Ziel dieser Arbeit ist die Definition der Universität als Expertenorganisation, sowie Fragen über die Herausforderung der Steuerung und ein Ausblick, ob sich die Universität zu einem vollkommenen korporativen Akteur entwickeln kann.
Zunächst soll deutlich gemacht werden, was man unter einer Universität als Expertenorganisation versteht, denn diese Form der Organisation unterscheidet sich wesentlich von anderen Organisationen. Unter anderem soll geklärt werden, welche organisationalen Unterschiede es innerhalb der Universität gibt und wie der universitäre Veränderungsprozess zustande gekommen ist. Anschließend werden die Probleme erörtert, die bei der Steuerung einer Universität auftreten, denn aufgrund der Universitätscharakteristika gibt es Besonderheiten bei der Führung einer Expertenorganisation. Eine genauere Betrachtung auf das Personal soll diese Steuerungsherausforderungen verdeutlichen. Abschließend soll erklärt werden, inwieweit die Transformation der Universität zu einer Unternehmung geschehen kann.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Problemstellung
- Zielsetzung der Arbeit
- Theoretische Grundlagen
- Zum Begriff der Expertenorganisation
- Interessens- und Arbeitsorganisation
- Die Universität als korporativer Akteur
- Das New Public Management
- Untersuchungsrahmen
- Mentales Modell
- Methodik
- Untersuchung
- Herausforderungen der Steuerung einer Universität
- Steuerungsprobleme aufgrund loser Kopplung innerhalb der Universität
- Bestimmung interessens- und arbeitsorientierter Universitäts-Bereiche
- Das New Public Management – Von der traditionellen Expertenorganisation zur ,, gemanageden Universität’’
- Organisationsentwicklung durch Personalentwicklung
- Qualitätssicherung als Steuerungsinstrument
- Die Universität als Unternehmen?
- Herausforderungen der Steuerung einer Universität
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit der Transformation der Universität von einer traditionellen Expertenorganisation hin zu einem korporativen Akteur im Kontext des New Public Management (NPM). Die Arbeit analysiert die Herausforderungen, die sich aus dieser Veränderung für die Steuerung der Universität ergeben, insbesondere aufgrund der losen Kopplung innerhalb der Expertenorganisation.
- Die Universität als Expertenorganisation und ihre besonderen Merkmale
- Die Herausforderungen der Steuerung einer lose gekoppelten Organisation
- Die Auswirkungen des New Public Management auf die Universität
- Die Bedeutung der Personal- und Organisationsentwicklung in der Transformation
- Die Rolle der Qualitätssicherung als Steuerungsinstrument
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die Problemstellung und die Zielsetzung der Arbeit dar. Kapitel zwei behandelt die theoretischen Grundlagen, indem es den Begriff der Expertenorganisation, Interessens- und Arbeitsorganisation, den korporativen Akteur und das New Public Management näher beleuchtet. Kapitel drei skizziert den Untersuchungsrahmen, einschließlich des mentalen Modells und der Methodik.
Kapitel vier, der Kern der Arbeit, analysiert die Herausforderungen der Steuerung einer Universität, die sich aus der losen Kopplung innerhalb der Expertenorganisation ergeben. Es werden die verschiedenen Organisationsformen in den Bereichen Forschung, Lehre und Verwaltung untersucht. Kapitel vier beleuchtet zudem die Auswirkungen des New Public Management, die Bedeutung der Personal- und Organisationsentwicklung sowie die Rolle der Qualitätssicherung als Steuerungsinstrument.
Schließlich werden in Kapitel fünf die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammengefasst. Die Arbeit verdeutlicht, dass die Transformation der Universität zu einem korporativen Akteur mit großen Herausforderungen verbunden ist und eine Reihe von komplexen Fragen aufwirft.
Schlüsselwörter
Expertenorganisation, Universität, New Public Management (NPM), Steuerung, lose Kopplung, Interessensorganisation, Arbeitsorganisation, korporativer Akteur, Personalentwicklung, Qualitätssicherung.
Häufig gestellte Fragen
Warum wird die Universität als „Expertenorganisation“ bezeichnet?
Weil ihre Kernleistungen (Forschung und Lehre) von hochspezialisierten Experten erbracht werden, die über eine große Autonomie und fachliche Autorität verfügen.
Was bedeutet „lose Kopplung“ in der Universität?
Es beschreibt den Zustand, dass einzelne Bereiche (Fakultäten, Institute) oft sehr unabhängig voneinander und von der zentralen Verwaltung agieren.
Was ist das Ziel des New Public Management (NPM) an Hochschulen?
NPM zielt darauf ab, Universitäten effizienter zu steuern, indem unternehmerische Elemente wie Wettbewerb, Zielvereinbarungen und Qualitätsmanagement eingeführt werden.
Kann eine Universität wie ein Unternehmen geführt werden?
Die Arbeit untersucht die Transformation zum „korporativen Akteur“ und die Schwierigkeiten, die dabei aufgrund der besonderen Expertenstruktur auftreten.
Welche Rolle spielt die Personalentwicklung bei diesem Wandel?
Personalentwicklung wird als Instrument der Organisationsentwicklung gesehen, um die Mitarbeiter auf die neuen Steuerungs- und Managementanforderungen vorzubereiten.
- Arbeit zitieren
- Julia Dumpe (Autor:in), 2012, Die Universität als Expertenorganisation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230141