kam, „Die unendliche Geschichte“ zu besitzen und was er selbst in Phantásien erlebt hat. An dem Tag, an dem Karl Koreander beschließt, sich bei Thaddäus Tillmann Trutz für die Arbeit im Antiquariat zu bewerben, gerät sein Leben aus den bisher geordneten Bahnen. Nicht nur wird er von Thaddäus Trutz zum Inhaber des Antiquariats ernannt, sondern darüber hinaus auch zum Hüter der Bibliothek Phantásiens, deren Eingang sich im Antiquariat befindet. Die Phantásische Bibliothek ist jedoch von einem Leiden befallen, denn Bücher verschwinden und hinterlassen das Nichts. Die Existenz Phantásiens ist an den Fortbestand der Bibliothek gebunden. Karl Koreander macht sich, begleitet von Thaddäus Trutz und einer Phantásierin, auf die Suche nach der Ursache des Leidens und der Möglichkeit einer Heilung der Bibliothek. Die Rettung gelingt in letzter Minute und Karl Koreander wird zum neuen Meisterbibliothekar erhoben.

3.3 Schulbibliothek

Harry Potter[32], die Hauptfigur in Joanne K. Rowlings Geschichte, erfährt, dass er Zauberer ist und von nun an die Zaubereischule Hogwarts besucht, weshalb er nicht mehr bei seinen ungeliebten Verwandten wohnen muss. Hogwarts bietet neben ungewöhnlichen Schulfächern, Geistern als Bewohnern und gefährlichen Tieren alles, was ein normales englisches Internat seinen Schülern sonst auch bietet: eine Kantine, Schlafsäle, Gemeinschafsräume und natürlich eine Schulbibliothek. Die Schulbibliothek spielt in den gesamten sieben Bänden eine untergeordnete Rolle. Die Bibliothek ist sehr realitätsnah dargestellt und auch ihre Aufgabe, nämlich die der Wissensvermittlung, ist wirklichkeitsgetreu geschildert. Rettende Ideen und Einfälle, die Wendungen in gefährlichen Situationen des Handlungsstranges bewirken, entstammen der Lektüre bestimmter Werke aus Hogwarts‘ Bibliothek, nehmen aber dennoch in der gesamten Handlung eine nur nachgeordnete Funktion ein.

4 Ansprüche an eine Jugendbibliothek

Theoretische Arbeitsgrundlagen für Jugendbibliotheken basieren auf Ergebnissen zielgruppenspezifischer Freizeit- und Medienverhaltensforschungen.[33] Nur durch ein Ineinandergreifen dieser herausgearbeiteten Schwerpunkte kann eine aktive und erfolgreiche Jugendbibliothek entstehen. Das Zielgruppenalter variiert je „nach kulturellem Hintergrund und Land“.[34] Bibliotheken wählen häufig „eine Altersspanne zwischen zwölf und achtzehn Jahren […], um spezifische Angebote und Dienstleistungen für diese Zielgruppe anzubieten“.[35] Diese Spanne kann bis zu einem Alter von 25 oder 26 Jahren ausgeweitet werden[36], sollte aber nicht erst die Altersgruppe nach 12 Jahren ansprechen, um dem ‚Leseknick‘ erfolgreich entgegenwirken zu können.[37] Jugendliche sind als Zielgruppe „schwer zu greifen, [da] ihre Bedürfnisse […] äußerst heterogen“[38] sind. Grundsätzlich sollte die Jugendbibliothek von der Kinderbibliothek räumlich getrennt sein, da diese beiden Zielgruppen verschiedene Anforderungen an die Bibliothek stellen.

4.1 Personalqualifikation

Erfolgreich kann ein Jugendbibliothekar nur dann sein, wenn er sich von tradierten Gedanken, zum Beispiel „sich vorrangig als Hüter der Buchkultur“[39] zu verstehen, loslöst und seine Aufgabe als Vermittler von Medien- und Informationskompetenz und Förderer der Lesekompetenz wahrnimmt.[40] Ganz im Gegensatz hierzu versteht sich Madame Pince (HP), die Schulbibliothekarin von Hogwarts, „Hüter[in] von Moral und Ordnung“.[41] Vorrangig wedelt Madame Pince mit Staubfeudel (HP1, S. 217.) oder poliert in Leder gebundene Bücher. (HP2, S. 209.) „Rowling bestärkt hiermit das vorherrschende Bild und Vorurteil gegenüber Bibliothekaren“[42], welches in der Beschreibung imaginärer Bibliotheken stereotypisch Verwendung findet. Auch Elinor (TW) versteht sich als die Hüterin der Bücher und würde Meggie ohne zu zögern töten, sollte sie es wagen, bestimmte Bücher anzufassen. (TW1, S. 45.) Sie weiß sehr viel über Buchkunst und kann es nicht ertragen, wenn Bücher in irgendeiner Weise zu Schaden kommen. (TW1, S. 46f.) Bücher ersetzen ihr die Familie, die sie nie hatte und wollte, bis sie mit Meggie und deren Familie zusammen kommt. Danach vollzieht sich die Wandlung, sodass der Kontakt und Austausch mit Menschen eine vorrangige Bedeutung einnimmt. (TW3, Loc. 3165.) Die Buchlinge (STB) sind ebenfalls Hüter der Buchkultur, wobei dies in ihrem Fall keine negative Konnotation hat. Sie „sind das einzige Volk in den Katakomben, das sich nicht an der Geschäftemacherei mit den Büchern beteiligt“ (STB, S. 380.), sondern liest, weil es ihr Lebensinhalt ist. Es ist ein zentraler Wesenszug der Buchlinge, das Gesamtwerk eines Schriftstellers auswendig zu beherrschen. (STB, S. 212.) Dadurch erlangen sie ihren Namen und ihre Persönlichkeit gleicht sich diesem Schriftsteller an. (STB, S. 282f. / S. 242.) Neue Buchlinge verfügen, wenn sie in die Lederne Grotte kommen, über kein Gedächtnis und sind sprachlos. „Dann geben wir ihnen Bücher zu lesen – du weißt schon, wir lesen automatisch, das ist uns wohl angeboren. Und im Handumdrehen können sie sprechen“. (STB, S. 279.) „Lesen ist in den organischen Prozess der Buchlinge eingebunden“ (STB, S. 267.) und keineswegs geschieht diese Vielleserei aus reiner Freude an der Literatur:

»Wir essen nicht wirklich Bücher«, erlöste ihn Gofid. »Nicht in dem Sinne, daß wir Papier fressen wie ein Bücherwurm. Es ist nur so, daß wir vom Lesen satt werden« (STB, S. 265.)

Den Buchlingen ist es selbst „ein bisschen peinlich […], daß etwas so Hochgeistiges wie Lesen […] mit etwas so Profanem wie Verdauung einhergeht“. (STB, S. 265.) Obwohl Literatur den Lebensinhalt der Buchlinge darstellt, haben sie eine Schwäche für Diamanten, die sie abbauen. (STB, S. 261.) „Es geht ihnen nicht um den materiellen Wert der Diamanten, sondern um ihren bearbeiteten, ästhetisch schönen Zustand“.[43] Nicht durch Geldgier oder Machtwünsche werden die Buchlinge zu ihrem Tun angetrieben, sondern durch reinen Idealismus.[44] Jedoch haben auch sie die marktbeherrschenden Strukturen der Stadt oberhalb der Katakomben teilweise übernommen. Analog zu der Goldenen Liste der Oberfläche führen sie eine Diamantene Liste, welche um Vieles wertvoller ist. (STB, S. 223.) Neben dem Lesen gehen sie noch weiteren Tätigkeiten nach. Danzelot zum Beispiel füttert die Lebenden Bücher in seiner freien Zeit (STB, S. 227.). Andere arbeiten in der eigenen Kerzenwerkstatt (STB, S. 239.) oder dem Bücherkrankenhaus (STB, S. 245.) oder widmen sich der Pflege des Archivs (STB, S. 247.) und der Ledernen Grotte. (STB, S. 217.) So werden sie nicht nur in Verbindung mit dem Lesen von Büchern gebracht, sondern sind in ihren Aktivitäten breiter gefächert als die Bibliothekare der bereits vorgestellten imaginären Bibliotheken.

Die kontinuierliche Veränderung und Erneuerung der Medienlandschaft zwingt das Personal einer Jugendbibliothek, aktuelle Trends zu erfassen und sie in die tägliche Arbeit zu integrieren, um glaubwürdig die Zielsetzungen der Jugendbibliotheksarbeit umsetzen zu können. Dies erfordert „ein hohes Maß an Flexibilität und Offenheit für neue Entwicklungen auf dem Medienmarkt“[45] sowie persönliches Engagement jedes einzelnen. Nicht nur die Medien wandeln sich, auch die gesamte Jugendkultur ist einem stetigen Wandel unterworfen, der im konzeptionellen Denken einer Jugendbibliotheksleitung berücksichtigt werden muss.[46] Es ist wesentlich, ein „Verständnis für die spezifischen, entwicklungsbedingten Bedürfnisse von Jugendlichen“[47] zu entwickeln, ebenso wie über „pädagogische und didaktische Fähigkeiten“[48] und „kommunikative[…] und soziale[…] Kompetenz“[49] für die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Jugendlichen zu verfügen. Diese Schlüsselqualifikationen machen es möglich, auf jugendliche Bedürfnisse zu reagieren, sie mit einzubeziehen und so den Austausch zwischen Nutzern und Mitarbeitern für beide Seiten ergiebiger zu gestalten. Eine grundlegende Voraussetzung für Jugendbibliothekare ist, dass „Wünsche und Bedürfnisse von Jugendlichen […] ernst genommen werden [müssen und] eine Bewertung oder Beeinflussung derselben […] fehl am Platz“[50] ist. Gegenseitige Akzeptanz, „Experimentierfreude, Offenheit für neue Entwicklungen und unkonventionelle Arbeitsmethoden“[51] dagegen sind erwünscht. Bibbi Bokken (BMB) hat im Sinne ihres Auftrags Berit und Nils „die ganze Zeit an der Nase herumgeführt“. (BMB, S. 212.) Dennoch musste Bibbi Bokken sich intensiv mit Jugendlichen und deren Lebenswelt auseinandersetzen, um ihren Auftrag erfolgreich ausführen zu können. Dabei sind ihre Arbeitsmethoden wahrlich unkonventionell, da sie sich selbst als Person merkwürdig benimmt, um Berit und Nils zum Schreiben des Brieftagebuches aktiv aus der Ferne anzuspornen. Im Gegensatz dazu steht wiederum Madame Pince (HP). Neben Putzen sieht sie es als ihre Aufgabe an, Schüler beim Missbrauch eines Buches zu ertappen. Sie lässt „diejenigen ihren Atem im Nacken spüren […], die es wagten, ihre wertvollen Bücher anzufassen“. (HP5, S. 633.) Sollte es den Schülern jedoch verboten sein, Bücher anzufassen, können sie mit ihnen auch nicht lernen. Anstatt die Schüler in Ruhe lernen zu lassen, sieht sie ihnen ständig über die Schulter (HP1, S. 217.), ist misstrauisch ihnen gegenüber (HP2, S. 170.) und streift durch die Gänge. Auf die Wünsche von den Schülern einzugehen, geschweige denn ihnen auch nur ein bisschen entgegen zu kommen, liegt ihrer Natur fern. Elinor (TW) empfindet Kinder ebenfalls als Störung und pflegt das Vorurteil, dass diese nicht richtig mit Büchern umgehen können. (TW1, S. 43f.) Im Laufe der Geschichte ändert sich jedoch ihre Meinung was Meggie und ihren Umgang mit Büchern angeht. Obwohl sich Elinor und Bibbi Bokken (BMB) als umgängliche Menschen herausstellen und durchaus einzelne Qualitäten eines Jugendbibliothekars aufweisen, fehlt ihnen gänzlich die Bindung zu aktuellen Medien. Jugendbibliothekare sind verpflichtet, sich mit dem Medienwandel auseinanderzusetzen, doch weder Bibbi Bokken (BMB) noch Elinor (TW) scheinen dazu bereit zu sein. Die Buchlinge (STB) jedoch kennen keine anderen Medien außerhalb des gedruckten Buches, dies allerdings nicht aus Ignoranz, sondern auf Grund der Beschränkung ihrer Lebenswelt.

[...]


[1] Ewers, Hans-Heino: Was ist Kinder- und Jugendliteratur? Ein Beitrag zu ihrer Definition und zur Terminologie ihrer wissenschaftlichen Beschreibung. In: Taschenbuch der Kinder- und Jugendliteratur. Grundlagen und Gattungen (Band 1). Hrsg. von Günter Lang. Baltmannsweiler: Schneider-Verlag Hohengehren 2000, S. 10.

[2] Doderer, Klaus: Vorwort des Herausgebers. In: Lexikon der Kinder- und Jugendliteratur. Personen-, Länder- und Sachartikel zu Geschichte und Gegenwart der Kinder- und Jugendliteratur, in drei Bänden. Hrsg. von Klaus Doderer. Weinheim und Basel: Beltz Verlag 1975, S. VII.

[3] Siehe: Moers, Walter: Die Stadt der Träumenden Bücher (1. u. 2. Taschenbuchausgabe). München: Piper Verlag GmbH 2006.

[4] Gaarder, Jostein / Hagerup, Klaus: Bibbi Bokkens magische Bibliothek. 4. Aufl. (Reihe Hanser). München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH&Co.KG 2007.

[5] Siehe: Funke, Cornelia: Tintenwelt Trilogie (Band 1 − 3). Hamburg: Cecilia Dressler Verlag.

[6] Siehe: Rowling, Joanne K.: Harry Potter (Band 1 – 7). Hamburg: Carlsen Verlag GmbH.

[7] Siehe: Isau, Ralf: Die Geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz. Die Legenden von Phantasien. 1. Aufl. München: Arena-Taschenbuch 2005.

[8] Siehe: Moers, Walter: Die Stadt der Träumenden Bücher (1. u. 2. Taschenbuchausgabe). München: Piper Verlag GmbH 2006.

[9] Siehe: Public Library Manifesto 1994. Öffentliche Bibliothek. Manifesto der UNESCO 1994. Berlin: Deutsches Bibliotheksinstitut 1995.

[10] Siehe: IFLA Fachbericht: Richtlinien für die Bibliotheksarbeit mit Jugendlichen (Überarbeitung der im Jahre 1996 veröffentlichten Richtlinie). Deutsche Übersetzung der überarbeiteten Fassung von 2010. Hrsg. von Internationaler Verband der Bibliothekarischen Vereine und Institutionen. 2011. URL: http://www.ifla-deutschland.de/de/downloads/IFLA_Richtlinien_Jugend_DEU_2011.pdf [29.10.2012].

[11] Siehe: Keller-Loibl, Kerstin: Handbuch Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit (Bibliothek und Gesellschaft). Hrsg. im Auftrag der Expertengruppe Kinder- und Jugendbibliothek des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. Bad Honnef: Bock und Herchen Verlag 2009.

[12] Siehe: Bibliotheksportal. Webseite Deutscher Bibliotheksverbund knb− Kompetenznetzwerk für Bibliotheken. URL: http://www.bibliotheksportal.de/ [28.10.2012].

[13] Siehe: Stocker, Günther: Schrift, Wissen und Gedächtnis. Das Motiv der Bibliothek als Spiegel des Medienwandels im 20. Jahrhundert (Epistemata Würzburger Wissenschaftliche Schriften Reihe Literaturwissenschaft Bd. 210). Würzburg: Königshausen und Neumann 1997.

[14] Siehe: Werle, Dirk: Copia librorum. Problemgeschichte imaginierter Bibliotheken 1580 − 1630. Tübingen: Max Niemeyer Verlag 2007.

[15] Siehe: Stocker: Schrift, Wissen und Gedächtnis, S. 283.

[16] Duden. Website. Wörterbuch. Synonyme Imaginär. URL: http://www.duden.de/rechtschreibung/imaginaer [30.10.2012].

[17] Siehe: Werle: Copia librorum, S. 50f.

[18] Stocker: Schrift, Wissen und Gedächtnis, S. 289.

[19] Ebd., S. 284.

[20] Ebd., S. 292.

[21] Werle: Copia librorum, S. 6.

[22] Siehe: Stocker: Schrift, Wissen und Gedächtnis, S. 299.

[23] Siehe: Ebd., S. 299.

[24] Stocker: Schrift, Wissen und Gedächtnis, S. 302.

[25] Siehe: Ebd., S. 300.

[26] Ebd., S. 300.

[27] Ebd., S. 300.

[28] Siehe: Funke, Cornelia: Tinten Trilogie (Band 1 − 3). Hamburg: Cecilia Dressler Verlag.

[29] Siehe: Gaarder: Bibbi Bokkens magische Bibliothek.

[30] Siehe Moers: Die Stadt der Träumenden Bücher.

[31] Siehe Isau: Die Geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz.

[32] Siehe: Rowling, Joanne K.: Harry Potter (Band 1 – 7). Hamburg: Carlsen Verlag GmbH.

[33] Siehe: JIM-STUDIE 2012. Jugend, Information, (Multi-)Media. Basisuntersuchung zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger. Hrsg. von Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest. Stuttgart: November 2012. URL: http://www.mpfs.de/fileadmin/JIM-pdf12/JIM2012_Endversion.pdf [01.12.2012].

[34] IFLA Fachbericht: Richtlinien für die Bibliotheksarbeit mit Jugendlichen, S. 4.

[35] Ebd., S. 4.

[36] Siehe: Keller-Loibl: Handbuch Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit, S. 109.

[37] Siehe: IFLA Fachbericht: Richtlinien für die Bibliotheksarbeit mit Jugendlichen, S. 3.

[38] Keller-Loibl: Handbuch Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit, S. 109.

[39] Heidtmann, Horst: (Elektronische) Medien für Jugendliche: neue Aufgabenfelder der Jugendbibliotheksarbeit. Vortrag auf einem Fortbildungsseminar für Bibliothekarinnen und Bibliothekare der Bertelsmann Stiftung, am 9. März 2000 in Bielefeld. URL: http://www.hdm-stuttgart.de/ifak/publikationen/ifak/pdfs/aufgaben.PDF [29.10.2012], S. 10.

[40] Siehe: Keller-Loibl: Handbuch Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit, S. 57.

[41] Brütting, Richard: Literarische Vexierspiele. Bibliotheken in Büchern in Bibliotheken. In: Von Rubens zum Dekonstruktivismus. Sprach-,literatur- und kunstwissenschaftliche Beiträge. Festschrift für Wolfgang Drost. Hrsg. von Helmut Kreuz u.a. Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter 1993, S. 92.

[42] Hagen, Judith: Spielerische Bibliothekseinführung für die Klassenstufe fünf. Konzepte und Projekte. Diplomarbeit. Stuttgart 2002. URL: http://opus.bsz-bw.de/hdms/volltexte/2003/23/pdf/Hagen,_Judith.PDF [01.11.2012], S. 32.

[43] Conrad, Maren J.: Von toten Autoren und Lebenden Büchern. Allegorien und Parodien poststrukturalistischer Literaturtheorie in den Katakomben der Stadt der Träumenden Bücher. In: Walter Moers' Zamonien-Romane: Vermessungen eines fiktionalen Kontinents. Hrsg. von Gerrit Lembke. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht Unipress 2011, S. 268.

[44] »In gewissen Weise sind auch wir Bücherjäger«, sagte Gofid. »Obwohl wir uns natürlich nicht den barbarischen Methoden dieser professionellen Mörder bedienen. Wir suchen aus Liebe, nicht aus Gier. Wir suchen mit Herz und Verstand, nicht mit Axt und Schwert. Wir suchen, um zu lernen, und nicht, um uns zu bereichern. Und wir suchen besser! Wir finden die wertvollsten Bücher.« (STB, S. 224.)

[45] Keller-Loibl: Handbuch Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit, S. 57.

[46] Siehe: IFLA Fachbericht: Richtlinien für die Bibliotheksarbeit mit Jugendlichen, S. 7.

[47] Keller-Loibl: Handbuch Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit, S. 57.

[48] Ebd., S. 57.

[49] Ebd., S. 57.

[50] Keller-Loibl: Handbuch Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit, S. 111.

[51] Ebd., S. 111.

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Die imaginäre Bibliothek in der Jugendliteratur
Untertitel
Wie die aktuellen Richtlinien realer Bibliotheken in „Harry Potter“, „Die Stadt der träumenden Bücher“ und weiteren Werken berücksichtigt werden
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Autor
Jahr
2013
Seiten
56
Katalognummer
V230114
ISBN (eBook)
9783656451693
ISBN (Buch)
9783656454144
Dateigröße
945 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bibliothek, jugendliteratur, richtlinien, bibliotheken, harry, potter, stadt, bücher, werken
Arbeit zitieren
Julia Schaer (Autor), 2013, Die imaginäre Bibliothek in der Jugendliteratur, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230114

Kommentare

  • Ist das ein geiles Thema! Hat bestimmt Spaß gemacht, die zu schreiben ;)
    Gratulation, so von Mainzer BuWi zum andern!

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Titel: Die imaginäre Bibliothek in der Jugendliteratur



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