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Transparenz und Vertrauen in der Beratung. Die Bedeutung von Transparenz für das Vertrauen der Klienten in wissensintensive Beratungsleistungen im Marketing

Title: Transparenz und Vertrauen in der Beratung. Die Bedeutung von Transparenz für das Vertrauen der Klienten in wissensintensive Beratungsleistungen im Marketing

Master's Thesis , 2013 , 93 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniel Beye (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich auf Basis theoretischer Konstrukte der Dienstleistungsforschung und der Neuen Institutionenökonomik mit der Vertrauensbeziehung zwischen Beratern und Klienten. Die Schwierigkeit, die Qualität einer professionellen Beratungsleistung vor, während und nach ihrer Erstellung vollständig beurteilen zu können, macht Beratung aus Klientensicht zum Vertrauensgut. Es wird der Annahme nachgegangen, dass das Vertrauen der Klienten durch einen transparenten Beratungsprozess gesteigert werden kann.

Auf Grund einer Forschungslücke bzgl. der Bedeutung von Transparenz für das Klientenvertrauen in wissensintensive Beratungsprozesse, werden die theoretischen Überlegungen um eine quantitative Online-Erhebung ergänzt. Mittels einer multiattributiven Zufriedenheitsmessung sind Angaben zu Wichtigkeit und Zufriedenheit hinsichtlich nicht einsehbarer bzw. nicht nachvollziehbarer Beratungsschritte von 89 Probanden ausgewertet worden. Die deskriptive Auswertung wird mit Hilfe uni- und bivariater Verfahren durchgeführt und mündet in Differenzprofilen und einem Zufriedenheitsportfolio auf Basis von Mittelwertvergleichen und Korrelationsanalysen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die erwartete Transparenz der Klienten durchweg höher ist als die Zufriedenheit mit der angebotenen Transparenz der Beratungsunternehmen. Es bietet sich – nicht auf inhaltlicher Ebene, aber zur Verbesserung der sozialen Beziehung – auf breiter Basis Innovationspotenzial für die Gestaltung von Beratungsprozessen. Um den Klienten einen zusätzlichen Mehrwert zu bieten und sich ggf. selbst einen Wettbewerbsvorteil in der Kundenakquise und -bindung zu verschaffen, sollten Beratungsunternehmen allerdings bereit sein, Transparenz radikal zu denken und den Beratungsprozess im Rahmen kommunikationspolitischer Maßnahmen und im Verlauf der Interaktion mit dem Klienten offenzulegen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Das allgegenwärtige Postulat nach Transparenz

1.2 Das Transparenzproblem in Berater-Klient-Beziehungen

1.3 Ziel und Konzeption der Arbeit

2 Betrachtung des Beratungsbegriffs

2.1 Konstitutive Merkmale von Dienstleistungen

2.2 Professional Service Firms

2.2.1 Abgrenzung der PSF innerhalb des Dienstleistungssektors

2.2.2 Dominierende Merkmale wissensintensiver Dienstleistungen

2.3 Wissensintensive Beratungsleistungen im Marketing

2.3.1 Besonderheiten des Beratungsmarkts in Deutschland

2.3.2 Funktional-institutionelle Merkmale von Beratungsleistungen

2.3.3 Marketingrelevante Beratung

2.4 Der idealtypische Beratungsprozess

2.5 Zwischenfazit

3 Betrachtung der Berater-Klient-Beziehung

3.1 Berater-Klient-Beziehung aus Sicht der NIÖ

3.1.1 Informationsökonomik

3.1.2 Transaktionskostentheorie

3.1.3 Prinzipal-Agent-Theorie

3.1.4 Property-Rights-Theorie

3.2 Klientenvertrauen in die Beratung

3.2.1 Verständnis und Funktion von Vertrauen

3.2.2 Entstehung und Entwicklung von Vertrauen

3.2.3 Vertrauenswürdigkeit als Prämisse des Vertrauens

3.3 Die Relevanz von Transparenz in der Beratung

3.3.1 Transparenz schafft Vertrauen

3.3.2 Transparenz im Beratungsprozess

3.3.3 Transparenzanalyse mittels Service-Blueprinting

4 Empirische Untersuchung

4.1 Forschungsproblem und Hypothesenbildung

4.2 Operationalisierung der Hypothesen

4.3 Forschungsdesign und Fragebogenkonstruktion

4.4 Grenzen der Methodik

5 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen

5.1 Auswertungsverfahren der deskriptiven Statistik

5.2 Diskussion der Ergebnisse

5.3 Handlungsempfehlungen für die Praxis

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Masterarbeit ist die Untersuchung der Relevanz von Transparenz für das Klientenvertrauen am Beispiel wissensintensiver Beratungsleistungen im Marketing. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Transparenzmaßnahmen im Beratungsprozess gestaltet sein müssen, um als Enabler für Vertrauen zu fungieren und somit die Geschäftsbeziehung zwischen Berater und Klient zu festigen.

  • Rolle und Merkmale wissensintensiver Dienstleistungen sowie deren spezifische Probleme im Beratungsmarkt.
  • Theoretische Fundierung der Berater-Klient-Beziehung durch die Neue Institutionenökonomik (NIÖ).
  • Analyse der Dynamik zwischen Klientenvertrauen und Transparenz im Beratungsprozess.
  • Methodische Konzeption eines idealtypischen Beratungsprozesses mittels Service-Blueprintings.
  • Empirische quantitative Erhebung zur Identifikation von Transparenzbedarfen aus Sicht der Klienten.

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Transparenz im Beratungsprozess

Die Gestaltung von Transparenz in der Beratung sollte sich wegen der Interdependenz von Vertrauen und Transparenz am Vertrauensprozess orientieren. Die langfristige Vertrauensentwicklung erstreckt sich über die gesamte Geschäftsbeziehungsdauer. Eine Betrachtung des Transparenzbedarfs aus Klientensicht muss somit wenigstens die gesamte Interaktion während eines Beratungsprojekts vom Erstkontakt bis zum Projektende umfassen.

Okland et al. strukturieren Transparenz nach zeitlichen Aspekten und identifizieren Elemente zum Transparenzaufbau, die vor, während und nach Prozessen herangezogen werden können. In Anlehnung an diese Vorgehensweise ist der idealtypische Beratungsprozess ein geeigneter Ausgangspunkt für eine interaktionsbezogene Analyse von Transparenz in der Beratung. Gegenstand transparenter Interaktion sind alle relevanten Informationen über Wissen und Kompetenzen, Organisation und Prozesse, Kosten, technologische Systeme, Werte und Verhalten der Beratung.

Eine Bereitstellung von Informationen erzeugt nur Transparenz, wenn sie von den Beratern kundengerichtet kommuniziert wird. Der Kommunikationsprozess kann zukunftsbezogene Informationen durch die Ankündigung von Handlungsschritten und vergangenheitsbezogene Informationen in Form von Dokumentationen, Protokollen oder Feedbacks beinhalten. Visualisierungen, z.B. von Prozessen, wirken sich zudem positiv auf die Verständlichkeit aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert das Postulat nach mehr Transparenz in Wirtschaft und Beratung, identifiziert das Transparenzproblem in der Berater-Klient-Interaktion und definiert das Ziel sowie die methodische Konzeption der Arbeit.

2 Betrachtung des Beratungsbegriffs: Die theoretische Analyse definiert den Begriff der wissensintensiven Beratungsleistung im Marketing, grenzt diese innerhalb des Dienstleistungssektors ab und beschreibt den idealtypischen Beratungsprozess.

3 Betrachtung der Berater-Klient-Beziehung: Unter Heranziehung der Neuen Institutionenökonomik werden die Zusammenhänge zwischen Informationsasymmetrien, Transparenz und Vertrauen untersucht, um die Relevanz von Transparenz als Vertrauensanker theoretisch zu begründen.

4 Empirische Untersuchung: Dieses Kapitel widmet sich der Hypothesenbildung und der methodischen Durchführung einer quantitativen Primärerhebung zur Messung des Transparenzbedarfs und der Zufriedenheit von Klienten in verschiedenen Phasen der Beratung.

5 Ergebnisse und Handlungsempfehlungen: Hier werden die Ergebnisse der Befragung deskriptiv ausgewertet, diskutiert und daraus praxisnahe Empfehlungen für eine transparentere Gestaltung von Beratungsprozessen abgeleitet.

6 Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse zur Vertrauensbildung durch Transparenz und gibt einen Ausblick auf künftige Entwicklungen sowie Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Transparenz, Klientenvertrauen, Beratungsprozess, Marketingberatung, Neue Institutionenökonomik, Wissensintensive Dienstleistungen, Dienstleistungsmarketing, Informationsasymmetrie, Service-Blueprinting, Beratungsqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Transparenz für den Aufbau und Erhalt von Vertrauen zwischen Beratern und Klienten im Bereich marketingrelevanter Dienstleistungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentral sind die theoretische Fundierung des Vertrauensbegriffs, die ökonomische Betrachtung der Berater-Klient-Beziehung sowie die empirische Analyse von Transparenzbedarfen aus der Perspektive der Klienten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Gestaltung von Transparenz in verschiedenen Beratungsphasen die Beratungsqualität und das Klientenvertrauen gesteigert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer quantitativen Primärerhebung, die mithilfe von Service-Blueprinting zur Operationalisierung von Transparenzmerkmalen durchgeführt wurde.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende Analyse des Beratungsbegriffs, die Anwendung institutionenökonomischer Theorien auf die Beratungsbeziehung sowie die Durchführung und Auswertung einer empirischen Studie zur Transparenzzufriedenheit.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Transparenz, Klientenvertrauen, Marketingberatung, Informationsasymmetrie und Service-Blueprinting.

Wie unterscheidet sich die Anbahnungsphase von anderen Phasen?

Die Anbahnungsphase ist durch eine hohe Unsicherheit auf Klientenseite geprägt, da noch kein Vertrauensverhältnis besteht, was den Transparenzbedarf hier besonders hoch macht.

Warum ist "absolute Transparenz" laut Autor nicht immer das Ziel?

Zu viel Information kann laut der Arbeit zur Informationsüberflutung führen und ist nicht zwingend kundenorientiert; die Transparenz muss stattdessen bedarfsgerecht und qualitätsorientiert gestaltet werden.

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Details

Title
Transparenz und Vertrauen in der Beratung. Die Bedeutung von Transparenz für das Vertrauen der Klienten in wissensintensive Beratungsleistungen im Marketing
College
Leuphana Universität Lüneburg  (Marketing)
Grade
1,3
Author
Daniel Beye (Author)
Publication Year
2013
Pages
93
Catalog Number
V230679
ISBN (eBook)
9783668152052
ISBN (Book)
9783668152069
Language
German
Tags
Beratung Consulting Unternehmensberatung Beratungsdienstleistung Marketingberatung Beratungsleistung Beratungsprozess Blueprint Transparenz Transparency Management Consulting Vertrauen Trust Confidence Berater Klient Consultant Dienstleistungsmanagement Professionale Service Firm PSF Knowledge intensive Business Services KIBS Wissensintensiv wissensintensive Beratungsleistungen Marketing Neue Institutionenökonomik NIÖ Transaktionskosten Informationsökonomik Vertrauensgüter Creedence Goods Property Rights Prinzipal Agent Vertrauenswürdigkeit Vertrauensgeber Vertrauensnehmer Herzberg Motivatoren Hygienefaktoren Beratungsmarkt Beratungsforschung Immaterialität immaterielle Leistung immateriell Dienstleistung Dienstleistungsprozess externer Faktor Wissen Anbahnung Durchführung Nachberetiung Potenzial Prozess Ergebnis Beratungsbedarf Sollkoonzept Kontrolle Informationsasymmetrie Ripperger Luhmann Nissen Ringlstetter Glückler Armbrüster
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Beye (Author), 2013, Transparenz und Vertrauen in der Beratung. Die Bedeutung von Transparenz für das Vertrauen der Klienten in wissensintensive Beratungsleistungen im Marketing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230679
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