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Die Rolle des Auswärtigen Amtes und der Reichswehr im deutsch-amerikanischen Militäraustausch in der Weimarer Republik.

Konflikt oder Kooperation?

Titel: Die Rolle des Auswärtigen Amtes und der Reichswehr im deutsch-amerikanischen Militäraustausch in der Weimarer Republik.

Bachelorarbeit , 2012 , 38 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Daniel Kubitscheck (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit legt einen Fokus auf die Institutionen Reichswehr und Auswärtiges Amt während der Weimarer Republik, welche sich nach dem Ende des 1. Weltkrieges den veränderten politischen Rahmenbedingungen anpassen mussten und eine Zäsur für deren Handeln bedeutete.
Dabei rückt zunehmend der frühzeitig einsetzende deutsch-amerikanische Militäraustausch nach Kriegsende in den Vordergrund und beleuchtet aus dieser Perspektive die jeweiligen Rollen der Institutionen bei der Verfolgung ihrer Interessen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Forschungsstand

1.2 Quellenlage

2. Außenpolitische Lage und das Auswärtige Amt

2.1 Wandel und Reform des Auswärtigen Amtes

2.2 Die Botschafter in den USA

3. Die Reichswehr

3.1 Kontrolle durch die IMKK

3.2 Führungspersonen der Reichswehr

4. Verhältnis zwischen den USA und der Weimarer Republik

5. Deutsch-amerikanischer Militäraustausch

5.1 Der deutsch-sowjetische Militäraustausch im Vergleich

5.2 Maßgebliche Personen der Militärkooperationen

6. Kooperation oder Konflikt zwischen RW und AA?

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Auswärtigen Amt und der Reichswehr hinsichtlich des geheimen, informellen Militäraustauschs zwischen dem Deutschen Reich und den USA während der Weimarer Republik. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf das Ausmaß der Zusammenarbeit sowie die Interessenkonflikte zwischen den beiden staatlichen Institutionen in einer Zeit der außenpolitischen Revisionsbestrebungen.

  • Die diplomatische Rolle des Auswärtigen Amtes in der Weimarer Republik.
  • Die Entwicklung und Struktur der Reichswehr als machtpolitischer Akteur.
  • Analyse der geheimen deutsch-amerikanischen Militärkooperationen.
  • Vergleich der US-Militärkooperation mit dem Austausch mit der Sowjetunion.
  • Das Spannungsverhältnis von Kooperation und Konflikt zwischen Militär und Diplomatie.

Auszug aus dem Buch

3. Die Reichswehr

Vermutlich war keine Institution der neu entstandenen Republik einem so großen außen sowie innenpolitischen Interesse und einer Beobachtung ausgesetzt wie die Reichswehr. Zum einen liegt das an der durch Gewalt gegebenen Machtposition einer Armee und der ihr angehörenden hohen Anzahl an Menschen. Zum anderen verhielt es sich mit dem deutschen Militär besonders heikel, da die Tradition des Militarismus und der Mythos der Unbesiegbarkeit in großen Teilen der Gesellschaft tief verwurzelt waren. Es war schwer einzuschätzen, wie sich die führenden Militärs und die Masse an einfachen Soldaten den neuen Gegebenheiten der Republik und dem Status als Besiegte begegnen würden.

Die Bestimmungen der Alliierten, u.a. die radikale Reduzierung der Truppenstärke auf 100 000 Mann, hatten vielleicht für manche überraschend kaum einen bedrohenden und dauerhaften offiziellen Widerstand zur Folge. Die Reichswehr fungierte schließlich bei verschiedenen Putschversuchen als Stütze der Regierung bei der Wiederherstellung der Ordnung. Allerdings betrieb die Reichswehrführung eine eigenständige Schattenpolitik und blieb ihrem monarchisch geprägten Militarismus treu. Dies wurde u.a. bei einem Blick auf die Personalpolitik deutlich. So hatten die in der wilhelminischen Zeit so genannten ´erwünschten Kreise` für die Offizierslaufbahn der Adel, höhere Beamte und Gutsbesitzer weiterhin Bestand, da die Herkunft aus diesem Milieu als Garantie für gesellschaftlichen und ideologischen Zusammenhalt angesehen wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt den zeitlichen und thematischen Rahmen der Untersuchung zur Außen- und Militärpolitik der Weimarer Republik unter besonderer Berücksichtigung des Militäraustauschs mit den USA.

2. Außenpolitische Lage und das Auswärtige Amt: Dieses Kapitel analysiert den Handlungsspielraum der deutschen Außenpolitik und die strukturelle Modernisierung des Auswärtigen Amtes in der schwierigen Nachkriegszeit.

3. Die Reichswehr: Hier werden die Rolle, die Personalstruktur und das konservative Selbstverständnis der Reichswehr sowie die Spannungen durch internationale Rüstungskontrollen untersucht.

4. Verhältnis zwischen den USA und der Weimarer Republik: Das Kapitel beleuchtet die wirtschaftlich geprägten, freundlicheren Beziehungen zu den USA im Vergleich zu den anderen westlichen Siegermächten.

5. Deutsch-amerikanischer Militäraustausch: Es werden die inoffiziellen, auf Informationsbeschaffung ausgerichteten militärischen Kontakte in die USA detailliert dargestellt und mit dem sowjetischen Austausch verglichen.

6. Kooperation oder Konflikt zwischen RW und AA?: Die Analyse befasst sich mit der wechselhaften Interaktion zwischen ziviler Diplomatie und militärischer "Schattenpolitik" bei der Umsetzung geheimer Rüstungsziele.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz der institutionellen Zusammenarbeit zusammen und bewertet den Einfluss des Militarismus auf das Scheitern demokratischer Friedenspolitik.

Schlüsselwörter

Weimarer Republik, Reichswehr, Auswärtiges Amt, Militäraustausch, Geheimrüstung, Außenpolitik, Revisionismus, USA, Sowjetunion, Hans von Seeckt, Gustav Stresemann, Militarismus, Diplomatie, Rüstungskontrolle, Zwischenkriegszeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis und die Zusammenarbeit zwischen dem Auswärtigen Amt und der Reichswehr in der Weimarer Republik, insbesondere im Kontext der geheimen militärischen Kontakte zu den USA.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Außenpolitik der Ära Stresemann, die Rolle der Reichswehr bei der geheimen Wiederaufrüstung, das diplomatische Verhältnis zu den USA sowie die vergleichende Militärkooperation mit der Sowjetunion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Interessenkonflikte und Übereinstimmungen zwischen ziviler Diplomatie und militärischer Führung zu analysieren und zu klären, in welchem Ausmaß das Auswärtige Amt in die geheimen Militärkooperationen involviert war.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer breiten Auswertung von Quellen wie Aktenbeständen des Auswärtigen Amtes, dem Schriftverkehr von Militärs, Memoiren und zeitgenössischen Stellungnahmen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der strukturellen Bedingungen von Auswärtigem Amt und Reichswehr, das Verhältnis zu den USA, die Details der Offiziersreisen und militärischen Kontakte sowie die Analyse des Spannungsfeldes zwischen diesen Institutionen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Weimarer Republik, Geheimrüstung, Militärdiplomatie, Revisionspolitik und die Rivalität bzw. Zusammenarbeit der Berliner Machteliten charakterisieren.

Warum war der Militäraustausch mit den USA so bedeutend für die Reichswehr?

Die Reichswehr nutzte die Kontakte, um trotz der Beschränkungen des Versailler Vertrages technisches Wissen über moderne Kriegsführung, Luftfahrt und industrielle Mobilmachung zu erlangen.

Wie reagierte das Auswärtige Amt auf das "doppelte Spiel" der Reichswehr?

Das Auswärtige Amt betrachtete die geheimen militärischen Aktivitäten oft mit Skepsis, da sie die offizielle, auf Verständigung ausgerichtete Außenpolitik gefährden konnten, leistete jedoch letztlich keinen dauerhaften Widerstand gegen die Rüstungspläne.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle des Auswärtigen Amtes und der Reichswehr im deutsch-amerikanischen Militäraustausch in der Weimarer Republik.
Untertitel
Konflikt oder Kooperation?
Hochschule
Universität Kassel
Note
1,7
Autor
Daniel Kubitscheck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
38
Katalognummer
V230149
ISBN (eBook)
9783656461531
ISBN (Buch)
9783656461760
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rolle auswärtigen amtes reichswehr militäraustausch weimarer republik konflikt kooperation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Kubitscheck (Autor:in), 2012, Die Rolle des Auswärtigen Amtes und der Reichswehr im deutsch-amerikanischen Militäraustausch in der Weimarer Republik., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230149
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Leseprobe aus  38  Seiten
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