Bedingt durch einen stetig steigenden Medienkonsum der Jugendlichen wird der Ruf nach Medienbildung in unserem Bildungssystem zunehmend lauter.
Parallel dazu verlangen Lehrerinnen und Lehrer Unterstützung für den Unterricht in heterogenen Schülergruppen in der Neuen Mittelschule.
Begleitend dazu bietet die Pädagogische Hochschule Oberösterreich eine schulinterne Fortbildungsreihe „SAM – Schüleraktivierung durch Methodenkompetenz“ an, die sich an der Vermittlung von Methodenkompetenz nach Klippert orientiert.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Der aktuelle NMS-Lehrplan und positive Impulse
3 Digital Natives – Digital Immigrants
4 Stärkung der Eigenkompetenz von Lehrerinnen und Lehrern
5 Internet, Moodle und Methodentraining
6 Freie Werkzeuge zur unterrichtlichen Umsetzung
7 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Anforderungen des neuen Lehrplans der Neuen Mittelschule hinsichtlich eines verbindlichen Einsatzes digitaler Technologien durch ein schulinternes Fortbildungskonzept praxisnah umgesetzt werden können, um Medienkompetenz bei Lehrenden und Lernenden zu fördern.
- Integration digitaler Technologien in den Unterricht
- Methodentraining nach Klippert im digitalen Kontext
- Förderung der Medienkompetenz und Eigenverantwortlichkeit
- Einsatz freier Software und Lernplattformen
- Umgang mit Heterogenität durch eLearning
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Bedingt durch einen stetig steigenden Medienkonsum der Jugendlichen wird der Ruf nach Medienbildung in unserem Bildungssystem zunehmend lauter. Parallel dazu verlangen Lehrerinnen und Lehrer Unterstützung für den Unterricht in heterogenen Schülergruppen in der Neuen Mittelschule.
Begleitend dazu bietet die Pädagogische Hochschule Oberösterreich eine schulinterne Fortbildungsreihe „SAM – Schüleraktivierung durch Methodenkompetenz“ an, die sich an der Vermittlung von Methodenkompetenz nach Klippert orientiert. Dr. Heinz Klippert lehrt am Lehrerfortbildungsinstitut der evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz und hat zahlreiche Bücher zu Schulentwicklung, Methodenkompetenz und Teamentwicklung veröffentlicht. Darauf Bezug nehmend wurde bereits 2007 an der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich das oben angeführte Fortbildungskonzept entwickelt.
In dieser Arbeit wird im Folgenden ausgeführt, wie dieses Angebot um den Einsatz digitaler Technologien erweiterbar ist. Die Medien sind voll mit Anregungen und Diskussionen unser bestehendes Bildungssystem betreffend. Aktuell zur allgemeinen Bildungsdiskussion schreibt Ilse Schrittesser, Bildungswissenschaftlerin an der Universität Innsbruck, in der Zeitschrift „Falter“ über neue Herausforderungen an die Lehrenden.
„Neue virtuelle Formen der Wissensgenerierung – ‚Connectivity‘ lautet hier das Stichwort – entstehen. Die media literacy von Lehrerinnen und Lehrern spielt demnach eine tragende Rolle und muss bei der Aus- und Weiterbildung mitgedacht werden.“ (Schrittesser, 2012, S. 6)
Medienkompetenz der Lehrenden zu fordern und zu fördern ist ein zentraler Punkt der Fort- und Weiterbildung an den Pädagogischen Hochschulen, um den wachsenden medialen und gesellschaftlichen Herausforderungen auch künftig bildungspolitisch gewachsen zu sein. Dabei fällt unter Medienkompetenz nicht alleine der geschulte Umgang mit diverser Hard- und Software. Das wäre definitiv zu eng gesehen! Über die Vor- aber auch Nachteile des Medienkonsums Bescheid zu wissen und diesen zu reflektieren, wird zunehmend zu einer wichtigen Vermittlungsaufgabe der Lehrenden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden Bedarf an Medienbildung und stellt die Fortbildungsreihe „SAM“ als Basis für die Erweiterung um digitale Technologien vor.
2 Der aktuelle NMS-Lehrplan und positive Impulse: Dieses Kapitel analysiert die gesetzlichen Anforderungen des NMS-Lehrplans an neue Technologien und zeigt die hohe Verbreitung digitaler Endgeräte in Haushalten auf.
3 Digital Natives – Digital Immigrants: Hier werden die unterschiedlichen Voraussetzungen von Jugendlichen und Lehrenden im Umgang mit digitalen Medien thematisiert und das Ziel vom reinen Lehren zum eigenständigen Lernen hervorgehoben.
4 Stärkung der Eigenkompetenz von Lehrerinnen und Lehrern: Dieses Kapitel betont die Notwendigkeit, Unsicherheiten abzubauen und Fachwissen für einen zielführenden und reflektierten Medieneinsatz zu vermitteln.
5 Internet, Moodle und Methodentraining: Die Nutzung der Lernplattform Moodle wird als zentrale Unterstützung für die Umsetzung von Individualisierung und kooperativem Arbeiten in der Schule vorgestellt.
6 Freie Werkzeuge zur unterrichtlichen Umsetzung: Das Kapitel stellt verschiedene kostenlose Software-Lösungen wie LibreOffice, Prezi, Mindmapping-Tools und Google Docs vor, die den Unterrichtsbedarf effizient abdecken.
7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass moderne Pädagogik den innovativen Einsatz digitaler Medien erfordert, um Lernende auf die digitale Lebenswelt vorzubereiten.
Schlüsselwörter
Neue Mittelschule, Medienkompetenz, Digital Natives, Methodenkompetenz, Klippert, Moodle, Individualisierung, eLearning, Fortbildung, Digitale Medien, Freie Software, Unterrichtsentwicklung, Lernplattform, Informationsbeschaffung, Medienpädagogik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Integration digitaler Technologien in den Unterricht der Neuen Mittelschule unter Berücksichtigung der bestehenden Fortbildungsstruktur „SAM“.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Kernbereichen gehören Medienbildung, Individualisierung des Lernens, Förderung der digitalen Kompetenz bei Lehrenden und der Einsatz kooperativer, freier Softwarelösungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das bestehende Fortbildungskonzept „SAM“ durch den gezielten und methodisch fundierten Einsatz digitaler Medien erweitert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Bildungsdiskurse, der Analyse von Lehrplänen sowie der praxisorientierten Vorstellung von digitalen Werkzeugen für den Unterricht.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen (Lehrplan), die Auseinandersetzung mit der Nutzergeneration (Digital Natives), die Lehrerfortbildung, den Einsatz der Lernplattform Moodle und die Vorstellung konkreter kostenloser Software-Tools.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Medienkompetenz, Neue Mittelschule, Methodenkompetenz, Individualisierung und eLearning.
Welchen Stellenwert nimmt die Lernplattform Moodle ein?
Moodle dient als zentrale Infrastruktur zur Umsetzung von Individualisierung, zur Dokumentation von Lernprozessen und zur Unterstützung kooperativer Arbeitsformen.
Wie bewertet der Autor den Einsatz digitaler Medien im Vergleich zu traditionellen Lehrmethoden?
Der Autor sieht digitale Medien als notwendige, zeitgemäße Ergänzung, die traditionelle Methoden wie die Arbeit mit Stift und Papier nicht ersetzen, sondern durch neue Möglichkeiten der Visualisierung und Strukturierung bereichern soll.
Warum wird im Dokument explizit auf freie Software (Open Source) hingewiesen?
Freie Software wie LibreOffice schafft Chancengleichheit, da sie von den Schülerinnen und Schülern auch außerhalb der Schule kostenlos genutzt werden kann und keine proprietären Abhängigkeiten erzeugt.
Wie steht die Arbeit zum Thema „Digitale Demenz“?
Die Arbeit bezieht sich auf die kritische Debatte um „Digitale Demenz“, betont jedoch, dass ein Verbot unrealistisch ist und stattdessen eine pädagogische Anleitung zum verantwortungsvollen und reflektierten Umgang mit Medien im Vordergrund stehen muss.
- Arbeit zitieren
- Josef Grabner (Autor:in), 2013, SAM goes eLearning, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230905