Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Pädagogische Soziologie

Soziale Ungleichheit. Dimensionen und Theorien

Titel: Soziale Ungleichheit. Dimensionen und Theorien

Seminararbeit , 2011 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: M.A., B.A. Natalia Lemdche (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Soziologie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die soziale Ungleichheit ist auch heutzutage in jeder Gesellschaft festzustellen und in allen gesellschaftlichen Gefügen sowohl in Vergangenheit als auch in Gegenwart unvermeidbar und deren Existenz ist aller Wahrscheinlichkeit nach so alt wie die Menschheit.
Das Phänomen der sozialen Ungleichheit, mit der sich die vorliegende Seminararbeit beschäftigt, ist eines der zentralsten und umstrittensten Themen in der Soziologie. Dabei dreht sich die Diskussion um die Entstehungsursachen, Formen und Veränderungen sowie die sozial-strukturellen Grundlagen der sozialen Ungleichheit.
Die Seminararbeit trägt einen deskriptiven Charakter und verfolgt das Ziel, auf Basis der dargestellten theoretischen Grundlagen das Phänomen der sozialen Ungleichheit zu beleuchten und aufgrund der ausgewählten Erklärungsansätze aufzuzeigen, wie sich das Verständnis von der sozialen Ungleichheit im Laufe der Zeit gewandelt hat. Hierfür wird folgenden zentralen Fragen nachgegangen:
1. Was steckt hinter dem Konzept der sozialen Ungleichheit?
2. Welche sind die Dimensionen sozialer Ungleichheit?
3. Wodurch wird sie verursacht und welche Erklärungsansätze gibt es dafür?
Diese drei Fragen liefern den Handlungsrahmen für die vorliegende Arbeit. Zunächst stellt Kapitel 1 die Formen der natürlichen und sozialen Ungleichheit gegenüber. Im Anschluss daran werden in Kapitel 2 die Dimensionen erläutert, in denen sich soziale Ungleichheit äu-ßert und an denen sie gemessen werden kann. Das darauf folgende Kapitel 3 geht auf die Ursachen sozialer Ungleichheit ein und stellt deren theoretische Erklärungssätze vor. Beim Überblick der Theorien werden zunächst die klassischen Modelle, wie das bekannte Klassenmodell von Karl Marx, die Theorie von Max Weber sowie das Schichtmodell von Theodor Geiger, erörtert. Sodann werden neuere, ausdifferenzierte Theorien zu sozialen Milieus und Lebensstilen, sozialen Lagen sowie Individualisierungstheorien beleuchtet. Abschließend erfolgt in Kapitel 4 ein Resümee der gewonnenen Erkenntnisse.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Natürliche versus soziale Ungleichheit

2. Dimensionen sozialer Ungleichheit

3. Theorien zur sozialen Ungleichheit

3.1 Klassische Theorien

3.1.1 Das Klassenmodell von Karl Marx

3.1.2 Die Theorie Max Webers

3.1.3 Das Schichtmodell Theodor Geigers

3.2 Neuere Theorien

3.2.1 Theorien zu Milieus und Lebensstilen

3.2.2 Die Theorie Pierre Bourdieus

3.2.3 Konzepte zu sozialen Lagen

3.2.4 Individualisierungstheorien

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das soziologische Phänomen der sozialen Ungleichheit auf Basis theoretischer Grundlagen deskriptiv zu beleuchten und den historischen Wandel des Verständnisses dieses Konzepts darzustellen. Dabei steht die Untersuchung der Entstehungsursachen sowie die Differenzierung zwischen klassischen und neueren Erklärungsansätzen im Vordergrund.

  • Abgrenzung zwischen natürlicher und sozialer Ungleichheit
  • Analyse klassischer Klassen- und Schichtungsmodelle
  • Diskussion neuerer Ansätze wie Milieu-, Lebensstil- und Lagenkonzepte
  • Untersuchung der Individualisierungstheorien und deren gesellschaftlicher Bedeutung
  • Betrachtung des Bedeutungswandels sozialer Ungleichheit in der Moderne

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das Klassenmodell von Karl Marx

Erste sozialwissenschaftlich relevante Theorien zur sozialen Ungleichheit entstanden im Zuge der Industrialisierung – aufgrund der damals entstandenen sozialen Probleme und der aufkeimenden sozialen Ungleichheiten in der (früh)industriellen Gesellschaft. Eine herausragende Bedeutung gewann damals die Klassentheorie von Karl Marx. Sie entstand Mitte des 19. Jahrhunderts vor dem Hintergrund der Industrialisierung und Arbeitsverteilung (vgl. Burzan 2004: 14ff.).

Marx betrachtete die Arbeit und Produktion von Gütern als Grundlage des menschlichen Daseins und sah das private Eigentum als Ursache sozialer Ungleichheit an. Im Zentrum seiner Theorie steht der Gegensatz zwischen Unterdrückern und Unterdrückten, welcher zur Herausbildung von zwei Klassen – Proletariat und Bourgeoisie – mit unterschiedlichem Klassenbewusstsein führt. Für die Klassenzugehörigkeit und damit für die soziale Lage ist der Besitz oder Nichtbesitz von Produktionsmitteln entscheidend.

Das Proletariat stellt die Arbeiterklasse dar. Die Proletarier besitzen keine Produktionsmittel, kein privates Eigentum und verkaufen ihre Arbeitskraft als Ware. Die Bourgeois stellen die herrschende Klasse dar. Sie verfügen über ausreichendes Kapital und vergrößern durch die Ausbeutung der Arbeiter ihre wirtschaftliche Macht. Darüber hinaus übt die Bourgeoisie neben der ökonomischen Macht einen großen Einfluss auf die gesellschaftlichen Bereiche wie Kultur und Politik aus.

Beide Klassen stehen sich antagonistisch gegenüber und ein Übergang von einer Klasse in die andere ist nicht möglich. Aufgrund gegensätzlicher Interessen besteht ein Klassenkonflikt: Während die Bourgeoisie die bestehenden Verhältnisse bewahren will, versucht das Proletariat diese zu überwinden und sich dadurch aus seiner schlechten sozialen Lage zu befreien (vgl. ebd.: 16).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der sozialen Ungleichheit ein und definiert die Forschungsfragen sowie den methodischen Rahmen der Arbeit.

1. Natürliche versus soziale Ungleichheit: Hier erfolgt eine theoretische Abgrenzung zwischen angeborenen, natürlichen Differenzierungen und gesellschaftlich bedingten, sozial erzeugten Ungleichheiten.

2. Dimensionen sozialer Ungleichheit: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Kriterien, anhand derer soziale Ungleichheit gemessen und in Gruppen wie materiellem Wohlstand, Macht und Prestige gegliedert werden kann.

3. Theorien zur sozialen Ungleichheit: Der Hauptteil der Arbeit bietet einen Überblick über klassische und moderne Erklärungsmodelle zur Entstehung und Veränderung von Ungleichheit in der Gesellschaft.

4. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und resümiert den Bedeutungswandel sozialer Ungleichheit im historischen Verlauf.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Soziologie, Klassenmodell, Schichtmodell, Bourgeoisie, Proletariat, Lebensstil, Soziales Milieu, Soziale Lage, Individualisierung, Kapital, Macht, Ressourcen, Gesellschaftsstruktur, Sozialer Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Definition, den Ursachen und den theoretischen Erklärungsansätzen für soziale Ungleichheit in der Gesellschaft.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Unterscheidung von natürlicher und sozialer Ungleichheit, die Analyse klassischer Klassenmodelle sowie moderner Milieu- und Individualisierungstheorien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Phänomen der sozialen Ungleichheit theoretisch zu beleuchten und aufzuzeigen, wie sich dessen Verständnis im Laufe der Zeit durch verschiedene soziologische Ansätze gewandelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Seminararbeit verfolgt einen deskriptiven Ansatz, der auf der Auswertung und Gegenüberstellung bestehender soziologischer Theorien basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in klassische Theorien (Marx, Weber, Geiger) und neuere Theorien (Lebensstile, Bourdieu, soziale Lagen, Individualisierung).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie soziale Ungleichheit, Klassen, Schichten, Habitus, Individualisierung und Kapital.

Wie unterscheidet Bourdieu die verschiedenen Kapitalarten?

Bourdieu differenziert zwischen ökonomischem Kapital (Eigentum/Geld), kulturellem Kapital (inkorporiert, objektiviert, institutionalisiert) und sozialem Kapital (Beziehungen).

Was ist die Kernkritik am marxschen Klassenmodell?

Kritisiert wird insbesondere die Eindimensionalität durch die Konzentration auf zwei Hauptklassen, welche die moderne soziale Mobilität und die Entstehung neuer Mittelklassen nicht ausreichend abbildet.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Ungleichheit. Dimensionen und Theorien
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Einführung in die Modelle sozialer Ungleichheit
Note
1,0
Autor
M.A., B.A. Natalia Lemdche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V230399
ISBN (eBook)
9783656459002
ISBN (Buch)
9783656459804
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Ungleichheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A., B.A. Natalia Lemdche (Autor:in), 2011, Soziale Ungleichheit. Dimensionen und Theorien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230399
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  19  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum