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Ehescheidungen: eine kritische Darstellung der Berechnungsmethoden von Ehescheidungsziffern

Titel: Ehescheidungen: eine kritische Darstellung der Berechnungsmethoden von Ehescheidungsziffern

Hausarbeit (Hauptseminar) , 1999 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dr. Monique Zimmermann-Stenzel (Autor:in)

Soziologie - Methodologie und Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der öffentlichen Diskussion scheint es zwar zum Standardwissen zu gehören, daß jede dritte Ehe geschieden wird; es wird jedoch meistens nicht erwähnt, wie man zu diesem Ergebnis gekommen ist.
Welche Methoden zur Berechnung dieser Ehescheidungsziffern zu Grunde gelegt werden und welche Aussagekraft sie haben, soll in dieser Arbeit erläutert werden. Außerdem sollen die Vor- und Nachteile dieser Ehescheidungsziffern anhand von verschiedenen Artikeln gezeigt und diskutiert werden.
Die hier vorgestellten Ehescheidungsziffern und ihre Entwicklungen innerhalb der Bundesrepublik Deutschland sollen des weiteren mit denen anderer Länder verglichen werden, um Einflußfaktoren auf das Scheidungsverhalten zu verdeutlichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung von verschiedenen Methoden der Berechnung von Ehescheidungsziffern

3. Vor- und Nachteile von verschiedenen Methoden der Berechnung von Ehescheidungsziffern

3.1 Die allgemeine Ehescheidungsziffer

3.2 Die spezifische Ehescheidungsziffer

3.3 Die ehedauerspezifische Ehescheidungsziffer

3.4 Die zusammengefaßte Ehescheidungsziffer

4. Internationaler Vergleich der allgemeinen Ehescheidungsziffer

5. Abschließende Bemerkungen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den gebräuchlichen Berechnungsmethoden für Ehescheidungsziffern auseinander. Ziel ist es, die Aussagekraft verschiedener statistischer Kennziffern zu beleuchten, deren methodische Vor- und Nachteile zu diskutieren und den Einfluss externer Faktoren auf das Scheidungsverhalten sowohl national als auch im internationalen Vergleich aufzuzeigen.

  • Methodische Darstellung der vier gängigen Ehescheidungsziffern
  • Analyse der Aussagekraft und Limitationen der Berechnungsmodelle
  • Vergleich der Scheidungsdynamik zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern
  • Internationaler Vergleich unter Berücksichtigung soziopolitischer Faktoren

Auszug aus dem Buch

Die ehedauerspezifische Ehescheidungsziffer

„Aussagekräftiger und aufschlußreicher ist in diesem Zusammenhang die ehedauerspezifische Scheidungsziffer [...] [, die] Zufälligkeiten im Altersaufbau und Heiratsverhalten ausschließt“ (HAMNES 1995: 888), dadurch, daß Ehen eines Eheschließungsjahrganges zueinander in Bezug gesetzt werden.

Verzerrungen können sich aber sowohl aufgrund des Zuzugs verheirateter Paare, die nicht im Ausgangsbestand enthalten sind, als auch durch Abwanderungen von Ehepaaren aus dem Gebiet der Bundesrepublik ergeben. Dadurch kann das Scheidungsverhalten nicht exakt widergespiegelt werden (HAMNES 1995: 888).

Eine große Bedeutung für die „Scheidungsanfälligkeit“ einer Ehe besitzt unter anderem die Ehedauer, d.h. die Differenz zwischen Eheschließungsjahr und Jahr der Ehescheidung (HAMMES 1995: 888).

Aus obiger Tabelle ist ersichtlich, daß im Jahr 1994 für Deutschland insgesamt die ehedauerspezifische Scheidungsziffer nach einer Ehedauer von fünf Jahren ihren Kulminationspunkt erreicht. Dieses trifft auch für das frühere Bundesgebiet zu, während in den neuen Bundesländern und Berlin-Ost schon nach vier Ehejahren diese Scheidungsziffer ihr Maximum erreicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz des Scheidungsthemas ein und formuliert das Ziel, die methodischen Grundlagen und Aussagekraft von Scheidungsziffern kritisch zu untersuchen.

2. Darstellung von verschiedenen Methoden der Berechnung von Ehescheidungsziffern: Dieses Kapitel definiert die vier gängigen Berechnungsmethoden: allgemeine, spezifische, ehedauerspezifische und zusammengefasste Ehescheidungsziffern.

3. Vor- und Nachteile von verschiedenen Methoden der Berechnung von Ehescheidungsziffern: Das Hauptkapitel bewertet die vier Methoden anhand ihrer Ermittelbarkeit und Aussagekraft sowie ihrer Abhängigkeit von Familienstandstrukturen und Kohorteneffekten.

4. Internationaler Vergleich der allgemeinen Ehescheidungsziffer: Es werden Scheidungsraten ausgewählter Länder verglichen, um den Einfluss von Konfessionen, politischen Umbrüchen und sozialer Unsicherheit auf das Scheidungsverhalten zu verdeutlichen.

5. Abschließende Bemerkungen: Das Fazit fasst zusammen, dass eine realistische Interpretation von Scheidungsrisiken nur unter Berücksichtigung sozioökonomischer Rahmenbedingungen und einer präziseren Periodenbetrachtung möglich ist.

Schlüsselwörter

Ehescheidung, Scheidungsziffer, Berechnungsmethode, Ehedauer, Familienstandstruktur, Scheidungsanfälligkeit, Kohortenberechnung, Periodenberechnung, Scheidungsneigung, Demographie, Scheidungsrisiko, Bevölkerungssoziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Kritik an statistischen Verfahren zur Messung von Ehescheidungen in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Darstellung der verschiedenen Berechnungsmethoden sowie deren Validität bei der Abbildung des tatsächlichen Scheidungsverhaltens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwiefern die gängigen Ziffern durch strukturelle Effekte verzerrt sind und welche Faktoren die Scheidungsneigung tatsächlich beeinflussen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender demografischer Tabellen und Scheidungsstatistiken basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile der vier Scheidungsziffern sowie einen internationalen Vergleich ausgewählter Länder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Scheidungsrisiko, Ehedauerspezifik, Familienstandstruktur und methodische Verzerrung geprägt.

Wie beeinflusst die "Wende" die Scheidungsstatistik in den neuen Bundesländern?

Die Arbeit zeigt, dass die politischen und rechtlichen Umbrüche 1990/91 zu einem vorübergehenden statistischen Einbruch der Scheidungszahlen führten, bevor sich die Werte wieder dem westdeutschen Niveau annäherten.

Warum ist ein internationaler Vergleich der Scheidungsraten schwierig?

Ein Vergleich ist problematisch, da die nationalen Familienstandstrukturen und rechtlichen Rahmenbedingungen stark variieren, was die Vergleichbarkeit der allgemeinen Ehescheidungsziffern einschränkt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ehescheidungen: eine kritische Darstellung der Berechnungsmethoden von Ehescheidungsziffern
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg  (Institut für Soziologie)
Veranstaltung
Seminar "Bevölkerungssoziologische Methoden"
Note
1,3
Autor
Dr. Monique Zimmermann-Stenzel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1999
Seiten
16
Katalognummer
V23081
ISBN (eBook)
9783638262736
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ehescheidungen Darstellung Berechnungsmethoden Ehescheidungsziffern Seminar Bevölkerungssoziologische Methoden
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Monique Zimmermann-Stenzel (Autor:in), 1999, Ehescheidungen: eine kritische Darstellung der Berechnungsmethoden von Ehescheidungsziffern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23081
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