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Die imaginäre Bibliothek in der Jugendliteratur

Wie die aktuellen Richtlinien realer Bibliotheken in „Harry Potter“, „Die Stadt der träumenden Bücher“ und weiteren Werken berücksichtigt werden

Title: Die imaginäre Bibliothek in der Jugendliteratur

Bachelor Thesis , 2013 , 56 Pages

Autor:in: Julia Schaer (Author)

Book Science
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Alles nur Fiktion?
Spiegelt die fiktive Bibliothek in der europäischen Jugendliteratur die Ansprüche einer realen Bibliothek wider? Und wenn nicht: Worin unterscheidet sie sich? Ein Vergleich.
Julia Schaer studierte Buchwissenschaft in Mainz. In ihrer Bachelorarbeit wirft sie anhand der „Tintenwelt“-Trilogie von Cornelia Funke, „Bibbi Bokkens magische Bibliothek“ von Jostein Gaarder und Klaus Hagerup, Ralf Isaus „Phantàsien“-Roman „Die Geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz“ und weiteren Werken einen Blick hinter die Kulissen der modernen Bibliothek im Jugendbuch und vergleicht diese mit den aktuellen Richtlinien einer heutigen Bibliothek. Anhand verschiedener Parameter wie der Qualifikation des Personals, dem Vorhandensein von Veranstaltungen und einer multimedialen Bestandsausrichtung wird in diesem Vergleich gezeigt, wo sich die Schablone der realen Welt auf die fiktive übertragen lässt beziehungsweise wo die Literatur im Jugendbuch ihren eigenen Weg geht. Differenziert und facettenreich ermöglicht Schaer dem Leser ein Eintauchen in Jugendbuchwelten bei gleichzeitig hohem wissenschaftlichem Mehrwert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Forschungsübersicht zu imaginäre Bibliotheken

3 Vorstellung der Primärliteratur

3.1 Privatbibliothek

3.2 Nationalbibliothek

3.3 Schulbibliothek

4 Ansprüche an eine Jugendbibliothek

4.1 Personalqualifikation

4.2 Attraktive Lage

4.3 Logik der Innenraumanordnung

4.4 Vermittlung angemessener Benutzungsgrundsätze

4.5 Multimediale, technisch aktuelle Bestandsausrichtung

4.6 Präsenz durch Veranstaltungen

4.7 Allgemeiner und spezieller Bildungsauftrag

4.8 Vielfältiger Kooperationspartner

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung imaginärer Bibliotheken in ausgewählten Werken der Jugendliteratur. Dabei wird analysiert, ob diese fiktiven Einrichtungen den arbeitstheoretischen Anforderungen realer moderner Jugendbibliotheken entsprechen oder von diesen in wesentlichen Aspekten abweichen.

  • Vergleich von Realität und Fiktion in der Bibliotheksgestaltung
  • Anforderungen an Personal und Bibliotheksmanagement
  • Stellenwert von Medienbestand und technischer Ausstattung
  • Die Bibliothek als sozialer Treffpunkt und Bildungsraum
  • Verhaltensregeln und Atmosphäre im literarischen Kontext

Auszug aus dem Buch

4.1 Personalqualifikation

Erfolgreich kann ein Jugendbibliothekar nur dann sein, wenn er sich von tradierten Gedanken, zum Beispiel „sich vorrangig als Hüter der Buchkultur“39 zu verstehen, loslöst und seine Aufgabe als Vermittler von Medien- und Informationskompetenz und Förderer der Lesekompetenz wahrnimmt.40 Ganz im Gegensatz hierzu versteht sich Madame Pince (HP), die Schulbibliothekarin von Hogwarts, „Hüter[in] von Moral und Ordnung“.41 Vorrangig wedelt Madame Pince mit Staubfeudel (HP1, S. 217.) oder poliert in Leder gebundene Bücher. (HP2, S. 209.) „Rowling bestärkt hiermit das vorherrschende Bild und Vorurteil gegenüber Bibliothekaren“42, welches in der Beschreibung imaginärer Bibliotheken stereotypisch Verwendung findet.

Auch Elinor (TW) versteht sich als die Hüterin der Bücher und würde Meggie ohne zu zögern töten, sollte sie es wagen, bestimmte Bücher anzufassen. (TW1, S. 45.) Sie weiß sehr viel über Buchkunst und kann es nicht ertragen, wenn Bücher in irgendeiner Weise zu Schaden kommen. (TW1, S. 46f.) Bücher ersetzen ihr die Familie, die sie nie hatte und wollte, bis sie mit Meggie und deren Familie zusammen kommt. Danach vollzieht sich die Wandlung, sodass der Kontakt und Austausch mit Menschen eine vorrangige Bedeutung einnimmt. (TW3, Loc. 3165.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der imaginären Bibliotheken ein und stellt die Forschungsfrage, ob diese den aktuellen Anforderungen an eine moderne Jugendbibliothek gerecht werden.

2 Forschungsübersicht zu imaginäre Bibliotheken: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der imaginären Bibliothek und zeigt auf, dass diese in der Jugendliteratur bisher nur rudimentär untersucht wurde.

3 Vorstellung der Primärliteratur: Hier werden die untersuchten Werke in Kategorien wie Privat-, National- und Schulbibliothek unterteilt und die jeweiligen Bibliotheken kurz charakterisiert.

4 Ansprüche an eine Jugendbibliothek: Das umfangreichste Kapitel prüft verschiedene Aspekte – vom Personal über die Raumgestaltung bis hin zur Medienauswahl – anhand der literarischen Beispiele gegen die theoretischen Anforderungen.

5 Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass die untersuchten imaginären Bibliotheken in der Jugendliteratur eher antiquiert dargestellt sind und kaum den modernen Richtlinien für zeitgemäße Bibliotheksarbeit entsprechen.

Schlüsselwörter

Jugendliteratur, Jugendbibliothek, Bibliotheksarbeit, Primärliteratur, Harry Potter, Imaginary Library, Medienkompetenz, Leseförderung, Bibliothekspädagogik, Bestandsausrichtung, Personalqualifikation, Literaturwissenschaft, IFLA, Bibliotheksraum, Zamonien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie imaginäre Bibliotheken in populären Jugendbüchern wie Harry Potter oder Die Stadt der träumenden Bücher dargestellt werden und vergleicht diese mit den realen Anforderungen an moderne Jugendbibliotheken.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf Personal, räumlicher Gestaltung, Medienbestand, Benutzerregeln, Veranstaltungen sowie dem Bildungsauftrag und Kooperationen.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Es soll geprüft werden, ob die Gesamtdarstellung der fiktiven Bibliotheken den arbeitstheoretischen Grundlagen einer Jugendbibliothek entspricht oder davon abweicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine vergleichende Analyse zwischen primärliterarischen Beschreibungen und den offiziellen Richtlinien (z. B. IFLA/UNESCO) für die Bibliotheksarbeit mit Jugendlichen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in acht Unterkapitel, die spezifische Qualitätsmerkmale von Bibliotheken (von der Lage bis zur Kooperation) anhand von Zitaten aus der Primärliteratur diskutieren.

Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Jugendliteratur, Jugendbibliothek, Bibliotheksarbeit, Medienkompetenz und Literaturanalyse.

Warum wird Harry Potter als Fallbeispiel angeführt?

Die Schulbibliothek in Hogwarts dient als Beispiel für eine realitätsnah, aber oft streng und pädagogisch traditionell wirkende Bibliothek, die im starken Kontrast zu modernen Konzepten steht.

Welche Rolle spielen die "Buchlinge" in dieser Untersuchung?

Die Buchlinge aus "Die Stadt der Träumenden Bücher" werden als interessante Kontrastfiguren betrachtet, da ihr Umgang mit der Bibliothek zwar idealistisch, aber architektonisch und organisatorisch oft eigenwillig ist.

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Details

Title
Die imaginäre Bibliothek in der Jugendliteratur
Subtitle
Wie die aktuellen Richtlinien realer Bibliotheken in „Harry Potter“, „Die Stadt der träumenden Bücher“ und weiteren Werken berücksichtigt werden
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Author
Julia Schaer (Author)
Publication Year
2013
Pages
56
Catalog Number
V230114
ISBN (eBook)
9783656451693
ISBN (Book)
9783656454144
Language
German
Tags
bibliothek jugendliteratur richtlinien bibliotheken harry potter stadt bücher werken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Schaer (Author), 2013, Die imaginäre Bibliothek in der Jugendliteratur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230114
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