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Schizophrenie - eine soziologische Betrachtungsweise

Title: Schizophrenie - eine soziologische Betrachtungsweise

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dr. Monique Zimmermann-Stenzel (Author)

Sociology - Medicine and Health
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Mehr als jede andere psychische Krankheit hat die Schizophrenie in den letzten Jahrzehnten die psychiatrische Forschung dominiert, obwohl die Ursachen von schizophrenen Erkrankungen noch weitgehend unbekannt sind.
Schizophrenie hat einschneidende soziale und ökonomische Folgen, da die Betroffenen meist schon im jüngeren Alter erkranken und sie durch die Krankheit oft langfristig stark beeinträchtigt sind (Statistisches Bundesamt, 1998:1).
Daher ist die Erkenntnis psychiatrisch-epidemiologischer Untersuchungen von so großer Bedeutung, „dass genetische Faktoren nur einen Teilfaktor in einem komplexen, multifaktoriell bedingten Krankheitsgeschehen darstellen, und dass hier soziale Faktoren eine mindestens ebenso große Rolle spielen“ (von Cranach, 1972: 166). Diese Tatsache, dass gerade auch soziale Faktoren eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen, ist für den Erkrankten sicherlich von größerer Wichtigkeit als die genetischen Faktoren, weil soziale Einflüsse im Gegensatz zu genetischen veränderbar sind. Durch zusätzliche Kenntnisse über soziale Einflüsse können sich therapeutische Möglichkeiten ergeben, die die Gesundungschancen verbessern.
Diese soziologisch relevanten Einflussfaktoren sollen in dieser Arbeit vorgestellt und diskutiert werden.
Zuerst werde ich jedoch beschreiben, was unter Schizophrenie verstanden wird und dann einen Überblick über die Verbreitung der Schizophrenie in verschiedenen Ländern geben, um zu zeigen, inwiefern Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Kulturen bestehen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Definition von Schizophrenie

3. Prävalenz und Inzidenz von Schizophrenie

4. Soziologisch relevante Einflussfaktoren

5. Zusammenfassung und Diskussion

6. Literatur

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Schizophrenie aus einer soziologischen Perspektive, wobei das Hauptziel darin besteht, die Bedeutung sozialer Faktoren für die Entstehung und Verbreitung dieser Erkrankung zu beleuchten und deren Kausalität zu hinterfragen.

  • Soziologische Risikofaktoren wie Geschlecht, Alter, Familienstand und sozioökonomischer Status
  • Die Rolle von Wohnortsgröße und geographischer Mobilität
  • Kritische Analyse der Drift-Theorie und der Stress-Theorie
  • Vergleich epidemiologischer Daten unter Berücksichtigung unterschiedlicher Diagnosekonzepte

Auszug aus dem Buch

Soziologisch relevante Einflussfaktoren

Als soziologisch relevante Risikofaktoren möchte ich in dieser Arbeit die Faktoren Geschlecht, Alter, Familienstand, sozioökonomischer Status und mit diesem verbunden Wohnortsgröße und soziale bzw. geographische Mobilität behandeln.

Es gibt keine geschlechtsspezifischen Unterschiede hinsichtlich des Erkrankungsrisikos an Schizophrenie. Unterschiedliche Inzidenzraten für beide Geschlechter wird man allerdings in den Studien finden, die die Unterschiede im Erstmanifestationsalter nicht berücksichtigen. Dies hängt damit zusammen, dass Männer im Vergleich zu Frauen signifikant früher an Schizophrenie erkranken und somit deren Behandlung und Hospitalisierung früher erfolgt (Olbrich, 1999:409).

Männer erkranken am häufigsten im Alter von 20 bis 24 Jahren, Frauen zwischen dem 25. und 29. Lebensjahr (Statistisches Bundesamt, 1998:3). Nach Olbrich et al. (1999) liegt beim männlichen Geschlecht das größte Risiko, erstmalig an Schizophrenie zu erkranken, zwischen 15 und 25, beim weiblichen zwischen 25 und 35 Jahren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Das Kapitel führt in die Relevanz soziologischer Forschung bei Schizophrenie ein und betont die Bedeutung veränderbarer sozialer Einflussfaktoren gegenüber genetischen Dispositionen.

2. Definition von Schizophrenie: Es wird erläutert, dass Schizophrenie mangels biologischer Marker anhand von Symptomen definiert wird, wobei eine Unterscheidung zwischen engen und breiten Definitionen für die Diagnostik essenziell ist.

3. Prävalenz und Inzidenz von Schizophrenie: Dieses Kapitel analysiert internationale Häufigkeitsraten und zeigt, dass Variationen oft auf methodische Unterschiede und Krankheitskonzepte zurückzuführen sind, nicht allein auf geografische Faktoren.

4. Soziologisch relevante Einflussfaktoren: Hier werden zentrale soziale Variablen wie Alter, Geschlecht, sozialer Status und Mobilität im Kontext des Erkrankungsrisikos diskutiert und theoretische Ansätze wie die Drift- und Stress-Theorie beleuchtet.

5. Zusammenfassung und Diskussion: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass kausale Zusammenhänge zwischen sozialen Faktoren und Schizophrenie komplex und noch nicht abschließend geklärt sind.

6. Literatur: Das Verzeichnis listet die für die Arbeit herangezogenen wissenschaftlichen Quellen und Studien auf.

Schlüsselwörter

Schizophrenie, Soziologie, Epidemiologie, Prävalenz, Inzidenz, soziale Schicht, Drift-Theorie, Stress-Theorie, Diagnosekriterien, Risikofaktoren, sozioökonomischer Status, psychische Erkrankung, soziale Mobilität, Krankheitsverlauf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Schizophrenie aus soziologischer Sicht und beleuchtet, welche Rolle soziale Faktoren bei der Entstehung und Verbreitung dieser psychischen Erkrankung spielen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind soziologische Risikofaktoren wie Geschlecht, Alter, sozialer Status, Wohnortsgröße sowie der Einfluss von Stress und Mobilität auf den Krankheitsverlauf.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Einfluss verschiedener soziologischer Variablen zu analysieren und zu prüfen, inwieweit diese für die Entstehung von Schizophrenie relevant sind und welche Kausalitätsfragen dabei offen bleiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich psychiatrisch-epidemiologischer Studien sowie internationaler Forschungsdaten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition von Schizophrenie, der Auswertung globaler Prävalenz- und Inzidenzraten sowie einer detaillierten Erörterung soziologischer Risikofaktoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Soziologie, Epidemiologie, soziale Schicht, Drift-Theorie, Stress-Theorie und Schizophrenie charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen enger und breiter Definition eine Rolle?

Diese Unterscheidung ist entscheidend für den Vergleich von Inzidenzraten; bei strenger Anwendung klinischer Kriterien verschwinden signifikante Unterschiede zwischen verschiedenen Erhebungszentren fast vollständig.

Was besagt die Drift-Theorie im Kontext dieser Arbeit?

Die Drift-Theorie diskutiert, ob schizophrene Patienten aufgrund ihrer Erkrankung in sozial schwächere Schichten abgleiten oder ob die Lebensbedingungen in diesen Schichten die Krankheit begünstigen.

Inwiefern beeinflusst der soziale Status das Erkrankungsrisiko laut der Stress-Theorie?

Die Stress-Theorie postuliert, dass Menschen in unteren sozialen Schichten aufgrund härterer Lebensbedingungen und geringerer Bewältigungsalternativen einem höheren Stress ausgesetzt sind, was das Risiko für eine Schizophrenie erhöht.

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Details

Title
Schizophrenie - eine soziologische Betrachtungsweise
College
University of Heidelberg  (Institut für Soziologie)
Course
Seminar "Epidemiologische Großstudien"
Grade
1,0
Author
Dr. Monique Zimmermann-Stenzel (Author)
Publication Year
2000
Pages
16
Catalog Number
V23079
ISBN (eBook)
9783638262712
Language
German
Tags
Schizophrenie Betrachtungsweise Seminar Epidemiologische Großstudien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Monique Zimmermann-Stenzel (Author), 2000, Schizophrenie - eine soziologische Betrachtungsweise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23079
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