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Memoria und Legitimation. Die Fresken des Panteón de los Reyes in Leon und ihre Datierung

Titel: Memoria und Legitimation. Die Fresken des Panteón de los Reyes in Leon und ihre Datierung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 36 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Magister Artium Georg Ottomeyer (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In Leon finden sich im Panteón de los Reyes einer der eindrucksvollste und am besten erhaltene Freskenzyklus der spanischen Romanik. Er ist eine Kunstschöpfung höchsten Ranges und schmückt die Grablege der Könige von Leon. In ihm manifestiert sich der Machtanspruch des aufsteigenden Königreichs von Leon und Kastilien. Doch ist um die Baugeschichte und die Datierung der Fresken eine weitreichende und unüberschaubare Diskussion entstanden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung:

2. Leon als Königsstadt:

3. San Isidoro in Leon:

3.1 Das Panteón de los Reyes:

4. Der Freskenzyklus des Panteóns:

4.1 Beschreibung der Fresken:

4.2. Deutung des Zyklus:

5. Datierung:

5.1. San Juan de la Pena:

5.2. Das „Liber Testamentorum“:

5.3. Königin Uracca von Kastilien und Leon:

6. Resümee:

Liste der in dieser Arbeit erwähnten Könige Leons:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den kunsthistorisch bedeutenden Freskenzyklus im Panteón de los Reyes in Leon. Ziel ist es, die umstrittene Baugeschichte und die chronologische Einordnung der Wandmalereien durch stilistische Vergleiche und historische Kontextualisierung, insbesondere unter Berücksichtigung der Rolle von Königin Uracca, zu präzisieren.

  • Baugeschichte und architektonischer Kontext des Panteón de los Reyes.
  • Ikonographische Beschreibung und Deutung des Freskenzyklus.
  • Chronologische Einordnung der Fresken mittels stilistischer Vergleiche.
  • Rolle von Königin Uracca als Stifterin und deren politische Intention.
  • Verschränkung von Memoria und dynastischer Legitimation.

Auszug aus dem Buch

4.1 Beschreibung der Fresken:

Gemäß der chronologischen Ordnung beginnt der Zyklus mit der Verkündigungsszene im großen mittleren Bogen.24 Zu sehen sind hier Maria und der Erzengel Gabriel. Sie werden durch die Beischriften „MARIA“ und das Bibelzitat „AVE MARIA GRACIA PLENA DOMINUS TECVUM“ gekennzeichnet. Scheinarchitektur in Form von Arkaden trennt diese Szene von der Heimsuchungsszene rechts ab. Auch hier befand sich neben den beiden Personen eine bezeichnende Inschrift. Diese ist jedoch kaum noch zu erkennen. Bei den sich umarmenden Personen handelt es sich um Maria und Elisabeth mit Nimbus. In der linken und rechten Ecke des Blendbogens sind, ebenfalls durch gemalte Bögen getrennt, zwei weitere sitzende Personen zu erkennen. Sie werden zur Linken als Anna und zur Rechten identifiziert. Unterhalb dieser Szene sieht man noch die Reste weiterer Figuren, jedoch sind sie im Laufe der Zeit größtenteils zerstört worden. Es sind noch zwei Reiter rechts und linke zu erkennen, hier wäre mit Vorbehalt vielleicht an die Heiligen Drei Könige zu denken, deren Darstellung von der Erzählung der Bibel chronologisch sinnig wäre und in Nordspanien eine starke Tradition besitzt.

Die Geburt Jesu ist auf dem östlichen Blendbogen platziert.25 Getrennt von einer Säule sehen wir den Jesusknaben in der Krippe, beäugt von Ochs und Esel und auf der anderen Seite Maria. Jesus ist mit der Beischrift „ PRESEPIO DOMINI“ seine Mutter mit „VIRGO MARIA“ versehen. Der Rest der Bemalung ist durch die Verlegung des Portals infolge des Umbaus von Leon II zerstört.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Fresken als Teil der Grablege der Könige von Leon ein und skizziert die wissenschaftliche Debatte um deren Datierung.

2. Leon als Königsstadt: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung Leons zur Hauptstadt des christlichen Reiches und die Stiftungsgeschichte der Kirche durch Alfonso V. nach.

3. San Isidoro in Leon: Hier wird der Bautypus der Kirche unter Fernando I. erläutert und die historische Anknüpfung an die westgotische Tradition hervorgehoben.

3.1 Das Panteón de los Reyes: Das Kapitel beschreibt die Architektur und Funktion der Grablege im westlichen Bereich der Kirche sowie die Debatte um die Bauabfolge.

4. Der Freskenzyklus des Panteóns: Die Sektion bietet einen Überblick über die dargestellten biblischen Szenen und die Systematik der Wandmalereien.

4.1 Beschreibung der Fresken: Eine detaillierte Aufarbeitung der einzelnen Bildfelder, beginnend bei der Verkündigung bis hin zum Jüngsten Gericht.

4.2. Deutung des Zyklus: Eine ikonographische Analyse, die den Zyklus als "cycle of intercession" interpretiert und politische Bezüge herstellt.

5. Datierung: Dieses Kapitel diskutiert die verschiedenen wissenschaftlichen Ansätze zur zeitlichen Einordnung der Malereien.

5.1. San Juan de la Pena: Ein Vergleich mit den Fresken des Klosters San Juan de la Pena dient als zentrales Argument für die stilistische Einordnung.

5.2. Das „Liber Testamentorum“: Ein Vergleich der Buchmalerei im "Liber Testamentorum" mit dem Panteón-Fresken liefert weitere chronologische Indizien.

5.3. Königin Uracca von Kastilien und Leon: Das Kapitel analysiert die Rolle von Königin Uracca und ihre dynastische Propaganda als Schlüssel zur Datierung.

6. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Argumente und ordnet die Fresken in den Kontext der Memoria- und Legitimationspolitik ein.

Schlüsselwörter

Panteón de los Reyes, Leon, Romanik, Freskenzyklus, Königin Uracca, Datierung, San Isidoro, dynastische Legitimation, Memoria, Ikonographie, spanische Kunstgeschichte, Wandmalerei, Mittelalter, Fernando I., Reconquista.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den bedeutenden Freskenzyklus im Panteón de los Reyes in Leon hinsichtlich seiner kunsthistorischen Einordnung und historischen Bedeutung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Baugeschichte der Anlage, die ikonographische Deutung der Fresken, Fragen der Datierung sowie die politische Rolle der Stifter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, durch eine interdisziplinäre Untersuchung stilistischer Merkmale und historischer Kontexte eine präzisere zeitliche Einordnung der Wandmalereien vorzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Autorin/der Autor nutzt primär kunsthistorische Stilanalysen und den Vergleich mit zeitgenössischen Werken sowie die Auswertung historischer Quellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der Fresken, deren ikonographische Deutung sowie eine kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Datierungsvorschlägen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Panteón de los Reyes, Romanik, Freskenzyklus, Königin Uracca, dynastische Legitimation und Ikonographie sind zentrale Begriffe.

Warum wird Königin Uracca als Stifterin in Betracht gezogen?

Aufgrund der inhaltlichen Ausrichtung auf dynastische Propaganda und der historischen Notwendigkeit für Uracca, ihren Machtanspruch als Regentin zu legitimieren.

Welche Rolle spielt der Vergleich mit San Juan de la Pena?

Der Vergleich dient als eines der wichtigsten stilistischen Argumente, da die dortigen Malereien eine hohe Übereinstimmung in Technik und Motivik mit den Fresken in Leon aufweisen.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Memoria und Legitimation. Die Fresken des Panteón de los Reyes in Leon und ihre Datierung
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Kunsthistorisches Seminar und Kustodie)
Veranstaltung
Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela
Note
1,0
Autor
Magister Artium Georg Ottomeyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
36
Katalognummer
V231134
ISBN (eBook)
9783656465614
ISBN (Buch)
9783656466734
Sprache
Deutsch
Schlagworte
memoria legitimation fresken panteón reyes leon datierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Magister Artium Georg Ottomeyer (Autor:in), 2009, Memoria und Legitimation. Die Fresken des Panteón de los Reyes in Leon und ihre Datierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231134
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  36  Seiten
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