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Die Vertreibung der Sudetendeutschen

Titel: Die Vertreibung der Sudetendeutschen

Facharbeit (Schule) , 2011 , 44 Seiten , Note: 14 Punkte

Autor:in: Sabrina Herrmann (Autor:in)

Didaktik - Gemeinschaftskunde / Sozialkunde
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Facharbeit sollen verschiedene Aspekte der Vertreibung aus der Tschechoslowakei dargelegt werden.
Zunächst stehen in Kapitel drei die unterschiedlichen Vertreibungsströmungen im Vordergrund. Hierbei wird die Vertreibung des Jahres 1945, auch als „wilde Vertreibung“ tituliert wird und die Vertreibung des Jahres 1946, in Bezugnahme auf den Zeitzeugenberichtes meines Großvaters, Herr Ferdinand Scholz.
Kapitel vier behandelt das Leben der Vertriebenen in den jeweiligen Besatzungszonen. Hierbei wird das Leben der Vertriebenen in der amerikanischen Besatzungszone, genauer am Beispiel Bayerns, und das Leben derer, die in die sowjetische Besatzungszone (SBZ) geflohen waren betrachtet. In diesem Kapitel werden auch die Unterschiede des täglichen Lebens in den jeweiligen Zonen beleuchtet.
Abschließend werden in Kapitel 5 die Beziehungen zwischen den beiden Staaten Deutschland und Tschechien erörtert. Zunächst wird der deutsch – tschechische Nachbarschaftsvertrag von 1992 diskutiert. Ferner wird die deutsch – tschechische Erklärung thematisiert.
zialistischen Regimes dar.

Diese Facharbeit erhebt keinen anspruch auf Vollständigkeit!

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Methodische Vorbemerkung

2 Die politische Lage nach Kriegsende

2.1 Die Lage nach dem zweiten Weltkrieg

3 Aspekte zur Vertreibung

3.1 Die „wilde“ Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei

3.2 Aspekte zur Aussiedlung 1946 am Beispiel von Herrn Ferdinand Scholz:

3.3 Die Zeit nach der Vertreibung

4 Aspekte zu Vertriebenen in der jeweiligen Besatzungszone

4.1 Die Stellung der Sudetendeutschen in Bayern

4.2 Vertriebene in der Deutsch Demokratischen Republik (DDR)

5 Aspekte zur Regelung über deutsch-tschechische Beziehungen

5.1 Der Deutsch Tschechische Vertrag

5.2 Die Deutsch – Tschechische Erklärung

6 Ausblick

7 Quellenverzeichnis

7.1 Monographien

7.2 Schulbücher

7.3 Aufsätze

7.4 Internetquellen

7.5 Bildquellen

Zielsetzung & Themen

Die Facharbeit untersucht verschiedene Aspekte der Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg, wobei sie sowohl die historischen Hintergründe als auch die persönliche Integration am Beispiel eines Zeitzeugen beleuchtet. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich auf die unterschiedlichen Ausprägungen der Vertreibungsströme sowie die differierenden Lebensbedingungen der Vertriebenen in den Besatzungszonen und die spätere politische Aufarbeitung der Beziehungen zwischen Deutschland und der Tschechoslowakei.

  • Analyse der „wilden“ Vertreibung (1945) im Vergleich zur systematischen Aussiedlung (1946).
  • Perspektivische Darstellung durch den Zeitzeugenbericht von Ferdinand Scholz.
  • Vergleich der Integrationserfahrungen in der amerikanischen Besatzungszone (Bayern) und der sowjetischen Besatzungszone (DDR).
  • Evaluation politischer Verträge (Nachbarschaftsvertrag 1992, Deutsch-Tschechische Erklärung 1997) in Bezug auf ihre Bedeutung für Vertriebene.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die „wilde“ Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei

Die ersten Aussiedlungen der Sudetendeutschen Bevölkerung waren noch kriegsbedingt. Deutsche Behörden evakuierten innerhalb eines halben Jahres hunderttausende Deutsche in das Protektorat Böhmen und Mähren und ins Sudetenland, aufgrund der vorrückenden Roten Armee. Vielen Flüchtlingen gelang es jedoch nicht sich vor der roten Armee in Sicherheit zu bringen, und waren somit den „Raubzügen und Gewalttaten von Tschechen ausgesetzt, welche die Gelegenheit nutzten, sich zu bereichern und an ihnen ihre Wut über die erlittene Unterdrückung auszulassen.“

Durch die Dekrete des ehemaligen Präsidenten Edvard Benesch wurden der deutschen Bevölkerung im Sudetenland jegliche staatsbürgerlichen Rechte entzogen und der „Volkszorn“ durch die tschechische Regierung zusätzlich noch angefacht. Deshalb mussten die Westmächte den Transfer der Deutschen aus dem Sudetenland in die westlichen Besatzungszonen schnellstmöglich vollziehen.

Im April 1945 wurde die tschechische Bevölkerung von der neuen Regierung Fierlingers dazu aufgefordert „sich an den Deutschen für alle Bestialitäten zu rächen und kein Erbarmen mit den deutschen Feinden zu haben“.

Die sogenannte „wilde“ Vertreibung hatte ihren Beginn am 5. Mai 1945 mit dem Maisaufstand der tschechischen Bevölkerung gegen die deutsche Besatzungsmacht und fand ihr Ende am 2. August 1945. Für Edith Bergler war die „wilde“ Vertreibung „von Anfang an eine von der tschechoslowakischen Exil-Regierung massenpsychologisch und organisatorisch angeheizte Aktion, an der Edvard Beneš mit seinen aufpeitschenden öffentlichen Reden maßgeblich beteiligt war“ und auf sehr brutale weiße durchgeführt wurde. Benesch verkündete in Brünn am 12. Mai 1945:

„Das deutsche Volk hat in diesem Krieg aufgehört, menschlich zu sein, menschlich erträglich zu sein und erscheint uns nur noch als ein einziges großes menschliches Ungeheuer. […] Wir haben uns gesagt, dass wir das deutsche Problem in der Republik ausliquidieren […] müssen.“

Zusammenfassung der Kapitel

Methodische Vorbemerkung: Die Arbeit erläutert die Auswahl der Schwerpunkte zur Vertreibung, die Einbeziehung von Zeitzeugenberichten sowie die Abgrenzung des Themas hinsichtlich der verfügbaren Literatur.

Die politische Lage nach Kriegsende: Dieses Kapitel behandelt die Rahmenbedingungen der Flucht und Vertreibung sowie die Beschlüsse der Potsdamer Konferenz, welche die Überführung der deutschen Bevölkerung legitimierten.

Aspekte zur Vertreibung: Hier wird der Unterschied zwischen der „wilden“ Vertreibung 1945 und der organisierten Aussiedlung 1946 detailliert, ergänzt durch persönliche Erfahrungen von Ferdinand Scholz.

Aspekte zu Vertriebenen in der jeweiligen Besatzungszone: Der Vergleich zeigt die unterschiedliche Integration in Bayern und der SBZ, wobei insbesondere die Tabuisierung in der DDR hervorgehoben wird.

Aspekte zur Regelung über deutsch-tschechische Beziehungen: Das Kapitel analysiert die politischen Versuche einer Annäherung durch Verträge und Erklärungen ab den 1990er Jahren und die damit verbundene Kritik seitens der Betroffenen.

Ausblick: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass die Aufarbeitung des Themas trotz wissenschaftlicher Fortschritte ein fortlaufender Prozess bleibt und teilweise in den Hintergrund geraten ist.

Schlüsselwörter

Vertreibung, Sudetendeutsche, Ferdinand Scholz, Nachkriegszeit, Tschechoslowakei, SBZ, Bayern, Integration, Benesch-Dekrete, Deutsch-Tschechischer Vertrag, Potsdamer Konferenz, Heimatverlust, Zeitzeugenbericht, Umsiedlung, Flucht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg, den verschiedenen Phasen der Aussiedlung und den unterschiedlichen Integrationsbedingungen in den Besatzungszonen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der historischen Vertreibungsereignisse, dem Vergleich der Lebenssituation von Vertriebenen in Bayern und der DDR sowie der Aufarbeitung dieser Ereignisse in der deutsch-tschechischen Diplomatie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Komplexität der Vertreibung darzulegen und durch die Verbindung von historischer Fachliteratur mit einem konkreten Zeitzeugenbericht ein differenziertes Bild des Schicksals der Sudetendeutschen zu zeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse des aktuellen Forschungsstandes und kombiniert diese mit dem Zeitzeugenbericht von Ferdinand Scholz, um theoretische Erkenntnisse durch individuelle Erfahrungen zu ergänzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der „wilden“ Vertreibung, die persönliche Aussiedlungserfahrung von 1946, die Analyse der Integration in unterschiedlichen Zonen sowie die Bewertung politischer Abkommen zwischen Deutschland und Tschechien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Vertreibung, Sudetendeutsche, Integration, Benesch-Dekrete, Zeitzeuge und deutsch-tschechische Beziehungen.

Warum spielt der Zeitzeugenbericht von Ferdinand Scholz eine besondere Rolle?

Der Bericht dient als persönliches Fallbeispiel, das die trockenen historischen Daten mit den menschlichen Erfahrungen von Vertreibung und Neuanfang in der Gemeinde Hemhofen verknüpft.

Wie unterscheidet sich die Situation der Vertriebenen in der DDR von der in Bayern?

Während Vertriebene in Bayern als vierter Volksstamm integriert wurden, war ihre Geschichte in der DDR ein Tabuthema; sie wurden oft als „Umsiedler“ bezeichnet und zur Identitätsaufgabe gezwungen.

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Details

Titel
Die Vertreibung der Sudetendeutschen
Note
14 Punkte
Autor
Sabrina Herrmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
44
Katalognummer
V230418
ISBN (eBook)
9783656463740
ISBN (Buch)
9783656467311
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vertreibung sudetendeutschen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sabrina Herrmann (Autor:in), 2011, Die Vertreibung der Sudetendeutschen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230418
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Leseprobe aus  44  Seiten
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