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Die Jena-Plan-Schule. Das Konzept nach Peter Petersen

Title: Die Jena-Plan-Schule. Das Konzept nach Peter Petersen

Term Paper , 2010 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts (BA) Swenja Rolfes (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Viele Schüler sehen ihre Schulzeit als unvermeidbare Zwangsveranstaltung an, die sie irgendwie überstehen müssen. Konflikte mit den Lehrern und unzufriedenen Eltern belasten oft die Entwicklung und Motivation. Einige Schüler haben sogar Angst in die Schule zu gehen, sehen sich dem ganzen Druck nicht gewachsen und verweigern sogar die Schule. Diese Tatsachen führen zu der Überlegung, was man an dem heutigen Schulsystem ändern kann, so dass es attraktiver für die Schüler gestaltet ist, keine Zwangsveranstaltung mehr darstellt und stattdessen mehr Freiräume und weniger Druck hervorruft.
Peter Petersen hat ein pädagogisches Konzept, den Jena-Plan, entworfen, welches zum einen mehr Freiraum und weniger Leistungsdruck für die Schüler schafft und zugleich zur Eigentätigkeit und zum Gemeinschaftsleben anregt.
Auf den nächsten Seiten werde ich dieses Konzept des Jena-Plans näher beleuch-ten. Zu Anfang werde ich Peter Petersens Leben bis zur Fertigstellung des Jena-Plans darstellen. Ich denke, dass es wichtig ist, Biographisches von ihm zu ken-nen, denn seine Erfahrungen und Begegnungen, die er machte wirkten sich auf seine Pädagogik aus und lassen so auch seine Beweggründe, die zu diesem Kon-zept führten besser verstehen.
Nachdem ich dann die Entstehung und Entwicklung des Jena-Plans dargestellt habe, möchte ich seine Erziehungsidee für die Schule näher beleuchten. Dann komme ich zu dem Teil meiner Arbeit, in dem ich den Jena-Plan in der Schulpraxis näher vorstellen werde. In dem Abschnitt werde ich mich mit den Themen um die Stammgruppe, der Schulwohnstube, den Bildungsgrundformen, dem Wochen-arbeitsplan, der Charakteristik und der Elternschaft näher beschäftigen. Ich denke, dass man an diesen Bereichen das Konzept und auch den Unterschied zu der traditionellen bzw. heutigen Standard-Schule gut erkennen kann. Außerdem stellen diese Themen wichtige Punkte im Konzept des Jena-Plans dar.
Zu guter Letzt werde ich über die gewonnenen Ergebnisse ein Fazit abgeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Biographisches von Peter Petersen

3) Entstehung und Entwicklung der Jena-Plan- Schule

4) Schule unter der Idee der Erziehung

5) Der Jena-Plan in der Schulpraxis

5.1) Stammgruppen statt Jahresklassen

5.2) Das Konzept der Schulwohnstube

5.3) Die vier Bildungsgrundformen

5.3.1) Das Gespräch

5.3.2) Das Spiel

5.3.3) Die Feier

5.3.4) Die Arbeit

5.4) Wochenarbeitsplan

5.5) Charakteristik statt Benotung

5.6) Elternschaft

6) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das pädagogische Konzept des Jena-Plans von Peter Petersen mit dem Ziel, die Abkehr von starren Jahrgangsklassen und traditionellen Schulstrukturen hin zu einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft aufzuzeigen, die weniger Leistungsdruck und mehr Selbsttätigkeit ermöglicht.

  • Biographischer Hintergrund und Reformpädagogik von Peter Petersen
  • Die Struktur der Stammgruppen und deren pädagogischer Mehrwert
  • Die Bedeutung der Schulwohnstube für die Lernumgebung
  • Die vier Bildungsgrundformen: Gespräch, Spiel, Feier und Arbeit
  • Wochenarbeitsplanung und alternative Leistungsbewertung durch Charakteristiken

Auszug aus dem Buch

5.1) Stammgruppen statt Jahresklassen

Jahrgangsklassen, in denen Schüler hinsichtlich ihres Alters, aber mehr noch nach ihrer physischen und psychischen Entwicklung lernen, sind in unserem Regelschulsystem fest verankert. Anders ist es bei den Jena-Plan-Schulen. Jahrgangsklassen gibt es hier nicht. Hier lernen alle Kinder gemeinschaftlich in ihrer sogenannten Stammgruppe, die auch gleichzeitig die jeweilige Bezugsgruppe für das Kind ist (vgl. Eichelberger, 2000, S.47). Diese jahrgangsübergreifenden Stammgruppen sind „Petersens Alternative zum „Sitzenbleiberelend“ und zur Jahrgangsklasse (…), die bewusst die Heterogenität tatsächlichen Lebens (und damit des Lernens) nachbilden“ (Kluge, 2002, S.39). Die „Schüler, die aufgrund ihrer Entwicklung einer Altersstufe angehören, werden unterrichtlich zu einer Stammgruppe zusammengefaßt [sic]“ (Dietrich, 1995, S.71). Somit entstehen heterogene Lerngruppen, welche das „Prinzip des Altersstufenaufbaues“ (ebd., S.71) verwirklichen.

Nach langer Erprobung ergibt sich für Petersen die Stammgruppenbildung folgendermaßen: Untergruppe: 1.-3. Schuljahr; Mittelgruppe: 4.-6. Schuljahr; Obergruppe: 6./7.-8. Schuljahr; Jugendlichengruppe: 8./9.-10. Schuljahr (vgl. Petersen, 2007, S. 51 f.). „Die Vereinigung von jeweils drei Jahrgängen ist keine Willkür. Sie ergab sich in Jena aus den ab 1925 durchgeführten planmäßigen Versuchen. (…) Kinder einer solchen Phase – also von durchschnittlich drei Jahren – gehören irgendwie seelisch – und was noch wichtiger für den Pädagogen ist – allgemein menschlich enger zusammen, d.h. sie bedeuten etwas Besonderes für einander, können sich gegenseitig besonders viel sein und geben“ (Eichelberger, 2000, S.48; zit. n. Petersen, 1937, S.54).

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz des Jena-Plans als Antwort auf den empfundenen Druck und die Zwänge im heutigen Regelschulsystem.

2) Biographisches von Peter Petersen: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Petersens nach, um seine pädagogischen Beweggründe und die Einflüsse auf seine spätere Schultheorie verständlich zu machen.

3) Entstehung und Entwicklung der Jena-Plan- Schule: Hier wird die Etablierung des Schulversuchs in Jena und das Ziel einer "Arbeits- und Lebensgemeinschaftsschule" beschrieben.

4) Schule unter der Idee der Erziehung: Das Kapitel erläutert den konzeptionellen Unterschied zwischen alter Erziehung und der neuen Erziehung in der Gemeinschaft.

5) Der Jena-Plan in der Schulpraxis: Dieser Hauptteil detailliert die praktischen Umsetzungselemente wie Stammgruppen, Lernumgebung, Unterrichtsformen und Elternarbeit.

6) Fazit: Das Fazit bewertet das Jena-Plan-Konzept als vielversprechende Alternative zur Regelschule, weist jedoch auf die praktische Herausforderung der Elternbeteiligung hin.

Schlüsselwörter

Jena-Plan, Peter Petersen, Reformpädagogik, Stammgruppen, Schulwohnstube, Bildungsgrundformen, Freie Arbeit, Wochenarbeitsplan, Charakteristik, Leistungsbewertung, Schulgemeinde, Lebens- und Arbeitsgemeinschaft, Heterogenität, Pädagogik, Individualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Hausarbeit?

Die Arbeit bietet einen Überblick über das pädagogische Konzept der Jena-Plan-Schule nach Peter Petersen und stellt dessen Unterschiede zum traditionellen Regelschulsystem dar.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Entstehungsgeschichte des Jena-Plans, die Struktur der Stammgruppen, die Gestaltung des Lernraums sowie die vier Bildungsgrundformen und die alternative Leistungsbeurteilung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung des Jena-Plans als pädagogische Alternative, die durch Gemeinschaft und weniger Leistungsdruck die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder fördern soll.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der pädagogische Fachliteratur und Schriften von Peter Petersen ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die konkrete Umsetzung in der Praxis, insbesondere Stammgruppen, Schulwohnstube, Bildungsgrundformen, Wochenarbeitsplan, Charakteristik statt Noten und die Rolle der Elternschaft erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Jena-Plan, Stammgruppen, Reformpädagogik, Bildungsgrundformen, Charakteristik und Gemeinschaftsschule.

Warum lehnt Petersen das klassische Klassensystem ab?

Petersen sieht in jahrgangsübergreifenden Stammgruppen eine Möglichkeit, das "Sitzenbleiberelend" zu vermeiden und die Heterogenität des Lebens besser abzubilden.

Wie unterscheidet sich die "Charakteristik" von einer klassischen Schulnote?

Die Charakteristik ist eine detaillierte, qualitative Einschätzung der individuellen Entwicklung und Kompetenzen eines Kindes, anstatt einer reinen numerischen Leistungsbewertung.

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Details

Title
Die Jena-Plan-Schule. Das Konzept nach Peter Petersen
College
University of Applied Sciences Jena
Grade
1,3
Author
Bachelor of Arts (BA) Swenja Rolfes (Author)
Publication Year
2010
Pages
17
Catalog Number
V230544
ISBN (eBook)
9783656462507
ISBN (Book)
9783656462965
Language
German
Tags
Soziale Arbeit Erziehungstheorien Pädagogik Schule Konzepte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts (BA) Swenja Rolfes (Author), 2010, Die Jena-Plan-Schule. Das Konzept nach Peter Petersen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230544
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