Aktuelle informations- und kommunikationstechnologische Entwicklungen bieten vielfältige Möglichkeiten für ein erfolgreiches virtuelles Lehren und Lernen und stellen eine digitale, pädagogische Infrastruktur zur Verfügung, mit deren Hilfe neue Lehrkulturen, differenzierende didaktische Konzepte für heterogene Gruppen und selbstorganisierende Formen kooperativen Lernens umgesetzt werden können.
Diese Arbeit gibt einen Überblick über mögliche Anwendungsfelder digitaler Medien und Methoden im tertiären Bildungsbereich am Beispiel der Pädagogischen Hochschule Kärnten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Ausgangslage an der PH Kärnten
2.1 Die Pädagogische Hochschule Kärnten - Viktor Frankl Hochschule
2.2 Die Rolle digitaler Medien an der PH Kärnten
2.2.1 EPICT – European Pedagogical ICT License
2.2.2 Digitales Lehren und Lernen in den Lehrveranstaltungen
2.2.3 Die Lernplattform der PH Kärnten
3. Grundlagen digitaler Medien an Pädagogischen Hochschulen
3.1 Räume für digitalen Unterricht
3.1.1 Grundlagen digitaler Bildungsräume
3.1.2 Funktionen digitaler Bildungsräume
3.1.3 Pädagogische, technische und wirtschaftliche Überlegungen
3.2 Kompetenzen für digitalen Unterricht
3.2.1 Medienkompetenz im pädagogischen Umfeld
3.2.2 Digitale Aufgaben und Kompetenzen für Lehrende
3.2.3 Digitale Aufgaben und Kompetenzen für Studierende
3.3 Ressourcen und Technologien für den digitalen Unterricht
3.3.1 Computer Based und Web Based Training (CBT und WBT)
3.3.2 Web 2.0 als Inhalt und Methode
3.3.3 Lernplattformen und Personal Learning Environments
3.3.4 Social Software und Personal Broadcasting
3.3.5 Web-Konferenzsysteme
3.3.6 Open Educational Ressources
3.4 Die Didaktik im digitalen Unterricht
3.4.1 Lerntheoretische Grundlagen für das digitale Lernen
3.4.2 Didaktisches Design: Vom Lehrziel zum didaktischen Szenario
3.4.3 Blended Learning
3.4.4 CSCL – Computer Supported Collaborative Learning
3.5 Überprüfung des Lernerfolgs
3.5.1 E-Assessments
3.5.2 E-Portfolios
3.5.3 Prüfungsformen im Web 2.0
3.6 Die Qualität von „E-Learning 2.0“
3.6.1 Der Qualitätsbegriff
3.6.2 Mögliche Maßnahmen
3.7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen digitaler Medien in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung am Beispiel der Pädagogischen Hochschule Kärnten, mit dem Ziel, Konzepte zur Vermittlung notwendiger digitaler Kompetenzen für den modernen Bildungsalltag aufzuzeigen.
- Grundlagen digitaler Bildungsräume und Lerninfrastrukturen
- Entwicklung von Medienkompetenz für Lehrende und Studierende
- Einsatz von Web 2.0-Technologien und Social Software im Hochschulkontext
- Didaktische Szenarien wie Blended Learning und CSCL
- Qualitätssicherung und Methoden der Lernerfolgsüberprüfung mittels E-Assessments und E-Portfolios
Auszug aus dem Buch
3.1 Räume für digitalen Unterricht
Wo kann das Lehren und Lernen mit digitalen Medien stattfinden? Welcher „Raum“ steht dafür zur Verfügung? Ähnlich wie in der Präsenzlehre muss es auch einen Ort, einen Bereich oder einen „virtuellen Raum“ geben, in dem digital gestützter Unterricht stattfinden kann. Unter einem „digitalen Bildungsraum“ versteht z.B. Arnold (2011, S. 9) nicht ausschließlich jenen virtuellen Ort, in dem die individuellen und kooperativen Bildungsprozesse stattfinden, sondern vor allem auch die Nahtstelle zwischen Informations- und Kommunikationstechnik und der didaktischen Konzeption von Lehrhandlungen.
Ein für digitale Bildungsprozesse geeigneter Lernraum muss also nicht nur die Möglichkeit bieten, Informationen und Inhalte zu vermitteln, sondern muss den gesamten Lernprozess, einschließlich der Kommunikation und der Leistungsfeststellung, abbilden können (vgl. Arnold et al., 2011, S. 54).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die wachsende Bedeutung digitaler Medien in der Lehre und stellt den aktuellen Nachholbedarf bei der effizienten didaktischen Integration fest.
2. Die Ausgangslage an der PH Kärnten: Das Kapitel beschreibt das Leitbild und die institutionelle Struktur der PH Kärnten sowie die spezifischen Maßnahmen zur Implementierung digitaler Kompetenzen, darunter EPICT und die Nutzung von Moodle.
3. Grundlagen digitaler Medien an Pädagogischen Hochschulen: Dieses umfangreiche Kapitel behandelt die theoretischen und praktischen Fundamente für digitalen Unterricht, von Bildungsräumen und Kompetenzmodellen bis hin zu didaktischen Formaten wie Blended Learning und modernen Prüfungsverfahren.
Schlüsselwörter
Digitale Medien, Pädagogische Hochschule, E-Learning, Medienkompetenz, Blended Learning, Web 2.0, E-Assessment, E-Portfolio, Lernplattform, Didaktik, Bildungsräume, CSCL, OER, Personal Learning Environment, Lehrerinnenbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Rolle digitaler Medien in der Lehrerinnen- und Lehrerausbildung an der PH Kärnten und beleuchtet aktuelle technologische Möglichkeiten sowie didaktische Herausforderungen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zu den Schwerpunkten gehören digitale Bildungsräume, der Erwerb von Medienkompetenz, moderne Web 2.0-Technologien, didaktische Szenarien und die Qualitätssicherung durch E-Assessments.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den Status quo der Mediennutzung an der PH Kärnten aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie die Vermittlung digitaler Kompetenzen erfolgreich in Curricula integriert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse aktueller Studien zum E-Learning sowie auf die Evaluierung spezifischer institutioneller Konzepte der PH Kärnten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit didaktischen Modellen wie Blended Learning und CSCL sowie mit der praktischen Umsetzung von E-Assessments und E-Portfolios im Web 2.0-Kontext.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienkompetenz, digitale Transformation, E-Learning 2.0, didaktisches Design und Kompetenzentwicklung geprägt.
Wie unterscheidet sich E-Learning 1.0 von 2.0?
Der Hauptunterschied liegt im Rollenverständnis: Während beim E-Learning 1.0 Experten Inhalte bereitstellen, agieren Lernende beim E-Learning 2.0 als aktive Konstrukteure ihres Wissens.
Warum ist das E-Portfolio ein wichtiger Bestandteil der Lehre?
E-Portfolios ermöglichen eine kontinuierliche Dokumentation und Reflexion des Lernprozesses und fungieren als Brücke zwischen Lehren, Lernen und Beurteilen.
Welche Bedeutung hat das EPICT-Modell für die PH Kärnten?
EPICT dient als obligatorisches Modell zur Vermittlung grundlegender didaktischer Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien während der schulpraktischen Ausbildung.
- Arbeit zitieren
- M.A. Peter Harrich (Autor:in), 2013, Digitale Medien an Pädagogischen Hochschulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230369