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Geteiltes Leid ist halbes Leid? Eine empirische Untersuchung zum Einfluss des sozialen Netzwerkes auf das Mortalitätsrisiko unter Berücksichtigung der Stressexposition

Title: Geteiltes Leid ist halbes Leid? Eine empirische Untersuchung zum Einfluss des sozialen Netzwerkes auf das Mortalitätsrisiko unter Berücksichtigung der Stressexposition

Diploma Thesis , 2002 , 84 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Dr. Monique Zimmermann-Stenzel (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Seit einigen Jahrzehnten ist die Rolle des sozialen Netzwerkes in Bezug auf das Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko Gegenstand des Interesses. So ist der Einfluss sozialer Netzwerke sowohl auf die psychische als auch körperliche Gesundheit empirisch belegt. Ebenfalls wurde in internationalen Studien nachgewiesen, dass diese sozialen Netzwerke auch einen Effekt auf das Mortalitätsrisiko ausüben. Demgemäß haben sowohl Alleinlebende als auch einsame und sozial isolierte Personen unter sonst gleichen Bedingungen ein höheres Mortalitätsrisiko als Personen, die sozial integriert sind und über ein großes soziales Netzwerk verfügen.
Gemäß vieler Erhebungen und Befragungen fühlt sich ein großer Anteil von Menschen durch Stress fast täglich belastet. Sowohl alte als auch junge Menschen sind davon im privaten sowie im beruflichen Bereich betroffen: Arbeiter, Angestellte und Manager in Betrieben, Mütter, Polizisten, Krankenschwestern, Ärzte, Lehrer. Kaum ein Beruf ist ausgenommen. Doch ist es für ein Individuum generell eher vorteilhaft, wenn es durch Angehörige der Familie, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen durch Gespräche und Zuwendungen seelischen Halt und Unterstützung erhält, oder nur während belastenden Lebenssituationen?
Die vorliegenden empirischen Analysen bestätigen -unter Berücksichtigung der Differenzierung zwischen funktionalem, strukturellem Netzwerk und dem Social Network Index nach Berkman - die mortalitätsreduzierende Wirkung sozialer Beziehungen. Bemerkenswert ist, dass soziale Beziehungen einen mortalitätssenkenden Effekt aufweisen unabhängig von Stress bzw. sozialen Belastungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK

1.2 FRAGESTELLUNG UND AUFBAU DER ARBEIT

2 THEORETISCHER FORSCHUNGSSTAND

2.1 DIE DIREKTEFFEKT-THESE: BEZIEHUNGEN UND SOZIALE NETZWERKE ALS EINFLUSSFAKTOREN DES MORTALITÄTSRISIKOS

2.1.1 Inhaltliche Typologie sozialer Unterstützung

2.1.2 Merkmale und Qualität von Beziehungen und Netzwerken

2.2 STRESS ALS EINFLUSSFAKTOR DES MORTALITÄTSRISIKOS

2.3 DIE PUFFEREFFEKT-THESE: SOZIALE NETZWERKE UND STRESS ALS INTERAGIERENDE EINFLUSSFAKTOREN DES MORTALITÄTSRISIKOS

2.3.1 Wahrnehmung von Stress als Belastung

2.3.2 Umgang mit Stress

2.3.3 Ansatzpunkte sozialer Unterstützung in stressvollen Situationen

2.4 ZUSAMMENFASSUNG

3 EMPIRISCHER FORSCHUNGSSTAND

3.1 STAND DER FORSCHUNG HINSICHTLICH SOZIALER NETZWERKE ALS EINFLUSSFAKTOREN DES MORTALITÄTSRISIKOS (DIREKTEFFEKT-THESE)

3.2 STAND DER FORSCHUNG HINSICHTLICH SOZIALER NETZWERKE UND STRESS ALS INTERAGIERENDE EINFLUSSFAKTOREN DES MORTALITÄTSRISIKOS (PUFFEREFFEKT-THESE)

3.3 ZUSAMMENFASSUNG

4 DATEN UND METHODE

4.1 DATENGRUNDLAGE UND DATENBESCHRÄNKUNG

4.2 OPERATIONALISIERUNGEN

4.3 METHODEN

5 EMPIRISCHE ERGEBNISSE

5.1 DESKRIPTIVE ANALYSE

5.1.1 Überlebensstatus nach vorhandenen Netzwerkressourcen

5.1.2 Überlebensstatus nach der Stressexposition

5.1.3 Überlebensstatus nach vorhandenen Netzwerkressourcen und Stressexposition

5.2 ERGEBNISSE DER EREIGNISDATENANALYSE

5.2.1 Der Einfluss von Netzwerkstrukturen und Stress auf das Mortalitätsrisiko und die empirische Überprüfung der Direkteffekt-These

5.2.2 Der Einfluss der Interaktionen von Netzwerken und Stress auf das Mortalitätsrisiko und die empirische Überprüfung der Puffereffekt-These

6 DISKUSSION

7 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

8 LITERATUR

ANHANG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Einfluss sozialer Netzwerke und Stress auf das Mortalitätsrisiko von Männern, wobei insbesondere die Direkteffekt-These (konstante Unterstützung) und die Puffereffekt-These (Unterstützung bei Stress) überprüft werden.

  • Wirkungsweisen sozialer Netzwerke auf die Mortalität.
  • Differenzierung zwischen Eu- und Disstress in der Stressexposition.
  • Empirische Überprüfung von Direkteffekt- und Puffereffekt-These.
  • Methodische Herausforderungen der Netzwerk- und Stressoperationalisierung.
  • Analyse auf Basis der MONICA-Datenregion Augsburg.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Inhaltliche Typologie sozialer Unterstützung

„Social support is defined as information leading the subject to believe that he is cared for and loved, esteemed, and a member of a network of mutual obligations“ (Cobb 1976: 300). Cohen und Wills (1985: 313) unterscheiden zwischen vier Arten der sozialen Unterstützung, nämlich zwischen (1) emotionaler, (2) instrumenteller, (3) informeller und (4) diffuser Unterstützung.

(1) Emotionale Unterstützung. Hiermit ist das Vorhandensein von Personen gemeint, welchen man vertrauen und Gefühle und Probleme teilen kann (Wills 1997: 168). Dazu gehört auch, dass soziale Netzwerke basale emotionale Bedürfnisse befriedigen wie etwa soziale Integration, Selbstvertrauen, Bestätigung, Wertschätzung und Intimität (Cohen/Wills 1985: 313; Hibbard/Pope 1993: 218; Shye/Mullooly/Freeborn et al. 1995:935; Steinkamp 1993: 116). Zum einen vermittelt emotionale Unterstützung ein Zugehörigkeitsbewusstsein, d.h. dass man in ein Netzwerk wechselseitiger Verpflichtung und Kommunikation integriert ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Darstellung der Relevanz sozialer Netzwerke für die Mortalität sowie Hinführung zur Fragestellung der Arbeit.

2 THEORETISCHER FORSCHUNGSSTAND: Theoretische Herleitung von Direkteffekt- und Puffereffekt-These sowie Definition von Stress- und Netzwerkbegriffen.

3 EMPIRISCHER FORSCHUNGSSTAND: Übersicht über bisherige Studien zum Einfluss von Netzwerkstrukturen und Stress auf das Mortalitätsrisiko.

4 DATEN UND METHODE: Beschreibung der Datengrundlage des MONICA-Projektes und der ereignisanalytischen Vorgehensweise.

5 EMPIRISCHE ERGEBNISSE: Deskriptive Analyse und Ereignisdatenanalyse zur Überprüfung der aufgestellten Thesen.

6 DISKUSSION: Interpretation der Ergebnisse im Kontext bisheriger Forschung und Reflexion der methodischen Vorgehensweise.

7 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Resümee der Hauptergebnisse und Identifikation zukünftiger Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Soziale Netzwerke, Mortalitätsrisiko, Stress, Direkteffekt-These, Puffereffekt-These, soziale Unterstützung, Ereignisdatenanalyse, MONICA-Projekt, Coping, Eustress, Disstress, Arbeitsstress, soziale Integration, Gesundheitsrisiko, Männer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Einfluss, den soziale Netzwerke auf das Sterberisiko ausüben, unter besonderer Berücksichtigung der psychischen und physischen Belastung durch Stressexposition.

Welche zentralen theoretischen Modelle werden betrachtet?

Im Zentrum stehen die Direkteffekt-These, die einen konstanten gesundheitsfördernden Nutzen sozialer Netzwerke postuliert, sowie die Puffereffekt-These, die soziale Netzwerke primär als Schutzfaktor in Stresssituationen sieht.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, empirisch zu prüfen, ob soziale Netzwerke das Sterberisiko unabhängig von Stress senken oder ob sie spezifisch als „Puffer“ gegen stressbedingte gesundheitliche Schäden wirken.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt Daten des MONICA-Projektes und wendet eine ereignisanalytische Methode, das sogenannte Gompertz-Modell, an, um die Überlebenszeiten der Probanden in Abhängigkeit von Netzwerk- und Stressvariablen zu modellieren.

Was wird im empirischen Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben einer deskriptiven Auswertung der Überlebensraten findet eine multivariate Ereignisdatenanalyse statt, bei der verschiedene Netzwerkdimensionen (funktional, strukturell, Index) und Stressdimensionen auf ihre statistische Signifikanz hin geprüft werden.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Analyse?

Die Arbeit arbeitet stark mit den Begriffen Eustress und Disstress, um die unterschiedlichen Wirkungsrichtungen von Stress (belastend vs. motivierend) auf die Mortalität zu erklären.

Warum schneidet das funktionale Netzwerk besser ab als das strukturelle?

Die Autorin argumentiert, dass die funktionale Netzwerkgröße tatsächliche Unterstützungspotenziale erfasst, während das strukturelle Netzwerk potenziell auch „belastende“ Beziehungen (z.B. Pflegebedürftige im Umfeld) mitzählt.

Was ist das Ergebnis bezüglich der Puffereffekt-These?

Die Puffereffekt-These wird weitgehend abgelehnt, da die vorliegenden Daten keine signifikanten Hinweise auf eine abpuffernde Interaktion zwischen sozialen Netzwerken und Stress in Bezug auf das Sterberisiko liefern.

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Details

Title
Geteiltes Leid ist halbes Leid? Eine empirische Untersuchung zum Einfluss des sozialen Netzwerkes auf das Mortalitätsrisiko unter Berücksichtigung der Stressexposition
College
University of Heidelberg  (Institut für Soziologie)
Grade
2,0
Author
Dr. Monique Zimmermann-Stenzel (Author)
Publication Year
2002
Pages
84
Catalog Number
V23082
ISBN (eBook)
9783638262743
ISBN (Book)
9783638744225
Language
German
Tags
Geteiltes Leid Eine Untersuchung Einfluss Netzwerkes Mortalitätsrisiko Berücksichtigung Stressexposition Thema Soziale Netzwerke
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Monique Zimmermann-Stenzel (Author), 2002, Geteiltes Leid ist halbes Leid? Eine empirische Untersuchung zum Einfluss des sozialen Netzwerkes auf das Mortalitätsrisiko unter Berücksichtigung der Stressexposition, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23082
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