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Das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner (Lukas Kapitel 18, 9-14)

Exegese

Title: Das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner (Lukas Kapitel 18, 9-14)

Term Paper , 2010 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christina Schnee (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Ich habe mich für das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner aus dem Lukasevangelium 18, 9-14 entschieden.
Ich finde dieses Gleichnis sehr interessant und anschaulich. Ich habe früher schon oft versucht mir dieses Beispiel bildlich auszumalen.
Hier entsteht ein klischeehaftes Bild der Pharisäer, da sie oft mit den Heuchlern
gleich gesetzt werden. Dies kann man auch im Matthäusevangelium (23) sehen.
Viele christliche Überlieferungen und Deutungen der Worte Jesu haben diese
Vorurteile gegen die Juden ins Leben gerufen. Damit wir aber das Gleichnis
verstehen können, müssen wir diese Vorurteile beiseite räumen.
Ich möchte in meiner Arbeit versuchen das Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner zu
analysieren.
Hierbei möchte ich zunächst auf die Merkmale eines Gleichnisses eingehen.
Anschließend werde ich das Gleichnis abgrenzen und in einen Kontext einordnen.
Danach werde ich die Motiv- und Sachanalyse anbringen, in der ich auch auf Zöllner
und Pharisäer eingehe. Am Schluss werde ich mich noch mit der Formanalyse
befassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Merkmale von Gleichnissen

2. Hauptteil

2.1 Kontextanalyse

2.2 Motiv-/Sachanalyse

2.3 Formanalyse

3. Reflexion

3.1 Reflexion

4. Quellenverzeichnis

4.1 Primärquellen

4.2 Sekundärquellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner (Lukas 18, 9-14) durch eine tiefgehende exegetische Analyse zu untersuchen und dabei die historische sowie theologische Bedeutung der beiden Protagonisten neu zu bewerten. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie die ursprüngliche Intention Jesu in diesem Gleichnis vor dem Hintergrund der lukanischen Redaktion zu verstehen ist und welche Bedeutung die Haltung von Demut gegenüber Hochmut im Kontext der Sündenvergebung einnimmt.

  • Merkmale und Gattung von Gleichnissen im Lukasevangelium.
  • Kontextuelle Einbettung des Gleichnisses im Rahmen des Wirkens Jesu.
  • Historische Motiv- und Sachanalyse der Figuren Pharisäer und Zöllner.
  • Formanalytische Untersuchung der wörtlichen Rede und der narrativen Struktur.
  • Reflexion über die heutige Relevanz von Gebetshaltung und Gottesbild.

Auszug aus dem Buch

2.2 Motiv-/Sachanalyse

Zunächst möchte ich auf Zöllner und Pharisäer eingehen.

Das Gleichnis handelt vom Pharisäer und vom Zöllner. Da man heutzutage die Pharisäer oft mit Vorurteilen belastet und sich mit den Zöllnern identifiziert, sie also archetypisch als Ich-Figur wählt, möchte ich zunächst etwas zu den beiden Figuren schreiben.

Früher hatte das Volk ein positives Bild von den Pharisäern, während man sie heute oftmals als Gegner Jesu empfindet. Aber: Das Pharisäerbild mit den Vorurteilen entspricht nicht der Geschichte und den geschichtlichen Tatsachen. Die Pharisäer waren eine Volksbewegung und wollten inmitten des Volkes wirken, sodass sie die Masse der Juden auf ihrer Seite hatten. Sie waren nicht starr in ihrem Glauben, denn sie wussten, dass ihre Religion nur durch Entwicklung weiterexistieren konnte, wenn sie sich der Zeit und Situation im Volk anpassten. Der Pharisäismus verwandte neben den mündlichen Überlieferungen auch Traditionen für seine Gesetze und richtete sich gegen eine griesgrämige, unzeitgemäße Religion. So sahen sie die Tora auch nicht als Gesetz, sondern als Richtschnur an.

Sie waren mutige Reformer gegen die reichen aristokratischen Sadduzäer und hatten außerdem die Macht, sie zu zwingen, ihr pharisäisches Gesetzesgut durchzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Entscheidung für das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner und skizziert das methodische Vorgehen, um Vorurteile abzubauen.

1.1 Merkmale von Gleichnissen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Parabel und erläutert die Besonderheiten der Beispielerzählungen sowie die Bedeutung der Verkündigung Jesu.

2. Hauptteil: Der Hauptteil dient als strukturelle Überleitung zu den Analyseschritten Kontext, Motiv/Sache und Form.

2.1 Kontextanalyse: Hier wird das Gleichnis in den lukanischen Gesamtzusammenhang eingeordnet und als bewusste redaktionelle Platzierung Jesu vor der Passion interpretiert.

2.2 Motiv-/Sachanalyse: Dieses Kapitel beleuchtet historisch-kritisch die Rollen der Pharisäer und Zöllner und arbeitet die zentralen Motive Beten und Sündenvergebung heraus.

2.3 Formanalyse: Diese Analyse untersucht die narrativen Elemente, die wörtliche Rede und die Schockwirkung der Erzählung auf die Zuhörer Jesu.

3. Reflexion: Im abschließenden Reflexionsteil wird die Arbeit zusammengefasst und die Bedeutung der Demut gegenüber Stolz für das heutige Leben betont.

4. Quellenverzeichnis: Hier werden die verwendeten Primär- und Sekundärquellen dokumentiert.

4.1 Primärquellen: Auflistung der biblischen Textgrundlage.

4.2 Sekundärquellen: Auflistung der verwendeten exegetischen Fachliteratur und Lexika.

Schlüsselwörter

Lukas 18, Gleichnis, Pharisäer, Zöllner, Exegese, Sündenvergebung, Demut, Hochmut, Reich Gottes, Gebet, Metanoia, Judentum, Bibelauslegung, Beispielerzählung, Jesu Verkündigung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Analyse des Gleichnisses vom Pharisäer und vom Zöllner (Lk 18, 9-14).

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit behandelt die Gattung der Gleichnisse, die historische Rolle von Zöllnern und Pharisäern sowie die Themen Beten und Sündenvergebung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Gleichnis historisch einzuordnen und die Intention Jesu sowie die lukanische Bearbeitung der Erzählung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine Kombination aus Kontext-, Motiv-/Sach- und Formanalyse nach exegetischen Standards.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Kontextanalyse, die historisch-kritische Betrachtung der Figuren und eine formanalytische Untersuchung der narrativen Struktur.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Gleichnis, Pharisäer, Zöllner, Demut, Sündenvergebung und Lukanisches Sondergut.

Warum betont die Autorin die historische Rolle der Pharisäer so stark?

Sie möchte mit dem Klischee aufräumen, dass Pharisäer lediglich Heuchler waren, und stattdessen ihre Bedeutung als damalige Volksbewegung hervorheben.

Welche Rolle spielt die "Schockwirkung" des Gleichnisses für die Zuhörer?

Die Schockwirkung dient dazu, die Zuhörer zur Identifikation mit dem "negativen" Beispiel anzuregen, um einen Denkprozess über das eigene Handeln auszulösen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich des Gebets?

Das Gebet soll nicht aus Hochmut oder Selbstgerechtigkeit geschehen, sondern aus einer Haltung der Demut und Reue heraus, wie sie der Zöllner zeigt.

Wie bewertet die Autorin die Trennung der verschiedenen Analyseschritte?

Sie stellt fest, dass eine strikte Trennung von Form-, Motiv- und Sachanalyse in der Praxis schwierig ist, da die Erkenntnisse ineinandergreifen.

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Details

Title
Das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner (Lukas Kapitel 18, 9-14)
Subtitle
Exegese
College
University of Wuppertal
Grade
2,0
Author
Christina Schnee (Author)
Publication Year
2010
Pages
14
Catalog Number
V231293
ISBN (eBook)
9783656477952
ISBN (Book)
9783656479413
Language
German
Tags
gleichnis pharisäer zöllner lukas kapitel exegese
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Schnee (Author), 2010, Das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner (Lukas Kapitel 18, 9-14), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231293
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