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Systemische Beratung. Theorie und Praxis der Hilfe zur Selbsthilfe

Titel: Systemische Beratung. Theorie und Praxis der Hilfe zur Selbsthilfe

Seminararbeit , 2011 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: M.A., B.A. Natalia Lemdche (Autor:in)

Psychologie - Beratung und Therapie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die moderne Leistungsgesellschaft verlangt den Menschen immer mehr Kompetenzen und Fähigkeiten ab, sowohl am Arbeitsplatz als auch im Alltag. In allen Schultypen begegnet man Schülern, die dem Leistungsdruck nicht mehr standhalten. Darunter leiden nicht nur die Schüler, sondern auch deren Eltern, die solchen Herausforderungen meist nicht gewachsen sind. Ein Kreislauf, dem viele Betroffene nicht entfliehen können.
Doch oft ist das größte Problem des Klienten die Unfähigkeit, mit dem Problem an sich um-zugehen und es aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Der systemische Beratungsan-satz, mit dem sich die vorliegende Seminararbeit beschäftigt, öffnet dem Klienten neue Sich-ten und Perspektiven und verhilft ihm so zur Selbsthilfe – nach dem Motto: von einem Prob-lem-Zustand zu einem Nicht-Problem-Zustand gelangen.
Die Seminararbeit trägt einen deskriptiven Charakter und verfolgt das Ziel, auf Basis der dar-gestellten theoretischen und praktischen Grundlagen, den systemischen Beratungsansatz zu beleuchten und die Relevanz der systemischen Beratung als eine Form der Hilfe zur Selbsthil-fe aufzuzeigen. Es soll folgenden zentralen Fragen nachgegangen werden:
1. Was ist „systemisch“ an der systemischen Beratung?
2. Was sind die Besonderheiten der systemischen Beratung?
3. Welche Handlungsmöglichkeiten eröffnet ein systemischer Beratungsansatz?
4. Welche Rolle kommt dem Berater dabei zu?
Diese vier zentralen Fragen liefern den Handlungsrahmen für die vorliegende Arbeit und werden implizit abgehandelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Geschichte der systemischen Beratung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Der Begriff System

2.2 Strukturmerkmale von sozialen Systemen

2.3 Das Konzept der Autopoiese

2.4 Systemische Weltanschauung: der Konstruktivismus

2.5 Das systemische Problemverständnis

3 Praxis

3.1 Handlungsleitende Prinzipien und Grundhaltungen

3.2 Phasen der systemischen Beratung

3.3 Systemische Interventionen

3.4 Anwendungsbereiche

4 Kritische Bemerkungen

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, den systemischen Beratungsansatz auf Basis theoretischer und praktischer Grundlagen zu beleuchten und dessen Relevanz als eine Form der Hilfe zur Selbsthilfe darzustellen, um Klienten neue Perspektiven und Lösungswege zu eröffnen.

  • Grundlagen und Entstehungsgeschichte der systemischen Beratung
  • Theoretische Konzepte wie Autopoiese und Konstruktivismus
  • Methodik, Interventionsformen und der Ablauf des Beratungsprozesses
  • Die Rolle des Beraters als Prozessbegleiter
  • Kritische Reflexion und Anwendungsbereiche der systemischen Beratung

Auszug aus dem Buch

3.3 Systemische Interventionen

Die im vorherigen Kapitel beschriebenen Prinzipien und Grundhaltungen werden im Beratungsprozess mit Hilfe unterschiedlicher Interventionen bei der Veränderung umgesetzt. Die systemische Beratung hat eine breite Palette an Interventionsmöglichkeiten. Einige sollen im Folgenden vorgestellt werden.

Zu unterscheiden sind dabei systemische Kommentare und Handlungsvorschläge, systemische Fragen und visualisierende Methoden.

Während des Beratungsgesprächs kommentiert der Berater die vom Klienten vorgenommenen Beschreibungen des vorhandenen Problems. Dies kann auf unterschiedliche Weise geschehen. Eine Form des Kommentierens stellt die Technik der positiven Konnotation dar, die vom Mailänder Modell aufgrund sprachphilosophischer Überlegungen entwickelt wurde (vgl. Schlippe/Schweitzer 1996: 175ff.). Dabei erkennt der Berater die Aussagen des Klienten grundsätzlich positiv bzw. wertschätzend an. Die Anerkennung des Beraters übt einen positiven Einfluss auf das Selbstbild des Klienten aus, wodurch auch seine Motivation gesteigert wird.

Verwandt mit der positiven Konnotation ist das Reframing. Bei dieser Interventionstechnik wird das Problem umgedeutet, indem es in einen anderen Bezugsrahmen gestellt wird, der die Bedeutung des Geschehens verändert. Die Umdeutung ist die wichtigste Intervention überhaupt. Es wird von der Annahme ausgegangen, dass jedes Verhalten eine sinnvolle Bedeutung für den Zusammenhalt des Gesamtsystems hat. Die Aufgabe des Beraters besteht darin, herauszufinden, in welchem Kontext das jeweilige Verhalten einen Sinn ergeben könnte (vgl. ebd.: 177).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Geschichte der systemischen Beratung: Gibt einen Überblick über die Ursprünge der systemischen Therapie in den 1950er Jahren und die Entwicklung weg von der Einzeltherapie hin zur Einbeziehung des familiären sozialen Systems.

2 Theoretische Grundlagen: Erläutert zentrale systemtheoretische Konzepte wie den Systembegriff, Autopoiese, Konstruktivismus und das systemische Verständnis von Problemen als Interaktionsphänomene.

3 Praxis: Beschreibt die konkrete Anwendung systemischer Ansätze, inklusive Grundhaltungen des Beraters, Phasen der Beratung sowie spezifischer Interventionstechniken.

4 Kritische Bemerkungen: Reflektiert wissenschaftstheoretische Einwände, etwa zur Übertragbarkeit biologischer Konzepte oder zur empirischen Absicherung der Wirksamkeit.

5 Schlussbetrachtung: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung des systemischen Ansatzes für die soziale und pädagogische Arbeit.

Schlüsselwörter

Systemische Beratung, Hilfe zur Selbsthilfe, Autopoiese, Konstruktivismus, Soziale Systeme, Systemskulptur, Zirkuläres Fragen, Reframing, Positive Konnotation, Beratungsprozess, Familienberatung, Prozessbegleitung, Ressourcenorientierung, Interaktionsprozess, Beziehungsdynamik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den systemischen Beratungsansatz und dessen Potenzial, Klienten bei der Selbsthilfe zu unterstützen, indem Probleme im sozialen Kontext betrachtet werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der systemischen Beratung, deren theoretische Fundamente (wie Systemtheorie und Konstruktivismus) sowie die praktische Anwendung in Form von Techniken und Prozessen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Relevanz der systemischen Beratung als Hilfe zur Selbsthilfe darzulegen und Fragen zur Definition von „systemisch“, den Besonderheiten des Ansatzes, den Handlungsmöglichkeiten und der Beraterrolle zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit hat einen deskriptiven Charakter und stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse sowie die Zusammenfassung und Aufbereitung etablierter systemischer Konzepte und Methoden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des systemischen Denkens und einen umfangreichen Praxisteil, der Prinzipien, Phasen der Beratung und spezifische Interventionstechniken detailliert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Systemische Beratung, Autopoiese, Konstruktivismus, Soziale Systeme, Ressourcenorientierung und Zirkuläres Fragen.

Wie definiert die systemische Beratung ein „Problem“?

Probleme werden nicht als individuelle Störungen betrachtet, sondern als Produkt von Interaktionsbedingungen innerhalb eines sozialen Systems, die durch Kommunikation aufrechterhalten werden.

Welche Rolle nimmt der Berater in diesem Ansatz ein?

Der Berater agiert als Prozessbegleiter, der nicht als allwissender Experte auftritt, sondern Hypothesen über Wirklichkeitskonstruktionen bildet, um das System zur Selbstveränderung anzuregen.

Warum ist das „zirkuläre Fragen“ eine zentrale Technik?

Es dient dazu, kreisförmige Rückkoppelungsprozesse und Beziehungsstrukturen innerhalb des Systems offenzulegen, indem Systemmitglieder eingeladen werden, Situationen aus der Perspektive anderer zu betrachten.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Systemische Beratung. Theorie und Praxis der Hilfe zur Selbsthilfe
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Grundlagen der Diagnostik und Beratung
Note
1,0
Autor
M.A., B.A. Natalia Lemdche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
22
Katalognummer
V230400
ISBN (eBook)
9783656458968
ISBN (Buch)
9783656459866
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Systemische Beratung Psychologische Beratung Psychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A., B.A. Natalia Lemdche (Autor:in), 2011, Systemische Beratung. Theorie und Praxis der Hilfe zur Selbsthilfe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230400
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Leseprobe aus  22  Seiten
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