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Das Wirken des Perikles. Politik, Demokratie, Krieg und Frieden

Title: Das Wirken des Perikles. Politik, Demokratie, Krieg und Frieden

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Silkatz (Author)

World History - Early and Ancient History
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"Männer machen Geschichte." Dieses Heinrich von Treitschke zugeschriebene Zitat beschreibt die verbreitete Auffassung, dass große Persönlichkeiten den Verlauf der Welt prägen und gestalten. Dafür scheint es viele Beispiele zu geben. So waren Alexander der Große, Dschingis Kahn oder Napoléon jeweils die herausragenden Männer ihrer Epoche. Auch für das fünfte Jahrhundert vor Christus meint die Forschung eine solche Persönlichkeit gefunden zu haben: Der Athenische Staatsmann Perikles soll für nahezu alle wichtigen Entwicklungen seiner Zeit verantwortlich und der bestimmende Mann des antiken Griechenlands gewesen sein.
Demnach müsste Perikles ebenfalls ein Mann sein, der Geschichte „gemacht“ hat. Betrachtet man die Überlieferung seines Wirkens, fällt jedoch auf, dass es Unstimmigkeiten gibt; viele Ereignisse und Taten sind nicht eindeutig dem Politiker zuzuordnen oder manches Berichtete stimmt nicht mit dem heutigen Bild von Perikles überein. So sollte überprüft werden, ob Perikles tatsächlich die prägende Gestalt seines Zeitalters war. damit eine korrekte Bewertung des Staatsmannes möglich ist.
Um die Problematik zu erörtern, soll hier das Wirken Perikles' kritisch analysiert und bewertet werden. Dafür wird zunächst als Grundlage aller Betrachtungen die Quellenlage zu Perikles dargestellt. Anschließend werden, um ein umfassendes Verständnis zu gewährleisten, die wichtigsten Voraussetzungen für Perikles' Wirken aufgezeigt. Die intensive Auseinandersetzung mit Perikles beginnt dann mit einer Beschreibung seines Lebenslaufs und seines politischen Aufstiegs.
Anschließend wird auf das konkrete Wirken von Perikles eingegangen. Weil dazu zahlreiche Sichtweisen möglich sind, wurde sich hier auf die grundlegenden Aspekte seines Handelns konzentriert. Dazu gehören die kritischen Auseinandersetzungen mit der Innenpolitik, der Außen- und Siedlungspolitik, mit Perikles' Wirken als Demokrat sowie mit Perikles' Wirken als Friedensstifter. Die dabei gewonnen Erkenntnisse werden zugleich dahingehend beurteilt, ob die Einschätzung, dass Perikles die prägende Persönlichkeit des fünften vorchristlichen Jahrhunderts darstellt, richtig ist. In einem eigenen Kapitel werden dann die Ergebnisse der einzelnen Analysen ausgewertet und eine Gesamteinschätzung postuliert. Alle Erkenntnisse werden dann in einer abschließenden Zusammenfassung dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Quellenlage

3. Voraussetzungen für Perikles' Wirken

4. Perikles' Lebenslauf und politischer Werdegang

5. Das Wirken des Perikles

5.1 Perikles' Wirken als Innenpolitiker

5.2 Perikles' Wirken als Außen- und Siedlungspolitiker

5.3 Perikles' Wirken als Demokrat

5.4 Perikles' Wirken als Friedensstifter

6. Auswertung

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Wirken des athenischen Staatsmannes Perikles im fünften Jahrhundert vor Christus, um kritisch zu hinterfragen, inwieweit er tatsächlich als der bestimmende Politiker seiner Epoche betrachtet werden kann. Im Zentrum steht die Analyse, ob das in der Forschung verbreitete Bild des alles gestaltenden Staatsmannes durch eine kritische Betrachtung der antiken Quellen und historischen Ereignisse bestätigt oder revidiert werden muss.

  • Kritische Analyse der antiken Quellenlage zu Perikles
  • Untersuchung von Perikles' innenpolitischer Machtbasis und Gesetzesinitiativen
  • Bewertung seiner Rolle als Außen- und Siedlungspolitiker
  • Reflexion über Perikles' Einstellung zur attischen Demokratie
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These des "Friedensstifters"

Auszug aus dem Buch

2. Die Quellenlage

Möchte man etwas über den Athenischen Staatsmann Perikles erfahren, so ist es unbedingt notwendig, sich die Quellenlage bewusst zu machen. Daher soll in diesem Kapitel dargestellt werden, in welchen Quellen Perikles erwähnt wird und wie diese Schriftstücke zu bewerten sind.

Obwohl Perikles eine der wichtigsten Personen der griechischen Antike ist, existieren relativ wenig Quellen über ihn. Zudem ist zu beachten, dass diese Texte unter spezifischen Bedingungen oder mit bestimmten Absichten geschrieben wurden. Daher widersprechen sie sich oftmals und machen es schwierig, ein konkretes Bild von Perikles zu entwickeln. Umso lohnenswerter ist deshalb eine kritische Auseinandersetzung mit den Quellen, die von Perikles berichten.

Als wichtigste Quelle zu Perikles ist die Schrift „Der Peloponnesische Krieg“ von Thukydides zu nennen. Der Historiker wurde zwischen 450 und 460 vor Christus in Athen geboren und gehörte als Stratege des Jahres 424 vor Christus selbst zur Führungselite der Stadt. Seinem politischen Engagement war jedoch kein Erfolg beschienen, da er die bedeutende Stadt Amphipolis an die Spartaner verlor. Aus diesem Grund wurde er seines Amtes enthoben und für zwanzig Jahre aus der Stadt verbannt.

Thukydides' Schrift „Der Peloponnesische Krieg“ ist für die Geschichtsschreibung aus zwei Gründen von besonderer Bedeutung: Zum einen werden die Ereignisse von einem Zeitgenossen überliefert, zum anderen, dies prägt die Historiker bis heute, versucht Thukydides mit einem Höchstmaß an Objektivität zu berichten. Daher sind seine Schilderungen von besonderem Wert für die Forschung, obwohl zugleich nicht vergessen werden darf, dass auch Thukydides zu den Beteiligten des Peloponnesischen Krieges gehörte und seine Darstellungen deshalb trotz allen Bemühens subjektive Einflüsse enthalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Forschungsabsicht, den politischen Einfluss von Perikles kritisch zu hinterfragen und das populäre Bild des "Mannes, der Geschichte macht", zu prüfen.

2. Die Quellenlage: Analyse der zeitgenössischen und antiken Schriftquellen, insbesondere Thukydides und Plutarch, sowie deren eingeschränkte Objektivität.

3. Voraussetzungen für Perikles' Wirken: Erörterung des historisch-politischen Kontexts im 5. Jahrhundert v. Chr. und der Rahmenbedingungen der attischen Demokratie.

4. Perikles' Lebenslauf und politischer Werdegang: Beschreibung von Herkunft, Ausbildung und dem Aufstieg Perikles' in der athenischen Politik bis zu seiner Etablierung.

5. Das Wirken des Perikles: Detaillierte Betrachtung seiner Aktivitäten als Innen-, Außen-, Siedlungspolitiker, Demokrat und Friedensstifter unter kritischer Würdigung seiner tatsächlichen Handlungsspielräume.

6. Auswertung: Synthese der Einzelergebnisse mit dem Ziel, den tatsächlichen Grad der Wirkmacht von Perikles als bestimmende Persönlichkeit seiner Zeit zu bewerten.

7. Zusammenfassung: Abschluss der Arbeit mit der Feststellung, dass Perikles zwar ein bedeutender, aber nicht allein bestimmender Akteur war, wobei viele ihm zugeschriebene Taten kritisch zu hinterfragen bleiben.

Schlüsselwörter

Perikles, Athen, Attische Demokratie, Antike, Thukydides, Plutarch, Stratege, Quellenkritik, Peloponnesischer Krieg, Innenpolitik, Außenpolitik, Siedlungspolitik, Macht, Hegemonie, Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch das Wirken des athenischen Staatsmannes Perikles, um zu bewerten, inwiefern er die prägende Gestalt des fünften Jahrhunderts vor Christus war.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung umfasst die Quellenkritik, die innen- und außenpolitische Rolle von Perikles, seine Funktion als Stratege und sein Verhältnis zur Demokratie sowie seine vermeintliche Rolle als Friedensstifter.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, in welchem Ausmaß Perikles tatsächlich der bestimmende Politiker seiner Epoche war und ob das Bild des "alles gestaltenden Mannes" historisch haltbar ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine quellenkritische Analyse der historischen Überlieferungen durchgeführt, ergänzt durch eine Auseinandersetzung mit der modernen Sekundärliteratur zu Perikles.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert Perikles' Wirken in den Bereichen Innen-, Siedlungs- und Außenpolitik, seine Rolle als Demokrat sowie seine militärischen Aktionen und deren Auswirkung auf den Frieden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Perikles, Attische Demokratie, Quellenkritik, Stratege und Peloponnesischer Krieg charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Perikles als Friedensstifter?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es aufgrund der historischen Überlieferung nicht gerechtfertigt ist, Perikles als Friedensstifter zu bezeichnen, da er maßgeblich an militärischen Konflikten beteiligt war.

Welches Fazit zieht die Arbeit über den Einfluss von Perikles?

Perikles war zweifellos eine bedeutende Persönlichkeit, doch das Bild eines alles diktierenden Staatsmannes muss revidiert werden, da viele ihm zugeschriebene Taten eher Zuschreibungen späterer Autoren sind.

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Details

Title
Das Wirken des Perikles. Politik, Demokratie, Krieg und Frieden
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Altertumswissenschaften)
Course
Alte Geschichte: Athen am Vorabend des Peloponnesischen Krieges
Grade
1,3
Author
Sebastian Silkatz (Author)
Publication Year
2012
Pages
26
Catalog Number
V230989
ISBN (eBook)
9783656469872
ISBN (Book)
9783656470533
Language
German
Tags
politik krieg frieden wirken perikles eine auseinandersetzung athen sparta anike altertum peloponnes peloponnesisch peloponnesischer krieg quellen quellenlage lebenslauf werdegang politisch innen innenpolitiker siedlung außenpolitiker siedlungspolitiker demokrat demokratie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Silkatz (Author), 2012, Das Wirken des Perikles. Politik, Demokratie, Krieg und Frieden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/230989
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