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Die wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit von Powershopping

Title: Die wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit von Powershopping

Textbook , 2013 , 32 Pages

Autor:in: Thorsten Holzmayr-Schrenk (Author)

Law - Miscellaneous
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Die Verbreitung moderner Informations- und Kommunikationstechniken, insbesondere dem Internet, führte zu einer neuen Form des E-Commerce. Eine aus Amerika stammende Verkaufs- und Vertriebsform sorgte vor allem unter dem Namen "Powershopping" für Aufregung. Begünstigt vom Internet-Boom sollte diese Neuerung den Handel von Grund auf revolutionieren.

Allerdings fand das Powershopping nicht nur Befürworter, sondern schreckte kurz nach seinem Auftreten Markenartikelhersteller sowie den stationären Handel auf. Es wurde unter anderem angeführt, das Powershopping verstoße gegen das UWG.

Dieser Frage wird in diesem Werk nachgegangen. Nach einer grundlegenden Betrachtung wird der historische Werdegang sowie die parallel hierzu einsetzende Rechtsprechung und die kritischen Stimmen der wettbewerbsrechtlichen Fachliteratur dargestellt.

Hierauf aufbauend wird das Powershopping einer wettbewerbsrechtlichen Analyse, insbesondere unter Zugrundelegung des geänderten Verbraucherleitbildes unterzogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

I. Erscheinungsformen des Powershopping

1. Container Shopping

2. Powershopping mit festem Preis

3. Powershopping mit mehreren Preisstufen

II. Rechtsauffassungen zum Thema Powershopping und deren kritische Würdigung

1. Lauterkeitsrechtliche Bedenken und deren Würdigung

a) Das wettbewerbsrechtliche Verbraucherleitbild

b) Wertreklame

c) Übertriebenes Anlocken

d) Ausnutzung aleatorischer Reize

aa) Mehrere Preisstufen

bb) Fester Preis

e) Verbotene Laienwerbung

2. Bedenken aus anderen Rechtsgebieten und deren Würdigung

a) Kartellrechtliche Aspekte

b) Rabattgesetz und Zugabeverordnung

c) E-Commerce Richtlinie

d) Preisangabeverordnung

B. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit von Powershopping-Modellen im deutschen E-Commerce, wobei die zentrale Forschungsfrage darauf abzielt, ob diese Handelsform trotz lauterkeitsrechtlicher Bedenken und Bezugnahmen auf das Urteil zur "umgekehrten Versteigerung" als rechtmäßig einzustufen ist.

  • Analyse verschiedener Powershopping-Erscheinungsformen und deren Funktionsweise.
  • Kritische Auseinandersetzung mit lauterkeitsrechtlichen Bedenken wie Wertreklame, übertriebenem Anlocken und Laienwerbung.
  • Bewertung der Relevanz des geänderten Verbraucherleitbildes für die Beurteilung moderner Online-Handelsformen.
  • Einordnung des Powershopping in den Kontext weiterer Rechtsgebiete wie Kartellrecht und Preisangabeverordnung.

Auszug aus dem Buch

3. Powershopping mit mehreren Preisstufen

Häufiger anzutreffen ist jedoch die Form einer Preisstaffelung. Anknüpfend an das obige Beispiel könnte diese folgende Ausgestaltung aufweisen: Die Angebote, oft „Powerbuys“ genannt, werden über einen Zeitraum von 5 bis 15 Tagen auf der Webseite der Unternehmen angeboten. Während dieses Zeitraumes besteht für aktuelle und potenzielle Käufer die Möglichkeit, festzustellen, wie viele Käufer für die jeweilige Preisstufe noch erforderlich sind. Für potenzielle Käufer bestehen nun, je nach Ausgestaltung durch den Anbieter, folgende Möglichkeiten. Der Käufer kann sich entscheiden, ob er zum Preis der momentanen Preisstufe kaufen möchte. Ist dies der Fall, trägt er sich bei dieser ein. Kommt bis zum Ende des Verkaufszeit-raumes die notwendige Anzahl von Käufern zusammen, nimmt das Unternehmen sein Angebot an und ein entsprechender Kaufvertrag wird geschlossen. Kommt die erforderliche Anzahl von Käufern nicht zusammen, kommt kein Kaufvertrag zustande und der Käufer geht leer aus.

Weiter zu beachten ist folgendes. Trägt sich ein Käufer in einer Preisstufe ein, zu welcher er das Produkt erwerben möchte und ist die Nachfrage nach diesem so groß, dass sich genügend Käufer finden, um die nächst günstigere Preisstufe zu realisieren, so kommt am Ende ein Vertrag für alle Beteiligten zu diesem günstigeren Preis zustande. D. h. der Käufer gibt bei dieser Form des Powershopping eine Willenserklärung mit dem Inhalt ab, dass er das Produkt zu dem Preis kaufen möchte, welcher sich zum Auktionsende herausgebildet hat.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Die Einleitung skizziert die Entstehung von Powershopping als neue E-Commerce-Form und formuliert die grundlegende Fragestellung zur wettbewerbsrechtlichen Einordnung.

I. Erscheinungsformen des Powershopping: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Modelle wie Container Shopping sowie Varianten mit festen Preisen oder gestaffelten Preismodellen.

II. Rechtsauffassungen zum Thema Powershopping und deren kritische Würdigung: Das Hauptkapitel analysiert detailliert lauterkeitsrechtliche Bedenken, insbesondere das Verbraucherleitbild, Wertreklame, Anlockungsmechanismen und Laienwerbung, sowie Aspekte aus anderen Rechtsbereichen.

B. Resümee: Die abschließende Betrachtung verneint die Einstufung von Powershopping als wettbewerbswidrig und unterstreicht die Notwendigkeit, das geänderte Verbraucherverhalten rechtlich stärker zu berücksichtigen.

Schlüsselwörter

Powershopping, E-Commerce, Wettbewerbsrecht, UWG, Verbraucherleitbild, Wertreklame, Preisstufen, Abwärtsauktion, Laienwerbung, Preisangabeverordnung, Rabattgesetz, Rechtsprechung, Online-Handel, Wettbewerbshandlung, Preisfindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die rechtliche Zulässigkeit der Verkaufsform "Powershopping" im deutschen Wettbewerbsrecht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf lauterkeitsrechtliche Bedenken, das Verbraucherleitbild sowie die Einordnung in den Kontext von Kartellrecht und Preisangaben.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob Powershopping angesichts geänderter Marktbedingungen und eines aktualisierten Verbraucherleitbildes weiterhin als wettbewerbswidrig anzusehen ist oder ob die Rechtsprechung angepasst werden muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse, welche die einschlägige Fachliteratur sowie die Rechtsprechung (inklusive relevanter Urteile zur umgekehrten Versteigerung) auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Erscheinungsformen des Powershopping und prüft diese gegen die Vorwürfe von unlauterer Wertreklame, übertriebenem Anlocken und verbotener Laienwerbung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe umfassen Powershopping, Wettbewerbsrecht, UWG, Verbraucherleitbild und verschiedene Formen der Preisgestaltung im Internet.

Wie unterscheidet sich die Bewertung des Verbraucherleitbildes in dieser Arbeit?

Die Arbeit argumentiert, dass der moderne Durchschnittsverbraucher geschäftserfahrener ist als in älteren Urteilen angenommen und somit nicht von spielerischen Anreizen "übermannt" wird.

Welche Rolle spielen die Preisstufen bei der rechtlichen Beurteilung?

Die Arbeit stellt fest, dass Preisstaffelungen ein legales Preisbildungsverfahren darstellen und die Transparenz durch Informationen des Anbieters gewährleistet ist.

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Details

Title
Die wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit von Powershopping
College
University of Constance
Course
Wettbewerbsrecht
Author
Thorsten Holzmayr-Schrenk (Author)
Publication Year
2013
Pages
32
Catalog Number
V230942
ISBN (eBook)
9783656484240
ISBN (Book)
9783656483731
Language
German
Tags
Powershopping Lauterkeitsrecht Wettbewerbsrecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thorsten Holzmayr-Schrenk (Author), 2013, Die wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit von Powershopping, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230942
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