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Kryonik, Uploading, Enhancement. Ethische Implikationen zentraler trans- und posthumanistischer Visionen

Title: Kryonik, Uploading, Enhancement. Ethische Implikationen zentraler trans- und posthumanistischer Visionen

Seminar Paper , 2009 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Michael Marquardt (Author)

Medicine - Other
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Kryonik, Uploading und Enhancement sind Ideen, die in der trans- und posthumanistischen Community einen zentralen Platz einnehmen, seit längerem diskutiert werden - und z. T. bereits in die Realität umgesetzt sind. In der vorliegenden Arbeit werden diese Ideen dargestellt und ihre ethischen Implikationen kritisch diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ethische Implikationen zentraler trans- und posthumanistischer Visionen

2.1 Begriffsklärung

2.1.1 Transhumanismus

2.1.2 Posthumanismus

2.2 Zentrale Ideen des Trans- und Posthumanismus

2.2.1 Kryonik

2.2.2 Uploading

2.2.3 Enhancement

2.3 Kritik an den zentralen Ideen des Trans- und Posthumanismus

2.3.1 Kritik an der Kryonik

2.3.2 Kritik am Uploading

2.3.3 Kritik am Enhancement

3 Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit setzt sich kritisch mit den Visionen des Trans- und Posthumanismus auseinander, wobei insbesondere die ethischen und theoretisch-philosophischen Implikationen von Technologien wie Kryonik, Uploading und Enhancement analysiert werden, um die prinzipielle Realisierbarkeit und die menschliche Sinnfindung zu hinterfragen.

  • Definition und Abgrenzung von Transhumanismus und Posthumanismus.
  • Analyse der technologischen Kernvisionen: Kryonik, Uploading und Enhancement.
  • Ethische sowie ontologische Kritik an den trans- und posthumanistischen Zielen.
  • Wissenschaftstheoretische Reflexion über die Modellierbarkeit menschlicher Bewusstseinsprozesse.
  • Einfluss der Visionen auf das individuelle Verständnis von Endlichkeit und Sinn.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Kryonik

Eine Idee, die man im Trans- und Posthumanismus besonders häufig antrifft, ist die Kryonik oder Kryostase. Grob formuliert bezeichnen diese beiden Begriffe das Einfrieren menschlicher Leichen, um sie in der Zukunft wieder auftauen und wiederbeleben zu können. Die Grundidee beruht dabei auf Beobachtungen, wonach bestimmte Tierarten bei kalten Temperaturen erstarren und bei Erwärmung wieder auftauen können, ohne relevante Schäden davonzutragen (vgl. NAHM/ERNSTBERGER). Auch in der gegenwärtigen medizinischen Forschung sind Erfolge bei der Kryostase verschiedener Gewebetypen zu verzeichnen (vgl. MERKLE).

Beim kryonischen Aufbereitungsprozess wird der menschliche Körper nach Eintritt des Hirntodes in flüssigem Stickstoff auf –196 °C schockgefroren und anschließend für unbestimmte Zeit in Kühltanks aufbewahrt (vgl. NAHM/ERNSTBERGER). Irgendwann in der Zukunft, so die Hoffnung der Kryonik-Anhänger, werde eine hochentwickelte Zivilisation in der Lage sein, die Körper wieder aufzutauen und die mikro und makroskopischen Schäden zu beheben, die während des Kühl- oder Aufbewahrungsprozesses entstanden sind.

Während Kryonik für Menschen in Deutschland aufgrund des Friedhofzwangs verboten ist, gibt es in den USA zahlreiche Unternehmen, die Kryostase anbieten (vgl. KRÜGER, 126f). Aus Kostengründen haben einige Unternehmen mittlerweile beschlossen, nur mehr die Köpfe aufzubewahren – in der Hoffnung, dass eine hochentwickelte Zivilisation in der Lage sein werde, auch die fehlenden Körperteile zu ersetzen (vgl. BROOKS, 227).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Themengebiete Kryonik, Uploading und Enhancement ein und umreißt die Forschungsfrage nach den ethischen und philosophischen Implikationen dieser trans- und posthumanistischen Visionen.

2 Ethische Implikationen zentraler trans- und posthumanistischer Visionen: Dieses Kapitel definiert zunächst die Begriffe Trans- und Posthumanismus, stellt die Kernvisionen (Kryonik, Uploading, Enhancement) vor und übt daran umfassende ethische, ontologische und wissenschaftstheoretische Kritik.

3 Ausblick: Der Ausblick resümiert die argumentative Schwäche trans- und posthumanistischer Positionen und plädiert dafür, den Tod als Grenze zu akzeptieren, anstatt in technologischen Phantasien nach Unsterblichkeit zu streben.

Schlüsselwörter

Transhumanismus, Posthumanismus, Kryonik, Uploading, Enhancement, Bewusstsein, Ethik, Philosophie, Unsterblichkeit, Neuroimplantate, Identität, Technikfolgenabschätzung, Materialismus, Endlichkeit, Sinnsuche.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch die technologischen Visionen des Trans- und Posthumanismus, insbesondere Kryonik, das digitale Uploading des Bewusstseins und die technische Verbesserung (Enhancement) des menschlichen Körpers.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition transhumanistischer Bewegungen, der Analyse der Machbarkeit und ethischen Vertretbarkeit dieser Visionen sowie der philosophischen Reflexion über den menschlichen Geist und die Sinnsuche im Angesicht der Endlichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die ethischen und theoretisch-philosophischen Implikationen transhumanistischer Überzeugungen zu ergründen und aufzuzeigen, dass diese Visionen aus praktischer und philosophischer Sicht problematisch sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine diskursanalytische und philosophische Arbeit, die primär auf der Auseinandersetzung mit Fachliteratur sowie logischen und wissenschaftstheoretischen Argumentationsweisen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen, die Beschreibung der Visionen und eine detaillierte Kritik, wobei vor allem ethische Bedenken, ontologische Annahmen und wissenschaftstheoretische Grenzen untersucht werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Trans- und Posthumanismus, Ethik, Kryonik, Uploading, Enhancement sowie die philosophische Auseinandersetzung mit Identität und Vergänglichkeit.

Warum wird die Kryonik in der Arbeit kritisch gesehen?

Neben technischen Hürden und der ungewissen Zukunft künftiger Zivilisationen wird der "Fehlschluss des falschen Dilemmas" angeführt; zudem wird das Risiko thematisiert, dass konservierte Körper in einer Weise genutzt werden könnten, die ethisch inakzeptabel ist.

Welche wissenschaftstheoretischen Probleme sieht der Autor beim "Uploading"?

Der Autor verweist auf die Unvollständigkeit mathematisch-naturwissenschaftlicher Modelle (Gödel) und die Paradigmenabhängigkeit wissenschaftlicher Erkenntnis, die ein vollständiges, verlustfreies Abbild des menschlichen Gehirns prinzipiell infrage stellen.

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Details

Title
Kryonik, Uploading, Enhancement. Ethische Implikationen zentraler trans- und posthumanistischer Visionen
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Geschichte und Ethik der Medizin)
Course
Leib, Seele, Geist – Historische und ethische Fragen der Neurowissenschaften
Grade
1,0
Author
Michael Marquardt (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V230522
ISBN (eBook)
9783656466352
ISBN (Book)
9783656467250
Language
German
Tags
kryonik uploading enhancement ethische implikationen visionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Marquardt (Author), 2009, Kryonik, Uploading, Enhancement. Ethische Implikationen zentraler trans- und posthumanistischer Visionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230522
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