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Portfolio zu den „Türkendramen“ der Vormoderne

Titel: Portfolio zu den „Türkendramen“ der Vormoderne

Rezension / Literaturbericht , 2012 , 24 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Bachelor Ramona Schilling (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei einem Portfolio handelt es sich um einen schriftlichen Report, der das Selbststudium theoretischer Texte (Monographien, Buchkapitel, Aufsätze) dokumentiert, die in Eigenarbeit gelesen und kommentiert werden. Im Portfolio werden die wichtigsten Thesen der jeweiligen Texte knapp referiert. In diesem Portfolio geht es um die Forschung im Bereich der Türkendramen der Vormoderne.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Christiane Ackermann: Dimensionen der Medialität. Die Osmanen im Rosenplütschen „Turken Vasnachtspil“ sowie in den Dramen des Hans Sachs und Jakob Ayrer

3. Christiane Ackermann/Rebekka Nöcker: Wann gantz geferlich ist die zeit. Zur Darstellung der Türken im Werk des Hans Sachs

4. Horst Brunner: Dulce bellum inexpertis. Bilder des Krieges in der deutschen Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts

5. Glenn Ehrstine: Fastnachtsrhetorik. Adelskritik und Alterität in „Des Turken Vasnachtspil“

6. Reinhard Hahn: Pontus uind Sidonia. Geographischer Raum im Prosaroman des 15, Jahrhunderts

7. Jens Haustein: Jacob Ayrer

8. Stefan Hohmann: Türkenkrieg und Friedensbund im Spiegel der politischen Lyrik. Auch ein Beitrag zur Entstehung des Europabegriffs

9. Joachim Kissling: Türkenfurcht und Türkenhoffnung im 15./16. Jahrhundert. Zur Geschichte eines „Komplexes“

10. Kleinlogel, Cornelia: Vom Spektakel zum Exempel. Das Türkenthema im Werk von Hans Sachs

11. Cornelia Kleinlogel: Von der ernsten Posse zur Tragödie. Ayrers Türkendramen

12. Joachim Knape: Boccaccio und das Erzähllied bei Hans Sachs

13. Hansjürgen Linke: Aspekte der Wirklichkeitswahrnehmung im weltlichen Drama des Mittelalters

14. Gert Melville: Die Wahrheit des Eigenen und die Wirklichkeit des Fremden. Über frühe Augenzeugen des osmanischen Reiches

15. Werner Mezger: Narrenidee und Fastnachtsbrauch. Studien zum Fortleben des Mittelalters in der europäischen Festkultur

16. Eckehard Simon: Der Türke in Nürnberg. Zur Türkenpolemik nach 1453 und „Des Turcken vasnachspil“

17. Michael Schilling: Aspekte des Türkenbildes in Literatur und Publizistik der frühen Neuzeit

18. Matthias Thumser: Türkenfrage und öffentliche Meinung. Zeitgenössische Zeugnisse nach dem Fall von Konstantinopel (1453)

Zielsetzung & Themen

Dieses Portfolio dokumentiert im Rahmen des Selbststudiums die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der literarischen Darstellung osmanischer Akteure und der Konstruktion des „Türkenthemas“ in der deutschsprachigen Literatur der Vormoderne. Ziel ist es, die Thesen ausgewählter Fachaufsätze zu referieren und die Instrumentalisierung des Türkenbildes im Kontext religiöser, politischer und sozialer Debatten des 15. und 16. Jahrhunderts zu analysieren.

  • Konstruktion des „Fremden“ und des Feindbildes in Fastnachtspielen und Dramen.
  • Die Rolle der Literatur bei der Vermittlung christlicher Werte und Moralvorstellungen.
  • Wechselwirkungen zwischen historischer Realität, Kriegspropaganda und literarischer Fiktion.
  • Die Funktion der „Türkenfurcht“ und „Türkenhoffnung“ im gesellschaftlichen Diskurs.

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung der Osmanen geschieht auf vielfältige Weise durch die Sprache, die Körper der Protagonisten und die Ausgestaltung des Raumes.

Die obszöne Sprache des Fastnachtspiels wird vielfach genutzt um das Dargestellte für das Publikum weniger schrecklich zu gestalten, während die Körper im Zusammenhang mit ihrer Kleidung und ihrem Verhalten auf der Bühne Ausdruck für die Überlegenheit der Christen, aber je nach Stück auch der Osmanen, sein können. Der Raum schließlich zeigt ebenso die Dominanz einer der Kulturen, aber auch ihre Verbindung untereinander. Dies kann sich sowohl auf die Verbindung zwischen Christen und Osmanen beziehen, als auch auf Bindungen innerhalb der christlichen Gemeinschaft.

Der Sultan in Des Turken Vasnachtspil von Rosenplüt hat deswegen ein großes Interesse auf sich gezogen, da er überraschenderweise weit weniger negativ auftritt, als es in Europa zur Zeit der Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen üblich war. „Er nimmt [...] die Position des politischen und moralischen Mahners ein.“ Die Autorin kommt jedoch zu dem Schluss, dass die Stereotypen über die Osmanen im Stück sehr wohl der Zeit entsprechend ausgestaltet werden.

Der osmanische Raum kann in den Texten ein Fluchtpunkt sein oder allgemeiner gesagt einen Ort außerhalb der christlichen Welt darstellen, der auf deren innere Zerrüttung hinweist.

Zusammenfassung der Kapitel

Christiane Ackermann: Dimensionen der Medialität. Die Osmanen im Rosenplütschen „Turken Vasnachtspil“ sowie in den Dramen des Hans Sachs und Jakob Ayrer: Untersuchung darüber, wie Autoren die Osmanen zur Kritik an fehlenden Werten innerhalb der christlichen Gemeinschaft nutzen.

Christiane Ackermann/Rebekka Nöcker: Wann gantz geferlich ist die zeit. Zur Darstellung der Türken im Werk des Hans Sachs: Analyse von Hans Sachs’ Einsatz des Türkenbildes als erzieherisches Mittel zur Förderung religiöser Rückbesinnung.

Horst Brunner: Dulce bellum inexpertis. Bilder des Krieges in der deutschen Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts: Aufarbeitung der Wandlung von Sachs' Einstellung zum Krieg, von der Deutung als Strafe Gottes hin zum Appell zum Kampf.

Glenn Ehrstine: Fastnachtsrhetorik. Adelskritik und Alterität in „Des Turken Vasnachtspil“: Diskussion der karnevalesken Verkehrung und wie das Osmanenbild als Maske für gesellschaftliche Kritik dient.

Reinhard Hahn: Pontus uind Sidonia. Geographischer Raum im Prosaroman des 15, Jahrhunderts: Untersuchung der Darstellung geographischer Räume und deren Bedeutung für die Handlung des Prosaromans.

Jens Haustein: Jacob Ayrer: Porträt des Dramatikers Jakob Ayrer und dessen Beitrag zur Einführung englischer Theaterstoffe im deutschen Raum.

Stefan Hohmann: Türkenkrieg und Friedensbund im Spiegel der politischen Lyrik. Auch ein Beitrag zur Entstehung des Europabegriffs: Analyse der politischen Lyrik und der damit einhergehenden Formierung eines europäischen Einheitsgedankens angesichts der osmanischen Bedrohung.

Joachim Kissling: Türkenfurcht und Türkenhoffnung im 15./16. Jahrhundert. Zur Geschichte eines „Komplexes“: Historischer Überblick über die ambivalente Wahrnehmung der Osmanen zwischen Angst und ökonomischer oder religiöser Hoffnung.

Kleinlogel, Cornelia: Vom Spektakel zum Exempel. Das Türkenthema im Werk von Hans Sachs: Betrachtung der Umsetzung des zeitgenössischen Türkenfeindbildes in Hans Sachs’ Dramen.

Cornelia Kleinlogel: Von der ernsten Posse zur Tragödie. Ayrers Türkendramen: Analyse der moralischen Funktion der Türkenfiguren in den Theaterstücken von Jakob Ayrer.

Joachim Knape: Boccaccio und das Erzähllied bei Hans Sachs: Erörterung der literarischen Abhängigkeit und Eigenständigkeit von Hans Sachs bei der Transformation Boccaccioscher Stoffe.

Hansjürgen Linke: Aspekte der Wirklichkeitswahrnehmung im weltlichen Drama des Mittelalters: Einführung in die Wirklichkeitsbezüge und soziokulturellen Funktionen der Fastnachtspiele.

Gert Melville: Die Wahrheit des Eigenen und die Wirklichkeit des Fremden. Über frühe Augenzeugen des osmanischen Reiches: Untersuchung der Berichte früher Reisender und deren Einfluss auf das damalige Islambild.

Werner Mezger: Narrenidee und Fastnachtsbrauch. Studien zum Fortleben des Mittelalters in der europäischen Festkultur: Darstellung der sozialen Bedeutung der Narrenfigur und deren Gleichsetzung mit gesellschaftlichen Außenseitern.

Eckehard Simon: Der Türke in Nürnberg. Zur Türkenpolemik nach 1453 und „Des Turcken vasnachspil“: Analyse der Nürnberger Rezeption und der speziellen Funktion des Sultans im Rosenplüt-Stück.

Michael Schilling: Aspekte des Türkenbildes in Literatur und Publizistik der frühen Neuzeit: Untersuchung der propagandistischen Nutzung und der christlichen Deutungsschemata des Türkenbildes.

Matthias Thumser: Türkenfrage und öffentliche Meinung. Zeitgenössische Zeugnisse nach dem Fall von Konstantinopel (1453): Analyse der öffentlichen Reaktion auf den Fall Konstantinopels und die Bedeutung von Augenzeugenberichten.

Schlüsselwörter

Türkendramen, Vormoderne, Hans Sachs, Jakob Ayrer, Osmanen, Türkenbild, Fastnachtspiel, Literaturgeschichte, Feindbild, Christentum, Propaganda, Alterität, Konstantinopel, Medien, Kulturgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit besteht aus einem Portfolio, das die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der literarischen Darstellung von Osmanen und dem Türkenthema in der Literatur des 15. und 16. Jahrhunderts dokumentiert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die literarische Konstruktion des Fremden, die Instrumentalisierung des Türkenbildes für christliche Moral und Propaganda sowie die soziale Funktion der Fastnachtspiele.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Dokumentation der Lektüre und Kommentierung theoretischer Texte, um ein tieferes Verständnis für die damaligen Sichtweisen auf die Osmanen und die damit verknüpften gesellschaftlichen Debatten zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die durch die Zusammenfassung und kritische Kommentierung von Fachaufsätzen sowie deren Verknüpfung mit zeitgenössischen literarischen Quellen erfolgt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden verschiedene Fachaufsätze zu Autoren wie Hans Sachs und Jakob Ayrer sowie zu Gattungen wie Fastnachtspiel und Prosaroman in Bezug auf ihre Thematisierung des Osmanenreiches analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Türkendramen, Vormoderne, Feindbild, Christentum, Propaganda, Alterität und Fastnachtspiel.

Welche Rolle spielt Hans Sachs in der Untersuchung?

Hans Sachs nimmt eine zentrale Rolle ein, da er als „frühzeitlicher Meister der Medien“ in seinen Texten das osmanische Feindbild gezielt konstruierte und für moralische und politische Zwecke instrumentalisierte.

Wie unterschied sich die Darstellung der Türken in den Stücken von Jakob Ayrer?

Ayrer nutzt Türkenfiguren oft als „exotisches Gegenbild“ zu bürgerlich-christlichen Moralvorstellungen und macht sie zum Inbegriff der Untugend, wobei er zudem englische Theaterstoffe in seine Dramen integriert.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Portfolio zu den „Türkendramen“ der Vormoderne
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Note
2,0
Autor
Bachelor Ramona Schilling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
24
Katalognummer
V231186
ISBN (eBook)
9783656477426
ISBN (Buch)
9783656479451
Sprache
Deutsch
Schlagworte
portfolio türkendramen vormoderne
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor Ramona Schilling (Autor:in), 2012, Portfolio zu den „Türkendramen“ der Vormoderne, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231186
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Leseprobe aus  24  Seiten
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