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"Nicht links, nicht rechts - identitär" ?

Eine Analyse der ‚Identitären Bewegung‘ in Deutschland

Titel: "Nicht links, nicht rechts - identitär" ?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2013 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Kuschel (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Nicht links, nicht rechts – identitär“ ist der erste Slogan, der einem auf der Homepage der Identitären Bewegung Deutschland ins Auge fällt. Außerdem stünden sie laut eigener Aussage für „100% Identität – 0% Rassismus“. Was ist diese IBD? Wofür steht sie wirklich? Und wer steht dahinter? Ziel dieser Arbeit soll es sein, die oben gestellten Fragen so weit möglich zu beantworten. Dazu soll die IBD politisch eingeordnet und außerdem analysiert werden, welche ‚Identitäten‘ ihre Mitglieder konstruieren – und zwar auf der einen Seite bezogen auf ihre eigene Identität als auch auf die Konstruktion einer negativ besetzten ‚muslimischen Identität‘. Herausgearbeitet werden soll dabei ebenfalls, ob ihr gerade von den Medien eine übertriebene Bedeutung zugeschrieben wird oder ob sie tatsächlich ein gefährliches Zulaufbecken der Neuen Rechten in der BRD – gerade für Jugendliche – sein kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A „100% Identität – 0% Rassismus“? – Woher kommen die ‚Identitären‘?

B Analyse und Kategorisierung der ‚Identitären Bewegung‘

I. Die Gründungsgeschichte der ‚Identitären Bewegung Deutschland‘

II. Theoretische Grundlagen

II.1 Populismus und Rechtsextremismus

II.2 Neorassismus, Islamophobie und Ethnopluralismus

II.3 Zwischenfazit

III. Einordung der ‚Identitären Bewegung Deutschland‘

III.1 Kulturrassistischer Ethnopluralismus und Islamophobie in der IBD

III.2 Die Vorstellungen von Europa in der IBD

III.3 Die IBD als populistische Bewegung und ihre Demokratievorstellung

III.4 Die IBD als ‚Jugendbewegung‘ und ihre ‚Öffentlichkeitsarbeit‘

IV. Die Konstruktion von Narrativen zur Aufrechterhaltung des Antagonismus

V. Verortung im rechtsextremen Spektrum und Reaktionen anderer Akteure

C Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert die „Identitäre Bewegung Deutschland“ (IBD), ordnet sie politisch ein und untersucht die von ihr konstruierten Identitätsnarrative im Kontext von Rechtspopulismus und Islamophobie. Ziel ist es zu klären, ob die Bewegung eine ernsthafte Gefahr für Jugendliche in der Bundesrepublik darstellt oder ob ihr eine mediale Bedeutung zugeschrieben wird, die über ihre tatsächliche Reichweite hinausgeht.

  • Politische Einordnung der IBD in das rechtsextreme und rechtspopulistische Spektrum
  • Analyse der Strategien der Identitätskonstruktion und der Abgrenzung gegenüber Muslimen
  • Untersuchung der spezifischen „Jugend-Strategie“ und der Nutzung populärkultureller Symbole
  • Beurteilung des Gefährdungspotentials durch die „Identitäre Bewegung“ in Deutschland

Auszug aus dem Buch

III.1 Kulturrassistischer Ethnopluralismus und Islamophobie in der IBD

„Uns Identitären geht es um den Erhalt unserer ethnokulturellen Identität, die heute durch den demographischen Kollaps, die Massenzuwanderung und die Islamisierung bedroht ist. Wir lieben unser Land und stehen zu unserer Tradition. Wir sind Patrioten. […] Wir wollen das Überleben unseres Volkes und aller Völker Europas und den Schutz unseres Kontinents vor Überfremdung, Massenzuwanderung und Islamisierung! (Identitäre Bewegung 2013g).

Alleine der Begriff der ‚ethnokulturellen Identität‘ verweist auf eine Kategorisierbarkeit dieser Aussagen als ethnopluralistische Programmatik. Dabei sollen von der IBD ‚alle Völker Europas‘ mit einbezogen werden. Sie sieht es außerdem als wichtig an, dass man sich aufgrund einer ‚tradierten Kultur‘ und einem gemeinsam Bewusstsein, wieder an ‚unsere Identität‘ erinnern solle. Diese stelle „[…]eine homogene, verwandte Gemeinschaft“ dar, die „[…]lebendig [wird] durch unseren Willen, sie auch in die Zukunft fort zu tragen“ (Identitäre Bewegung 2013b). Die Deutschen würden sich von allen anderen durch eine „kulturelle und ethnische Substanz“ (Identitäre Bewegung 2013b) unterscheiden, die sich „[…] über verschiedene Staats- und Erscheinungsformen erhalten hat“ (Identitäre Bewegung 2013b).

Zusammenfassung der Kapitel

A „100% Identität – 0% Rassismus“? – Woher kommen die ‚Identitären‘?: Das Kapitel führt in die Entstehung der Bewegung und den Anlass der Arbeit ein, wobei das Selbstbild der IBD dem offiziellen Diskurs gegenübergestellt wird.

B Analyse und Kategorisierung der ‚Identitären Bewegung‘: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Rechtspopulismus, Neorassismus und Ethnopluralismus erläutert, um die IBD in einen wissenschaftlichen Kontext zu setzen.

I. Die Gründungsgeschichte der ‚Identitären Bewegung Deutschland‘: Dieser Abschnitt beschreibt die Ursprünge der IBD nach französischem Vorbild und ihre ersten öffentlichen Aktionen.

II. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel bietet eine begriffliche Einordnung von Populismus, Islamophobie und Ethnopluralismus, die zur Analyse der IBD dienen.

II.1 Populismus und Rechtsextremismus: Hier wird Populismus als „dünne Ideologie“ definiert und der rechtspopulistische Rekurs auf ein homogenes Volk kritisch hinterfragt.

II.2 Neorassismus, Islamophobie und Ethnopluralismus: Das Kapitel analysiert, wie moderne rechtsextreme Strömungen kulturelle Unterschiede anstelle von biologischen Rassemerkmalen zur Ausgrenzung instrumentalisieren.

II.3 Zwischenfazit: Das Zwischenfazit verknüpft die theoretischen Konzepte und bereitet die empirische Analyse der IBD-Programmatik vor.

III. Einordung der ‚Identitären Bewegung Deutschland‘: Dieser Teil ordnet die Ideologie der IBD anhand ihrer eigenen Quellen und Positionierungen systematisch ein.

III.1 Kulturrassistischer Ethnopluralismus und Islamophobie in der IBD: Das Kapitel belegt die ethnopluralistische Programmatik der IBD und deren gezielte Islamfeindlichkeit.

III.2 Die Vorstellungen von Europa in der IBD: Hier wird das europäische Konzept der IBD als ein exklusives „Europa der Vaterländer“ dargestellt, das sich gegen die EU und Einwanderung richtet.

III.3 Die IBD als populistische Bewegung und ihre Demokratievorstellung: Das Kapitel untersucht das von der IBD konstruierte Feindbild der „Elite“ und ihr Verständnis von direkter Demokratie.

III.4 Die IBD als ‚Jugendbewegung‘ und ihre ‚Öffentlichkeitsarbeit‘: Hier wird analysiert, wie die IBD durch Event-Politik und Internet-Marketing gezielt jüngere Zielgruppen anspricht.

IV. Die Konstruktion von Narrativen zur Aufrechterhaltung des Antagonismus: Dieses Kapitel zeigt, wie die IBD durch gezielte Geschichten über Straftaten oder historische Vergleiche Identität und Feindbilder festigt.

V. Verortung im rechtsextremen Spektrum und Reaktionen anderer Akteure: Hier wird die Distanzierung der IBD zur NPD und die Wahrnehmung durch den Verfassungsschutz beleuchtet.

C Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet die Bedeutung der IBD als virtuelle Bewegung und betont die Gefahr ihrer indirekten Unterstützung aus der Mitte der Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Identitäre Bewegung, Rechtspopulismus, Ethnopluralismus, Islamophobie, Neorassismus, Neue Rechte, Identitätskonstruktion, politische Narrative, Jugendkultur, Rechtsextremismus, Europäische Identität, Demokratieverständnis, politische Mobilisierung, Ideologie, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der „Identitären Bewegung Deutschland“ (IBD), ihrer Ideologie, ihren Strategien und ihrer Verortung im politischen Spektrum.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Zentral sind der Populismus, die Konstruktion von Identitäten, der Ethnopluralismus sowie die Abgrenzung gegenüber dem Islam und der etablierten Politik.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Es soll geklärt werden, wie die IBD politisch einzuordnen ist, welche Identitätskonstruktionen ihre Mitglieder vornehmen und ob die Bewegung ein ernstzunehmendes, gefährliches Zulaufbecken der Neuen Rechten für Jugendliche darstellt.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewendet?

Der Autor nutzt eine diskursanalytische Vorgehensweise, wobei er Quellen der IBD (Homepage, soziale Medien) mit politikwissenschaftlichen Theorien zum Populismus und zur Identitätsforschung abgleicht.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen (Populismus, Rassismus-Begriffe) dargelegt und anschließend die Programmatik der IBD, ihre Rolle als „Jugendbewegung“ und die Nutzung von Narrativen zur Feindbildkonstruktion analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kulturrassismus, Ethnopluralismus, Islamophobie, Identitäre Bewegung und rechtspopulistische Strategien sind die entscheidenden begrifflichen Ankerpunkte.

Wie unterscheidet sich die IBD von klassischen Neonazi-Gruppen?

Laut Arbeit grenzt sich die IBD nach außen durch eine „moderne“, popkulturelle Ästhetik ab und lehnt biologische Rassismen offiziell ab, um nicht als „Nazi“-Gruppe wahrgenommen zu werden.

Welche Rolle spielt die Strategie der „Event-Politik“ bei der IBD?

Die Event-Politik und der Einsatz von modernen Kommunikationsmitteln (Internet, soziale Medien) dienen dazu, Aufmerksamkeit zu generieren und Menschen zu erreichen, die sich von traditioneller rechtsextremer Politik distanzieren würden.

Wie bewertet der Autor die Gefahr, die von der Bewegung ausgeht?

Der Autor warnt davor, die IBD aufgrund ihrer geringen Anzahl an aktiven Mitgliedern zu unterschätzen, da ihr Potenzial zur Rekrutierung im Internet und als „Schleuse“ in die rechte Szene erheblich sein kann.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
"Nicht links, nicht rechts - identitär" ?
Untertitel
Eine Analyse der ‚Identitären Bewegung‘ in Deutschland
Hochschule
Universität Augsburg
Note
1,3
Autor
Sebastian Kuschel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
28
Katalognummer
V230162
ISBN (eBook)
9783656460534
ISBN (Buch)
9783656461043
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Populismus Islamophobie Ethnopluralismus Rechtsextremismus Laclau Mouffe Identität Identitäte Bewegung Identitäre Neorassismus Kulturrassismus Xenophobie Deutschland
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Kuschel (Autor:in), 2013, "Nicht links, nicht rechts - identitär" ?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230162
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  28  Seiten
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