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Die Präsenz des Politischen in THE SIMPSONS

Title: Die Präsenz des Politischen in THE SIMPSONS

Term Paper , 2002 , 20 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Anne Klotz (Author)

Film Science
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Summary Excerpt Details

Matt Groenings Zeichentrickserie THE SIMPSONS rief in den frühen 90er
Jahren großes Aufsehen unter den US-amerikanischen Fernsehzuschauern
hervor. Ihr subversiver Gehalt provozierte sogar die politischen Machtinhaber
zu kritischen Kommentaren.
Die damalige First Lady Barbara Bush rügte im September 1990 gegenüber
dem People Magazin das schlechte Vorbild der Serie für die amerikanischen
Zuschauer. „THE SIMPSONS is the dumbest thing I have ever seen!”1 Dies war
der Beginn einer mehrere Jahre andauernden Fehde zwischen den Bushs
und THE SIMPSONS. Die Produzenten der Cartoon-Serie blieben nach dem
Statement der First Lady nicht untätig und einige Tage später erreichte das
Weiße Haus ein von Serienmutter Marge Simpson unterzeichneter Brief, in
dem sie sich und ihre Familie verteidigte. Nach zwei Wochen entschuldigte
sich Barbara Bush öffentlich bei der Familie Simpson für ihre „lose Zunge“.2
Im Wahlkampfjahr 1992 sprach George Bush in seiner Rede vor der National
Religious Broadcasters Convention über den moralischen Verfall in der
amerikanischen Familie. Er wünsche sich eine Nation, die den als
spießbürgerlich geltenden THE WALTONS näher sei als THE SIMPSONS.
„(…) I speak of decency, the moral courage to say what is right and
condemn what is wrong. And we need a Nation closer to “The Waltons”
than “The Simpsons” -- (laughter) -- an America that rejects he incivility,
and the tide of intolerance. (…)”3
Beantwortet wurde diese Äußerung des Präsidenten in der unmittelbar
darauf ausgestrahlten Serienfolge Stark Raving Dad (Die
Geburtstagsüberraschung)4. Zu sehen ist die Zeichentrickfamilie, wie sie sich
die Ansprache des Präsidenten im Fernsehen ansieht, in der Bush THE
SIMPSONS als schlechtes und THE WALTONS als gutes moralisches Vorbild
anführt. Seriensohn Bart Simpson dreht sich zur Kamera und sagt: „Hey, wir
sind wie die Waltons. Wir beten auch für ein Ende der Depression.“5 [...]

1 Erläuterungen zum Simpsons-Bush-Konflikt im Internet unter www.sunwayco.com/bush.html
2 ebd.
3 Rede vom 27.02.1992 im Internet unter http://bushlibrary.tamu.edu/papers/1992/92012700.html
4 nähere Informationen zu den Episoden siehe 8. Quellen
5 Devrim Tuncel/ Rauscher, S. 154

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Phänomen THE SIMPSONS

3. Politik in THE SIMPSONS

4. Konstruktion der Kernfamilie in THE SIMPSONS

5. Expressiver Individualismus in THE SIMPSONS

6. Republikanismus in THE SIMPSONS - Mr. Lisa Goes To Washington (Einmal Washington und zurück)

7. Schlussbetrachtung

8. Quellen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die politische Dimension der Zeichentrickserie "The Simpsons". Dabei wird analysiert, inwieweit die Serie als satirischer Spiegel der realen politischen Verhältnisse fungiert und wie sie komplexe gesellschaftliche Themen durch die Kombination von Cartoon-Realismus und Postmoderne verhandelt.

  • Die Darstellung politischer Institutionen und Ideologien in Springfield.
  • Das Spannungsfeld zwischen expressiver Individualität und gesellschaftlichen Normalitätszwängen.
  • Die Dekonstruktion der klassischen Kernfamilie unter Beibehaltung familiärer Werte.
  • Die Rezeption der Serie als gesellschaftskritische Instanz und ihre Wirkung auf die politische Wahrnehmung.

Auszug aus dem Buch

3. Politik in THE SIMPSONS

Die Politik ist in The SIMPSONS auffällig präsent. In annähernd jeder Folge wird dieser gesellschaftliche Bereich thematisiert. Sei es durch einen bissigen Spezialkommentar einer Figur zum politischen Tagesgeschehen. Sei es durch einen Bericht des Springfielder Lokalsenders im Simpsons Fernseher, der einen erneuten politischen Skandal aufdeckt. Sei es durch einen der mittlerweile unzähligen Gastauftritte von politischen Persönlichkeiten. Diese Gastauftritte, die hauptsächlich am Rande einer Folge auftreten aber auch oft den Handlungsstrang bestimmen, machen den politischen Charakter der Serie besonders deutlich.

Häufig handelt es sich um US-amerikanische Präsidenten, die stellenweise sogar wiederholt in den Folgen von The SIMPSONS auftreten und zu festen Figuren in der Serie werden. Würde man die Folgen im Zeitraum zwischen 1990 und 1996 nach der Anzahl der Gastauftritte von ehemaligen und aktuellen Präsidenten untersuchen, so erhielte man die folgende Liste: Abraham Lincoln (18 Folgen), Richard Nixon (14 Folgen), George Washington (9 Folgen), George Bush (9 Folgen) und weitere.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die langjährige Fehde zwischen der Familie Bush und der Serie "The Simpsons" als Ausgangspunkt für die Untersuchung ihrer politischen Relevanz.

2. Das Phänomen THE SIMPSONS: Dieses Kapitel beschreibt den strukturellen Aufbau der Serie, ihre Bedeutung als Prime-Time-Erfolg und den Einsatz des "Cartoon-Realismus" zur Reflexion des postmodernen Alltags.

3. Politik in THE SIMPSONS: Das Kapitel analysiert die häufige Einbindung politischer Gastauftritte und gesellschaftlicher Konfliktthemen wie Umweltschutz oder Einwanderung in die Serienhandlung.

4. Konstruktion der Kernfamilie in THE SIMPSONS: Hier wird untersucht, wie die Serie klassische Familiennormen karikiert, dabei aber gleichzeitig die Bedeutung von Solidarität und familiärem Zusammenhalt betont.

5. Expressiver Individualismus in THE SIMPSONS: Das Kapitel widmet sich dem Konflikt zwischen dem individuellen Freiheitsdrang der Simpsons und dem Zwang zur sozialen Anpassung durch gesellschaftliche Institutionen.

6. Republikanismus in THE SIMPSONS - Mr. Lisa Goes To Washington (Einmal Washington und zurück): Anhand einer spezifischen Episode wird das Zusammenspiel von individuellem Einsatz und republikanischen Tugenden im demokratischen System analysiert.

7. Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel resümiert die satirische Funktion der Serie als Spiegel gesellschaftlicher Missstände und betont ihren Einfluss auf das politische Bewusstsein der Zuschauer.

8. Quellen: Auflistung der verwendeten Fachliteratur, Aufsätze und episodenspezifischen Daten.

Schlüsselwörter

The Simpsons, Politsatire, Cartoon-Realismus, Kernfamilie, Expressiver Individualismus, Republikanismus, Medienunterhaltung, Gesellschaftskritik, Postmoderne, Springfield, politische Kultur, Fernsehanalyse, Gastauftritte, Institutionenkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die politische Dimension und gesellschaftskritische Funktion der Zeichentrickserie "The Simpsons" und analysiert deren Wechselspiel mit realen politischen Ereignissen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Darstellung der US-amerikanischen Politik, die Dekonstruktion der Kernfamilie, das Konzept des expressiven Individualismus und die Kritik an gesellschaftlichen Institutionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie "The Simpsons" durch Satire und Übersteigerung politische Mythen hinterfragt und wie die Serie als satirischer Spiegel der realen Gesellschaft fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine medienwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung von Theorien zur politischen Kultur und Familiensoziologie sowie eine exemplarische Untersuchung ausgewählter Episoden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zur politischen Präsenz, zur Konstruktion der Familienwerte, zum Individualismus der Protagonisten und zu spezifischen republikanischen Strukturen in ausgewählten Folgen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Politsatire, Cartoon-Realismus, Subversivität, Postmoderne und Institutionskritik.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Präsidenten in der Serie?

Die Arbeit beschreibt die Präsidenten-Gastauftritte als Mittel für bissige politische Kommentare, wobei die Serie sowohl Republikaner als auch Demokraten gleichermaßen kritisch beleuchtet.

Welche Bedeutung hat das Beispiel "Mr. Lisa Goes To Washington"?

Es dient als Fallbeispiel für die Verbindung von individuellem bürgerschaftlichem Engagement und dem republikanischen Ideal, wobei der Einfluss des Hollywood-Klassikers "Mr. Smith Goes to Washington" hervorgehoben wird.

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Details

Title
Die Präsenz des Politischen in THE SIMPSONS
College
Ruhr-University of Bochum  (Institut für Film- und Fernsehwissenschaft)
Grade
2,7
Author
Anne Klotz (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V23109
ISBN (eBook)
9783638262972
Language
German
Tags
Präsenz Politischen SIMPSONS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Klotz (Author), 2002, Die Präsenz des Politischen in THE SIMPSONS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/23109
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