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Politik-Netzwerke. Sackgasse für die Demokratie oder doch Sprungbrett?

Hypothese zur Wirkung von Politik-Netzwerken auf die Demokratie

Titel: Politik-Netzwerke. Sackgasse für die Demokratie oder doch Sprungbrett?

Hausarbeit , 2011 , 10 Seiten , Note: 1

Autor:in: Bachelor of Arts Martin Willmann (Autor:in)

Politik - Politische Systeme allgemein und im Vergleich
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Seminararbeit beschäftigt sich vordergründig mit der Frage, welche mögliche Wirkung das Aufkommen von Politik-Netzwerken auf die Demokratie verbreiten könnte? Bei der Bearbeitung dieser Frage ist überwiegend das politische Netzwerk Gegenstand der Untersuchung und weniger die Demokratie, denn sicherlich verlangt die Frage nach einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem diffusen Begriff der Demokratie, Macht und vor allem auch mit dem Foucault´schen Konzept der Gouvernementalität. Deshalb liegt das Ziel der Arbeit nicht in einer detaillierten Darstellung der aktuellen Diskussion über Demokratie, vielmehr ist die Arbeit darauf abgesteckt, aus dem sozialen und politischen Netzwerkgedanken heraus Argumente bezüglich der Fragestellung zu diskutieren, um abschließend – auch durch die persönliche Reflexion des Seminarinhalts – einen eigenen Standpunkt in Form einer Hypothese hervorzuheben. Um dieses Ziel zu erreichen, basiert die methodische Herangehensweise, die dieser Arbeit zugrunde liegt, sowohl auf einer umfangreichen Recherche einschlägiger Fachliteratur als auch auf dem wissenschaftlich getreuen Arbeitsethos kritischer Literaturverarbeitung. Bevor das Kernstück der Seminararbeit beginnt, vorab eine Darstellung für den Einstieg in das facettenreiche Netzwerkthema.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Weit und breit wohin man sieht: Netzwerke

2. Politik-Netzwerke: Sackgasse für die Demokratie – oder doch Sprungbrett?

2.1 Entstehungsthese der politischen Netzwerkperspektive

2.2 Politik-Netzwerke als Zugang zu den politischen Arenen

2.2.1 Sackgasse für die Demokratie

2.2.2 Sprungbrett für die Demokratie

3. Schluss und Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die ambivalente Wirkung von Politik-Netzwerken auf die moderne Demokratie und hinterfragt, ob diese Strukturen als Hindernis für demokratische Prozesse oder als innovatives Sprungbrett für gesellschaftliche Partizipation fungieren.

  • Analyse der Entstehung und Bedeutung von Politik-Netzwerken.
  • Untersuchung von Netzwerken als Zugang zu politischen Entscheidungsprozessen.
  • Diskussion der Risiken für die demokratisch legitimierte Entscheidungsfindung.
  • Evaluierung des Potenzials von Netzwerken für den gesellschaftlichen Interessenausgleich.
  • Herleitung einer Kernhypothese zur Demokratisierung moderner Gesellschaften durch Netzwerkstrukturen.

Auszug aus dem Buch

1. Weit und breit wohin man sieht: Netzwerke

Netzwerke scheinen gegenwärtig überall zu sein. Es lässt sich beobachten, dass der Begriff ‚Netzwerk‘ in vielfacher Weise Verwendung findet. Deshalb ist dem Begriff offenbar eine Omnipräsenz zuzuschreiben. Denn im Verlauf der letzten Jahrzehnte nimmt er mittlerweile in öffentlichen Diskursen und gleich mehreren Wissenschaften eine prominente Position ein (vgl. Fischbach 2005: 7). Netzwerke als Formel zur Beschreibung von Technologien, Organisationen, virtuellen Räumen, Sozialbeziehungen, Protestbewegungen, Schleuserbanden und terroristischen Vereinigungen haben sich fest in das Vokabular etabliert. Und mehr noch: Vernetzung ist geradezu zum Inbegriff einer modernen Gesellschaft avanciert (vgl. Kaufmann 2004: 182ff.). Folgerichtig trifft Castells (2001) den Nerv der Zeit, indem der Autor im momentanen soziologischen Gesellschaftsdiskurs den „Aufstieg der Netzwerkgesellschaft“ diagnostiziert. Auch Straus (2002: 3) formuliert etwas radikaler: „Früher dachte man die Erde sei eine Scheibe, dann eine Kugel, heute scheint sie ein Netz(-werk) zu werden.“

Das Netzwerk als neuartiger Ausdruck des menschlichen Zusammenlebens? Gewiss ist der Mensch schon seit jeher auf ein Beziehungsgeflecht mit anderen Menschen angewiesen und meidet Vereinzelung, was überhaupt als Grundkonstante der Menschheitsgeschichte verstanden werden kann. Aus Sicht von Berger und Luckmann (2010: 54) ist das „spezifisch Menschliche des Menschen und sein gesellschaftliches Sein […] untrennbar verschränkt. Homo sapiens ist immer und im gleichen Maßstab auch Homo socius“. Doch spätestens seitdem das Internet die technologischen Möglichkeiten globaler Vernetzung revolutioniert hat, ist der Eindruck zu gewinnen, dass etwas Neues und Vielseitiges in sowie aus Netzwerken entsteht (vgl. Holzer 2006: 5f.). Teubner (1992: 208/189) illustriert Netzwerke mystisch als „vielköpfige Hydra“ oder beschreibt sie auch als „kollektive Akteure höherer Ordnung“, weil vernetzte Arrangements vielfältige Formen annehmen können und zur Erfüllung unterschiedlichster Aufgaben dienen. Vielleicht lässt sich auf subjektiver Ebene mittlerweile selbst der Descartes`sche Grundsatz cogito ergo sum wie folgt anpassen: „Ich bin vernetzt, also bin ich“, so schildert zumindest Rifkin (2010: 408).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Politik-Netzwerke ein, um deren Einfluss auf die Demokratie zu untersuchen und legt die methodische Vorgehensweise dar.

1. Weit und breit wohin man sieht: Netzwerke: Dieses Kapitel erörtert die Omnipräsenz des Netzwerkbegriffs in der modernen Gesellschaft und dessen wissenschaftliche Einordnung.

2. Politik-Netzwerke: Sackgasse für die Demokratie – oder doch Sprungbrett?: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Netzwerkperspektive in der Politik analysiert und die gegensätzlichen Wirkungsweisen auf demokratische Strukturen gegenübergestellt.

3. Schluss und Ergebnis: Das Fazit fasst die ambivalente Rolle von Politik-Netzwerken zusammen und postuliert deren Bedeutung für eine moderne Demokratiekultur.

Schlüsselwörter

Politik-Netzwerke, Demokratie, Netzwerkgesellschaft, Gouvernementalität, Politische Steuerung, Partizipation, Politikwissenschaft, Kollektivakteure, Entscheidungsprozesse, Machtstrukturen, Gesellschaftliche Wandlungsprozesse, Demokratisierung, Interessenausgleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche Auswirkungen die zunehmende Bedeutung von Politik-Netzwerken auf die demokratische Ordnung moderner Gesellschaften hat.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des Netzwerkbegriffs, die Entstehung der politischen Netzwerkperspektive sowie die Ambivalenz zwischen Netzwerk als demokratischem Hindernis oder Fortschrittselement.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, durch die Diskussion von Argumenten und eine persönliche Reflexion eine Hypothese zu stützen, wie Netzwerke zur Demokratisierung beitragen oder diese behindern könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Recherche einschlägiger Fachliteratur sowie einer wissenschaftlich fundierten kritischen Literaturverarbeitung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Entstehung der Netzwerkperspektive, der Zugang über Netzwerke zu politischen Arenen sowie die Risiken (Sackgasse) und Chancen (Sprungbrett) für die Demokratie detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Politik-Netzwerke, Demokratie, Partizipation und politische Steuerung definieren.

Warum wird das Foucault'sche Konzept der Gouvernementalität erwähnt?

Es dient dazu, das komplexe Zusammenspiel von Demokratie und Macht zu reflektieren, auch wenn der Fokus primär auf den Netzwerken selbst liegt.

Welche Rolle spielt die Graphentheorie in der Definition?

Die Graphentheorie bietet einen formalen Rahmen, um Netzwerke analytisch als Menge von Knoten (Akteuren) und Kanten (Beziehungen) präzise abzugrenzen.

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Details

Titel
Politik-Netzwerke. Sackgasse für die Demokratie oder doch Sprungbrett?
Untertitel
Hypothese zur Wirkung von Politik-Netzwerken auf die Demokratie
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Veranstaltung
Politik-Netzwerk Grundeinkommen – wie funktioniert Politik?
Note
1
Autor
Bachelor of Arts Martin Willmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
10
Katalognummer
V231322
ISBN (eBook)
9783656477853
ISBN (Buch)
9783656478997
Sprache
Deutsch
Schlagworte
politik-netzwerke sackgasse demokratie sprungbrett immerhin hypothese wirkung politik-netzwerken
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Martin Willmann (Autor:in), 2011, Politik-Netzwerke. Sackgasse für die Demokratie oder doch Sprungbrett?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/231322
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Leseprobe aus  10  Seiten
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