Es wird in diesem Essay aufgezeigt wie die Entwicklung der Bevölkerung ist, welche Wohnformen die "ältere Generation" wählt und wie in diesem Zusammenhang die Zufriedenheit ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Bedeutung des Wohnens im Alter
2. Häufigste Wohnformen
3. Wohnzufriedenheit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Wohnsituation älterer Menschen in der Bundesrepublik Deutschland, analysiert die verschiedenen Wohnformen und beleuchtet die Faktoren, die zur subjektiven Wohnzufriedenheit im Alter beitragen.
- Bedeutung des Wohnraums als Lebensort und Rückzugsort im Alter
- Analyse der Wohnsituation und Wohnverhältnisse älterer Menschen
- Untersuchung von Wohnformen, von der angestammten Wohnung bis hin zu Sonderwohnformen
- Faktoren der Wohnzufriedenheit und deren subjektive Wahrnehmung
- Einfluss von demografischen Faktoren und sozioökonomischen Rahmenbedingungen auf die Wohnqualität
Auszug aus dem Buch
Bedeutung des Wohnens im Alter
Im eigenen Wohnraum findet eine Abgrenzung zur Welt draußen statt, gleichzeitig bietet er Freiheiten zur individuellen Verhaltensgestaltung. Der Wohnraum bildet die Basis für den Wechsel zwischen Privatsphäre und öffentlichen Räumen. In beiden Sphären sind von unterschiedlichen soziale Verhaltensweisen und Verhältnissen gekennzeichnet und werden komplementär gestaltet. Immer dann, wenn Menschen zu Zwecken der Betreuung, Versorgung und Pflege in die Privatsphäre eindringen, wird das Wohnen dem ausschließlich privaten Raum entrissen und es kommt zu einer Vermischung beider Sphären, die jedoch selten konfliktfrei verläuft (vgl. DIBELIUS & UZAREWICZ, 2006, S. 49f).
Bereits der 1998 veröffentlichte Zweite Altenbericht der Bundesregierung, der das „Wohnen im Alter“ in den Mittelpunkt stellte, weist auf die Heterogenität der Wohnbedürfnisse älterer Menschen hin. Diese werden durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst, wie etwa die individuelle Lebensform, der persönliche Lebensstil sowie das soziale Milieu (vgl. DEUTSCHER BUNDESTAG, 1998, S. 32f.) Einen wichtigen Einfluss auf die Wohnbedürfnisse haben auch die biografischen Erfahrungen. „Nur wenige Menschen erfinden eine neue Wohnkonzeption für den Ruhestand. In der Regel ist es sehr viel einfacher, auf den Vorrat an vorgefertigten Erfahrungen und Vorstellungen zurückzugreifen, welche im Umfeld Gültigkeit haben. Zu dieser traditionellen oder auch modebedingten Außensteuerung gesellen sich die Erfahrungen, die im Laufe des Lebens gewonnen wurden sowie die Eindrücke bezüglich der Wohnverhaltensweisen der sozialen Gruppe, zu der man sich zugehörig fühlen möchte.“ (DEUTSCHER BUNDESTAG, 1998, S. 35.)
Mit dem Ruhestand tritt eine neue Phase des Wohnens ein. Durch den Wegfall der Arbeitsweltbezüge tritt die Wohnung als Lebensort in den Vordergrund, gleichzeitig verliert sie nach dem Wegzug der Kinder als sozialer Ort der Familie an Bedeutung (vgl. MOTEL, KÜNEMUND & STEINLEITNER, 1996, S. 3f). Vor allem dann, wenn aufgrund eingeschränkter Mobilität außerhäusliche Aktivitäten nicht oder kaum möglich sind, wird der Wohnraum zum zentralen Lebensort, in der der ältere Mensch den größten Teil seiner Zeit verbringt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedeutung des Wohnens im Alter: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Rolle der Wohnung als Rückzugsort und Basis für die Lebensgestaltung, die sich insbesondere mit dem Eintritt in den Ruhestand sowie durch den Alterungsprozess in ihrer Bedeutung wandelt.
2. Häufigste Wohnformen: Hier werden die Wohnverhältnisse älterer Menschen in Deutschland analysiert, wobei der Fokus auf dem hohen Anteil an Bestandswohnungen und Wohneigentum sowie auf den zunehmenden, wenn auch geringen, Sonderwohnformen liegt.
3. Wohnzufriedenheit: Dieses Kapitel untersucht die subjektiven Kriterien der Wohnzufriedenheit und zeigt auf, warum diese oft unabhängig von objektiven Wohnbedingungen oder demografischen Einschränkungen als hoch empfunden wird.
Schlüsselwörter
Wohnen im Alter, Wohnzufriedenheit, Wohnbedürfnisse, demografischer Wandel, Altersgerechtes Wohnen, Wohnform, Lebensqualität, Privatsphäre, Selbstständigkeit, Bestandswohnung, Wohneigentum, soziale Kontakte, Sinnkonstituierung, Wohnumfeld.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den vielfältigen Aspekten der Wohnsituation von Menschen über 65 Jahren in Deutschland, von der Bedeutung des Wohnraums bis hin zu den verschiedenen Wohnformen und der subjektiven Zufriedenheit.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Bedeutung des Wohnens als Lebensort, die empirische Verteilung der Wohnformen sowie die psychologischen und sozialen Faktoren, die die Wohnzufriedenheit im Alter beeinflussen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Wohnbedürfnisse und die Lebenswirklichkeit älterer Menschen zu schaffen, um die Diskrepanz zwischen objektiven Wohnverhältnissen und subjektivem Wohlbefinden aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung von Statistiken sowie Berichten, wie etwa des Zweiten Altenberichts der Bundesregierung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil wird zunächst die symbolische und praktische Bedeutung des Wohnraums erläutert, gefolgt von einer statistischen Analyse der Wohnformen und einer detaillierten Auseinandersetzung mit den Einflussfaktoren auf die Wohnzufriedenheit.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Wohnen im Alter, Wohnzufriedenheit, altersgerechtes Wohnen, demografischer Wandel und Lebensqualität.
Warum spielt die Privatsphäre im Alter eine so große Rolle?
Die Privatsphäre dient als Schutzraum und Basis für die individuelle Identität; ihre Wahrung wird besonders kritisch, wenn ältere Menschen auf Pflege und Unterstützung im eigenen Wohnraum angewiesen sind.
Wie korrelieren Alter und Wohnzufriedenheit?
Die Arbeit zeigt eine paradoxe Tendenz: Die Wohnzufriedenheit kann mit zunehmendem Alter steigen, da ältere Menschen ihre Ansprüche anpassen und ihre Umgebung stärker mit lebensgeschichtlichen Symbolen aufladen.
Welchen Einfluss hat das Wohneigentum auf die Wohnsituation?
Ein großer Teil der älteren Menschen in Deutschland bewohnt selbstgenutztes Wohneigentum, was eine höhere Stabilität bieten kann, aber auch spezifische Herausforderungen bei zunehmender Pflegebedürftigkeit mit sich bringt.
- Arbeit zitieren
- Eva-Maria Engel (Autor:in), 2013, Aktuelle Wohnsituation älterer Menschen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231041