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Tendenzwende. Das Ende der sozialliberalen Koalition

Titel: Tendenzwende. Das Ende der sozialliberalen Koalition

Hausarbeit , 2009 , 13 Seiten , Note: 10

Autor:in: Nils Hübinger (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Willy Brandt, der erste Bundeskanzler der sozialliberalen Koalition, regierte im Zeitraum von 1969 bis 1974. Er wurde für seine umfangreichen Reformvorhaben, vor allem in der Sozial-, Bildungs- und Rechtspolitik, sowie seine intensive Annäherungspolitik an den Ostblock bekannt.
Ziel dieser Hausarbeit ist es, zunächst eine Auswahl von Reformvorhaben der sozialliberalen Koalition und deren Folgen darzustellen. Im Anschluss soll die politische und wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland bis hin zum Ende der Ära Brandt 1974 veranschaulicht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Reformpolitik und ihre Bilanz

3 Misstrauensvotum und Wiederwahl Brandts

4 Entstehung und Auswirkung der Wirtschaftskrise

5 Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die politische Ära von Willy Brandt zwischen 1969 und 1974, mit einem besonderen Fokus auf das Scheitern seiner ambitionierten innenpolitischen Reformvorhaben und den Einfluss wirtschaftlicher Krisenfaktoren. Die Forschungsfrage beleuchtet dabei, inwieweit die anfängliche Aufbruchsstimmung durch politische Widerstände, wirtschaftliche Einbrüche und interne Koalitionsprobleme in eine Phase der politischen Stagnation mündete.

  • Die Bilanz der sozialliberalen Reformpolitik in der Ära Brandt
  • Hintergründe und Verlauf des Misstrauensvotums gegen Brandt
  • Die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise ab 1973 auf die Bundesrepublik
  • Der Zusammenhang zwischen ökonomischem Druck und dem Rücktritt des Bundeskanzlers

Auszug aus dem Buch

4 Entstehung und Auswirkung der Wirtschaftskrise

Zur Regierungsübernahme der sozialliberalen Koalition 1969, war die wirtschaftliche Lage der Bundesrepublik nahezu vollkommen. „Die im Stabilitätsgesetz festgelegten vier Ziele – Preisstabilität, hoher Beschäftigungsgrad, außenwirtschaftliches Gleichgewicht und befriedigendes wirtschaftliches Wachstum – waren in nahezu idealer Weise verwirklicht“ (Görtemaker 1999: 567).

Das damalige wirtschaftliche Wachstum lag bei einem Rekordhoch von 7,5 Prozent und das „[…]Vertrauen in die politische Lenkbarkeit der Volkswirtschaft war unbegrenzt“ (Görtemaker 1999: 567). Die zukünftige Prognose versprach auch weiterhin eine positive Entwicklung (nach: Görtemaker 1999: 567). Doch schon bereits Anfang der siebziger Jahre geriet die globale Steuerung aus den Fugen. Die Bundesländer erhöhten ihre Ausgaben fortlaufend und „[…] glaubten, sich beinahe alles leisten zu können“ (Görtemaker 1999: 567).

Die Warnungen des Finanzplanungsrates wurden missachtet und die prozyklische Wirtschaftspolitik wurde weiterhin fortgesetzt (nach: Görtemaker 1999: 567). Genauso verhielten sich die Gewerkschaften. Ende der sechziger Jahre hielten sie sich mit Lohnforderungen noch zurück, aber nun, da es bis 1973 zu Preissteigerungen auf dem Markt von über acht Prozent gekommen war, forderten die Gewerkschaften einen Ausgleich, um die „soziale Symmetrie“ (Görtemaker 1999: 567, 571) wieder herzustellen. Folglich stiegen die Lohnforderungen auf über zehn Prozent (nach: Görtemaker 1999: 572).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Regierungszeit Willy Brandts von 1969 bis 1974 und definiert das Ziel der Arbeit, die Reformvorhaben sowie die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen dieser Ära zu analysieren.

2 Die Reformpolitik und ihre Bilanz: Dieses Kapitel bewertet die sozialpolitischen Reformen Brandts, beleuchtet deren Umsetzungsschwierigkeiten und analysiert, warum viele Vorhaben aufgrund ökonomischer Zwänge und mangelnder Strukturänderungen als „Stückwerk“ kritisiert wurden.

3 Misstrauensvotum und Wiederwahl Brandts: Hier werden die Hintergründe des gescheiterten Misstrauensvotums von 1972 gegen Brandt sowie der anschließende Wahlkampf thematisiert, der in einer historischen Bestätigung des Kanzlers mündete.

4 Entstehung und Auswirkung der Wirtschaftskrise: Dieses Kapitel untersucht den Übergang vom wirtschaftlichen Rekordwachstum zur Stagflation und analysiert, wie die Ölkrise 1973 den Reformspielraum der Koalition massiv einschränkte.

5 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit zieht eine kritische Bilanz der Ära Brandt, indem es das Scheitern der inneren Reformen dem langfristigen Erfolg seiner umstrittenen Ostpolitik gegenüberstellt.

Schlüsselwörter

Willy Brandt, sozialliberale Koalition, Reformpolitik, Misstrauensvotum, Wirtschaftskrise, Ölkrise, Ostpolitik, Bundesrepublik Deutschland, Stagflation, Strukturreformen, 1969-1974, politische Bilanz, Regierungszeit, Gesellschaftswandel, Wahlkampf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Regierungszeit der ersten sozialliberalen Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt von 1969 bis 1974.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Reformpolitik im Sozial- und Familienrecht, die innenpolitischen Krisen während des Misstrauensvotums und die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise auf die deutsche Politik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Kontrast zwischen den ambitionierten Reformversprechen zu Beginn der Amtszeit und den tatsächlichen politischen sowie ökonomischen Herausforderungen am Ende der Ära Brandt aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die historische Fachmonographien und Regierungsdokumente auswertet, um den politischen Prozess der frühen siebziger Jahre nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die Reformbilanz, das parlamentarische Ringen um das Misstrauensvotum sowie die Ursachen und Konsequenzen der Wirtschaftskrise ab 1973 erläutert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Willy Brandt, Reformpolitik, Misstrauensvotum, Ölkrise, Stagflation und die sozialliberale Koalition.

Warum wird die Reformpolitik von Horst Ehmke als „Stückwerk“ bezeichnet?

Der Begriff bezieht sich darauf, dass zwar viele einzelne Reformen verabschiedet wurden, diese jedoch keine grundlegende neue Qualität von Politik erzeugten und oft an bürokratischen Hürden scheiterten.

Welchen Einfluss hatte der Yom-Kippur-Krieg auf die Bundesrepublik?

Der Krieg löste ein Ölembargo der OPEC aus, das die Bundesrepublik aufgrund ihrer Ölabhängigkeit in eine schwere wirtschaftliche Krise stürzte und zu drastischen Sparmaßnahmen wie autofreien Sonntagen führte.

Wie lässt sich das Scheitern der Reformvorhaben erklären?

Es lag eine Kombination aus mangelnder Koordinierung zwischen Bund und Ländern, ökonomischen Zwängen durch die Weltwirtschaftskrise und einer schwindenden Unterstützung innerhalb der Koalition vor.

Warum wird der Rücktritt Willy Brandts mit der Wirtschaftskrise verknüpft?

Die Wirtschaftskrise reduzierte den finanziellen Spielraum für notwendige Reformen massiv und führte zu einer pessimistischen Grundstimmung in der Bevölkerung, die den inneren Zerfall der Koalition beförderte.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tendenzwende. Das Ende der sozialliberalen Koalition
Hochschule
Justus-Liebig-Universität Gießen  (Politikwissenschaften)
Veranstaltung
Seminar: Mehr Demokratie wagen - die sozialliberale Koalition
Note
10
Autor
Nils Hübinger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
13
Katalognummer
V230210
ISBN (eBook)
9783656454304
ISBN (Buch)
9783656455844
Sprache
Deutsch
Schlagworte
tendenzwende ende koalition
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nils Hübinger (Autor:in), 2009, Tendenzwende. Das Ende der sozialliberalen Koalition, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230210
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Leseprobe aus  13  Seiten
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