In Anlehnung an das Seminar „Wohlfahrtsstaat, Sozialpolitik und Soziale Arbeit“ befasst sich die vorliegende Arbeit mit der Thematik der ‚Ökonomisierung der Sozialen Arbeit‘. Die neoliberalen Entwicklungen in der Praxis Sozialer Arbeit machen eine Auseinandersetzung mit der angeführten Thematik notwendig. Nach einer kurzen Annäherung an den Begriff der Ökonomisierung soll versucht werden, die Auswirkungen dieses Prozesses bezüglich der Personalwirtschaft darzulegen und aufzuzeigen. Mögliche Folgen für die Professionellen sollen an den Kategorien der Arbeitszeit und der Entgeltstrukturen aufgezeigt und betrachtet werden. In einem abschließenden Fazit soll ein Bezug geschaffen werden zu einer hypothetischen weiteren Entwicklung der Ökonomisierung.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Zur Ökonomisierung
1.1 Der Begriff der Ökonomisierung
1.2 Zur Ökonomisierung des Sozialen
2 Die Haupttriebfedern der Ökonomisierung
2.1 Zum Neoliberalismus
2.2 Zur Globalisierung
3 Die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit
4 Die Folgen für die Personalwirtschaft
4.1 Zur Arbeitszeit
4.2 Zu den Lohnstrukturen
5 Quo vadis societas socialis? – Abschließender Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Ökonomisierung innerhalb der Sozialen Arbeit und analysiert deren spezifische Auswirkungen auf die Personalwirtschaft, insbesondere unter Berücksichtigung von Arbeitszeitmodellen und Entgeltstrukturen.
- Grundlagen und Definition der Ökonomisierung im sozialen Sektor
- Einflussfaktoren durch Neoliberalismus und Globalisierung
- Strukturwandel sozialer Dienstleistungen unter mikroökonomischen Vorgaben
- Veränderungen der Arbeitsbedingungen für Fachkräfte der Sozialen Arbeit
- Perspektiven für die Professionalisierung als Gegenentwurf
Auszug aus dem Buch
1.1 Der Begriff der Ökonomisierung
Der Begriff der Ökonomisierung beschreibt die organisatorische Neuordnung staatlicher Verwaltungen. Ziel ist es, die Qualität öffentlicher Dienstleistungen zu verbessern und gleichzeitig deren Produktionskosten zu senken. Die Strategien der Ökonomisierung orientieren sich an privatwirtschaftlichen Modellen und manifestieren sich primär in den öffentlichen Diensten, z.B. dem Gesundheits- oder Sozialwesen. Bisher marktexterne Bereiche finden sich der Anwendung ökonomischer Kriterien ausgesetzt und werden nach dem Kosten-Nutzen-Prinzip bewertet.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den aktuellen Umbruch in der Sozialen Arbeit, bedingt durch Ressourcenverknappung und einen zunehmenden Legitimationsdruck.
1 Zur Ökonomisierung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Ökonomisierung und erläutert die damit verbundene systemische Verschiebung innerhalb des sozialen Bereichs.
2 Die Haupttriebfedern der Ökonomisierung: Hier werden der Neoliberalismus und die Globalisierung als maßgebliche Ursachen für die ökonomische Umgestaltung des Sozialstaates identifiziert.
3 Die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit: Das Kapitel analysiert, wie mikroökonomische Instrumente und das ‚Neue Steuerungsmodell‘ die Soziale Arbeit transformieren.
4 Die Folgen für die Personalwirtschaft: Hier wird untersucht, wie Rationalisierungsbestrebungen die Arbeitsbedingungen, insbesondere Arbeitszeit und Entlohnung, der Professionellen beeinflussen.
5 Quo vadis societas socialis? – Abschließender Ausblick: Der Ausblick diskutiert die negativen Folgen und betont die Notwendigkeit eines gestärkten professionellen Selbstbildes als Antwort auf diese Entwicklungen.
Schlüsselwörter
Soziale Arbeit, Ökonomisierung, Personalwirtschaft, Sozialstaat, Neoliberalismus, Globalisierung, Effizienz, Arbeitszeit, Entlohnung, Neues Steuerungsmodell, Professionalisierung, Sozialwesen, Kosteneffizienz, Marktorientierung, Professionelle.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der zunehmenden ökonomischen Umgestaltung der Sozialen Arbeit und den daraus resultierenden Folgen für die Beschäftigten.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen der Einfluss des Neoliberalismus, mikroökonomische Steuerungsinstrumente und deren direkte Auswirkungen auf das Personalmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Auswirkungen der Ökonomisierung auf die Arbeitsbedingungen, speziell Arbeitszeiten und Lohnstrukturen, innerhalb der Sozialen Arbeit kritisch aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die den Diskurs anhand von Fachliteratur und aktuellen sozialpolitischen Entwicklungen strukturiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Triebfedern, die Transformation sozialer Dienstleistungen und die konkreten personalwirtschaftlichen Konsequenzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Ökonomisierung, Soziale Arbeit, Personalwirtschaft, Neoliberalismus und das Neue Steuerungsmodell.
Welche Rolle spielt die Arbeitszeit in der ökonomisierten Sozialen Arbeit?
Die Arbeitszeit wird zunehmend flexibilisiert, was oft zu Deregulierung, Teilzeitarbeit und einer Erosion regulärer Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse führt.
Wie verändert die Ökonomisierung die Lohnstrukturen?
Es vollzieht sich ein Wandel weg von festen Tarifbindungen hin zu wettbewerbsorientierten Entlohnungsstrategien, was häufig in einer Abwärtsspirale bei den Gehältern mündet.
- Citar trabajo
- Christian Mönch (Autor), 2012, Quo vadis societas socialis?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230196