Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz eines virtuellen Lehr-Lern-Szenarios

(Bildungswissenschaftliche) Voraussetzungen für den Einsatz von neuen Lehr-Lernformen


Hausarbeit, 2013
29 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorstellung eines Seminarkonzepts mit virtuellen Lehr- und Lernformen

3. Vor- und Nachteile der Computervermittelten Kommunikation

4. Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz neuer Lehr-Lernformen
4.1 Lehren in virtuellen Lehr- Lernformen
4.1.1 Notwendige Kompetenzen
4.1.2 Die Rollen und Aufgaben der Lehrenden
4.2 Lernen in virtuellen Lehr- Lernformen
4.3 Rahmenbedingungen durch den Bildungsträger

5. Zusammenfassende Bewertung mit Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1. Einleitung

Bildung hat in unserer Wissensgesellschaft einen hohen Stellenwert, denn Globalisierungsprozesse sowie stetige Veränderungen in Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie bedingen für nahezu jede berufliche Tätigkeit einen steigenden Weiterbildungsbedarf. Allerdings sind Qualifizierungsmaßnahmen immer auch mit hohen Kosten verbunden. Mit dem Einsatz der digitalen Medien und neuen Kommunikationstechnologien im Bildungsbereich erhoffte man sich neben einem Kostenersparnis zugleich einen höheren Lerngewinn. Schon zu Anfang der 1970er Jahren glaubte man, dass der Lernende allein mit Hilfe der programmierten Unterweisung der computergestützten Lernformen sein Lernziel erreichen kann. Euphorisch wurde das Lernen mit den „neuen“ Medien als Alternative zu personalen Unterrichtsformen gesehen. Man glaubte auf eine Lehrkraft als Unterstützung verzichten zu können. Doch die anfänglich zu hohen Erwartungen gegenüber den Neuen Medien und E- Learning haben sich mittlerweile relativiert (Kerres, 2002, S. 2). Es hat sich gezeigt, dass der Einsatz von Technologien allein noch keine Garantie für einen Lernerfolg darstellt. Auch digitale Medien, wie ausgereift sie auch sein mögen, sind „nur“ als Werkzeuge zu sehen. Sie haben zweifelsohne viele Potentiale, die erkannt und wirkungsvoll sowie effizient eingesetzt werden müssen (Bastiaens, Schrader & Deimann, 2011, S.7).

Vorrangig ist dabei, für das jeweilige Lernarrangement das passende Medium zu finden, so dass ein Mehrwert für den Lernprozess ersichtlich wird (Czerwionka & de Witt, 2007, S.8). Für die Planung und Durchführung eines virtuellen Lernszenarios müssen Voraussetzungen bzw. Rahmenbedingungen geschaffen und beachtet werden. Ein Bildungsträger bzw. Anbieter von virtuellen Lernformen muss eine spezielle Ausstattung besitzen, Lehrende mit speziellen Kompetenzen müssen zur Verfügung stehen und sich auf die individuellen Bedürfnisse der Lernenden einstellen können.

Diese Hausarbeit befasst sich mit diesen notwendigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz von neuen bzw. virtuellen Lehr- und Lernformen und welche besonderen Anforderungen sich dadurch für Lehrende, Lernende und dem Bildungsträger ergeben. Aufgrund der begrenzten Seitenzahl stehen allerdings Lernszenarien im Fokus, die auf eine Gruppe von Lernenden ausgerichtet sind, denen mindestens ein Lehrender zur Seite steht und die in einem bestimmten Zeitraum ein Lernthema bzw. Lernziel vermitteln sollen. Im nächsten Kapitel wird exemplarisch ein Seminarkonzept mit virtuellen Lehr- und Lernformen vorgestellt. Dieses wurde im Rahmen einer Teilaufgabe in diesem Modul als Gruppenarbeit erstellt. Die Kommunikation zwischen den Lernenden untereinander bzw. zwischen Lehrenden und Lernenden erfolgt computervermittelt und weist verschiedene Merkmale auf, die beachtet werden müssen. Im dritten Kapitel werden die Besonderheiten sowie die Vor- und Nachteile dieser Kommunikations- und Interaktionsform kurz vorgestellt. In den darauffolgenden Kapiteln werden dann die notwendigen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz eines virtuellen Lehr-Lernszenarios erarbeitet. Die Besonderheiten, Merkmale und Rahmenbedingungen werden dabei sowohl in allgemeiner Hinsicht als auch auf das vorgestellte Seminarkonzept bezogen. Abschließend erfolgt eine zusammenfassende Bewertung mit Ausblick.

Aus Gründen einer besseren Lesbarkeit wird in dieser Arbeit die männliche Form eines Wortes verwendet, selbstverständlich sind beide Geschlechter angesprochen.

2. Vorstellung eines Seminarkonzepts mit virtuellen Lehr- und Lernformen

Das Konzept für das Seminar „Kommunikationstraining für ReferendarInnen auf der Basis von Friedemann Schulz von Thun“[1] beginnt mit einer ausführlichen Zielgruppenanalyse. Das Seminar soll für Referendare ausgerichtet sein, die sich auf das zweite Staatsexamen vorbereiten. Eine genaue Spezifikation der Lernenden ist äußerst wichtig, damit das mediale Lernangebot an den wesentlichen Variablen der Zielgruppe geplant und danach ausgerichtet wird (Kerres, 2001, S.135). Lernende in virtuellen Lernformen sind gefordert eigenständig und selbstreguliert zu lernen (de Witt & Grune, 2004, S.3). Sie müssen ihre sonst gewohnte Rolle als passiver Konsument von Lernangeboten zu eigenverantwortlichen Lernern ändern. Hierbei muss geklärt werden, welche Unterstützung genau geleistet werden muss. Welche Kriterien bzw. Merkmale der Lernenden Berücksichtigung finden sollten, wird näher im Kapitel 4.2 beschrieben. Als Lernziel wird in dem Seminarplan die Förderung der Kommunikationskompetenz genannt. Dies erfolgt mit Hilfe des Kommunikationsmodells „Die vier Aspekte einer Nachricht“ nach Schulz- von Thun (1998, S. 30). Die Referendare sollen Kommunikationsprobleme erkennen und die gelernten Inhalte in praktisches Handeln umsetzen können (Gruppe Windhoek, 2012, S.6). Geplant sind insgesamt fünf Seminarsitzungen, wobei die erste und letzte als Präsenzveranstaltung erfolgen. Die Kick-Off Veranstaltung ist mit einer Dauer von ca. sechs Stunden geplant und soll zum einen ein Kennenlernen der Kursteilnehmer und des Lehrenden ermöglichen. Zum anderen werden Rollenspiele durchgeführt, die aufgenommen werden und als Bearbeitungsgrundlage für eine nächste Sitzung dienen sollen. Das Seminarthema erfordert die Beschäftigung mit Kommunikationsarten, die alle Sinneskanäle ansprechen, also Sprache, Mimik und Gestik beinhalten. Zudem ist in der ersten Seminarsitzung auch die technische Einweisung der Teilnehmer in die Medien der nächsten computervermittelten Sitzungen geplant (ebenda, S.8-9). In der zweiten Sitzung soll den Lernenden das Lernmanagement System „Moodle“ zur Verfügung gestellt werden, das Inhalte in Form von Dateien und Links zum Thema anbietet, mit denen sich die Referendare eigenständig auseinander setzen sollen. Als Austauschmedium wird ein Forum eingerichtet. Zur Lernkontrolle sind abschließend Aufgaben durchzuführen, die im Rahmen einer Chatsitzung besprochen werden. Der Lehrende der ersten Sitzung wird der Zielgruppe hier ebenso als Unterstützung eingeplant (ebenda, S.10). In der dritten Seminarsitzung bekommen die Lernenden auf ihrer Lernplattform „Moodle“ nun Zugriff auf die aufgenommenen Rollenspiele. Die Videos sollen mit Hilfe der gewonnenen Kenntnisse über das Kommunikationsmodel analysiert werden. Als Abschluss dieser Sitzung ist ein synchrones Meeting von 90 Minuten geplant (ebenda, S. 10).

Im vierten Seminar bekommen die Referendare die Aufgabe ein Storyboard zu entwickeln. Hierfür werden ihnen Materialien auf ihrer Lernumgebung sowie zum Austausch eine synchrones Medium zur Verfügung gestellt. Die erstellten Storyboards sollen dann wiederum für alle Teilnehmer auf der virtuellen Plattform eingestellt werden, damit sich gegenseitig über ein asynchrones Medium ein Feedback gegeben werden kann (ebenda, S.11). Die fünfte und letzte Sitzung ist als Präsenzveranstaltung geplant, in der das Gelernte nochmals als Rollenspiel umgesetzt und abschließend eine Evaluation erfolgen soll.

3. Vor- und Nachteile der computervermittelten Kommunikation

In diesem Kapitel werden verschiedene Modelle der Medien- und Kommunikationspsychologie sowie einige Vor- und Nachteile zur computervermittelten Kommunikation erläutert. Leider können aufgrund der Kürze dieser Hausarbeit nur Teilaspekte genannt werden.

Unter einer computervermittelten Kommunikation versteht man einen kommunikativen Austausch, bei dem „auf Seiten des Senders und des Empfängers einer Botschaft ein Computer zur En- und Dekodierung der Nachricht zum Einsatz kommt“ (Boos, Jonas und Sassenberg, 2000, S. 2). Die computervermittelte Kommunikation kann textbasiert sein, oder aber auch alle Sinneskanäle ansprechen. Der erste Vorteil im Vergleich zur Face- to face- (Ftf) Kommunikation ist die örtliche Flexibilität der Kommunizierenden. So kann das virtuelle Lernszenario vom exemplarischen Seminarkonzept als Zielgruppe Referendare an Deutschland weit verstreuten Schulen ansprechen. Kommunikationsmedien eröffnen uns also die Möglichkeit, auch ohne physische Anwesenheit miteinander kommunizieren zu können, wobei unterschiedliche Wahrnehmungskanäle wegfallen können.

Unterschieden werden kann zunächst zwischen synchroner (zeitgleicher, d.h. der Gesprächspartner muss zeitgleich online sein) und asynchroner (zeitversetzter) Kommunikation. Die bekanntesten synchronen Formen sind der Chat oder die Videokonferenz. Die Kommunizierenden sind zur gleichen Zeit am Kommunikationsakt beteiligt, eine Reaktion kann unmittelbar erfolgen. Asynchrone Kommunikationsmöglichkeiten bieten E- Mail oder Foren. Hier ist die zeitliche Restriktion aufgehoben, was ebenso als ein bedeutender Vorteil gesehen werden kann, denn die Kommunizierenden können zeitlich flexibel antworten und ihre Antwort vorab besser durchdenken (Boos, 2011, S. 37f). Asynchrone Medien zeichnen sich auch durch eine hohe Parallelität aus. Es können z.B. parallel zu mehreren Themen Beiträge gesendet werden (Bremer, 2009, S. 9). In Tabelle 1 sind einige synchrone und asynchrone Kommunikationsmedien vermerkt, wobei das Application Sharing und das Whiteboard nicht nur Kommunikations-, sondern auch Kooperationsinstrumente sind, mit denen die Beteiligte synchron gemeinsam Programme oder Dokumente anwenden und bearbeiten können.

Tabelle 1: Kommunikationsmedien

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Media Synchronity Theory von Dennis und Valachich (1999, zitiert nach Boos, 2011, S. 36ff.; Bremer, 2009, S.10) ist für die Entscheidung, wann bzw. wofür synchrone oder asynchrone Medien einzusetzen sind, hilfreich. Die Theorie verdeutlicht u.a., dass sich synchrone Kommunikationsmedien für konvergente Prozesse, z.B. für eine Informationsverdichtung, eine gemeinsame Absprache oder Meinungsbildung, besonders gut eignen, da eine unmittelbare Rückmeldung der Gruppenmitglieder oder des Lehrenden erfolgen kann. Für divergente Prozesse, z.B. für Phasen der Informationsübermittlung oder -sammlung, eignen sich wiederum asynchrone Medien besser. Auch in dem beschriebenen Seminarkonzept wurde den Lernenden in der zweiten und der vierten Seminarsitzung ein Forum als asynchrones Medium zur Verfügung gestellt, um Informationen zu sammeln und zusammenzuführen. So sollten sie sich einmal zu den Inhalten der Dateien austauschen und ein Statement zu den unterschiedlichen Storyboards hinterlassen. Um aber die Lernkontrollaufgaben gemeinsam zu überprüfen, oder in der dritten Sitzung die Videos zu analysieren und dabei die erarbeiteten Informationen „auf einen Nenner“ zu bringen, also zu verdichten, wurde den Referendaren ein Chatroom eingerichtet. Dieser muss natürlich zu einer Zeit angeboten werden, an der auch alle Teilnehmer problemlos teilnehmen können.

Das Kanalreduktions- Modell u.a. nach Mettler- von Meibom (1994) kritisiert die technikbasierte Kommunikation, vorrangig die textbasierte, da im Vergleich zur Ftf- Kommunikation die Sinnesmodalitäten reduziert und die Kommunikationsbandbreite stark eingeengt werden. Diese technik- dominierte Kommunikationsform könnte zu einer Entsinnlichung bzw. zu einer Entmenschlichung der Kommunikation führen (Mettler von Meibom, 1994, S.18). Zahlreiche weitere Studien, wie z.B. die Filtertheorie / Reduced Social Cues nach Kiesler, Siegel und McGuire (1984, zitiert nach Boos, 2011, S. 27) widerlegen allerdings einige dieser Annahmen und sehen durchaus Vorteile in dieser Kommunikationsart. Statusunterschiede und andere Benachteiligungen werden in der textbasierten Kommunikation herausgefiltert und es kommt zu Kommunikationssituationen, die von im Alltag herrschenden Vorurteilen und Stereotypen weitgehend frei sind (Döring, 2010, S. 166; Bremer, 2009, S.5). Der Kommunikationsprozess bleibt zunächst unbeeinflusst von Merkmalen wie Alter, Geschlecht, Status, berufliche Position, Kleidung, Rasse, oder auch Auftreten, Stimmlage oder Vermögensverhältnisse, deren Wahrnehmung bei der FTF- Kommunikation Hierarchisierung begünstigen kann. Diese Egalisierung wäre somit für Gruppen, die sich vorher nicht kennenlernen, sogar ein Vorteil (Boos, 2011, S.49). Nach dem SIDE (Social Identity Deindividuation) - Modell nach Reicher, Spears und Postmes (1995, zitiert nach Boos, 2011, S. 55f.) hat jedoch in computervermittelten Kommunikationen die soziale Identität der Kommunikationspartner einen höheren Stellenwert, da hierüber mehrere Informationen offenbart werden. Die personale Identität bleibt dafür eher unbekannt. Um diesen Anonymitätseffekten entgegenzuwirken und auch personenbezogene Informationen der Kommunikationspartner zu liefern, gibt es beispielsweise in virtuellen Seminaren bzw. in virtuellen Lernumgebungen die Möglichkeit, dass die Teilnehmer auf ihr Profil ein Foto laden, ihre Hobbys erwähnen und sich sogar einen eigenen Blog erstellen können.

Nach dem Modell der sozialen Informationsverarbeitung nach Walther (erstmalig 1992, Walther & Tidwell, 2002, S. 319) ist der Mensch nach einiger Zeit befähigt, sein kommunikatives Verhalten auf das Medium abzustimmen. Soziale Hinweisreize werden mittels Sprachgestaltung über Textzeichen vermittelt, also anders codiert. Beispielsweise können durch die Länge einer Nachricht und über den Gebrauch von Smileys oder Emoticons non- und paraverbale Kommunikationsinhalte vermittelt werden. Empfehlenswert ist daher gerade für geplante virtuelle Lernszenarien Kommunikationsregeln sowie einheitliche Chatkürzel und Emoticons vorab zu vereinbaren bzw. festzulegen (Boos, 2011, S. 51; Bett & Gaiser, 2010, S.8)

Wie in der Einleitung beschrieben weisen neue Medien Potentiale auf, die für erfolgreiche Bildungszwecke allerdings gezielt eingesetzt werden müssen. Denn „Qualität lässt sich […] nicht an Merkmalen des Mediums festmachen, sondern daran, ob das richtige Medium für die richtige Lernsituation gefunden wird.“ (Kerres, 2004, S. 9) Zu jeder Lernaufgabe und jedem Kommunikationsziel sollte das passende Medium gefunden werden. Dies muss allerdings nicht immer die Ftf- Kommunikation sein (Boos, 2011, S.58). Die Media Richness Theory von Daft und Lengel (1986, S.559) verdeutlicht die Notwendigkeit einer Aufgaben- Medien- Passung. Dabei ist die Informationsverarbeitungsleistung der Individuen oder einer Gruppe umso höher, je besser das Medium eine zur Anforderung der Aufgabe passende Reichhaltigkeit der Information gewährleistet. So sind reichhaltige Medien nicht automatisch besser, da sie evtl. eine Lernsituation überkomplizieren können und von der eigentlichen Aufgabe ablenken könnten (Boos, 2011, S. 34). Abbildung 1 verdeutlicht diese Zusammenhänge.

So wurde in dem exemplarischen Seminarkonzept für die erste Seminarsitzung die Ftf- Kommunikation gewählt, d.h. es wurde eine Präsenzveranstaltung durchgeführt. Das Lernszenario wurde somit nicht rein virtuell geplant, sondern als hybrides Lernarrangement, damit die Teilnehmer sich kennenlernen können, eine soziale Präsenz aufgebaut und die Zielgruppe in das Thema sowie in die technischen Medien eingeführt werden kann (Kerres, 2002, S.4).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Media- Richness- Modell (aus: Boos, 2011, S.34)

Zudem erfordert nach dem Konzept der Social Presence von Short, Williams und Christie (1976, zitiert nach Boos, 2011, S. 28) allein schon das Thema bzw. Lernziel des exemplarischen Seminars, dass die Referendare alle soziale Hinweisreize wahrnehmen können. Dies ist auch der Grund für die Entscheidung die letzte Sitzung als Präsenzveranstaltung durchzuführen. Auch konnte so in der ersten Veranstaltung für die nächsten virtuellen Seminare eine gemeinsame Wissensbasis (common ground) aufgebaut werden, die die computervermittelte Kommunikation erleichtert (Clark & Brennan, 1991, S.140f.). Virtuelle Medien sind für die nächsten Sitzungen deswegen von Vorteil, da die Teilnehmer sich hauptsächlich mit den theoretischen Inhalten des Kommunikationsmodells von Schulz von Thun beschäftigen sollen. Bei einer Ftf- Kommunikation bestände die Gefahr der Ablenkung von der eigentlichen Aufgabe. Die Referendare können auf der Lernumgebung Moodle selbstgesteuert lernen und es kann so eine intensivere Beschäftigung mit der Aufgabe erreicht werden. Gefördert wird dies noch durch das Angebot des Forums, denn schriftliche Beiträge werden besser durchdacht und ausformuliert als spontane Redebeiträge (Kerres, 2001, S. 248), es wird expliziter verbal kommuniziert, da die die anderen non- und paraverbalen Möglichkeiten fehlen (Boos, 2011, S.44). Zudem bereichern sich die Lernenden gegenseitig über einen Wissensaustausch. Für die Nutzung der Chatrooms ist, wie bereits erwähnt, eine vorherige Vereinbarung von Kommunikationsregeln wichtig, damit eine geordnete Kommunikation stattfinden kann.

[...]


[1] Gruppe Windhoek, 2012

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz eines virtuellen Lehr-Lern-Szenarios
Untertitel
(Bildungswissenschaftliche) Voraussetzungen für den Einsatz von neuen Lehr-Lernformen
Hochschule
FernUniversität Hagen
Note
1,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
29
Katalognummer
V230961
ISBN (eBook)
9783656473404
ISBN (Buch)
9783656473527
Dateigröße
954 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Semesterarbeit zu Modul 2 des Masterstudiums Bildung und Medien über zu beachtende Voraussetzungen virtueller Lehr-Lernformen. Theorien und Studien zur virtuellen Kommunikation und Teletutoring (u.a. Media Richness Theory und Model of teaching and learning online through CMC nach Salmon) werden vorgestellt sowie exemplarisch an einem Lernszenario verdeutlicht.
Schlagworte
voraussetzungen, einsatz, lehr-lern-szenarios, bildungswissenschaftliche, lehr-lernformen
Arbeit zitieren
Eva Ortmann-Welp (Autor), 2013, Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz eines virtuellen Lehr-Lern-Szenarios, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230961

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