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Die Europäische Union und der Zerfall Jugoslawiens

Krisenprävention, Krisenmanagement und Mediationsverhalten an ausgewählten Beispielen

Title: Die Europäische Union und der Zerfall Jugoslawiens

Diploma Thesis , 2001 , 165 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl. pol., MCGI Göran Swistek (Author)

Politics - Topic: European Union
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Summary Excerpt Details

Die UNO und die NATO waren nicht die einzigen Akteure die sich in den verschieden Konflikten im Sezessionsprozess in der ehemaligen Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien und der heutigen Bundesrepublik Jugoslawien agierten und dies noch heute immer tun. Zahlreiche staatliche und nichtstaatliche Akteure engagieren sich auf dem Balkan vor allem mit preventiven oder post-konfliktären Maßnahmen. Nur die wenigsten von ihnen besitzen aber die Voraussetzungen, Möglichkeiten und Mittel, einen bereits gewaltsam eskalierten Konflikt zu bearbeiten.
Zu einem der wichtigsten Akteure auf dem europäischen Festland zählt mit Sicherheit die Europäische Union. Zwar hat sie in ihrem Gründungswerk, dem Vertrag von Maastricht, den Gegenstand einer Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik als zweite Säule der EU festgehalten, ganz konkrete Maßnahmen und Instrumente für eine aktive Sicherheitspolitik, vor allem in Hinblick auf eine Konfliktbearbeitung wurden noch nicht fixiert. Im Vertragswerk von Amsterdam gab es hierzu bereits erste Änderungen, die den Weg zu einer aktiveren Sicherheitspolitik bahnen sollten. Der Titel V des Maastrichter Vertrages wurde in seiner Amsterdamer Fassung komplett überarbeitet. So wurden hier nicht nur die Zielformulierungen erweitert, sondern auch die hierfür zur Verfügung stehenden Instrumentarien. Die neu ausgerichtete GASP eröffnete somit Handlungsmöglichkeiten, die unter bestimmten günstigen politischen Konstellationen zum Tragen kommen könnten. Was geblieben ist, ist noch immer die Kluft zwischen den Erwartungen, mit denen sich die EU in außen- und sicherheitspolitischen Fragen konfrontiert sieht und den verfügbaren Ressourcen.
Die Europäische Union ist einer der Hauptakteure, der in dieser ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik agiert. Was aber kann sie effektiv leisten und was leistet sie bereits?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen

3. Theoretische Grundlagen der Konfliktbearbeitung

3.1. Entstehung und Entwicklung von Konflikten

3.2. Mediation

3.3. Krisenprävention

3.4. Krisenmanagement

4. Konfliktbearbeitung durch die Europäische Union

4.1. Mediation

4.2. Krisenprävention

4.3. Krisenmanagement

5. Die Konfliktbearbeitung der EU im Sezessionsprozess Jugoslawiens an ausgewählten Fallbeispielen

5.1. Der Bürgerkrieg in Bosnien Herzegowina

5.2. Der Kosovo-Konflikt

5.3. Die Krise in der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien

6. Europäische Konfliktbearbeitung in der Analyse

6.1. Mediation

6.2. Krisenprävention

6.3. Krisenmanagement

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Mechanismen der Europäischen Union zur Konfliktbearbeitung im Kontext des Zerfallsprozesses Jugoslawiens. Ziel ist es, die Entwicklung der EU von einem rein wirtschaftlich ausgerichteten Akteur hin zu einer Union mit aktiver Außen- und Sicherheitspolitik zu analysieren und deren Effektivität anhand konkreter Krisenherde zu bewerten.

  • Theoretische Einordnung von Konflikten und Krisen.
  • Analyse der EU-Instrumente: Mediation, Krisenprävention und Krisenmanagement.
  • Empirische Untersuchung der Konflikte in Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Mazedonien.
  • Bewertung der Leistungsfähigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten der europäischen Sicherheitspolitik.

Auszug aus dem Buch

3.1. Entstehung und Entwicklung von Konflikten

Grundlegend spricht man von einem Konflikt, wenn „zwischen zwei oder mehr Parteien – wobei es sich um Personen, Gruppen oder Staaten handeln kann – eine Situation eintritt, in der mindestens eine Partei einen Gegensatz in Bezug auf ihre Interessen, Bedürfnisse oder Ziele wahrnimmt und sich bei der Realisierung der selben durch die andere(n) Partei(en) beeinträchtigt fühlt“24.

In der wissenschaftlichen Verwendung stellt sich diese Definition als nicht hinreichend genug dar, da sie zwar den Kern eines Konfliktes beschreibt, jedoch nicht auf dessen Entstehung, seine Entwicklung, sowie auf seine Struktur- und Erscheinungsmerkmale eingeht. Daher ist es an dieser Stelle notwendig, ein differenzierteres Bild von Konflikten zu erarbeiten.

Unstrittig ist, dass Konflikte ein zentrales Element menschlicher Entwicklung sind, die sowohl destruktive wie auch kreative Potentiale freisetzen, ohne die es jedoch auch Stagnationen im Zivilisationsprozeß gegeben hätte. Eine erste Abstufung von Konflikten vollzieht man anhand der Austragungsart der Interessengegensätze25. Auf der einen Seite können Konflikte mit friedlichen Mitteln beigelegt werden, was mit Sicherheit die wünschenswertere Austragungsvariante darstellt. Auf der anderen Seite verlaufen Konflikte auch gewaltsam, was in der Regel dramatische Folgen nach sich zieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Konfliktsituation nach dem Kalten Krieg und führt in die Problematik des Balkans als Brennpunkt ethnischer Spannungen ein.

2. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen: Dieses Kapitel erläutert den analytischen Rahmen der Arbeit, der das EU-Handeln in einen konflikttheoretischen Kontext setzt.

3. Theoretische Grundlagen der Konfliktbearbeitung: Hier werden zentrale Begriffe wie Mediation, Krisenprävention und Krisenmanagement definiert und in ein Phasenmodell des Konfliktverlaufs integriert.

4. Konfliktbearbeitung durch die Europäische Union: Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung und die strukturelle Verankerung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der EU.

5. Die Konfliktbearbeitung der EU im Sezessionsprozess Jugoslawiens an ausgewählten Fallbeispielen: Eine detaillierte Analyse der EU-Interventionen in Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo und Mazedonien.

6. Europäische Konfliktbearbeitung in der Analyse: Eine kritische Bewertung der Wirksamkeit der europäischen Instrumente sowie der strukturellen Fortschritte der Union.

7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Einordnung der EU als Akteur in der globalen Sicherheitspolitik.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Konfliktbearbeitung, Krisenmanagement, Krisenprävention, Mediation, Jugoslawien-Zerfall, Sicherheitspolitik, GASP, ethnopolitische Konflikte, Friedenskonsolidierung, Außenpolitik, Balkan, zivilisatorisches Hexagon, Konflikttransformation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Europäischen Union als Akteur in der Krisen- und Konfliktbearbeitung, insbesondere während des Zerfallsprozesses Jugoslawiens.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Konfliktforschung sowie die Entwicklung europäischer Instrumente zur Krisenbewältigung, namentlich Mediation, Prävention und Management.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll analysiert werden, wie die EU auf externe Krisen reagiert, welche Instrumente sie hierfür nutzt und ob sie diese erfolgreich zur Friedenssicherung einsetzen kann.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine konflikttheoretische Rahmung und eine fallbasierte Analyse (Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien), gestützt auf Sekundärliteratur und Dokumentenanalyse.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Hauptteil?

Der Hauptteil analysiert die strukturelle Entwicklung der GASP und ihre praktische Anwendung in den genannten Fallbeispielen sowie die kritische Analyse der Wirksamkeit dieser Maßnahmen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Schlüsselbegriffe sind Krisenprävention, Krisenmanagement, Mediation, Konflikttransformation und das zivilisatorische Hexagon.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der EU im Bosnien-Konflikt?

Der Autor konstatiert ein weitgehendes Scheitern der frühen Bemühungen der EU und betont die Randposition, die die Union im Vergleich zur Kontaktgruppe und den USA innehatte.

Warum wird Mazedonien als besonderer Fall in der Analyse betrachtet?

Mazedonien wird als aktuellster Fall angeführt, in dem die EU erstmals eine führende Rolle einnimmt, wobei jedoch strukturelle Schwächen in der Umsetzung der Konfliktlösung deutlich werden.

Was unterscheidet das Krisenmanagement der EU von ihrer Krisenprävention?

Die Prävention setzt bereits bei der Verhinderung einer Eskalation an, während das Krisenmanagement (als reaktives Instrument) erst dann zum Einsatz kommt, wenn sich eine Krise bereits in der Zuspitzung befindet.

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Details

Title
Die Europäische Union und der Zerfall Jugoslawiens
Subtitle
Krisenprävention, Krisenmanagement und Mediationsverhalten an ausgewählten Beispielen
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,3
Author
Dipl. pol., MCGI Göran Swistek (Author)
Publication Year
2001
Pages
165
Catalog Number
V230339
ISBN (eBook)
9783656464631
ISBN (Book)
9783656466680
Language
German
Tags
europäische union zerfall jugoslawiens krisenprävention krisenmanagement mediationsverhalten beispielen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. pol., MCGI Göran Swistek (Author), 2001, Die Europäische Union und der Zerfall Jugoslawiens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230339
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